Bücherwichteln im BücherTreff

Sven Hensel -Aufhause: Von Zugvögeln und Fernverkehrern

Affiliate-Link

Aufhause: Von Zugvögeln und Fernverkehre...

4.5|2)

Verlag: Lektora-Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 191

ISBN: 9783954610938

Termin: März 2017

  • Klappentext:

    Wenn Sven Hensel auf der Bühne steht, regt er an, reißt mit und bewegt. Seine Texte sind Leidenschaft in Schwarz-Weiß und in diesem Werk für die Ewigkeit festgehalten.

    Sein Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise und zwar nicht nur, weil diese Floskel so schön ist. Er schreibt über Anfänge, Wege, Abschiede, Erwachsen-Werden und Kind-Sein. Mit malerischen Beschreibungen und Wortspielen provoziert er sowohl Denkkanäle als auch Tränendrüsen. Vor allem aber offenbart er ein großes Stück seines persönlichen Weges und den Erfahrungen, die er bis hierhin gemacht hat.


    Meine Meinung:

    Der Autor des Buches ist ein relativ bekannter Poetry Slammer, der seine Texte mit viel Liebe und Gedanken schreibt und diese nicht nur vorträgt, sondern auch als Buch veröffentlicht, damit man sie immer lesen und dabei haben kann. Ich habe Sven Hensel das erste mal bei dem Rheinhexen Slam gesehen, als er auch eins seiner Gedichte/Werke vortrug. Er hat mich so ergriffen, dass ich mit Tränen in den Augen da saß und dachte "du hast mein Herz berührt". Am Ende des Abends habe ich dann auch direkt das Buch gekauft und muss sagen, ich habe es nicht bereut. Seine Werke haben sind auf die heutige Zeit bezogen und er zeigt in ihnen seine Meinung zu Toleranz gegenüber zum Beispiel Homosexualität, seine Probleme, die er hatte und das reisen. Und dabei verwendet er die Deutsche Sprache auf eine wundervolle Art, er spielt mit Worten, sodass es Alltagspoesie ist, aber hält es mit der Ästhetik der Worte und Grammatik so in der Waage, das man einfach nur staunen kann. Ich war nie der Gedicht Fan, aber er hat meine Liebe zu Poesie geweckt.


    Ich möchte noch zwei Sätze/Teile nenne, die mir sehr in Erinnerung geblieben sind:

    Das erste ist aus dem Text Aufhause.

    "Also Plan ich mir als Baumhaus einen Anker

    ich zeichne meine eigenen Blaupausen,

    Material werden Traumstaub und Bauzaun,

    ich misch 'n blaugrauen Zement

    aus Dableiben und Abhauen.

    Ich pack das in 'nen Laubbaum

    und das ganze Ding nenn' ich dann Aufhause-

    nicht Zuhause, denn die Tür steht immer offen"


    und aus dem Text "ich Schreibe meiner Nichte keine Gedichte"


    "Ich schreibe meiner Nichte keine Gedichte,

    denn ich will ihr nicht vorschrieben, wer sie irgendwann mal werden soll,

    ich widme ihr Prosa, denn darauf kann sie sich selbst einen Reim machen"

Anzeige