Jutta Maria Herrmann - Wähle den Tod

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Wähle den Tod

4.6|4)

Verlag: Knaur TB

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 304

ISBN: 9783426519981

Termin: Juli 2018

  • Jana lebt mit ihrem Mann Hannes und ihren Kindern Max und Kim glücklich zusammen. Doch plötzlich wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt und die Bedrohungen häufen sich. Dabei muss sich Jana ihrer eigenen Vergangenheit und ihren Lügen stellen.

    Das Cover des Buches ist zwar eher unauffällig, aber dennoch gut gemacht.

    Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet. Protagonisten und Orte werden perfekt in Szene gesetzt, der Spannungsbogen spannt sich von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau.

    Der Plot ist sehr gut durchdacht. Als Leser kann man ständig miträtseln, aber die Lösung zeigt sich erst nach und nach. Auch überraschende Wendungen hat die Autorin perfekt eingebaut. Obwohl: Es gab natürlich auch Einiges, was man vorhersehen konnte.

    Der Titel des Buches ist übrigens perfekt gewählt.

    Das Genre "Psychothriller" erfüllt dieses Buch in jedem einzelnen Detail und das auf überzeugende Weise.

    Fazit: Wer raffinierte Psychothriller mag, wird an diesem Buch nicht vorbeikommen. 5 von 5 Sternen

  • So mag ich Thriller!


    In Berlin lebt Jana mit ihrer Familie, scheinbar glücklich. Und doch, die Angst, dass jemand erfährt was in der Vergangenheit geschehen ist, ist immer da. Als eines morgens Bennie, der Hund der Familie, tot im Garten liegt, ist Jana entsetzt. Kurz darauf werden die Kinder von Jana entführt und sie bekommt Nachrichten, die auf die Vergangenheit anspielen. Was ist damals geschehen und wer ist dafür verantwortlich?


    Ich kannte bisher nur "sonst tot" ein Kurz- und Kalenderthriller von Jutta Maria Herrmann. Und so war ich gespannt, ob die Autorin mich auch mit einem längeren Thriller überzeugen konnte? Sie konnte! Und das auf der ganzen Linie!

    Der Start ins Buch empfand ich schon als sehr intensiv. Die Autorin liess tief in die gepeinigte Seele der Protagonistin blicken. Sie deutet vieles an, bei dem man versucht ist, sich zusammenzureimen, wie sich das Ganze entwickeln könnte. Spannung und Gänsehaut von der ersten Seite an garantiert.

    So hat die Spannung auch nie abgenommen, durchgehend fesselnd habe ich die Story der Familie Langenfeld empfunden. "Wähle den Tod" ist eines dieser Bücher bei dem man beim Weiterlesen oft den Atem anhält. Nicht weil es besonders blutig wäre, denn tatsächlich spielt sich das Ganze eher auf der psychologischen Ebene ab. Sondern weil immer wieder neue Wendungen, die sehr logisch und schlüssig aufgebaut sind, einen mitfiebern lassen.

    Die Familie Langenfeld ist der Dreh und Angelpunkt der Story. Da wird das Familienleben, das absolut normal ist, beschrieben….doch hinter der Fassade " Mutter und Ehefrau " von Jana brodelt es ganz schön. Doch auch ihre 14 jährige Tochter Kim, die sich mit einer Internetbekanntschaft verabredet, sorgt für Gänsehaut. Bis die Vergangenheit Jana und ihre Familie einholt. Die Identität des Täters wird aufgedeckt und beinhaltet diesen WoW Effekt, den ich in Thrillern so liebe.

    Der Schreibstil ist hervorragend und hat mir sehr gefallen. Ich mochte sehr, wie die Autorin dem Leser immer mehr aus Janas Vergangenheit offenbahrt und man so das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann. Weil man einfach wissen muss, wie alles zusammenhängt!

    Wer einen raffinierten und gut ausgearbeiteten Psychothriller mag und lesen möchte, ist mit diesem Buch wirklich bestens beraten.

  • Jana will nicht mehr an ihre Vergangenheit denken, über die sie nie geredet hat. Jetzt lebt sie mit ihrem Mann Hannes und den Kindern, der vierzehnjährigen Kim und dem kleinen Max, glücklich und zufrieden. Doch dann passieren Dinge, die ihr perfektes Leben langsam aber sicher zerstören. Es beginnt damit, dass sie den Hund mit Stichwunden im Garten findet. Aber dabei bleibt es nicht und Jana ahnt, dass die Vergangenheit sie eingeholt hat.

    Schon der Prolog sorgt dafür, dass man gepackt ist, denn eine Person ist voller Hass und will Rache. Danach lernen wir Jana und ihre Familie kennen. Abwechselnd wird aus der Sicht von Jana und von Kim berichtet, was geschieht und was sie antreibt.

    Jana kommt anfangs noch recht sympathisch rüber, auch wenn ich nicht verstehen konnte, warum sie ihre heile Welt mit einem Geliebten aufs Spiel setzt. Doch je mehr passiert, umso weniger konnte ich ihre Handlungen begreifen. Sie hat über ihre Vergangenheit mit niemandem reden wollen – na gut. Aber nun wäre der Zeitpunkt gekommen, mit offenen Karten zu spielen, aber sie verstrickt sich immer weiter in Lügen. Dann verschwinden Janas Kinder.

    Kim ist eine typische Pubertierende. Sie will ihre Freiheiten und begibt sich auf gefährliche Pfade, auch wenn ihr Bauchgefühl manchmal abrät. Entsprechend naiv verhält sie sich.

    So nach und nach erfahren wir, welches Geheimnis Jana hütet. Eigentlich sollte ich sie verstehen, aber ihr Handeln bis in die Gegenwart betrachtet kann ich einfach nicht nachvollziehen.

    Es ist ein spannender Psychothriller, der mich bis zum Schluss gefesselt hat.