David M. Barnett - Miss Gladys und ihr Astronaut / Calling Major Tom

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Miss Gladys und ihr Astronaut

4.5|3)

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 416

ISBN: 9783548289540

Termin: Mai 2018

  • Klappentext

    Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …



    Meine Meinung:

    Die Geschichte ist nicht spannend im Sinne von aufregend, aber sie ist spannend, weil man sehr schnell wissen möchte, wie diese für Gladys, Ellie und James endet.


    Wir erleben die Geschichte aus mehreren Perspektiven und zu mehreren Zeiten. Durch die zeitlichen Rückblenden lernen wir sehr viel über Thomas und seine Lebensgeschichte. Dieses Wissen macht es einfacher, sein Verhalten im Hier und Jetzt einzuordnen.


    Gladys tat mir wirklich leid. Ich kenne es aus dem persönlichen Umfeld, wenn eine Frau plötzlich anfängt dement zu werden. In dieser Geschichte ist dies nochmal deutlich dramatischer, denn Gladys musste die Verantwortung für zwei Kinder übernehmen.


    Durch Gladys Krankheit muss die 15-jährige Ellie viel zu schnell erwachsen werden. Mit drei Jobs hält sie, neben der Schule, die Familie über Wasser. Sie versucht zu regeln, was zu regeln ist, stößt hierbei aber als Teenager doch immer wieder an ihre Grenzen. Ellie hat mir insgesamt sehr gefallen. Sie ist weder altklug, noch zu erwachsen dargestellt, sondern sie versucht das, was ihrem kindlichen Ich möglich ist.


    James ist derjenige, der mit der ganzen Situation eher trotzig umgeht. Auch bei ihm hatte ich das Gefühl, dass es dem Autor sehr gut gelungen ist, in das Seelenleben eines 10jährigen einzutauchen und ihn authentisch darzustellen.


    Astronaut Thomas Major, ein ganz schwieriger Charakter. Man hat das Gefühl, dass er eine Wut auf alles und jeden hat. Dass ihm da plötzlich eine senile alte Dame und zwei Kinder an den Fersen hängen, das passt ihm ganz und gar nicht. Er lernt durch den Kontakt, vor allem zu James, definitiv auch einiges über sich selbst dazu.

    Auch die Nebenfiguren, wie Claudia oder Delil sind sehr gut ausgearbeitet, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Beide Figuren bekommen ihre eigene Geschichte, die die Handlung stark vorantreibt.


    Insgesamt ist die Geschichte sehr schön erzählt. Es geht darum, im Leben nicht aufzugeben, Hilfe zu geben und Hilfe anzunehmen, wenn es notwendig ist und für sich einzustehen. Außerdem nimmt man aus diesem Buch die Botschaft mit (oder man kann sie mitnehmen, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen), dass jeder Mensch auf dieser Welt seinen Platz hat, dass er für irgendetwas oder irgendjemanden wichtig ist und gebraucht wird.


    Der Schreibstil von David M. Barnett ist leicht und eingängig, einem Roman für Erwachsene angemessen. Er hat mich durch die Seiten gezogen.

    Von mir gibt es für diesen Roman, der von Zusammenhalt, Hoffnung und Freundschaft erzählt, 4 Sterne.

    Gruß
    Yvonne

    Nicht die haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in den Schränken aufheben, sondern, die sie Tag und Nacht in den Händen haben, und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken.
    (Erasmus von Rotterdam)

  • Calling Major Tom

    Gruß
    Yvonne

    Nicht die haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in den Schränken aufheben, sondern, die sie Tag und Nacht in den Händen haben, und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken.
    (Erasmus von Rotterdam)

  • Klappentext:

    Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …


    Autor:

    David Barnett ist ein etablierter Journalist, der u.a. für The Independent, Daily Mail und The Guardian schreibt. Bisher veröffentlichte er Fantasyromane, CALLING MAJOR TOM ist sein erstes Buch in diesem Genre, sein nächster Roman wird ebenfalls im Bereich der gehobenen Unterhaltung sein.


    Allgemeines:

    Erscheinungsdatum: 28. Mai 2018

    Seitenanzahl: 416

    Verlag: Ullstein

    Originaltitel: Calling Major Tom


    Eigene Meinung:

    Was für ein zauberhaftes Buch! Gladys leidet unter Demenz, ist aber der Vormund ihrer beiden Enkel. Deren Vater sitzt im Gefängnis und ihre Mutter ist leider umgekommen. So haben die drei immer Angst davor, dass der Umstand, in dem sie leben, entdeckt werden und ihre Familie auseinandergerissen werden könnte. Gladys Enkelin versucht die Familie mit drei Jobs neben der Schule und dem Haushalt zusammen zu halten.

    Und dann gibt es da auch noch Thomas Major, der durch einen interessanten Zufall der erste Mensch ist, der ins All fliegt und den Mars besiedeln soll.


    Die Charaktere sind alle liebevoll gezeichnet und man kann sich sehr gut in ihr Denken hineinversetzen. Ich mochte die naive Miss Gladys und den zuerst verbitterten Major Tom, dem natürlich später das Herz auch auftaut. Das Zusammenspiel der verschiedenen Protagonisten hat David M. Barnett wunderbar hinbekommen. Der ganze Roman harmonisiert. Ich musste auch mehrmals schmunzeln und lachen. Der Humor hat mir also gut gefallen. Auch der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Ich habe mich jederzeit auf das Weiterlesen der Geschichte gefreut.


    Fazit: Ein sehr schönes Buch, welches ich persönlich in die Kategorie „Wohlfühlbücher“ einordnen würde. Nichts hochliterarisches, aber ein wunderschöner Roman mit ganz tollen Charakteren und einer herzerwärmenden lustigen, zeitweise aber auch nachdenklich machenden Geschichte.

    :study: Der Sommerdrache (Die ewigen Gezeiten 1) – Todd Lockwood

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    :musik: Wolkenschloss - Kertsin Gier

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „David M. Barnett - Miss Gladys und ihr Astronaut“ zu „David M. Barnett - Miss Gladys und ihr Astronaut / Calling Major Tom“ geändert.

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