Stephen King - Der Outsider / The Outsider

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Der Outsider

4.2|36)

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 752

ISBN: 9783453271845

Termin: August 2018

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  • Produktvorstellung bei amazon.de (die deutsche Ausgabe erscheint im August):


    Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?


    Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.


    Eigene Beurteilung:


    Trotz der aufkommenden Zweifel der Ermittler führt die juristische Maschine zunächst einmal ihre Arbeit fort und Terry wird zu einem Haftprüfungstermin vor Gericht gebracht und dies wieder in einer sehr öffentlichen Form – was zu einem fürchterlichen Unglück führen soll.


    In der Folge ermittelt der zeitweise suspendierte Ralph Anderson unerlaubt weiter um die Unge-reimtheiten in diesem Fall aufzuklären und er stößt dabei auf eine Spur in Ohio, die ihn veranlasst über einige Umwege Finder’s Keepers einzuschalten – und Holly Gibney übernimmt den Fall. Und nun driften die Ermittlungen immer mehr ins Unheimliche und Unglaubliche ab – ein Gebiet, mit dem Holly ja bereits bestens vertraut ist.


    Ein weiterer spannender Horror-Krimi aus der Tastatur von Meister King, der zunächst mit einigen Verhörprotokollen beginnt um dann zu einer fortlaufenden Erzählung zu werden. Der Rückgriff auf eine Figur aus der „Mr.Mercedes“-Reihe ist ein erfreuliches Extra und gibt der an sich schon span-nenden und mit guten Charakteren gefüllten Geschichte einen weiteren Schub. Auf jeden Fall zu empfehlen – und auch ohne Kenntnis der drei „Finder’s-Keeper“-Romane gut zu lesen.

  • und Holly Gibney übernimmt den Fall.

    Das ist mir bisher völlig entgangen. Hat es denn unbedingt Holly sein müssen? :| Gerade diesen Charakter habe ich in der Trilogie nicht besonders geschätzt.

    Es ist also wieder eher ein Kriminalfall mit Mysteryelementen und kein lupenreiner Horrorroman, richtig?

  • Der Rückgriff auf eine Figur aus der „Mr.Mercedes“-Reihe ist ein erfreuliches Extra und gibt der an sich schon span-nenden und mit guten Charakteren gefüllten Geschichte einen weiteren Schub. Auf jeden Fall zu empfehlen – und auch ohne Kenntnis der drei „Finder’s-Keeper“-Romane gut zu lesen.

    Gehört das jetzt hier zur Reihe dazu????
    https://www.buechertreff.de/bu…stephen-king-reihenfolge/

    :study: Ich bin alt genug, um zu tun, was ich will und jung genug, um daran Spaß zu haben. :totlach:

  • Gehört das jetzt hier zur Reihe dazu????

    Es ist zumindest nicht so ausgeschrieben - und Holly taucht ja auch erst im letzten Drittel des Romans auf. Außerdem hat King ja eigentlich eine große zusammenhängende Erzählwelt geschaffen, so dass öfter mal in Büchern Bezug auf Charaktere oder Ereignisse in anderen Büchern genommen wird.

  • Einerseits finde ich es schade, dass Stephen King momentan wohl ein wenig in der Mysterykrimi-Schiene festzustecken scheint, denn in dieser Zeit könnte er doch wunderbar ein paar lupenreine Horrorromane schreiben. :lol: Andererseits ist "Der Outsider" eigentlich viel zu gut geworden um darüber zu lästern und er ist schon wieder etwas näher am lupenreinen Grusel als das die Trilogie um Bill Hodges war oder auch das eher seichte "Sleeping Beauties". In manchen Szenen mit dem Outsider hat sich schon etwas Gänsehaut breit gemacht. Die Geschichte war auch wirklich spannend geschrieben und steckte nur nach dem ziemlich interessanten Beginn kurzzeitig in der Krise als es mal nicht vorwärts ging und sich nichts weiterentwickelte. Zum Ende hin wird es wieder richtig gut und Kings flüssiger Schreibstil ist klar zu erkennen. Sogar mit Holly konnte ich meinen Frieden schließen, da mich das Wiedersehen trotzdem erfreut hat und sie mich nicht so genervt hat wie in den Büchern mit Bill Hodges. Im übrigen geht es mir manchmal bei bestimmten Figuren so, dass ich direkt ein bekanntes Gesicht dazu sehe bzw. ich mir diese Person so vorstelle und bei Holly ist dies bei mir immer die Schauspielerin Frances McDormand.:D


    Fazit: Fast ein echter King. Zu seinen besten Werken wird "Der Outsider" wohl nie gehören, aber für einige angenehme Schauermomente konnte das Buch definitiv sorgen.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Immer mal wieder ein King zwischendrin rächt sich spätestens nach der Lektüre dieses Romans. Weil:

    Der Rückgriff auf eine Figur aus der „Mr.Mercedes“-Reihe ist ein erfreuliches Extra und gibt der an sich schon span-nenden und mit guten Charakteren gefüllten Geschichte einen weiteren Schub. Auf jeden Fall zu empfehlen – und auch ohne Kenntnis der drei „Finder’s-Keeper“-Romane gut zu lesen.

    Bei letzterem Punkt stimme ich durchaus zu, ohne Vorkenntnisse durchaus zu leisen, ABER die genannte Reihe wird doch arg gespoilert, wie ich annehme. Ich zumindest habe jetzt keinen großen Drang mehr die zu lesen, nachdem ich die Aulösungen aller drei Bücher kenne. Dafür plaudert Holly zu sehr aus dem Nähkästchen.

    Also, vorweg eine Spoilerwarnung: Wer mit dem Gedanken spielt die Finders Keepers Reihe zu lesen, sollte das unbedingt tun, bevor er zum Outsider greift.


    Ansonsten, ein guter King, ich gebe Kapo Recht, sicherlich nicht sein bester aber solide Kost in Anlehnung an die alten Werke. So manches Mal hatte ich bei Twists ein Deja Vu und dachte: Jaja, sowas ähnliches gabs da und dort bei ihm schonmal.

    Immer wieder erwähnenswert ist die Fabulierkunst von King, was ihm so leicht nur wenige nachmachen. Mich hat er fast immer nach den ersten paar Seiten am Haken, weil er sehr atmosphärisch erzählt. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht aus Intelligenz, sondern aus Phantasie." - Terry Pratchett


    :study:

    Als das Leben unsere Träume fand - Luca DiFulvio

    Harry Potter und der Orden des Phoenix - Joanne K. Rowling (Reread mit Kind) :wink:


    :bewertung1von5: 2019: 17 :bewertung1von5:

  • Ich muss sagen, dass mir vor allem der zweite Teil des Buches nicht gefallen hat. Stephen King verlässt sich in diesem Buch vor allem auf die übliche Erzählstruktur und die Stereotypen, die er sonst auch verwendet, allerdings fühlt es sich im zweiten Teil wesentlich mehr nach einem Indiana-Jones-Film, als nach einem Horror-Buch an. Die Handlung ist voraussehbar, unspektakulär und am Ende entäuschend, King hat schon wesentlich bessere Storys als diese geschrieben...

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