Nina George - Das Lavendelzimmer

Affiliate-Link

Das Lavendelzimmer (Hörbestseller)

3.9|40)

Verlag: Argon Verlag

Bindung: Audio CD

Laufzeit: 00:06:52h

ISBN: 9783839891957

Termin: Februar 2014

  • Klappentext:

    Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben. (von der Verlagsseite kopiert)


    Zur Autorin:
    Die Publizistin Nina George, geboren 1973, arbeitet seit 1992 als freie Journalistin, Schriftstellerin und Kolumnistin. George schreibt Wissenschaftsthriller und Romane, Reportagen, Kurzgeschichten sowie Kolumnen. Ihr Roman „Die Mondspielerin“ erhielt 2011 die DeLiA, den Preis für den besten Liebesroman. Für ihren Kurzkrimi „Das Spiel ihres Lebens“ wurde Nina George 2012 mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet. Ihr Roman „Das Lavendelzimmer“ stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde von der Presse begeistert besprochen. Unter ihrem Pseudonym Anne West gehört Nina George zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Erotikautorinnen. Nina George ist verheiratet mit dem Schriftsteller Jens J. Kramer und lebt im Hamburger Grindelviertel. (von der Verlagsseite kopiert)


    Allgemeine Informationen:

    5 CDs, 6 Stunden 52 Minuten Laufzeit

    Gelesen von Richard Barenberg und Nina George


    Meine Meinung:

    Die Printausgabe hatte ich vor fünf Jahren gelesen und erinnere mich vor allem daran, dass ich mit den Lebensweisheiten haderte, die die Figuren versprühen, siehe Rezension. Weil ich ziemlich allein mit meiner Meinung stand und das Buch laut Kurzvita der Autorin vom Feuilleton gepriesen wurde, die Autorin selbst schon einige Preise einheimste, wollte ich wissen, ob ich damals nicht komplett daneben lag.


    Ich lag daneben. Es ist schlimmer als gedacht. Viel schlimmer. Vielleicht, weil sich die Banalitäten, Seelenergüsse und Binsenweisheit laut ausgesprochen noch schlechter ertragen lassen als wenn man sie nur still lesend im Kopf hört.

    Die Figuren wirken abgehoben, als schwebten sie in anderen Sphären. 90 Prozent der Zeit kreist man um die eigene Befindlichkeit, den Rest verbringt man damit, darüber zu sprechen, und sein Innerstes zur Begutachtung vorzulegen. Die wichtigsten Themen sind Liebe, Tod und Liebe. Und Liebe.


    Richard Barenberg liest ruhig und dem Tempo des Buches angemessen. Nur an wenigen Stellen überkommt ihn der Drang, seiner Stimme ein süßliches Timbre zu geben. Trotzdem würde mir ein Vorleser besser gefallen, der sachlich und distanziert liest, also einen wohltuenden Kontrast hineinbringen würde.

    Die Passagen aus dem Tagebuch von Manon liest die Autorin selbst.


    Der Printausgabe hatte ich 2,5 Sterne gegeben. Zu hoch, würde ich heute sagen.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

Anzeige