Jörg Maurer - Am Abgrund läßt man gern den Vortritt

  • Buchdetails

    Titel: Am Abgrund lässt man gern den Vortritt


    Band 10 der

    Verlag: FISCHER Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 416

    ISBN: 9783596036370

    Termin: Neuerscheinung Juli 2019

  • Bewertung

    3.9 von 5 Sternen bei 9 Bewertungen

    77,8% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Am Abgrund lässt man gern den Vortritt"

    Nur der Föhn kennt die ganze Wahrheit. Kommissar Jennerweins waghalsigster Fall – der zehnte Alpenkrimi von Nr.1-Bestsellerautor Jörg Maurer Kommissar Hubertus Jennerwein gönnt sich eine Auszeit. Aber schon vor der geplanten Abreise trifft er auf dem Bahnhof einen Kommissar-Kollegen aus dem Allgäu und wird aufgehalten. Gerade als die beiden so richtig ins ermittlerische Fachsimpeln kommen, erreicht Jennerwein ein Hilferuf aus dem Kurort: Ursel Grasegger, Bestattungsunternehmerin a.D., hat eine blutige Morddrohung gegen Ignaz erhalten. Ihr Mann ist seit Tagen unauffindbar. Ist er in den Händen von Entführern? Oder hat er heimlich etwas Illegales geplant, was nun schiefgegangen ist? Jennerwein weiß nur zu gut, dass die Graseggers beste Mafiaverbindungen haben. Aber er verspricht Ursel, Ignaz‘ Spur außerdienstlich zu verfolgen – und bringt sich in noch nie gekannte Gefahr. Sein Team geht derweil tödlichen Umtrieben von Medizinern nach, eine frühere Freundin von Ignaz kündigt ihre bevorstehende Ermordung an, und auf einmal steht Jennerwein vor dem Abgrund seiner Polizeikarriere…
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    Schüsselchen
    Unterhaltsam und spannend wie immer
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    aida2008
    Jennerwein gerät an seine moralischen Grenzen, zeigt aber, dass auf ihn in brenzligen Situationen Verlass ist.

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  • Jörg Maurer - Am Abgrund läßt man gern den Vortritt


    DAS JENNERWEIN-UNIVERSUM 10.0

    Dieser Autor ist für mich eine Offenbarung. Der zehnte Fall für seinen Kommissar Jennerwein ist für mich der erste. Wenn die anderen Bände ähnlich „gestrickt“ sind, dann kann ich den Hype um Jörg Maurer verstehen, seine Spitzenplatzierungen auf den Bestsellerlisten.

    Diesen zehnten Band, obwohl es mein erster Band ist, empfinde ich als schriftstellerische Meisterleistung. Das ist große Unterhaltung! Es beginnt bereits mit dem Aufbau des Romans, jedes Kapitel ziert eine große 10. In der Null verbirgt sich klein die Zahl des tatsächlichen Kapitels. Daneben stehen in kleiner Schriftgröße u. a. Bonmots, Zitate, Sprichwörter, Bemerkungen aus der Bibel oder von prominenten Leuten u.s.w., alles, was mit der 10 zu tun hat. Zu jedem Kapitelbeginn schmückt ein putziges Murmeltier die untere Seite.

    Die Fülle an Informationen ist insgesamt exorbitant für einen Kriminalroman.

    Ich möchte den Inhalt des Klappentextes nicht wiedergeben. Den kann jeder selbst nachlesen.

    Es beginnt mit einem in lustigen Worten verfaßtem Prolog. Danach fängt der Roman mit den Hauptpersonen Ignaz und Ursel Grasegger an, einem scheinbar geläuterten Gaunerpaar, intelligent, gewieft, mit allen Wassern gewaschen, beide Genießer, gutem Essen total verfallen. Sie wollen wieder ehrlich werden und stehen kurz vor der Neueröffnung ihres Bestattungsunternehmens. Kriminalkommissar Hubertus Jennerwein tritt erst auf S. 26 ins Geschehen ein. Er befindet sich in entspannter Urlaubsstimmung, auf dem Weg nach Schweden. Noch. Doch es kommt recht bald alles ganz anders...

    Der zehnte Fall nimmt seinen Anfang in einem nicht näher genannten prominenten bayrisch-alpenländischen Kurort im Werdenfelser Land. Das kann eigentlich nur Garmisch-Partenkirchen sein. In 70 kurzen Kapiteln werden mitunter sehr grausige Dinge auch noch einfallsreich witzig erzählt, in bestem schwarzen Humor. Die Seiten triefen nur so davon. Das schon mal als Warnung, für diejenigen, die das nicht mögen. Ich bin ein Fan.

    Der Autor hat mit einer Menge Lokalkolorit den Leuten, egal wo, ob nun in Bayern, Österreich, Schweiz oder sonstwo aufs „Maul“ geschaut. Bis in die kleinste Nebenfigur sind die Charaktere präzise und anschaulich beschrieben. Seine teilweise skurillen Figuren sind aber nie überzeichnet. Die Spannung bleibt trotz des humorigen, leichten Sprachstils stets hoch. Es driftet nie in Klamauk ab. Jörg Maurer besitzt eine herausragende Beobachtungsgabe und kann sie optimal schriftstellerisch verwerten. So viele intelligente Einfälle! Er ist ein Quell grenzenloser Phantasie. Sogar für eine kurze Gastrolle vom kultigen Kluftinger, wo man fast seinen Vornamen erfährt, ist noch Raum.

    Einige Begriffe habe ich gegoogelt, um herauszufinden, ob es diese tatsächlich gibt (z. B. Fausto Incontini, der Erfinder des Doppelschlages, eines selten ausgeführten, speziellen Präzisionsschusses oder die therapeuthische Methode Sassafran – beides fiktiv, aber gut erfunden). Das Buch gewährt viele Einblicke, Erkenntnisse, in einem Genre, bei dem man das nicht unbedingt erwartet. Ich hoffe, dass ich meine Begeisterung in etwa rübergebracht habe. Die Leser sollten es unbedingt selbst herausfinden.

    Der 10. Fall ist alles das, was der Autor in seinem Kapitel Nachspiel (auch wieder ein besonderer Kunstgriff vom Autor – er blickt an einem runden Geburtstag zurück) selbst nennt:

    der kniffligste, der brenzligste, der verschlungenste, der waghalsigste...S. 398

    Fazit:
    Deftige, urige Unterhaltungsliteratur, ein Krimi vom Feinsten!

    Bei Maurer macht das Lesen einen Riesenspaß! Ich habe selten so oft und herzlich gelacht.

    Mir bleibt nun noch die Freude auf die vorherigen neun Bände und auf den baldigen (?) 11. Jennerweinschen Fall!

    Die Covergestaltung und die Aussagekraft des Titels fügen sich nahtlos in meinen positiven Gesamteindruck ein.

    Von mir dringendst empfohlen, mit der Höchstbewertung! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Ich möchte den Inhalt des Klappentextes nicht wiedergeben. Den kann jeder selbst nachlesen.

    ja, hier:

    Kommissar Hubertus Jennerwein gönnt sich eine Auszeit. Aber schon vor der geplanten Abreise trifft er auf dem Bahnhof einen Kommissar-Kollegen aus dem Allgäu und wird aufgehalten. Gerade als die beiden so richtig ins ermittlerische Fachsimpeln kommen, erreicht Jennerwein ein Hilferuf aus dem Kurort: Ursel Grasegger, Bestattungsunternehmerin a.D., hat eine blutige Morddrohung gegen Ignaz erhalten. Ihr Mann ist seit Tagen unauffindbar. Ist er in den Händen von Entführern? Oder hat er heimlich etwas Illegales geplant, was nun schiefgegangen ist? Jennerwein weiß nur zu gut, dass die Graseggers beste Mafiaverbindungen haben. Aber er verspricht Ursel, Ignaz‘ Spur außerdienstlich zu verfolgen – und bringt sich in noch nie gekannte Gefahr. Sein Team geht derweil tödlichen Umtrieben von Medizinern nach, eine frühere Freundin von Ignaz kündigt ihre bevorstehende Ermordung an, und auf einmal steht Jennerwein vor dem Abgrund seiner Polizeikarriere. - Amazon

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Jörg Maurer Am Abgrund läßt man gern den Vortritt“ zu „Jörg Maurer - Am Abgrund läßt man gern den Vortritt“ geändert.
  • Danke für die Interessante Rezension. hennie ist es nicht zwingend diese Krimis in der wie auf der Serienseite angegeben Reihenfolge zu lesen, würde ich gerne wissen. Denn die Onleihe hat nicht alle in ihrem Angebot.

    Wie ich in meiner Rezension geschrieben habe, kenne ich die neun vorherigen Bände nicht. Ich nehme stark an, dass Jörg Maurer die Krimis so verfaßt hat, das man sie nicht unbedingt in der Reihenfolge lesen muss. LG von Hennie

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