Laline Paull - Das Eis / The Ice

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Das Eis

3.2|3)

Verlag: Tropen

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 448

ISBN: 9783608503524

Termin: März 2018

  • Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)

    Die schmelzenden Gletscher der Arktis geben eine Leiche frei. Der leblose Körper gehört Umweltaktivist Thomas Harding, der drei Jahre zuvor spurlos im Eis verschwand. Von der gemeinsamen Expedition kehrte damals nur ein Mann zurück: Hardings bester Freund. Ein elektrisierender Abenteuerroman über Freundschaft, Verrat und unseren Umgang mit der Natur.

    Die Eisdecke in der Arktis schmilzt unaufhörlich. Raffgierige Unternehmen wittern ihre Chance und wetteifern um einen Platz im ewigen Eis. Als ein Kreuzfahrtschiff im arktischen Wasser eine Leiche entdeckt, ist schnell klar, um wen es sich handelt: Tom Harding, Polarforscher und einer der besten Kenner der Arktis, der drei Jahre zuvor nach einem Unfall im Eis verschwand. Der Letzte, der ihn lebend gesehen hat, ist sein bester Freund und Geschäftspartner Sean Cawson. Die Männer planten gemeinsam die Eröffnung einer exklusiven arktischen Lodge, die sich gleichzeitig dem Schutz des Nordmeers verpflichtete. Als die Untersuchungen zu Hardings Tod beginnen, wächst der Druck auf Cawson. Waren ihre Vorstellungen von Naturschutz und Profitgier letztlich doch zu verschieden?

     

    Autor (Quelle: amazon)

    Laline Paull, studierte Englisch und Theaterwissenschaften in Oxford, Los Angeles und London, wo sie auch für das Royal National Theatre tätig war. Sie lebt mit ihrer Familie in England. Nach dem großen Erfolg von »Die Bienen« ist nun auch ihr zweiter Roman, »Das Eis«, bei Tropen erschienen.

     


    Inhalt

    Ein Kreuzfahrtschiff ist in der Arktis unterwegs. Die betuchten  Passagiere wollen unbedingt einen   Eisbären sehen, um diesen zu fotografieren. Als das Schiff  in die Sperrzone um Midgard Lodge eindringt, sehen sie tatsächlich einen Eisbären. Dieser verschwindet dann aber sehr schnell in Panik. Der Grund folgt: Der Gletscher beginnt zu kalben und gibt hierbei ein Leiche frei.

    Es handelt sich hierbei um Tom Harding, ein Umweltaktivist, der vor drei Jahren spurlos verschwunden war. Er war gemeinsam mit seinem Freund, Sean Cawson, in einer Eishöhle. Als diese zum Einsturz kam überlebte nur Sean Cawson. Dieser machte sich seitdem Vorwürfe, dass er seinem Freund nicht helfen konnte.

    Jetzt nach dem Fund der Leiche, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung, die die Geschehnisse wieder aufleben lassen.

     

    Beurteilung

    Als erstes fällt das schön gestaltete Cover ins. Auge. Es zeigt die Silhouette eines Mannes in einer Gletscherhöhle.  Von daher passt das Cover sehr gut zur Geschichte.

    Diese Geschichte wechselt ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Hauptteil der Geschichte, die Gerichtsverhandlung, ist nicht einfach zu lesen, da hier mit vielen Rückblicken gearbeitet wurde, die sich dann doch zu ziemlichen Längen entwickelten.

    Erst ganz am Ende erfährt man, was wirklich damals in der Eishöhle geschehen ist.

     

    Fazit

    Ein interessantes Buch, vor allem wegen der schönen Naturschilderungen.  Es handelt sich um ein nicht ganz einfaches, aber dennoch lesenswertes Buch, wenn man von den Längen zu Beginn absieht.  Drei Sterne von mir.

     

     :study: Die Tyrannei des Schmetterlings - Frank Schätzing

     :study: Ich bin der Hass - Ethan Cross

     

     

     



     

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Laline Paull - Das Eis“ zu „Laline Paull - Das Eis / The Ice“ geändert.
  • Spannender Umweltthriller
     
    Inhalt
     
    Durch das Schmelzen des Eises in der Arktis kommt eine Leiche zum Vorschein. Es handelt sich um den Umweltaktivisten Tomas Harding, der vor drei Jahren spurlos im Eis verschwand. Zuletzt gesehen hat ihn sein Freund und Geschäftspartner Sean Crawson. Die beiden wollten eine exklusive arktische Lodge eröffnen, die gleichzeitig das Nordmeer und die Arktis schützen soll. Es gibt eine Untersuchung zu Hardings Tod, bei der Crawson im Mittelpunkt steht. Was ist damals passiert?
     
    Meine Meinung
     
    Laline Paull hat eine spannende Geschichte geschaffen, bei der es hauptsächlich um die Umstände von Toms Tod und die Freundschaft zwischen Tom und Sean geht. Doch es geht um viel mehr: Um das Schmelzen des Polareises aufgrund des Klimawandels, der Umgang mit der Natur, die Profitgier der Unternehmen, die Freundschaft, Verrat und Liebe. Der Leser begleitet Sean ab dem Zeitpunkt, als ihm das Auffinden von Toms Leiche mitgeteilt wird. Nach und nach erfährt man durch Rückblicke wie die beiden sich kennen lernten und von ihren Plänen für eine Lodge auf Spitzbergen, die neben ihrem geschäftlichen Treiben die Arktis schützen soll. Wie die Lodge die Natur schützen soll, habe ich überhaupt nicht verstanden. Die Rückblicke geschehen zu verschiedenen Zeitpunkten in der Vergangenheit, die nicht immer gekennzeichnet sind. So war ich zu Beginn des Buches bei einigen Blicken in die Vergangenheit verwirrt und musste mich erst einmal zurechtfinden, wie weit es zurück ging.
     
    Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder kurze Ausschnitte aus realen Berichten von Forschern und anderen Menschen, die eine Zeit lang in der Arktis lebten. Diese Einblicke in die Welt der ewigen Kälte und des ewigen Eises haben mir sehr gut gefallen. Man hat viel über das Leben unter diesen widrigen Bedingungen erfahren.
     
    Paulls Schreibstil ist angenehm und schnell zu lesen. Sie beschreibt die Ereignisse in der Arktis so bildhaft, dass man das Gefühl hat, man säße im Kino vor einer riesigen Leinwand. Nach ca. einem Drittel nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf und die Spannung steigt, als die Untersuchung zu Toms Tod bei Gericht beginnt. Seans Gefühle zum Tod seines Freundes, sein Verhalten und seine Empfindungen bei der Aussage vor Gericht sind sehr gut beschrieben. Ich konnte die Stille im Gerichtssaal hören und die Anspannung der Anwesenden fühlen. Das Ende ist berührend und aufwühlend, ich hatte Tränen in den Augen.
     
    Fazit
     
    Laline Paull hat ein großartiges Buch geschaffen, das berührend und aufwühlend ist, eine tolle Geschichte über die Freundschaft erzählt und den Umgang mit der Natur aufgreift. Ich vergebe vier von fünf Sternen.

  • Inhalt:

    Zwei sehr gute Freunde, Sean und Tom, sichern sich ein kleines Stück Land auf Spitzbergen, das sie als begeisterte Arktisfans und Umweltaktivisten für ihre (guten) Zwecke einsetzen wollen. Politiker sowie die Geschäftspartner der beiden verfolgen jedoch anderen Ziele. Bei der Besichtigung einer nahe gelegenen Eishöhle passiert ein Unfall und Tom bleibt einige Jahre verschollen, bis das Eis ihn zufälligerweise wieder frei gibt. Nun folgt eine Untersuchung zu den Umständen des Unfalls.


    Meine Meinung:

    Es dauert relativ lange bis man als Leser weiß, wo die Geschichte hingeht. Richtig spannend wird es ab dem zweiten Drittel, als die Hintergründe zum Landkauf deutlicher werden und auch die Beziehungen der vielen Charaktere untereinander klarer werden. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte Fahrt auf und verwandelt sich in einen politischen Umweltthriller. Kein ganz einfacher Stoff und sicherlich keine seichte Geschichte für Zwischendurch.

    Ich war mir lange Zeit unsicher, ob ich den Protagonisten Sean eigentlich mag, was durchaus Absicht der Autorin ist. Durch viele kleine Hinweise und Andeutungen schwankt man ständig zwischen Sympathie und Argwohn. Ist Sean unschuldig am Unfall, wusste er um die Ziele seiner Geschäftspartner?

    Das letzte Drittel ist durchaus das Beste. Spannend und voller Informationen, nach denen man am Anfang nur so lechzt um die Geschichte zu verstehen. Vieles stellt sich anders heraus, als man denkt und bringt Spannung und Überraschung rein. Letztendlich ist das Eis ein guter Thriller, der jedoch die volle Aufmerksamkeit seiner Leser verlangt.

  • Langatmig!


    Die Arktis! Stille, Eis, Kälte und Gletscher.

    Als die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Vanir" gespannt darauf warten, einen Bären zu sehen, bricht ein Gletscher ein und gibt eine Leiche frei. Es ist der Körper von Tom Harding, der 4 Jahre zuvor spurlos verschwand. Der britische Umweltschützer war mit seinem Freund Sean Cawson am Midgardfjord unterwegs, als ein Unfall geschah. In einer Gerichtsverhandlung will die Familie von Tom endlich Gewissheit…was geschah damals?


    Den Start in die Geschichte fand ich sehr gelungen und ist auch ein Stück weit wegweisend für die ganze Geschichte. Laline Paull zeichnet das Bild einer verwöhnten und anspruchsvollen Gesellschaft. Hier zu Beginn in Form von Passagieren auf dem Kreuzfahrtschiff, die mit einer Sammelklage drohen, wenn nicht sofort ein Bär vor ihre Kameralinse spaziert. Unglaublich und traurigerweise auch realitätsnah.

    So spiegelt dann auch die weitere Geschichte unsere Gesellschaft wieder. Einer Gesellschaft die, die Natur ausbeutet, ausnutzt und schröpft bis zum Gehtnichtmehr.

    Diese aufrüttelnde Seite ist jedoch nur ein Teil der Story. Auf der anderen Seite geht es um den Leichenfund und die Untersuchung was vor 4 Jahren mit Tom geschehen ist. Und diese waren leider sehr langatmig und ich habe mich des öfteren beim groben Ueberlesen ertappt. Schade finde ich, dass gerade die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Artenschutz hinter diesen persönlichen und langatmigen Belangen der Freunde und Angehörigen des Toten zeitweise völlig ins Abseits geraten.

    Denn gerade die Passagen, die Szenen dort im ewigen Eis beschreiben sind ausdrucksstark und authentisch beschrieben. Die Handlung rund um den Tod von Tom ist leider nicht sehr fesselnd.

    Der Schreibstil ist wie gesagt ausdrucksstark, hätte jedoch unbedingt gestrafft werden müssen. Sehr ermüdend und nach dem 4, 5 Mal von mir übersprungen worden, sind die Eingangsabschnitte zu den verschiedensten Polarexpeditionen. Hätte man meiner Meinung nach weg lassen können.

    Die Figuren sind alle irgendwie sonderbar. Sean, der Wasser predigt und Wein trinkt, mir sehr unsympathisch. Seine Erinnerungen an die Zeit, als Tom noch gelebt hat, gähnend langweilig. So wie auch der Rosenkrieg, den er mit seiner Exfrau führt. Er ist fremd gegangen, hat seine Frau und Tochter belogen, und wundert sich, dass die nicht gut auf ihn zu sprechen sind. Dass, ich hier nicht unbedingt Mitleid hatte, ist wohl verständlich. Leider ist Sean mit seiner überheblichen Art die Hauptfigur und mehr und mehr hat er mich nur noch genervt.

    Dann die Freunde Ruth, Joe und Radiance.... und nicht zu vergessen Martine, der Scheidungsgrund von Sean und Exfrau. Sie sind exzentrisch und doch sehr auf ihr Geld und die Macht fixiert. Sehr klischeehaft empfand ich die Charakterisierung der Figuren, sogar von Tom, dem Umweltschützer.

    Mich hat dieses Buch nicht gerade vom Hocker gehauen. Obwohl ich die Grundidee toll finde. Ein ganz klares Plus ist das Setting, die Szenen in der Arktis toll!

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