Elizabeth Fremantle - The Girl in the Glass Tower

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  • Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)
    Tap. Tap. Tap on the window.
    Something, someone wanting to be heard. Waiting to be free.
    Tudor England. The word treason is on everyone's lips. Arbella Stuart, niece to Mary, Queen of Scots and presumed successor to Elizabeth I, has spent her youth behind the towering windows of Hardwick Hall. As presumed successor to the throne, her isolation should mean protection - but those close to the crown are never safe.
    Aemilia Lanyer - writer and poet - enjoys an independence denied to Arbella. Their paths should never cross. But when Arbella enlists Aemilia's help in a bid for freedom, she risks more than her own future. Ensnared in another woman's desperate schemes, Aemilia must tread carefully or share her terrible fate . . .


    Autorin (Quelle: amazon)
    Elizabeth Fremantle is the critically acclaimed author of Queen's Gambit, Sisters of Treason, Watch the Lady and The Girl in the Glass Tower. She holds a first for her BA in English and an MA in Creative Writing from Birkbeck. She lives in London.


    Allgemeines
    Erschienen am 2. Juni 2016 im Verlag Michael Joseph als HC mit 464 Seiten
    Gliederung: Familienstammbaum der Familien Stuart, Tudor und Grey, Roman in drei Hauptteilen, einzelne Kapitel mit Ortsangaben überschrieben – Autorennachwort – Danksagung
    Teilweise Ich-Erzählung der Arbella Stuart in Aufzeichnungen, teilweise Erzählung in der dritten Person aus der Perspektive von Aemilia Lanyer
    Handlungsort und -zeit: Verschiedene Orte in England, Ende 16. bis Anfang 17. Jahrhundert


    Inhalt
    Der Roman erzählt aus dem traurigen Leben der Arbella Stuart (1575 – 1615), die als Urenkelin der Margaret Tudor (Schwester von Henry VIII) nach dem Tod von Königin Elizabeth I einen Anspruch auf den Thron gehabt hätte. Arbella verbringt den Großteil ihrer ersten 30 Lebensjahre bei ihrer Großmutter mütterlicherseits, Bess of Hardwick (1527 - 1608). Ihr Leben soll durch den abgeschiedenen Aufenthalt in Hardwick geschützt werden, aber sie fühlt sich bei ihrer wenig warmherzigen und sehr dominanten Großmutter wie eine Gefangene.
    Nach der Thronbesteigung von Mary Stuarts Sohn James I (1566 - 1625) – man bevorzugte wieder einmal einen Mann als Thronerben – wird Arbella als Hofdame der neuen Königin Anna an den Hof gerufen, doch letztlich bleibt sie auch dort eine Gefangene, da der König fürchtet, dass sich Befürworter seiner Cousine gegen ihn auflehnen und ihn und seine Familie ermorden könnten.
    Die Dichterin Aemilia Lanyer (1569 – 1645) teilt mit Arbella intellektuelle Interessen, beide Frauen möchten Gedichte zu Papier bringen und veröffentlichen, ein für die Frauen der Zeit ungewöhnliches Vorhaben! Aemilia (Ami) fühlt sich Arbella seelenverwandt und möchte ihr helfen, ihre Freiheit zu erlangen. Doch nachdem Arbella ohne die Einwilligung des Königs geheiratet hat, ist ihre Situation aussichtsloser denn je…


    Beurteilung
    Bei beiden Protagonistinnen handelt es sich um reale Persönlichkeiten der Zeit um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert, deren Leben in einem gut recherchierten Kontext veranschaulicht wird. Bei Arbella orientiert sich die Autorin streng an den Fakten; im Falle Amis, bei der die Quellen nicht so viele Details hergeben, füllt sie historische Lücken mit fiktiven Elementen. Im Nachwort gibt sie dazu weitere Informationen. Arbella kommt in ihren Aufzeichnungen selbst zu Wort, über Ami wird in alternierenden Kapiteln in der dritten Person und im Präsens berichtet, sodass der Leser sich als Augenzeuge fühlt.
    Der Roman gibt trotz der fiktiven Elemente einen interessanten und authentischen Einblick in Leben und Gesellschaft der Epoche. Die Ausgestaltung der Charaktere beider Frauen ist differenziert und gut gelungen, besonders für Arbella kann man nicht umhin, viel Empathie aufzubringen.
    Der Erzählstil ist flüssig und anschaulich, der Roman lässt sich schnell lesen. Im Interesse der Verständlichkeit – vor allem für Leser ohne größere geschichtliche Vorkenntnisse – wäre es allerdings günstiger gewesen, die Kapitel nicht nur mit Orts-, sondern auch mit Zeitangaben zu betiteln, da nicht nur die Perspektive zwischen Arbella und Ami hin und her wechselt, sondern damit auch chronologische Sprünge verbunden sind.


    Fazit
    Ein unterhaltsamer, gut recherchierter Roman, der nicht ausschließlich, aber vor allem für Leser mit Interesse an der Situation in England im Anschluss an das Erlöschen der Tudor-Dynastie zu empfehlen ist!

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    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
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    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

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