Frieda Lamberti - Spitz auf Knopf

  • Stine führt ihr eigenes Café „Laine“ mit integriertem Wollstübchen in der Nähe von Hamburg, was nur leidlich erfolgreich ist, obwohl sie von Oma Lore und Babette viel Hilfe bekommt. Leider fehlt ihr auch noch ihr Verlobter Simon, mit dem sie gezwungenermaßen eine Fernbeziehung pflegt, was Stine so manche trüben Gedanken beschert. Als dann auf einmal ein alter Jugendfreund in Nöten ist, kann Stine gar nicht anders, als diesen in ihrer Wohnung unterzubringen. Allerdings beschwört das gleich neue Probleme herauf. Zu allem Trubel übt sich Lore im Alleingang, und Franziska ist in Berlin mit ihrer Vergangenheit beschäftigt. Bei allen Spitzenweibern geht es also rund – werden sich alle Schwierigkeiten lösen können?


    Frieda Lamberti hat mit ihrem Buch „Spitz auf Knopf“ den zweiten Band ihrer Serie „Spitzenweiber“ vorgelegt, der dem Vorgänger an Spannung und Unterhaltung in Nichts nachsteht. Man sollte allerdings das erste Buch gelesen haben, um der Geschichte auch gut folgen zu können, da sich die Protagonisten im zweiten Band wiederfinden und auf den ersten Teil aufbauen. Der Schreibstil ist flüssig, gefühlvoll und mit einer Prise Humor gewürzt, so dass der Leser schnell in die Handlung eintauchen kann und sich schnell an Stines Fersen heftet, um sie bei all ihren Unternehmungen unauffällig zu begleiten und auch ihre Freunde bei all ihren Turbulenzen zu beobachten. Durch die unterschiedlichen Perspektiven bekommt der Leser Einblick in die einzelnen Schicksale und fühlt sich so als Teil der Truppe. Die Autorin versteht es sehr geschickt, unvorhergesehene Wendungen einzuflechten, die den Leser immer wieder überraschen. Die Beschreibung des gemütlichen Wollladens sowie des Cafés hinterlassen ein wohliges Gefühl mit viel Lust, dort zu verweilen und zu stöbern.


    Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und detailliert beschrieben, sie besitzen individuelle Ecken und Kanten wie im wahren Leben und gerade deshalb wachsen sie dem Leser schnell ans Herz, kann man sich doch wunderbar mit dem einen oder anderen identifizieren. Stine ist eine hilfsbereite und sympathische Frau, die sich liebevoll um ihre Oma Lore kümmert. Freund Simon dagegen ist so ganz anders und irgendwie wundert man sich über die Beziehung der beiden. Oma Lora macht alles nach ihrem eigenen Kopf. Franziska, inzwischen mit Lukas und Janosch in Berlin, hat mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Und dann gibt es ja auch noch Babette. Sie wirkt sehr sympathisch, aber auch geheimnisvoll. Der Leser darf gespannt sein, was sich da noch auftun wird, denn man hofft natürlich, das Geheimnis spätestens im dritten Band zu lüften.


    Mit „Spitz auf Knopf“ ist Frieda Lamberti eine rundum gelungene Fortsetzung gelungen, die von Anfang an zu fesseln weiß. Ein Wohlfühlroman für einen regnerischen Tag auf der Couch, bei dessen Ende der Leser am liebsten gleich Band 3 in den Händen halten würde. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!


    Turbulente :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:.

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


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    Albert Einstein


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    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2019: 367/ 143788 Seiten