Shūsaku Endō - Meer und Gift / Umi to Dokuyaku

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Meer und Gift

4.5|1)

Verlag: Fischer TB

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 152

ISBN: 9783596258116

Termin: August 1984

  • Der Autor (nach Wikipedia): Der am 27. März 1923 als zweiter Sohn eines Bankangestellten und einer Musikerin in Nishi-Sugamo geborene Shūsaku Endō war einer der bekanntesten japanischen Schriftsteller. Nach dem Abschluss der Oberschule in Tokio studierte Endō an der Keiō-Universität französische Literatur und schloss im Alter von 25 Jahren das Studium ab. Nach dem Krieg studierte er von 1950 bis 1953 an der Universität Lyon moderne katholische Literatur. 1953 Rückkehr nach Japan, 1954 Heirat, 1956 Geburt seines Sohnes. Arbeitete als Dozent an der Sophia-Universität in Tokio und unternahm mehrfach Reisen nach Europa und Israel. 1968 gründete er ein Amateurtheater. Von 1985 bis 1989 war er Präsident des japanischen P.E.N.-Zentrums. Im 29. September 1996 erlag er im Klinikum der Keio-Universität in Tokio einem Lungenleiden.
    Endōs Werke sind stark von seinem römisch-katholischen Glauben geprägt. Bereits seine Mutter war Katholikin und auch Endo selbst wurde katholisch erzogen. Im Alter von 12 Jahren wurde er auf den Namen Paul getauft. Damit gehörte er der christlichen Minderheit in Japan mit einem Bevölkerungsanteil von weniger als einem Prozent an.


    Kurzinhalt (Klappentext Fischer TB): Der japanische Arzt Dr. Suguro beteiligt sich im Zweiten Weltkrieg trotz seiner Gewissensnöte an Vivisektionen amerikanischer Kriegsgefangener. Im Gegensatz zu seinem Kollegen Toda, dem menschliches Leben nicht viel gilt, und zu den Professoren, die nur an ihre Karriere denken, ist Suguro sich seiner schweren Schuld bewusst. Ein Roman, der Europäern japanisches Denken und Fühlen näherbringen kann.
    „Ein Roman von großer Kraft und menschlicher Würde.“ (The Times/London)
    „Einer der besten lebenden Schriftsteller“ (Graham Greene über Shusaku Endo)



    Die Originalausgabe des Romans erschien 1958 im Verlag Bungei Shunju Co. Ltd. in Tokio unter dem Titel 海と毒薬 (Umi to Dokuyaku). Die deutsche Übersetzung aus dem Japanischen besorgte Jürgen Berndt. Sie wurde unter dem Titel „Meer und Gift“ bei Volk und Welt 1976 in Ostberlin veröffentlicht. In der BRD erschien eine Lizenzausgabe beim Verlag F.H. Kerle in Freiburg und Heidelberg. Der Fischer Taschenbuchverlag brachte im August 1984 ein ungekürztes Taschenbuch in den Handel. Es umfasst 152 Seiten.
    Eine englische Ausgabe liegt seit 1972 unter dem Titel "The Sea and Poison" vor. Der Übersetzer war Michael Gallagher.
    Im Jahr 1986 wurde der Roman von Kei Kumai mit Eiji Okuda und Ken Watanabe unter dem Romantitel Umi to dokuyaku in schwarz-weiß verfilmt, wurde in Deutschland aber anscheinend nicht regulär im Kino vertrieben.



    Hoch moralischer Roman über Mediziner, die sich im Zweiten Weltkrieg an Menschenversuchen an amerikanischen Kriegsgefangenen beteiligt haben. Ein verstörender, ungewöhnlich gebauter, schmaler Roman über medizinischen Ethos, die Grenzen der Machbarkeit, Karrierismus, Gruppenzwang, Unmenschlichkeit und das menschliche Gewissen, der mich wie verwundet zurückgelassen hat.


    Der lungenkranke Ich-Erzähler muss nach einem Umzug vor die Tore Tokios wegen einer Behandlung, der er sich regelmäßig unterziehen muss, einen neuen Arzt aufsuchen. Dr. Suguro stellt sich als ein sehr kühler, unnahbarer, maulfauler Arzt heraus, der nur das tut, was für die Behandlung notwenig ist. Die Atmosphäre in seiner Praxis, die er völlig alleine betreibt, ist bedrückend. Dennoch erweist er sich als ausgesprochen versiert. Der Arzt fasziniert den Ich-Erzähler, der durch Zufall einem früheren Bekannten Suguros begegnet, der Auskünfte über dessen Vorgeschichte zu erzählen weiß. In Rückblenden wird die Vergangenheit beleuchtet. Zur Gegenwart des Ich-Erzählers wird nicht wieder zurückgeblendet. Neben der Geschichte Suguros werden ebenfalls die Geschicke seines abgebrühteren Kommilitonen Toda und der Krankenschwester Ueda erzählt, mal aus Ich-Perpektive, mal aus Draufsicht, die beide ebenfalls - aus unterschiedlichen Gründen - an den Vivisektionen teilnehmen. Ist Toda mit Suguro recht eng verbandelt, handelt es sich beim Ueda-Zweig lange Zeit um eine fast unverbunden wirkende Geschichte, auch wenn man ahnt, dass sie auf einen gemeinsamen Punkt zusteuern wird. Berichtet wird unter anderem die Geschichte ihrer scheiternden Ehe und wie es zu Misstönen zwischen der Krankenschwester und der europäischen Ehefrau des operierenden Arztes kommt, die es liebt, sich als Heilige aufzuspielen und sich selbstvergessen um die Kranken kümmert - oder ist das vielleicht nur eine missgünstige Interpretation der Krankenschwestern der Klinik? Jedenfalls kann sich Ueda über ein Geheimnis, das sie mit dem Arzt teilt, an der Ehefrau rächen.


    Dank dieser Vielstimmigkeit lässt sich das hierarchische Machtgefüge im Klinikbetrieb überhaupt erst adäquat abbilden - und was passiert, als das Militär mit seinen "Forschungsmöglichkeiten" auftritt. Dennoch ist der Leser in hohem Maße selbst dazu angeraten, die ausgebreiteten Vorgänge und Charakterisierungen für sich in Relation zu setzen und zu werten: Wo liegen Schuld und Versäumnisse begraben? Was ist Anmaßung, was Gruppenzwang, was Missgunst, was Eigennutz, was notwendiges Übel? Wie überzeugend sind die vorgebrachten Argumente? Der Aufbau des Romans wirkt daher fast unfertig, da er den Kreis nicht selber schließt und mit einer Frage endet: Ist das menschliche Gewissen eine Aushandlungssache? Wie leicht ist das Bewusstsein der Güte oder Schlechtigkeit des eigenen Handelns durch eine neue Kontextualisierung (zum Beispiel durch Krieg) manipulierbar? Wo fängt die eigene Verantwortung an? Wenn man so will: ein Roman über die Verfassung der menschlichen Moral oder des Menschseins an sich.


    „Weißt du, mit dem menschlichen Gewissen ist das so eine Sache, das wandelt sich, je nachdem, wie du dies oder jenes siehst.“ (S. 151)


    Die Figuren scheinen alle auf sich zurückgeworfen, mit unterschiedlichen Methoden hantierend, der Vereinzelung zu begegnen: von Zynismus bis Verzweiflung. Der Tonfall der Erzählung ist so ruhig und konzentriert beschreibend, demütig und subtil, dass das Ringen um das eigene Bewusstsein der Figuren auf sehr eindrückliche Weise durch den monotonen und entbehrungsreichen Alltag in Kriegszeiten und im Krankenhaus und auf den Sprossen der Karriereleiter, wenn man dabei ist, sich „ein gutes Leben zu bereiten“, durch das Alltagshandeln hindurch scheint, wie ein Rumoren unter einer dünnen Decke - und sich so auch auf den Leser überträgt: Als ein Ringen um Haltung, mal mehr oder weniger ausgeprägt, in jedem Fall aber bedrückend und vor allem: nicht eindeutig in den Kategorien gut und böse zu beantworten. Was nützt es, die Schlechtigkeit zu erkennen und während der Tat in Handlungslosigkeit erstarrt zu sein, wenn man bewegungslos das Falsche dadurch nicht verhindert hat? Welche Instanz hilft einem, das eigene Gewissen zu kitten? Dem zynischen Toda reicht der Verweis auf die medizinischen Erkenntnisse, die bei den Lebendversuchen an Kriegsgefangenen, die sehr wahrscheinlich sowieso getötet worden wären, zu erzielen gewesen sind. Die Seele des kritischen Suguro dagegen scheint an der Gewissensprobe zerbrochen sein, aber vor allem daran, dass sich andere gedanklich so schnell von der Verantwortung zurückzuziehen vermögen. Was für ein Schwergewicht, der Roman! :pray:


    „Ist das wirklich so? Bleibt es für immer das gleiche mit uns?“ (S. 151)

    Richard Flanagan "Der schmale Pfad durchs Hinterland" (313/438)

    David Lynch & Kristine McKenna "Traumwelten" (189/746)

    Blaise Cendrars "Auf allen Meeren" (278/549)

    Dietmar Sous "B-Film" (35/92)


    Jahresbeste: Welch (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:
    Gelesen: 82 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Herbert Lieberman "Nekropolis" (21.7.)

  • Und die japanische Originalausgabe unter dem Titel 海と毒薬 (Umi to Dokuyaku).

    Richard Flanagan "Der schmale Pfad durchs Hinterland" (313/438)

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    Gelesen: 82 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
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  • Eine englische Übersetzung, 1992 unter dem Titel "The Sea and Poison" erschienen. Übersetzer: Michael Gallagher.

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  • Die französische Ausgabe trägt den Titel "La mer et le poison". Zuerst 1979 (?) erschienen in der Übersetzung von Moto Miho und Colette Yugué.

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  • Huh, kein leichtes Thema, kein einfacher Roman. Aber es liest sich gut, was Du darüber schreibst. Zumal ich selbst sehr wenig über die japanische Perspektive des Zweiten Weltkriegs mitsamt allen Auswirkungen und Übeln weiß. Das Buch ist jetzt schon mal auf meiner Wunschliste gelandet, danke für die gute Rezension :)

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Markus Werner - Am Hang
    :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

    :study: Yuval Noah Harari - Homo Deus (Bücherwürmer-Langzeitprojekt)

  • Inwieweit werden die durchgeführten Versuche denn beschrieben? Ich bin vor einiger Zeit durch Zufall auf dieses Thema und einige japanische Verfilmungen gestoßen. Die Inhaltsangaben reichten mir schon aus, daher hatte ich nichts davon angesehen.

    Die Beschreibung ist zum Glück dezent, also nicht besonders grafisch. Allerdings ist die Kaltschnäuzigkeit, mit der verfahren wird (und die sich in der Beschreibung ausdrückt), einigermaßen erschreckend. Die Szenen sind schon unangenehm, aber eher emotional packend als verstörend. Man sollte den Roman auch mit zartem Nervenkostüm gut lesen können, vor allem, weil man intellektuell reich belohnt wird. :)

    Richard Flanagan "Der schmale Pfad durchs Hinterland" (313/438)

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    Jahresbeste: Welch (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:
    Gelesen: 82 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
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  • Zumal ich selbst sehr wenig über die japanische Perspektive des Zweiten Weltkriegs mitsamt allen Auswirkungen und Übeln weiß.

    Ja, man ist doch immer sehr auf Mitteleuropa konzentriert. :) Tatsächlich schafft es der Roman, die Ereignisse so sehr, mmh, zu invividualisieren, dass sie auf eine fast allgemeingültige Ebene gehoben werden - natürlich eine Auseinandersetzung mit tatsächlichen Ereignissen, aber eben auch eine allgemein (medizinisch-)ethische Zuspitzung, die "überall" stattfinden könnte. Interessant fand ich die Rahmenhandlung der Endfünfziger, aus der heraus sich die Erzählung in der Rückschau abspult: Die Menschen, die sich im Krieg, der noch nicht lange vorbei ist, mit Schuld befleckt haben, sind "mitten unter uns" und haben ihre Geschichten in sich verschlossen. Was ja auch allgemein bekannt vorkommt. Den Satz aus dem Fischer-Klappentext, man könne als Europäer dank des Buches das Denken und Fühlen der Japaner nachempfinden, halte ich dagegen für etwas hochgegriffen. :wink:

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  • Ich weiß übrigens nicht, was der Titel bedeuten soll. :scratch: Zwei "Flüssigkeiten", bei denen es auf die Dosis ankommt?! Das Gift durchströmt den menschlichen Körper, das Meer umspült ihn?! Beides kann tödlich oder heilsam sein? Oder: Der Krieg, der über das Meer nach Japan kam, und wie ein Gift wirkt?! :-k Bin für Hinweise und Vorschläge dankbar! :)

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  • Ja, man ist doch immer sehr auf Mitteleuropa konzentriert.

    Natürlich, hier leben wir schließlich :wink:

    Interessant fand ich die Rahmenhandlung der Endfünfziger, aus der heraus sich die Erzählung in der Rückschau abspult: Die Menschen, die sich im Krieg, der noch nicht lange vorbei ist, mit Schuld befleckt haben, sind "mitten unter uns" und haben ihre Geschichten in sich verschlossen. Was ja auch allgemein bekannt vorkommt.

    Und auch das konnte kaum anders sein als bei uns - warum sollte es auch? Ich weiß nicht, ob in Japan ebensolche Prozesse stattfanden wie in Nürnberg, aber die Masse derer, die das System mittrugen, kamen hier wie dort ungeschoren davon und lebten ihr Leben weiter in irgendeiner Form, untergetaucht in der Gesellschaft und Stillschweigen bewahrend über ihre Handlungen.
    Bei deiner Frage nach der Bedeutung des Titels kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Markus Werner - Am Hang
    :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

    :study: Yuval Noah Harari - Homo Deus (Bücherwürmer-Langzeitprojekt)

  • Und auch das konnte kaum anders sein als bei uns - warum sollte es auch?

    Ja, das ist wohl überall und immer das gleiche. :|

    Ich weiß nicht, ob in Japan ebensolche Prozesse stattfanden wie in Nürnberg

    Genaues weiß ich da auch leider nicht. Kriegsverbrecherprozesse der Siegermächte gab es schon, aber die kollektive Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges ist wohl eher lückenhaft. Wer weiß mehr? :winken:

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  • Genaues weiß ich da auch leider nicht. Kriegsverbrecherprozesse der Siegermächte gab es schon, aber die kollektive Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges ist wohl eher lückenhaft. Wer weiß mehr?

    Ich habe hier und da etwas gelesen, insbesondere im Zusammenhang mit zB den Zwangsprostituierten koreanischen "Trostfrauen", Thema, das bis vor Kurzem nicht aufgearbeitet wurde. Insgesamt gesehen habe ich eher den Eindruck, dass die Verarbeitung "trotz alledem", in Deutschland besser gelungen ist. Von öffentlicher Notorietät sind ja zB auch die bis heute stattfindenden allgemeinen Ehrbezeigungen an Gräbern von an Kriegsgräueln beteiligten Veran,twortlichen. Etc... Aber hier gibt es eventuell objektivere und ziemlich ausführliche Infos:


    https://de.wikipedia.org/wiki/…bew%C3%A4ltigung_in_Japan

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