David Hair - Die verlorenen Legionen / Ascendant's Rite

  • Buchdetails

    Titel: Die Brücke der Gezeiten 7. Die verlorene...


    Band 7 der

    Verlag: Blanvalet

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 608

    ISBN: 9783734160776

    Termin: Neuerscheinung Februar 2018

  • Bewertung

    4.8 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Die Brücke der Gezeiten 7. Die verlorene..."

    Die Brücke der Gezeiten versinkt bald in den Fluten — aber der Krieg ist noch nicht vorbei ... Die Mondflut geht ihrem Ende entgegen. Bald wird die Brücke der Gezeiten wieder im Meer versinken und die beiden Kontinente der Welt Urte erneut für zwölf Jahre voneinander trennen. Dem yurischen Kaiser Constant bleibt nur noch wenig Zeit, auch das östliche Antiopia zu unterwerfen, die verlorenen Legionen sind zwischen zwei feindlichen Armeen eingekesselt, und das mächtige Artefakt, das über das Schicksal der beiden Kontinente entscheiden könnte, ist in die falschen Hände gefallen. Können der Magier Alaron und seine Begleiterin Ramita die Skytale zurückerobern, oder wird Urte für immer im Chaos versinken?
    Weiterlesen
  • Aktion

  • Bestellen

Anzeige

  • Großartige Fortsetzung! Der Kampf geht weiter und es gibt viele Schlachten zu schlagen - auf persönlicher und auf weltlicher Ebene!


    Worum gehts hier? Hintergrundinfo: ohne Spoiler!


    Die Welt Urte hat sich vor langer Zeit auf zwei Kontinente gespalten: das nördliche Yuros mit einem kalten Klima und das südliche Antiopia. Getrennt von einem wilden Ozean hat sich die Bevölkerung auf beiden Seiten unterschiedlich entwickelt und auch im Glauben trennen sie wortwörtlich Welten.
    Vor 500 Jahren jedoch entdeckte eine Sekte die Gnosis, eine Art Magie; doch deren Trank forderte viele Tote und nur dreihundert haben überlebt.
    Ein Drittel davon berauschte sich an der neu gewonnen Macht, eroberte den nördlichen Kontinent und gründete das neue Reich Rondelmar. Das zweite Drittel zog sich in friedlichen Absichten unter Antonin Meiros zurück und bildete den Ordo Costruo.
    Das restliche Drittel konnte nur dann über Magie verfügen, wenn es von einem sterbenden Magi die Seele trank. Von den anderen verabscheut zogen sich diese in den Schutz der Verborgenheit zurück.
    Antonin Meiros schuf schließlich gemeinsam mit seinem Ordo Costruo die Gezeitenbrücke, die die beiden Kontinente miteinander verbindet, um einen friedlichen Handel der beiden Völker voranzutreiben. Doch Macht und Neid ließ den rondelmarischen Kaiser Legionen nach Süden treiben, wo es zu erbitterten Schlachten und Plünderungen kam.


    Doch die Brücke ist nur alle 12 Jahre während der Mondflut passierbar und beim zweiten Kriegszug fielen dem Kaiser seine eigenen Vasallenstaaten in den Rücken.


    928 steht die nächste Mondflut bevor und die Leviathan Brücke erhebt sich aus dem Meer - der Norden rüstet sich zum Krieg und der Süden tut alles, um ein erneutes Blutvergießen zu verhindern.


    Meine Meinung --- ohne Spoiler!


    Der Krieg in Antiopia ist in vollem Gange und es sind auch nur noch 9 Monate, bis die Leviathan Brücke wieder in den Fluten des Meeres versinkt, und die beiden Kontinente wieder trennt.


    Wie schon in den anderen Bänden wird dem Leser am Anfang wieder ein kurzer Einblick über die Verhältnisse in Urte gegeben sowie ein Rückblick auf die Ereignisse des vorherigen Bandes. So kommt man perfekt wieder in die Geschichte.


    Der Prolog ist auch sehr spannend, denn der handelt jedes Mal von der Ratssitzung, die vor (!) der Mondflut auf Yuros abgehalten wurde und man so Band für Band mehr darüber erfährt, was die Machthaber des nördlichen Kontinents tatsächlich in ihren Kriegszügen geplant hatten.


    Die Schlachten prägen gerade diesen Band und es wird an allen Fronten gekämpft. Großartige Bilder entstehen hier durch die zaubernden Schlachtmagi, die sich aufregende Kämpfe liefern, aber es gibt auch taktische Feldzüge und viele diplomatische Ränke, Belagerungen und Duelle, die mit viel Detailreichtum und sehr anschaulich erzählt werden. Hierbei wird auch sehr deutlich, wie der Krieg tatsächlich ist - denn die heroische Vorstellung der Kämpfer wird auf dem Schlachtfeld recht schnell neu definiert: die Ängste und Schmerzensschreie, der Gestank der sich von den Ausscheidungen der Toten über das Schlachtfeld ausbreitet und die zahllose Verschwendung von Leben, wenn man ganze Heerscharen sterben sieht. Mein einziger kleiner Kritikpunkt hier, dass das manchmal doch recht ausschweifende Formen annahm - wobei die Spannung aber immer präsent war!
    Denn Überraschungen hat der Autor immer noch parat. Man kann sich nie sicher sein, wie sich etwas entwickelt - ob die Figuren nicht doch noch einen Ausweg finden oder jemand liebgewonnenes der Tod ereilt.


    Natürlich geht die Enträtselung der Skytale des Corineus weiter, dem Artefakt, dessen Entschlüsselung zur Ambrosia führt: dem Trank, der im besten Fall in die Aszendenz führt. Der höchsten Stufe der Magie und damit demjenigen eine ungeheure Macht verleiht.
    Aber auch die Beziehungen zwischen den Figuren werden intensiver, sie entwickeln sich weiter und neue Freunde und Feinde werden gefunden. Intrigen, Lügen und wahre Liebe, hier ist wirklich alles dabei und ich möchte betonen, dass die Rolle der Frauen in dieser Geschichte die ganze Facette der Dramen des Lebens beinhaltet; nicht überall wird das weibliche Geschlecht als gleichberechtigt gesehen, ja sie werden aufs übelste benutzt und geschändet - trotzdem gibt es hier immer wieder selbstbewusste und selbstbestimmte Gefährtinnen, die über sich selbst hinauswachsen. Sie lassen sich nicht unterbuttern und sind gleichberechtigte Heldinnen, die über das Schicksal der Welt mitentscheiden!


    Eine Welt, in der auch die verschiedenen Religionen und Götter eine große Rolle spielen. Der eingefleischte Glaube, der über die Jahrhunderte in den verschiedenen Völkern für engstirniges Denken gesorgt hat, wird vor viele Fragen gestellt die sich nicht so einfach lösen lassen. Der Autor hat sich hier von unseren Weltreligionen inspirieren lassen und der Balanceakt ist ihm wirklich gelungen, zu zeigen wie schwierig es ist, zu hinterfragen und hinter die Fassaden zu sehen - gerade wenn man von etwas absolut überzeugt ist. Dabei aber immernoch die Bedeutung erkennen lässt, wie der Glaube innerlich stärken kann.


    Außerdem zeigt er auch sehr deutlich, wie wichtig es sein kann, seine Meinung auch ändern zu dürfen. Fehler einzugestehen, die ein ganzes Leben geprägt haben, ob bewusst oder unbewusst und dass es nie zu spät ist, sich gegen falsche Überzeugungen aufzulehnen!


    Ein wahrlich episches Werk mit einem fesselnden Sprachstil erzählt und einer komplexen, aber gut aufgebauten Handlung, so dass man alles überblicken und logisch nachvollziehen kann. Dazu die unterschiedlichsten Charaktere, die auf all ihren unterschiedlichen Ebenen der Gefühlswelt überzeugen können. Großartig!


    Im Anhang gibt es dann noch Erklärungen zur Geschichte der Kontinente, der Zeitrechnung, der Hauptreligionen, der gnostischen Künste (Magie) und ein Glossar zu den verschiedenen Sprachen und ein Personenregister, so dass man bei Fragen immer wieder nachschlagen kann.


    Fazit: 5 Sterne


    © Aleshanee
    Weltenwanderer

Anzeige