Markus Heitz - Die Klinge des Schicksals

  • Klappentext:


    Ein Kontinent vor der Vernichtung
    Nur eine Kriegerin kann die Bedrohung aufhalten
    Doch wem kann sie vertrauen?


    Die gealterte Kriegerin Danèstra ist in ihrer Heimat Nankān eine lebende Legende. In unzähligen Schlachten hat sie Siege errungen und sin den Beinamen "Die Klinge des Schicksals" erhalten. Doch als sie die geheimnisvolle Kalenia vor dem sicheren Tod bewahrt und die Geschcihte der jungen Frau erfährt, muss sich Danèstra ihrer bislang größten Aufgabe stellen. Nichts weniger als das Überleben Nankān steht auf dem Spiel, und Kalenia scheint der Schlüssel zur Rettung des ganzen Kontinents zu sein. Doch kann Danèestra ihr wirklich trauen?


    Eigene Beurteilung:


    Danèstara Adima Decessa von Tiamin, Großfürstin und Erz-Königin von Uthalosa hat ihre Titel durch allerlei Abenteuer verdient. Nun herrscht sie - weise, freundlich und gerecht - in Tiamin über das Rittergut Kaltensee, bildet ihre vier Töchter zu Kämpferinnen aus und ihren jüngsten Mambia, der so keinerlei kämpferische Neigungen zeigt zum Gutsverwalter. Ihr Leben ist angenehm und sie ist viel bewundert. Für ihren Geschmack sogar eigentlich zuviel. Denn nicht nur denken die Menschen mit Bewunderung an ihre früheren Taten zurück, nein, sie rechnen auch immer mit neuen. Denn jede Nacht, wenn sich die Großfürstin zu Bett begibt besteht die Gefahr, dass sie im Schlaf zu einem neuen Kampfort versetzt wird. Weswegen sie immer gerüstet, mit allen Waffen und ihrem Schattenhund im direkten Kontakt schläft, damit sie nicht unbewaffnet in einer Feldschlacht auftaucht - am Ende gar im Nachthemd.


    Ihr neuester Schlaf versetzt die nun schon um die 60-Jährige zu der jungen, schwangeren Kalenia, eine junge Köhlerin, deren Dorf verwüstet worden ist und die im Zuge dieser Verwüstung mehrfach vergewaltigt wurde. Die Übeltäter sollen dämonenbesessene Verbündete der Treyda, einer geheimnisvollen Rasse, die sich vor etwa 150 Jahren mit der "Wildnis" zusammengetan hat um deren Einfluß auf dem Kontinent zu vergrößern. Der gesamte Kontinent ist davon bedroht, doch die gekrönten Häupter empfinden vor allen Dingen "Die Klinge des Schicksals" als eine Bedrohung und weigern sich ihr Einheiten zum Kampf gegen die dämonenbesessenen Verschwörer zur Verfügung zu stellen. Nur eine Handvoll Begleiter tritt mit ihr die Reise an, um die Unheilbringer zu vernichten. Und dabei erleben sie so einige überraschende Abenteuer.


    Aber auch ein junger Ex-Sklave, der den Leichnam seines ehemaligen Meisters in dessen Heimat zu bringen versucht kann sich über Langeweile nicht beklagen. Und auch nicht eine andere Reisegruppe, die mit einer geheimnisvollen Köhlertochter unterwegs ist und versucht, die Wildnis auf ihre ganz eigene Art und Weise aufzuhalten.


    Zu Beginn habe ich mich ein wenig langsam in die Geschichte hinein gefunden, aber es lohnt sich wirklich dabei zu bleiben, denn die Geschichte ist spannend, voller Witz und überraschender Wendungen und macht im Endeffekt einfach nur Spaß. Zu empfehlen. :thumleft:

  • Klappentext


    Seit vor 150 Jahren der Wald in Yarkin begonnen hat, sich unaufhaltsam auszubreiten, sind die Menschen immer weniger geworden. Die letzten Überlebenden wurden auf eine Halbinsel zurückgedrängt. Immer wieder hat man Expeditionen ausgesandt, um ein Mittel gegen das Vordringen der Bäume zu finden – keine kehrte zurück. Bis die legendäre Kriegerin Danèstra auf Kalenia trifft, die eine schier unglaubliche Geschichte erzählt: von einer Siedlung im Wald und einem grausamen Überfall, der das wahre Böse offenbart habe; und von einer Verschwörung unter den Menschen, die nur sie, Kalenia, aufdecken könne. Sie bittet die Kriegerin um Hilfe.


    Meine Meinung


    Da ich in letzter Zeit den Autor Markus Heitz neu für mich entdeckt habe und mir seine Schreibweise und Ideen sehr gut gefallen, bin ich natürlich auch auf sein neuestes Buch aufmerksam geworden. Die legendäre Kriegerin und ihre Mission haben mich neugierig gemacht und vor allem auch die Welt Nankan und die Wildnis, die die Menschen immer mehr zurückdrängt.


    Erzählt wird aus mehreren Perspektiven. Einmal natürlich von Danéstra, von der Bevölkerung "Die Klinge des Schicksals" genannt, weil sie immer dort auftaucht, wo Unrecht geschieht und sie trotz ihres mittlerweile hohen Alters noch immer für Gerechtigkeit sorgt und dem Schicksal scheinbar ein Schnippchen schlägt.
    Dann gibt es noch ihren Sohn Mabian, der jüngste ihrer vier Kinder, der mehr oder weniger ungewollt in das Abenteuer hineingezogen wird und sich zum ersten Mal beweisen muss.
    Und dann wäre da noch Quent, der scheinbar eine eher belanglose Mission zu erfüllen hat, aber dennoch eine tragende Rolle spielen wird.


    Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte nicht so richtig packen konnte. Der Schreibstil ist gewohnt anschaulich und flüssig und durch die wechselnden Sichtweisen gab es auch immer überraschende Wendungen und neue Richtungen, die die Geschichte eingeschlagen hat. Trotzdem hat es mich nicht so richtig erreichen können und auch wenn es immer wieder Stellen gab, die mich neugierig gemacht haben hatte ich oft den Eindruck, dass es ein bisschen vor sich hinplätschert. Dabei sind die Ideen an sich wirklich gut und es gab Verwicklungen, die man nicht gleich einschätzen konnte und zum miträtseln eingeladen haben; dennoch kam so eine richtige Begeisterung bei mir nicht auf.
    Die Figuren sind allesamt interessant und sehr unterschiedlich, aber so richtig nahe gekommen bin ich keinem von ihnen. Obwohl mir einige schon sehr sympathisch waren und ich vor allem die Hintergründe zu ihnen reizvoll fand.
    Denn es gibt nicht nur Magie in dieser Welt, sondern auch das Volk der Izozath, die sich auf die Wissenschaft konzentriert haben und Techniken entwickeln, die eher an unsere Welt erinnern. Pistolas oder Batterias und ähnliches werden hier genannt und sind für die anderen Länder ein fast schon "magisches Mysterium" und im Kampf natürlich überragende Waffen gegen jegliche Gegner. Das fand ich äußerst interessant, denn eigentlich lässt sich diese Technik für mich mit einer magischen Welt kaum vereinbaren, aber das hat der Autor wirklich toll mit eingebaut. War mal eine sehr ungewöhnliche und erfrischend andere Komponente.


    Im letzten Drittel hat es dann an Spannung zugenommen und es wurden alle Fragen geklärt und zu einem guten Abschluss gebracht. Was mir jetzt gefehlt hat kann ich gar nicht so genau beschreiben, denn prinzipiell war alles da, was eine gute Geschichte ausmacht - ich bin selber überrascht, dass ich keinen Zugang gefunden habe und ich denke, dass es anderen Fans des Genres sicher gefallen könnte.


    Mein Fazit: 3 Sterne


    © Aleshanee
    Weltenwanderer

  • Inhalt:

    Unheimlich, abenteuerlich und actionreich: der neue Dark-Fantasy-Bestseller von Markus Heitz!


    Seit vor 150 Jahren der Wald in Yarkin begonnen hat, sich unaufhaltsam auszubreiten, sind die Menschen immer weniger geworden. Die letzten Überlebenden wurden auf eine Halbinsel zurückgedrängt. Immer wieder hat man Expeditionen ausgesandt, um ein Mittel gegen das Vordringen der Bäume zu finden – keine kehrte zurück. Bis die legendäre Kriegerin Danèstra auf Kalenia trifft, die eine schier unglaubliche Geschichte erzählt: von einer Siedlung im Wald und einem grausamen Überfall, der das wahre Böse offenbart habe; und von einer Verschwörung unter den Menschen, die nur sie, Kalenia, aufdecken könne. Sie bittet die Kriegerin um Hilfe. Doch kann Danèstra ihr wirklich trauen?


    (Quelle: Verlagsseite der Droemer Knaur Verlagsggruppe)


    Eigene Meinung:

    Im Interesse auch deutsche Autoren besser kennenzulernen, zumal Übersetzungen gefühlt den Markt überschwemmen und zum Teil einen anderen Schreibstil hervorbringen, griff ich nach dieser Neuerscheinung, die mich leider nicht nur begeisterte.


    Aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt Markus Heitz seine Geschichte rund um Nankān und entwickelt dabei eine wundervoll komplexe Welt, die gefüllt ist mit Vielseitigkeit. Besonders ist mir dabei der bemerkenswerte Schreibstil aufgefallen, den man nicht oft auf diese Art antrifft. Die für manche möglicherweise anspruchsvollere Ausdrucksweise ist angenehm zu lesen und erfrischend anders, indem Heitz auch mit ungewöhnlicheren oder im normalen Sprachgebrauch nur selten benutzten Wörtern aufwartet und der Lektüre dadurch einen fremdartigen Klang gibt, passend zu einer sehr gut ausgebauten Fantasywelt. In dieser lässt sich eine für mich schöne Verflechtung der Hauptgeschichte mit vielen kleineren Erzählungen, Mythen und Sagen, Gerüchten und Legenden aus den unterschiedlichsten Gebieten Nankāns vorfinden. Ein weiterer Aspekt für den sehr interessanten Weltenaufbau, sind die gewählten Namen der Figuren, die je nach Herkunft bestimmte Merkmale aufweisen. Dabei ist es jedoch etwas verwunderlich, dass das Gefühl entsteht, fast alle sind einer einheitlichen Sprache mächtig, was eben nie erwähnt wird, abgesehen von Unterschieden in der Schrift, aber auch kein großes Manko ist.


    Ebenfalls faszinierend ist die dargestellte Mischung aus einer mittelalterlich anmutenden Welt und konträr Technik in beeindruckender Ausführung, die schon fast an Waffen des Science Fiction erinnern kann. Auch dass Magie als ein Teil des Landes charakterisiert wird, der nicht absonderlich verehrt, verachtet oder ganz allgemein hervorgehoben, sondern wie etwas Normales betrachtet wird, schafft ein einnehmendes Empfinden für die Geschichte, in welcher sich die Verbindungen zwischen allen Handlungssträngen langsam zu etwas Großem aufbauen. Doch wird der Lesefluss zunehmend durch oftmals recht große Sprünge unterbrochen, die keine Entwicklung eines Zeitgefühls, vor allem bezüglich Entfernungen, zulassen. Außerdem liest sich dieser Band nach gewissen Hinweisen oder Auflösungen immer wieder etwas zäh.


    Von den Charakteren gibt es viele durchaus interessante. Allem voran eine der wichtigsten Personen: Danèstra, welche nicht jung ist, sondern einmal abwechslungsreich bejahrt. Damit bietet sie ein großes Spektrum an Erfahrungen und Geschichten, die der Leser aus ihrer Sicht und der eines im Buche erwähnten Schriftstellers erfährt. Neben ihr gibt es auch andere Interesse weckende Figuren, für die ich mich hingegen nicht erwärmen konnte, da sie zwar alle prägende Eigenschaften haben, aber an sich nicht hervorstechen.


    Fazit:

    Schließlich lässt sich sagen, dass mir die Welt überaus gefallen hat, ebenso wie der Schreibstil. Heitz hat eine atemberaubend tiefgründige und vielschichtige Atmosphäre geschaffen mit einem Touch von etwas Herben und Markarberen, doch zum Schluss war ich eher froh dieses Buch beendet zu haben, denn schleppte sich die Erzählung mit der Zeit dahin. Obwohl alle Aspekte eines Vertreters dieses Genres vorhanden waren, konnte ich hiermit nicht ganz überzeugt werden. Das geschaffene Universum, die Handlungsorten fesselten mich, doch leider nicht so recht die Charaktere und die simple Grundhandlung, wobei das Ende wirklich ein gelungener Abschluss ist.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:


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