Volker Pfaffen - Zusammenbruch

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    Eine verheerende Grippewelle schwappt von Asien aus um die Welt. Die Zahl der Erkrankten steigt rasant, und auch junge und gesunde Menschen sind von dem Virus betroffen. Aber nicht die Krankheit selbst ist das größte Problem, sondern deren Folge: Die Angst. Peter ist Ingenieur, Mitte dreißig, und muss erleben, wie die Welt, mit der er so zufrieden war, plötzlich zusammenbricht. Frank ist Spediteur und hätte wohl nie geglaubt, dass es sein Geschäft ist, das ihm das Überleben sichert. Silke ist Krankenschwester und liebt ihre Tochter über alles. In ihrem Job erlebt sie hautnah mit, was es heißt, wenn das Gesundheitssystem zusammenbricht. Binnen Wochen ist die Welt, wie wir sie kannten verschwunden, und alle kämpfen nur noch für sich und um ihr Überleben.



    Inhalt:


    Peter lebt mit seiner Frau und Tochter in einer kleinen Stadt in der Nähe von Stuttgart. Als die Grippewelle von Asien über Amerika auch nach Deutschland kommt, beschließt Peter Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Nachdem die Gesellschaft immer mehr zusammenbricht und es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt, beschließt Peter zu fliehen und mit seiner Tochter im Wald unterzutauchen.


    Silke arbeitet in einem Krankenhaus und bekommt die Auswirkungen der Grippe hautnah mit. Hilflos muss sie sich eingestehen das niemand auf eine Katastrophe solchen Ausmaßes vorbereitet war. Als ihre Tochter und ihr Mann erkranken, wird Silke bewusst das sie den Menschen nicht mehr helfen kann, und sich um ihre Familie kümmern muss.


    Frank besitzt eine Spedition und beliefert Supermärkte. Als seine Fahrer allesamt erkranken, fährt Frank die Touren selbst. Als er am Ziel ankommt beginnen bereits die ersten Plünderungen und Frank kann gerade noch entkommen. Zurück auf seinen Hof angekommen verschanzt er sich mit seiner Familie und ein paar vertrauten.


    Der Zusammenbruch der Gesellschaft ist nicht mehr aufzuhalten, jeder ist sich jetzt der nächste und jeder kämpft ums Überleben.



    Eigene Meinung:


    Volker Pfaffen benutzt einen Schreibstil der sich flüssig und sehr angenehm lesen lässt. Für die Geschichte wichtige Orte und Personen sind detailliert beschrieben ohne zu sehr abzuschneiden, was die Geschichte dadurch gut verankommen lässt. Gerade die erste Hälfte des Buches verging sehr rasant und ich hatte wirklich Probleme mich vom Buch zu trennen weil der Spannungsbogen permanent gesteigert wurde.


    Was mir auch sehr gut gefallen hat war die Realitätsnähe der ganzen Katastrophe. Das Buch hat es geschafft in mir ein beklemmendes Gefühl zu hinterlassen weil ich mir sehr gut vorstellen kann, das eine weltweite Grippewelle mit hoher Ansteckungs- und Sterblichkeitsrate, unsere Gesellschaft komplett überfordern oder gar zusammenbrechen lassen kann.


    Die Gewaltszenarien im Buch wurden sparsam, gezielt und sehr gewählt eingesetzt. Alles ist detailliert genug beschrieben, ohne das es brutal oder zu blutig wird. Auch für Action ist gesorgt, es wird aber nie heroisch oder unrealistisch.


    Die Personen handeln alle sehr realitätsnah und gerade bei Peter bemerkt man Schritt für Schritt beim lesen wie er mit der Zeit abstumpft und sich sein komplettes Denken verändert. Leider ist das nicht bei allen handelnden Personen der Fall. Anfangs springt man noch zwischen drei Hauptprotagonisten hin und her, plötzlich wird die komplette Geschichte nur noch auf Peter ausgelegt. Im zweiten Teil werden die drei Hauptpersonen mehr oder weniger zusammengeführt, aber das ziemlich sinn- und lieblos. Ich hätte mir eine Unterteilung einzelner Personen in Kapitel gewünscht, das hätte die Geschichte um vieles besser und spannender gemacht. So verschwinden einzelne Personen immer wieder und tauchen plötzlich wieder auf, was der Atmosphäre schadet.


    Die Story flacht zwischendrin etwas ab und die Handlung spielt sich lange nur im Wald ab. Das Überleben ist zwar gut beschrieben, aber auch hier hätten Storysprünge an andere Orte bzw. Passagen über andere Personen für bessere Unterhaltung gesorgt. Von der Guanxi-Grippe hört man auch überhaupt nichts mehr. Man merkt das diese nur als Auslöser benutzt wurde und kein tieferer Sinn, wie zum Beispiel das Finden eines Impfstoffes oder ähnliches angestrebt wird, was aber Okay ist weil viele Autoren in diesem Genre genauso vorgehen.


    Zum Ende hin zieht die Story nochmal an, wird aber ein wenig unübersichtlich. Ist alles bis hierhin noch gut überschaubar werden plötzlich zu viele Personen auf einmal eingeführt. Ich konnte zwar gut folgen musste aber ab und zu überlegen wo ich manche Personen jetzt zuordnen muss.


    Das Ende kann hat keinen typischen Cliffhanger. Meiner Meinung nach kann man das Buch auch einzeln lesen. Ich werde den zweiten Teil sicherlich lesen weil ich schon gerne wissen möchte wohin sich alles entwickelt.



    Fazit:


    Trotz ein paar längen im mittleren Teil und abgebrochenen Handlungssträngen hat mir das lesen Spaß gemacht. Schade fand ich das alles nur noch aus der Sicht einer Person erzählt wurde, es wäre sonst noch viel mehr drin gewesen.

    1. (Ø)

      Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform


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