Jan Zweyer - Starkstrom

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Starkstrom

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Verlag: GRAFIT

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 282

ISBN: 9783894255763

Termin: Februar 2018

  • Klappentext:


    "Ein Flüchtling muss wissen,
    dass er stirbt, wenn er versucht,
    den Zaun zu durchdringen."


    Europa verbarrikadiert sich. Ein meterhoher Metallzaun, der Flüchtlinge um jeden Preis fernhalten soll. Transitzentren, in denen Tausende Menschen festsitzen. Und eine Lotterie, die entscheidet, wer die Chance auf ein besseres Leben bekommt.


    Als an der Abwehranlage ein Mensch stirbt, versuchen Politik und Sicherheitsfirmen mit allen Mitteln,den Vorfall zu verharmlosen. Zur gleichen Zeit begeben sich zwei senegalesische Flüchtlinge in die Hände einer Schlepperbande, um nach Europa zu gelangen. Von dem Zaun wissen sie nichts ...


    Jan Zweiyer entwirft eine Zukunftsvision, in der Europa sich seiner Angst vor Flüchtlingsströmen verbehaltslos hingegeben hat.


    Eigene Beurteilung:


    Nun, vor allem haben diie jeweiligen Nationalregierungen immer wieder dem Druck rechtspopulistischer Kräfte nachgegeben und versucht, diese rechts zu überholen, was zu einer fast vollständigen Abschottung des Kontinents geführt hat, in dem jetzt auch die allgemeine Reisefreiheit stark eingeschränkt ist. Der unerwartete Todesfall geschieht während einer unangekündigten Inspektion und setzt eine Reihe von Ereignissen in Gang, die die Verknüpfung von zum Teil sehr gegensätzlichen Gruppierungen aus pekuniären Erwägungen aufzuzeigen beginnt.


    Während in Deutschland Ermittlungen um diesen Todesfall laufen, befinden sich nicht nur zwei Senegalesen auf dem Weg nach Europa, sondern auch zwei Hamburger Reporter auf dem Weg nach Afrika um den Schleppern und den Flüchtingen hinterherzurecherchieren. Und dabei decken sie gleichfalls einige sehr unerwartete Verbindungen auf.


    Ein sehr aktueller Politthriller, der Strukturen und Verknüpfungen ganz gut in eine mögliche Zukunft projiziert. Dieses ganz gute Konzept leidet aber erzählerisch gelegentlich und zu großem oder zu geringem Tempo und einer etwas dünnen Charaktere-Zeichnung. Trotzdem ein interessanter Beitrag zur laufenden Migrationsdiskussion in der Welt.