Dania Dicken - Stumme Schreie

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  • "Die Vorstellung, übernatürliche Kräfte seien an allem Bösen schuld, ist überflüssig. Der Mensch ist durchaus selbst zu jeder Bösartigkeit fähig." (Joseph Conrad)
    Sadie und Matt Whitman haben sich inzwischen recht gut von ihrem letzten Fall erholt, Thanksgiving mit der Familie gefeiert bevor der Alltag wieder losgeht. Da taucht am nächsten Morgen in Sadies Büro eine junge Frau auf. Nicole (Nicky) Sheridan eine junge Polizistin bittet Sadie um Hilfe bei einem fast zwanzig Jahre alten Mordfall. Nickys Bruder Billy wurde damals auf dem Weg nach Hause entführt und wenige Wochen danach fand man seine verbrannte Leiche auf. Seitdem wird sie von ihren Schuldgefühlen geplagt, den sie hätte damals auf Billy aufpassen müssen. Für Sadie ist sofort klar, das diese ein Profi war und er nicht zu ersten Mal gemordet hat. Da Sadie momentan keine aktuellen Fälle hat und sie dieser Fall interessiert, forscht sie mit Nicky nach weiteren ähnlichen Opfern. Als sie wenig später noch andere alte und ungelöste Fälle entdecken, beschließen sie in Nickys Heimatstadt Bear Valley Springs in der Sierra Nevada zu reisen. Bei den Nachforschungen entdecken sie dann immer mehr Opfer bis zu einem Zeitpunkt vor sieben Jahren, als es abrupt endete. Was geschah vor sieben Jahren, ist der Täter inzwischen tot, in Haft oder krank? Sadie beschließt ihr angefertigtes Profil an die Presse zu leiten, in der Hoffnung das sie so den Täter finden. Dabei ahnen sie noch nicht, dass sie eine riesige Mordserie entdeckt werden, die die ganze Region erschüttern wird und selbst Sadie an ihre Grenzen bringt.



    Meine Meinung:
    Inzwischen bin ich bei Band 7 dieser Profilerreihe um Sadie Scott/Whitman. Gespannt war ich auf diesen ganz besonderen Cold Case Fall, den so etwas hatten wir bisher noch nicht in dieser Reihe. Wie immer war der Schreibstil sehr gut, so das ich wieder einmal das Buch regelrecht verschlungen habe. Zwar war der dies ein ganz anderer und eigener Fall, gegenüber den sonst viel spannenderen und actionreichen Folgen, trotzdem war er sehr interessant. Durch die vielen Informationen, die Dania Dicken in diesen Fall mit einfließen lässt, fesselte mich der Inhalt außerordentlich. Dazu kommen noch die Rückblenden in die Vergangenheit des Täters und seiner Taten, bei denen man schon wirklich starke Nerven braucht. Selten habe ich so einen brutalen Sadisten erlebt, der mit seinen Foltermethoden und Tötungen so viel Unheil anrichtet. So habe ich wieder einmal mit den Opfern, aber auch mit Sadie und Nicky mitgelitten. Dabei hat Dania den Charakter des Täters so besonders und grandios hinbekommen, so das man ihn sich bildlich gut vorstellen konnte. Ich glaube, so fassungslos bin ich noch selten bei einem der anderen Fälle zurückgeblieben, wie hier. Auch das Privatleben von Sadie und Matt kommt nicht zu kurz, was ich immer als recht gut und erholsam zwischen all dem Grausamen finde. Mich konnte Dania wieder sehr gut unterhalten und ich freue mich schon auf das nächste Buch und gebe 5 von 5 Sterne.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:

  • Ein Cold Case für Sadie


    Die Seele des Bösen – Stumme Schreie, Profiler-Thriller von Dania Dicken.


    Der 7. Band der Sadie Scott/Whitman – Reihe, diesmal ermittelt die FBI-Profilerin in einem Cold Case.


    Nicky Sheridan bittet Sadie um Hilfe. Vor 18 Jahren, auf dem Schulweg, ist ihr kleiner Bruder Billy verschwunden. Nach Wochen wurde er zum Großteil verbrannt aufgefunden. Immer hat ihr die Mutter, die Schuld dafür gegeben. Der Täter konnte niemals ermittelt werden. Und Sadie beschließt Nicky zu helfen. Es dauert nicht lange und erste Spuren und Hinweise führen zu einem Verdächtigen. Es stellt sich heraus, dass es sich um einen grauenhaften und perversen Serientäter handelt.
    Schon im ersten Kapitel, in dem geschildert wird wie die Eltern und die Schwester des kleinen Billy von den Behörden vom Auffinden der Leiche informiert werden hat mich zutiefst berührt und sofort war ich in der Geschichte drin. Die Autorin erzählt ihren Thriller in zwei Erzählsträngen und zwei Zeitebenen, die durch die Kapitelüberschriften gekennzeichnet sind, besonders die Tätersicht hat mich dabei erschüttert.
    Diesmal hat mich Dania Dicken eiskalt erwischt, obwohl ich gerne knallharte Thriller lese, konnte ich stellenweise nicht glauben und schwer ertragen was ich hier zu lesen bekommen habe. Für die beiden letzten Leseabschnitte habe ich Nachtschichten eingelegt, es war mir einfach unmöglich das Lesegerät aus der Hand zu legen. Obwohl der Fall schon bald gelöst ist, kann man sich dem Sog des weiteren Geschehens nicht entziehen. Unvorstellbar spannend und schockierend, sind die „Geständnisse“ des Täters. Eiskalt ist es mir den Rücken hinuntergelaufen. Dies ist der bisher brutalste und perverseste Sadist den die Autorin sich hat einfallen lassen.
    Wieder einmal fand ich alle beteiligten Figuren unheimlich gut charakterisiert und beschrieben, ständig hat der Leser das Gefühl, ein Teil des Ermittlerteams zu sein. Über das Widersehen mit den bekannten Charakteren aus dem Umfeld der Protagonistin, habe ich mich gefreut, das ist es auch, was mich immer wieder auf den nächsten Band fiebern lässt. Ständig entwickeln sich Familie und Freunde weiter, es macht viel Spaß daran teilzunehmen. Besonders ergreifend und authentisch beschrieben war die Figur Nicky, oft habe ich mir überlegt wie ich an ihrer Stelle fühlen und handeln würde. Auch diesmal haben mich die Informationen über reale Fälle zu weiterführenden Recherchen animiert. D.D. hat es auch am Ende wieder geschafft mich zu überraschen, das ist das Schöne an ihren Thrillern man weiß nie, was einen erwartet. Deshalb möchte ich auch die ganze Sadie Scott Serie empfehlen, es wäre schade nur einen einzelnen Band zu lesen, da das Geschehen in den einzelnen Bänden aufeinander aufbaut. Längst bin ich ein Fan der Serie und vergebe 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study::musik::montag:


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

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