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Kathi Appelt/Allison McGhee - Maybe a Fox

Maybe a Fox

4 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Atheneum/Caitlyn Dlouhy Books

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 288

ISBN: 9781442482432

Termin: April 2017

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  • Autor - Titel:
    Kathi Appelt/Allison McGhee - Maybe a Fox


    Sprache: englisch
    Genre: Jugendbuch, Drama
    Verlag: Anthenum Books
    ISBN: 9781442482432
    Bindung: Taschenbuch
    Seiten: 275


    Inhalt:
    Worlds collide in a spectacular way when Newbery and National Book Award finalist Kathi Appelt and Pulitzer Prize nominee and #1 New York Times bestseller Alison McGhee team up to create a fantastical, heartbreaking, and gorgeous tale about two sisters, a fox cub, and what happens when one of the sisters disappears forever.


    Sylvie and Jules, Jules and Sylvie. Better than just sisters, more than best friends, they’d be identical twins if only they’d been born in the same year. And if only Sylvie wasn’t such a fast—faster than fast—runner. But Sylvie is too fast, and when she runs to the river they’re not supposed to go anywhere near to throw a wish rock just before the school bus comes on a snowy morning, she runs so fast that no one sees what happens…and no one ever sees her again. Jules is devastated, but she refuses to believe what all the others believe, that—like their mother—her sister is gone forever.


    At the very same time, in the shadow world, a shadow fox is born—half of the spirit world, half of the animal world. She too is fast—faster than fast—and she senses danger. She’s too young to know exactly what she senses, but she knows something is very wrong. And when Jules believes one last wish rock for Sylvie needs to be thrown into the river, the human and shadow worlds collide.


    Writing in alternate voices—one Jules’s, the other the fox’s—Kathi Appelt and Alison McGhee tell the searingly beautiful tale of one small family’s moment of heartbreak, a moment that unfolds into one that is epic, mythic, shimmering, and most of all, hopeful.
    Q Amazon)


    Meinung:

    Zitat

    What happens after you die?
    […]
    Maybe you turn into wind.
    May be you turn into stars.
    Maybe you go to another world.

    Jules (11) und Sylvie (12) sind Schwestern. Sie vertragen sich wie es eben Schwestern tun. Mal gibt es Streit aber im Großen und Ganzen passen sie auf sich auf. Jules ist fasziniert von jeder Art von Steinen und Sylvie die sportliche der beiden. Sylvies größter Wunsch ist es immer schneller und schneller zu rennen. Jules hingegen hat keinen wirklich großen Wunsch.
    Wünsche spielen in dem Buch eine große Rolle. Das Thema Wünsche trägt sich durch die ganze Geschichte und ist allgegenwärtig. Es geht dabei nicht nur um die Wünsche des Jetzt, sondern auch die der Vergangenheit. Wünsche können uns helfen, uns heilen, aber sie können auch zu einem Fluch werden und uns so fest umklammern, dass wir von Ihnen besessen werden, selbst wenn der Antrieb dafür die besten Absichten waren.


    Jules und Sylvie leben zusammen mit ihrem Vater. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben.
    Man merkt den Mädchen recht schnell an, dass dieser Vorfall sie immer noch sehr beschäftigt. Insbesondere Jules, deren Erinnerungen an ihre Mutter nur vage sind, da sie damals noch sehr jung war, hat damit zu kämpfen, dass ihr Vater und Sylvie oft und viel über ihre Mutter reden. Aber auch Sylvie hat ihr Probleme mit dem Tod der Mutter, dies wird aber erst wesentlich später in der Geschichte ersichtlich. Bereits hier macht sich eine reichlich schwere, traurige Stimmung im Buch breit und diese, so finde ich, hält sich durch das komplette Buch und wird sogar noch wesentlich intensiver. Spätestens zu dem Zeitpunkt wenn Sylvie verschwindet, gibt es nur noch wenige Lichtblicke im Buch. Ab und an scheint es wieder bergauf zu gehen, doch die Grundstimmung im Buch bleibt traurig, spätestens wenn man die letzte Seite gelesen und das Buch aus der Hand gelegt hat, ist man als Leser reichlich betrübt.


    Ich bin vor dem Lesen davon ausgegangen, dass es sich um ein Buch für Kinder handelt. Ein Buch das sowohl Verlust als auch Stärke vermittelt. Das einen erschüttert aber auch wieder aufbaut. Auf jeden Fall ein Buch, welches am Ende ein gutes Gefühl zurücklässt. Im Laufe der ersten Seiten dann dachte ich es wird ein Buch zur Trauerbewältigung. Für Kinder, die einen geliebten Menschen verloren haben und immer noch ging ich davon aus, dass am Ende ein gutes Gefühl übrig bleibt. Allerdings hat mich das letzte Kapitel nur mit Trauer zurückgelassen. Es blieb nur ein schweres, unangenehmes Gefühl zurück, keine Zufriedenheit, keine Zuversicht und ein Gefühl von Ungerechtigkeit.

    Zitat

    Maybe you turn into an albatross and fly across the ocean.
    Maybe you turn into a giant sea turtle and crawl up on the sand by the light of the moon.
    Maybe you turn into a mermaid and swim around the world.

    Wenn ich jetzt mal vom Ende absehe, aber ich werde darauf zurückkommen, ist die Geschichte gut geschrieben. Sie liest sich schnell und vermittelt, wenn auch auf etwas eigenwillige Weise eine gewisse Zuversicht was den Tod angeht. Ich persönlich bin kein Freund von der hier aufgezeigten "Version" des Todes, aber ich konnte mich hier damit anfreunden. Was mich mehr gestört hat, ist die Wirkung des Ganzen am Ende.
    Da ist das Auftauchen des Fuchses, nach dem Verschwinden Sylvies. Die Idee dahinter ist recht angenehm und auch zufriedenstellend, doch zum Ende hin war es mir etwas zu wenig. Zwar kommt der Fuchs seiner Bestimmung nach, auch wenn Sie (es ist ein Fuchsmädchen) nicht so ganz weiß warum und Jules findet durch diesen Fuchs eine Möglichkeit ihre Schwester besser zu verstehen, um sie zu trauern und auch den Tod zu verarbeiten, aber diese Umsetzung ist für mich nicht befriedigend. Dabei ziele ich jetzt insbesondere auf das Ende der Geschichte ab. Ich will hier nicht unnötig darauf eingehen um der Sache für geneigte Leser nicht vorzugreifen. Es kam mir am Ende sehr ungerecht vor, dass es so lief, wie es denn lief. Es ist nicht ganz einfach meine Ansicht dazu hier zu teilen ohne zu spoilern. Es sei nur gesagt, dass im Laufe der Geschichte von Sam geäußert wird, dass Tiere ebenfalls ihre Berechtigung in dieser Welt haben und auch so geschätzt werden sollten (ganz grobe Darstellung). Allerdings dann so zu enden fand ich sehr unbefriedigend. Der Schmerz und das Leid vergeht zwar bei Jules, doch an anderer Stelle flammt er zum Ende des Buches wieder und stärker auf.
    Ich hatte bei Jules kein so intensives Schmerzgefühl nach dem Verlust von Sylvie. Als Sylvie verschwand war es mehr ein Gefühl von Ohnmacht und Verzweiflung, welches bei Jules vermittelt wurde.
    Ich fand auch, dass die Story um Elk, Zeke und den Puma etwas zuviel war. Hier hätte es meiner Meinung auch gereicht, wenn man den Puma ein nettes Tierchen sein lassen hätte und ihn nicht auch gleich in die spirituelle Welt mit hineingezogen hätte.

    Zitat

    Then the morning cracked open with the sharp cry of a fox, and Sam smiled. Everyone knew that a fox meant luck.

    Dennoch will ich diese Geschichte nicht schlecht machen. Sie hat mir wirklich viel Freude (wenn auch hier im übertragenden Sinne gemeint) beim Lesen bereitet. Sie hat mich ergriffen und bewegt. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher inwiefern dieses Buch wirklich für Kinder gedacht ist. Gerade durch das Ende geht man als Leser nicht zufrieden aus der Geschichte und auch nicht erleichtert.
    Ich wäre wohl noch einen Ticken glücklicher mit der Geschichte wenn sie eben nicht so ausgegangen wäre wie sie ist und die Pumageschichte nicht den Hintergrund gehabt hätte.

    Zitat

    Where do you go when you die?
    Maybe you turn into wind.
    Maybe you turn into stars.
    Maybe you turn into a firefly and light up the night.


    Fazit:
    Maybe a Fox ist eine gelungene Geschichte mit viel Herz über den Verlust eines geliebten Menschen.
    Ich für meinen Teil würde die Geschichte nicht uneingeschränkt für Kinder empfehlen, da ich mit dem Ende gar nicht glücklich bin, aber dennoch gibt die Geschichte einen möglichen Ansatz mit dem Tod umzugehen. Jeder Mensch hat sicherlich so seinen eigenen Ansatz für dieses Thema, so auch ich, und ich bin nicht der Überzeugung, dass es so läuft wie hier beschrieben. Wenn man aber offen ist für dieses Thema, so wird man mit dieser gefühlvollen Geschichte sicherlich ein paar schöne Stunden haben.



    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:



    Zitat

    Where do you go when you die?
    Maybe you grow wings.
    Maybe you fly away like a bluebird.
    Maybe you make yourself so small that nobody can see you at all.

    1. (Ø)

      Verlag: Atheneum/Caitlyn Dlouhy Books


    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn


    Da gibt es dieses Zitat [....] es besagt, dass Moral das ist, was man tut, wenn niemand hinsieht.
    (Wrath James White - Der Totenerwecker)

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