Christa Wolf - Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud

  • Buchdetails

    Titel: Stadt der Engel oder the Overcoat of Dr....


    Verlag: Suhrkamp Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 414

    ISBN: 9783518462751

    Termin: September 2011

  • Bewertung

    3.5 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Stadt der Engel oder the Overcoat of Dr...."

    Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Sie spürt dem Schicksal einer gewissen L. nach, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der »Virus der Menschenverachtung« in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt? In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt sich die Erzählerin einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit, das sie in eine existentielle Krise bringt und zu einem Ringen um die Wahrhaftigkeit der eigenen Erinnerung führt. Der neue große Roman von Christa Wolf ist auch autobiographische Prosa: Sie erzählt von einem Menschenleben, das drei deutschen Staats- und Gesellschaftsformen standhält, von einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, von der Kunst, sich zu erinnern. »Du bist dabei gewesen. Du hast es überlebt. Du kannst davon berichten.«
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  • Über die Autorin:
    Die am 18. März 1929 geborene Christa Wolf (geb. Ihlenfeld) war eine der bekanntesten, aber auch umstrittensten deutschen Schriftstellerinnen. Nach ersten Erfahrungen als Lektorin und Redakteurin begann sie ihre Autorenlaufbahn im Alter von 32 Jahren mit der »Moskauer Novelle«. Mit »Der geteilte Himmel« (1963) setzte sich Christa Wolf erstmals mit innerdeutschen Problemen auseinander. Das Aufwachsen und der Alltag in der DDR waren immer wieder Themen in den Werken von Christa Wolf. Die Schriftstellerin war zwar politisch sehr aktiv (Schriftstellerverband der DDR, Akademie der Künste, IM Staatssicherheit), setzte sich aber auch gegen Missstände zur Wehr (Ausbürgerung Biermanns, Wende-Demos). Christa Wolf erhielt zeitlebens zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen wie Literaturpreise und Ehrendoktorwürden. Die Autorin, deren Werke in über 40 Sprachen übersetzt wurden, verstarb 82-jährig am 1. Dezember 2011. Die »Süddeutsche« nannte Wolf »eine Sozialistin, die im Sozialismus aneckte.«
    Quelle


    Inhalt
    Los Angeles, die Stadt der Engel: Dort verbringt die Erzählerin Anfang der Neunziger einige Monate auf Einladung des Getty Center. Sie spürt dem Schicksal einer gewissen L. nach, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigrierte. Ein ums andere Mal wird sie über die Lage im wiedervereinigten Deutschland verhört: Wird der »Virus der Menschenverachtung« in den neuen, ungewissen deutschen Zuständen wiederbelebt? In der täglichen Lektüre, in Gesprächen, in Träumen stellt sich die Erzählerin einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit, das sie in eine existentielle Krise bringt und zu einem Ringen um die Wahrhaftigkeit der eigenen Erinnerung führt.
    Der neue große Roman von Christa Wolf ist auch autobiographische Prosa: Sie erzählt von einem Menschenleben, das drei deutschen Staats- und Gesellschaftsformen standhält, von einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, von der Kunst, sich zu erinnern. »Du bist dabei gewesen. Du hast es überlebt. Du kannst davon berichten.«
    Quelle


    Dieses Buch ist mir nicht leicht gefallen. Als erstes Buch von Christa Wolf war es vielleicht nicht ganz das richtige, zumal ich auch vor dem Lesen wenig über die Autorin wusste und erst im Laufe des Buchs angefangen habe zu recherchieren. Dieses Buch ist gewebt aus Teilen des realen Lebens von Christa Wolf jedoch auch aus reiner Fiktion. Was wirklich wieweit der Wahrheit entspricht, kann man nicht wissen, und dieses Ungewisse bringt mich beim Lesen ins Grübeln. Um sich besser zurecht zu finden, empfehle ich, im Vorfeld etwas über die Autorin zu lesen.


    Der Schreibstil ist fragmentarisch, nach kürzerem oder längerem Verweilen bei einem Thema springt die Erzählerin auf einmal ganz woanders hin. Trotzdem greifen die einzelnen Teile puzzle-artig ineinaner und ergeben ein Ganzes. Immer wieder wird zwischen den Erzählperspektiven “Ich” und “Du” gewechselt, bei welchen jedoch immer die Erzählerin selbst gemeint ist: einmal in der Gegenwart, einmal in der Vergangenheit.


    Die Geschichte selbst ist schwer zu greifen. Im Gesamten fühlt sie sich ein so wenig an, als würde mir jemand an einem langen Abend von seinem USA-Besuch erzählen, ab und an Themen nur streifen, andere ganz ausführlich besprechen, aber auch einige Lücken lassen, die manchmal lauter klingen als das Gesagte selbst.


    Es ist ein Buch, das mich zum nachdenken und nachforschen und neugierig werden angeregt hat. Ich bin jetzt ganz gespannt auf Christa Wolfs frühere Werke, nachdem ich nun ihr letztes Buch aus dem Jahre 2010 gelesen habe. Ein Jahr später ist sie bereits verstorben.

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