Adam Bogs - Gefährlicher Funke

Affiliate-Link

The Prevalent Witches: Gefährlicher Funk...

3|1)

Verlag: ViCON-Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 298

ISBN: 9783952444269

Termin: November 2016

  • The Prevalent Witches (Gefährlicher Funke) - Adam Bogs


    Vicon Verlag
    298 Seiten
    Band 1
    Fantasy


    Inhalt:
    Seit den Hexenprozessen von Salem ist eines klar: Hexen gibt es wirklich! Logan Mordrake ist einer von ihnen, ein Hexer, um korrekt zu sein, der gerne mit seiner kühlen Art seine Unsicherheit und Gefühle überspielt.
    Doch das ändert sich alles, als er mit seinem Zirkel Gast am Schwarzen Ball wird und zwischen die dunklen Machenschaften der Solomon Schwestern gerät. Durch verbotene Feuermagie aus der Vergangenheit zurückgeholt, verfolgen diese den finsteren Plan, ihren dämonischen Gebieter wieder zu erwecken.
    Dabei begegnet Logan unerwartet dem mysteriösen und gutaussehenden Noah, der ihn vor einer verheerenden Explosion rettet und damit eine Welle aus unbekannter Leidenschaft auslöst, die in Logan alles zu verändern droht …
    ~~~~~~~~~~~~


    Meinung:


    Ich muss gestehen, als ich dieses Buch zur Hand nahm, habe ich etwas gänzlich anderes erwartet, als ich bekommen habe.
    Dachte ich zum Anfang: „Oh, das schreit geradezu nach Gay-Fantasy Romance, das wird bestimmt prickelnd und ein wenig erotisch...“ kann ich das nun revidieren.
    „The Prevalent Witches“ ist eigentlich nur Fantasy - mit einem Protagonisten, der entdeckt, dass er sich eher zum männlichen Geschlecht hingezogen fühlt.
    Also definitiv auch für jüngere Leser geeignet, denn Erotik bleibt aus.


    Bevor ich zum Inhalt komme, muss ich etwas zum Schreibstil sagen.
    Der Autor schreibt theoretisch ganz gut, aber sprachlich ist es doch ein wenig gewöhnungsbedürftig.
    Jugendsprache wird mit Fantasyelementen gemischt, Sätze, die man in einem Buch ausschreiben sollte, werden ab und an geschrieben wie gesprochen und leider gibt es auch gerade zu Beginn der Geschichte einige Zeitfehler.
    Zum Beispiel (ausgedacht zur Verdeutlichung): Logan ist gerade im Hotel seiner Mutter angekommen. Sie stand schon angezogen im Zimmer und Logan wartete in der Lobby.
    Das Hin und Her zwischen Vergangenheits- und Gegenwartsform finde ich persönlich jetzt nicht sehr gravierend, aber es stört halt schon manches Mal den Lesefluss.


    Ein weiterer Kritikpunkt für mich sind auch die etwas schwierig gestalteten Charaktere Adeline und Logan.
    Von Emmet und Noah, Nummer drei und vier im Bunde, erfährt man nicht genug, um sie beurteilen zu können.
    Da Logan derjenige ist, um den sich alles dreht, beginne ich mit ihm:
    Es fehlt ihm, meiner Meinung nach, etwas an Gradlinigkeit und dadurch an Tiefe. Er wird durch seine, ab und zu einfließenden Gedanken, als selbstverliebt und selbstbewusst dargestellt, aber vor allem am Anfang der Geschichte kommt er eher wie der schüchterne Nerd rüber, der die Spaßbremse mimt.
    Das bessert sich im Laufe des Buches, war jedoch prägend für den ersten Eindruck.


    Und auch weiß ich nicht so recht, was ich mit Adeline anfangen soll...
    Sie ist aufbrausend, neugierig, immer eine Nasenlänge voraus, aber vor allem vorlaut und frech. Obwohl sie definitiv mehr Tiefe zu besitzen scheint als Logan, konnte ich nicht direkt eine Beziehung zu ihr aufbauen.


    Was die Spannung angeht, hätte ich nie gedacht, dass ich das mal sage, aber: Weniger ist oft mehr.
    Die vier Hexen/Freunde Logan, Adeline, Emmet und Noah schlittern von einem Abenteuer ins nächste, ein Auftrag jagt den anderen und generell sind bei deren Erfüllung auch immer jede Menge Stolpersteine zu finden.
    Das ist an sich nichts Schlechtes - aber wow, so viel hab ich halt nicht erwartet.
    Sie müssen die Solomon Schwestern aufhalten.
    Noah eintauschen.
    Noah befreien.
    Einen Halbdämon aufhalten.
    Eine geheime Bibliothek finden.
    Gegen schwarze Kreaturen kämpfen.
    Rätsel lösen.
    Die Gabe der Vernichtung suchen.
    Und zeitgleich muss sich Logan über seine Gefühle klarwerden.


    Zusammengefasst heißt das: Viel Action, wenig Zeit zum Luft holen.
    Ich hätte mir in manchen Situationen einfach ein wenig mehr Ausführlichkeit gewünscht und dachte oft, dass mir das zu schnell abgehandelt wurde.


    Schlussendlich lässt sich sagen, dass es eine wirklich gute Rohstory ist, die hier und da noch ausgefeilt werden muss.
    Denn die Idee an sich mit Hexen und Hexern durch die Welt zu reisen, ihre Gesetze und Geschichte kennenzulernen und mit ihnen Geheimnissen hinterherzujagen - diese Idee ist richtig klasse.


    Fazit:


    Mit „The Prevalent Witches“ hat der Autor den Grundstein zu einer Welt und Story gelegt, die mir - nach Ausmerzung der Kritikpunkte - bestimmt noch mehr Spaß bereiten könnte, als es jetzt schon der Fall ist.
    Ich habe mich durch Protagonisten gut unterhalten gefühlt, Spannung war im Übermaß vorhanden - was das angeht kann man nicht meckern.


    Ich würde das Buch tatsächlich jenen empfehlen, die gern mal eine etwas andere Hexengeschichte lesen möchten, die sich gut und schnell beim Schreibstil zurechtfinden und nix gegen ausufernde Jugendsprache haben.


    Für meine Teil bekommt die Geschichte erstmal 3 von 5 :bewertung1von5: Sterne.

Anzeige