Markus Heitz - TAKC 3000

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TAKC 3000: Shadowrun 45

3.5|1)

Verlag: Heyne, W

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 432

ISBN: 9783453213197

Termin: Juni 2002

  • Produktinformation von amazon.de:


    Seattle im Sommer 2057. Der elfische Rigger Sparkplug will sich bei einem Straßendoktor, der einen hervorragendem Ruf in den Schatten genießt, eine weitere technische Spielerei in den Körper einbauen lassen, eine neue Steuereinrichtung, um noch intensiver mit seinem Auto verschmelzen zu können. Doch als er aus der Narkose erwacht, ist er blind und der Doktor und die Sprechstundenhilfe tot. Sparkplug flieht vor den ankommenden Gesetzeshütern aus Angst, selbst der Tat verdächtigt zu werden, und wird daraufhin tatsächlich als mutmaßlicher Mörder gesucht. Er taucht unter, und seine Kumpel übernehmen die Suche nach den wahren Tätern.


    Seine Kumpel, das ist ein bunt zusammen gewürfelter Haufen von Schattenläufern, darunter eine Mechanikerin, die in Sparkplug verliebt ist, und ein kindlicher Troll, der begeistert Quizshows schaut und in hundert Fragen seine Unkenntnis in allen möglichen Wissensbereichen eindrucksvoll demonstriert. Zusammen finden sie bald heraus, dass der gute Doktor so seine Geheimnisse hatte, er war ein Deutscher, lebte erst seit ein paar Jahren in der neuen Welt und bezog ein sattes Gehalt von einem fetten Konzern, vermutlich für Industriespionage. Und kaum haben sie das herausgefunden, haben die Schattenläufer Ärger mit ein paar Herren in schwarzen Anzügen, die sich für CIA ausgeben, aber sicher nicht zu dieser Behörde gehören. Leute, die noch sehr viel weniger Spaß verstehen als der nicht unbedingt für seine Rücksicht bekannte CIA.


    TAKC 3000 bietet alles, was man von einem Shadowrun-Roman erwartet: viel Action, unerwartete Wendungen, Verrat und coole Charaktere, die zwischen die Fronten zweier sich bekämpfender Konzerne und der Polizei geraten, dazu eine interessante Nebenhandlung mit zwei Ghuljägern. Dem Leser wird keine Ruhe gegönnt, gnadenlos treibt die Handlung voran und führt Sparkplugs Freunde bis nach Ingolstadt in die ADL, wo sie gar auf die Überreste alter Nazi-Bunker stoßen. Markus Heitz hat das Rollenspiel in einen packenden, handlungsreichen Roman gebannt, und dazu gibt es lockere Sprüche in bester Hollywood-Manier und passenden Humor. Shadowrunner, was willst Du mehr? --Boris Koch


    Eigene Beurteilung:


    Die Shadow-Run-Romane scheinen eine ziemlich lange Reihe zu bilden, wenn die bei amazon angegebene laufende Nummer stimmen sollte - und dies ist der erste deutsche Beitrag zu dieser Reihe. Und die anderen Romane dürften eine Menge Exposition gegeben haben, die nun hier wohl bereits vorausgesetzt wird. Wer allerdings Erfahrung in Cyberpunk und Fantasy hat, der wird sich relativ schnell einlesen.


    Wir sind in einer Zukunft, in der Regierungen weniger wichtig erscheinen als Konzerne und diese Konzerne liegen in einer Konkurrenz zueinander, die kriegsähnlich zu sehen ist - Cyberpunk ist nun mal ein Produkt der 80er Jahre - und regelmäßig rekrutieren sie für Kommando-, Sabotage- oder Spionage-Aktionen Teams von Spezialistinnen und Spezialisten, die durch ihre Cyberware und/oder magischen Fähigkeiten in der Lage sind, diese Aktionen auch auszuführen - die Schattenläufer.


    "Unser" Team operiert normalerweise in Seattle, aber als ihr Spezi Sparkplug mit der neuen Hardware im Kopf nach Deutschland entführt wird müssen sie ihren vertrauten Breich verlassen - nicht ohne entsprechende vorhergehende Schulung. Aber nicht nur an ihrem Einsatzort erwarten sie unerwartete Problem. Und Poolitzer, ein Reporter, der sich der Gruppe angeschlossen hat, macht die Sache durch seine Unerfahrenheit nicht unbedingt einfacher.


    Poolitzer und die Magierin des Teams - Cauldron - bringen auch noch eine weitere Geschichte in das Buch hinein, denn seit einiger Zeit verschwinden immer wieder auf mysteriöse Art und Weise Magietreibende in Seattle und als zwei Ghuljäger eine Leiche eines solchen verschwundenen in einem sehr charakteristischen Zustand vorfinden, scheint ein möglicher Täter festzustehen - der aber eigentlich schon seit Jahren ein Toter sein soll.


    Sprachlich und inhaltlich ein wenig pubertär, aber das stimmt eigentlich für viele Cyberpunkt-Romane der "zweiten Reihe" - und der Fantasy-Aspekt trägt sich mit dazu bei. Alles in Allem ganz nette Unterhaltung.

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