Die Eishexe

Buch von Camilla Läckberg

  • Kurzmeinung

    aida2008
    Verschiedene Erzählstränge - gut aufgebaut und spannend erzählt - Thema Mobbing unter Jugendlichen
  • Kurzmeinung

    Schüsselchen
    Netter und spannender Krimi, allerdings nicht Ihr bester
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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Eishexe

Der neue große Krimi von Schwedens Nummer 1 Camilla Läckberg Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord. Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erika Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.
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Serieninfos zu Die Eishexe

Die Eishexe ist der 10. Band der Erica Falck und Patrik Hedström Reihe. Sie umfasst 13 Teile und startete im Jahr 2003. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Über Camilla Läckberg

Die schwedische Autorin Camilla Läckberg wurde 1974 als Jean Edith Camilla Läckberg Eriksson in Fjällbacka geboren und begann schon im Alter von fünf Jahren zu schreiben. Mehr zu Camilla Läckberg

Bewertungen

Die Eishexe wurde insgesamt 29 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,9 Sternen.

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Meinungen

  • Verschiedene Erzählstränge - gut aufgebaut und spannend erzählt - Thema Mobbing unter Jugendlichen

    aida2008

  • Netter und spannender Krimi, allerdings nicht Ihr bester

    Schüsselchen

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Eishexe

    Inhalt: Die vierjährige Nea verschwindet vom elterlichen Hof und wird kurz darauf tot in einem Waldstück entdeckt. Die Parallelen zu einem 30 Jahre zurückliegenden Fall sind offensichtlich. Damals wurde die kleine Stella an genau der gleichen Stelle erschlagen aufgefunden, auch sie war vier Jahre alt und lebte auf dem gleichen Hof wie heute Nea.
    Meine Meinung: Dies ist bereits der 10. Band um den Polizisten Patrick und seine Frau, die Schriftstellerin Erica. Da die Handlung um Familie, Freunde und Kollegen sich im Lauf der Zeit stetig weiterentwickelt hat, ist es zwar sinnvoll die vorangehenden Teile zu kennen, allerdings kein unbedingtes "Muss".
    Ich fand diesen Band wieder sehr spannend, obwohl ich auch ein paar Kritikpunkte habe.
    Sehr gut fand ich die Verknüpfung des aktuellen Falls mit dem 30 Jahre alten Verbrechen an Stella. Die damals als Täterinnen verurteilten Teenager-Mädchen sind heute selber Mütter von schwierigen Pubertierenden. Beide sind wieder nach Fjällbacka zurückgekehrt und haben die alte Tat auf unterschiedliche Weise verarbeitet. Ihre Entwicklung und die Auswirkung der Vergangenheit auf ihre Kinder fand ich sehr authentisch und glaubwürdig.
    Dies und die Aufklärung der beiden Todesfälle hätte gereicht um mich zu fesseln. Dass die Autorin auch noch eine Handlung um die aktuelle Flüchtlingssituation aufbaute, passte zwar grundsätzlich zur Story, nimmt aber doch sehr viel Raum ein und lenkt vom eigentlichen Fall ab.
    Gänzlich überflüssig fand ich die Geschichte um Elin, die im 17. Jahrhundert in Fjällbacka lebte. Lange Zeit habe ich mich gefragt, worin der Bezug zu der heutigen Situation besteht. Und fand ihn schließlich auch sehr weit hergeholt...
    Fazit: Bis auf die verzichtbaren Nebenhandlungen fand ich Camilla Läckbergs Krimi wieder sehr gelungen und spannend. Für Fans der Reihe auf jeden Fall ein absolutes Muss!
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  • Rezension zu Die Eishexe

    Die Eishexe, Thriller von Camilla Läckberg, 745 Seiten, erschienen im List Verlag.
    Erica Falck und Patrick Hedström lösen gemeinsam ihren 10. Fall.
    Vor 30 Jahren wurde die 4jährige Stella, tot in einem kleinen Waldsee gefunden. Die Schuld an ihrem Tod gestanden zwei damals 13jährige Mädchen, Helen und Marie. Wieder ist ein Mädchen verschwunden 4 Jahre alt, welches auf dem gleichen Hof lebt, wie damals die kleine Stella. Erschütternde Parallelen zeigen sich auf. Als auch die kleine Linnea im selben See tot aufgefunden wird, beginnt der Polizist Patrick und seine Frau, die Schriftstellerin Erica zu ermitteln. Können die beiden Licht in den aktuellen, sowie in den damaligen Fall bringen?
    Der vorliegende Thriller wurde in verschiedenen Zeitebenen, sowie mehreren Erzählsträngen verfasst. Die Grundgeschichte in der Gegenwart, dazwischen Kapitel die mit „Bohuslan 1672“, sowie „der Fall Stella“ betitelt sind. Dazu kommen Flüchtlingsschicksale und die tragische Geschichte zweier Teenager die von Mitschülern und Gleichaltrigen gemobbt werden. Im auktorialen Stil verfasst, reichlich versehen mit interessanten Dialogen flogen die über 700 Seiten und die Story nur so dahin, bis alles in einem tragischen Finale endet. Für meinen Geschmack waren es ein paar Erzählstränge sowie Personen zu viel, die von der eigentlichen Geschichte ablenken. Die verschieden Zeiten und auch die Fäden finden sich am Ende jedoch gekonnt zusammen.Irgendwie wurde mir nicht klar warum das Buch den Titel „Die Eishexe trägt“, denn in der Gegenwart, sowie auch in den anderen Zeitebenen ist es Sommer. Am meisten betroffen gemacht hat mich das Leben der beiden Teenies Sam und Jessie. Die seelischen, wie auch körperlichen Verletzungen die sie von ihrem Umfeld, einschließlich Eltern erfahren, steigern sich zu einer Wut die eine unglaubliche kriminelle Kraft freisetzt. An einer Stelle im Hexenteil musste ich das Buch weglegen und erst einmal durchatmen – ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten, dazu fiel mir sofort Plautus ein: Homo homini lupus. Der Epilog zu diesem Strang hat mir Gänsehaut beschert. Insgesamt gesehen ist es ein weiteres spannendes außerordentlich gut erzähltes, atmosphärisch dichtes Buch der Autorin, jedoch nicht ihr Bestes aus der Fjällbacka-Reihe, etwas weniger wäre vermutlich mehr gewesen, die Flüchtlingsproblematik hätte Läckberg gut und gerne für einen eigenen Band verwenden können. Dennoch habe ich mich bei der Lektüre sehr gut unterhalten gefühlt, die Geschichte war plausibel und ließ sich schnell lesen, die Charaktere waren glaubhaft und ihr Handeln stets nachvollziehbar. Auch für Leser, die die Fjällbacka Krimis noch nicht kennen ist möglich es dem Plot zu folgen, für mich war es schön, Neuigkeiten aus der Hedström/Falck Familie zu erfahren und auch die Polizisten einschließlich „Ernst“ sind mir im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen, ich nehme gerne an neuen Wendungen in ihrem Leben teil. Die Aufklärung des Kindermord-Falls am Ende kam für mich doch etwas überraschend, habe ich während der Lektüre doch verschiedene Lösungen in Betracht gezogen. Gerne war ich wieder in Fjällbacka dabei und freue mich schon auf den nächsten Thriller von Camilla Läckberg. Eine absolute Leseempfehlung für alle Läckberg-Fans! Durchaus auch ein Buch um einer zu werden. Von mir 5 Sterne.
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  • Rezension zu Die Eishexe

    Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)
    Die erfolgreichste Schriftstellerin Schwedens.« Brigitte
    Ganz Fjällbacka ist auf den Beinen, denn ein kleines Mädchen wird vermisst. Vor 30 Jahren ist in den Wäldern des beschaulichen Küstenorts schon einmal ein Mädchen verschwunden und kurze Zeit später tot aufgefunden worden. Der Fall wurde jedoch nie geklärt, und nun ist die Unruhe groß. Bei seinen Ermittlungen stößt Hauptkommissar Patrik Hedström auf eine alte Legende aus dem 17. Jahrhundert. Sind andere Kinder auch in Gefahr? Dem bodenständigen Familienvater lässt dieser Fall keine Ruhe. Nur seine Frau, die Schriftstellerin Erica Falck, bewahrt einen kühlen Kopf. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Nun versuchen sie gemeinsam Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.
    Der neue Fjällbacka-Krimi, der Nummer eins-Bestsellererfolg aus Schweden!
    Autor (Quelle: amazon)
    Camilla Läckberg, Jahrgang 1974, stammt aus Fjällbacka - der kleine Ort und seine Umgebung sind Schauplatz ihrer Kriminalromane. Weltweit hat Läckberg inzwischen über zwölf Millionen Bücher verkauft, sie ist Schwedens erfolgreichste Autorin. Heute lebt Camilla Läckberg in einer großen Patchworkfamilie in Stockholm.
    Inhalt
    Hauptkommissar Patrik Hedström und seine Familie machen Sommerferien, als in Fjällbacka die vierjährige Linnea verschwindet. Vor 30 Jahren, im Sommer 1985, wurde dort die ebenfalls vierjährige Stella ermordet. Damals gestanden zwei 13-jährige Mädchen, Helen und Marie, die Tat.Dann widerriefen sie ihr Geständnis. Wegen ihres jugendlichen Alters wurden sie nicht strafrechtlich verfolgt. Helen lebt noch immer in Fjällbacka und Marie (eine bekannte Schauspielerin) ist wieder erstmals nach Fjällbacka zurückgekommen. Alles Zufall ?
    Nicht nur die beiden Frauen, sondern auch die am Ort ansässigen Flüchtlinge aus Syrien, stehen schnell unter Verdacht. Es kommt daher im Dorf zu erheblichen Spannungen, die sogar bis zum Brand der Flüchtlingsunterkunft führen.
    Ein Fluch einer Frau, die im 17.Jahrhundert als Hexe verbrannt wurde, spielt in den Köpfen der Einwohner nun wieder eine Rolle. Sind diese schrecklichen Vorfälle darauf zurückzuführen?
    Erica Falck arbeitet gerade an einem Buch über den Mordfall Stella und kann dadurch ihren Mann Patrick bei der Aufklärung des Verbrechens tatkräftig zur Seite stehen.
    Beurteilung
    Die Autorin legt viele Handlungsstränge an und überfordert einen am Anfang mit der großen Zahl der Figuren. Man muss ich -vor allem am Anfang- schon sehr konzentrieren. Wenn man sich dann jedoch eingelesen hat, erhält man einen sehr spannenden Roman und die immerhin 742 Seiten lassen sich spielend bewältigen.
    Fazit
    Ich habe bereits andere Bücher der Autorin gelesen und war immer begeistert. Auch jetzt: Ein toller Roman, den ich nur empfehlen kann.
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  • Rezension zu Die Eishexe

    Es kommt nicht oft vor, dass ich ein Buch so langweilig empfand, dass ich mich sogar aufraffen muss, eine Rezension zu schreiben, aber hier ist das der Fall.
    Es beginnt mit dem Verschwinden eines kleinen Mädchens, das wenig später tot aufgefunden wird. Die Bevölkerung ist in Aufruhr, nicht nur, weil es sich um Mord handelt, sondern weil genau dreißig Jahre vorher von eben diesem Hof ein ebenso kleines Mädchen verschwand und tot aufgefunden wurde. Als Täterinnen damals wurden zwei dreizehnjährige Mädchen ausgemacht, die - wie es der Zufall will - ausgerechnet heute auch wieder im Ort sind. Dazu kommt noch die Angst vor den Flüchtlingen aus Nahost, die in der Nähe einquartiert worden. Das Team um Patrik sowie dessen Frau Erica, die ebenso zufällig auch gerade ein Buch über den alten Fall schreibt, nehmen die Ermittlungen auf und kommen merkwürdigen Dingen auf die Spur.
    Ich sollte irgendwann einfach einsehen, dass ich mit der langatmigen Erzählweise skandinavischer Schriftsteller nichts anfangen kann. Hier wird aus der Perspektiver verschiedener Personen und Personenkreise erzählt, wobei gerne mal das, was vorher von eben jenen Leuten berichtet wurde, einfach wiederholt wird. Irgendwann ist jedem bewusst, dass das kleine Mädchen von Erica so süß und erwachsen und ernst und sonstwas ist, dass eigentlich alle lebenden kleinen Mädchen so sind, dass die Wildfänge diejenigen sind, die ermordet wurden. Ich mochte irgendwann auch nicht mehr darüber lesen, dass jemand ein dumpfes Gefühl im Magen verspürte, ich wollte nicht mehr über die Hintergründe von gefühlten hundertzwanzig Menschen erfahren, ich wollte doch einfach nur einen spannenden Krimi lesen, der mir gemeinerweise versagt wurde. Ich verstehe auch nicht, warum man zehn Seiten braucht, um eine Oma zu befragen, die zum Schluss nur sagt: Nej, ich habe nichts gesehen. Dazu eine völlig sinnlose, bestimmt über mindestens 150 Seiten ausufernde historische Geschichte, die mit dem eigentlichen Buch so viel zu tun hat wie die Mondlandung mit der Erfindung der Kuckucksuhr. Sehr autentisch fand ich all die Fünfzehnjährigen, die es miteinander treiben, als würden sie für einen Porno bezahlt. Nicht. Ein bisschen Sozialkritik hier, ein bisschen Dorftratsch da, völlig kopflose und vor allem nicht nachvollziehbare Polizeiarbeit von vor 30 Jahren - da mein Kopf noch draufsitzt, konnte ich mit ihm schütteln. Selbst vor dreißig Jahren gingen Befragungen ganz sicher anders. Ach, was soll's. Für den Anflug von Kritik gegen die Rechten und ein bisschen Flüchtlings-Political-Correctness gibt's zwei Punkte, aber noch ein Buch der Autorin werde ich nicht lesen.
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  • Rezension zu Die Eishexe

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)
    Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.
    Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erica Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.
    Autorin (Quelle: Verlagsseite)
    Camilla Läckberg, Jahrgang 1974, stammt aus Fjällbacka - der kleine Ort und seine Umgebung sind Schauplatz ihrer Kriminalromane. Weltweit hat Läckberg inzwischen über zwanzig Millionen Bücher verkauft, sie ist Schwedens erfolgreichste Autorin. Heute lebt Camilla Läckberg in einer großen Patchworkfamilie in Stockholm.
    Allgemeines
    10. Band der Reihe um Erica Falck und Patrik Hedström
    Titel der Originalausgabe: „Häxan“, ins Deutsche übersetzt von Katrin Frey
    Erscheinungstermin: 2. Januar 2018 bei List als Hardcover mit 752 Seiten
    Gliederung: Prolog – Nichtnummerierte Kapitel, teilweise mit Überschriften zum jeweiligen Handlungsstrang – Epilog – Danksagung
    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven
    Handlungsort und -zeit: Fjällbacka und Umgebung auf drei Zeitebenen: 1671/1672, 1985, Sommer 2015
    Zum Inhalt
    Die Sommerferien von Patrik Hedström und seiner Familie werden jäh unterbrochen, als in Fjällbacka die vierjährige (Lin)nea Berg verschwindet. Nachdem dort vor 30 Jahren, im Sommer 1985, die damals ebenfalls vierjährige Stella ermordet wurde, sind Patrik und seine Kollegen sofort alarmiert und brechen ihren Urlaub ab. Seinerzeit wurden zwei 13-jährige Mädchen, Helen und Marie, die auf Stella aufgepasst hatten, der Tat beschuldigt, zunächst legten sie auch ein Geständnis ab, widerriefen dieses aber. Aufgrund ihrer Jugend konnten ohnehin keine strafrechtlichen Konsequenzen ergriffen werden. Helen lebt noch immer -inzwischen als Ehefrau und Mutter des Teenagers Sam - vor Ort, Marie, die eine Karriere als Schauspielerin gemacht hat, ist erstmals nach Fjällbacka zurückgekommen.
    Nicht jeder verdächtigt die beiden Frauen, auch die syrischen Flüchtlinge der nahegelegenen Unterkunft, denen viele Schweden misstrauen, stehen unter Verdacht. Es kommt unter den Einheimischen, die sich um die Integration der Flüchtlinge bemühen und denjenigen, die die Zuwanderer ablehnen, zu Spannungen, die in einem Brand der Flüchtlingsunterkunft eskalieren.
    Der Ort scheint das Unglück geradezu magisch anzuziehen und manche Einwohner fragen sich, ob die tragischen Vorfälle, die letztendlich mehrere Menschen das Leben kosten, auf den Fluch einer Frau zurückgehen, die im 17.Jahrhundert zu Unrecht hingerichtet wurde und ihre Mitbürger samt deren Nachkommenschaft verfluchte.
    Erica Falck, die gerade an einem Buch über den Mordfall Stella arbeitet, unterstützt ihren Mann Patrik wieder nach Kräften.
    Beurteilung
    Die Handlung von „Die Eishexe“ wird auf drei Zeitebenen erzählt, die Haupthandlung spielt sich 2015 ab und wird in abwechselnden Kapiteln mit dem Fall der 1985 ermordeten Stella verschränkt. Diese Kapitel sind durch die Überschrift „Der Fall Stella“ kenntlich gemacht. Des Weiteren sind Kapitel über die Vorgänge des Jahres 1671/1672 eingeflochten, dieser historische Handlungsstrang ist äußerst interessant, spielt aber bis zum Ende des Romans keine unmittelbare Rolle für das Geschehen in der Gegenwart. Der Wechsel zwischen den drei Zeitebenen gestaltet die Lektüre trotz des beachtlichen Umfangs von 752 Seiten sehr kurzweilig, allerdings erfordert dieser stetige Wechsel aufseiten des Lesers erhöhte Konzentration. Dazu kommen noch die für die Autorin typische Fülle an Romanfiguren, deren Beziehungen und persönlichen Entwicklungen sowie die häufigen Perspektivwechsel auch innerhalb der Erzählung über die aktuellen Ereignisse, die einen Neueinsteiger in die Reihe leicht überfordern können. Es lohnt sich, für diesen sehr komplexen Roman Zeit und Konzentration zu investieren, denn er ist intelligent konstruiert und greift eine Menge aktueller Themen (nicht nur) der schwedischen Gesellschaft auf, so z.B. die Thematik der Akzeptanz oder Ablehnung von Flüchtlingen, aber auch das gesellschaftliche Gefüge der Schweden untereinander, Mobbing unter Jugendlichen – heutzutage aufgrund moderner technischer Entwicklungen noch wesentlich gravierender als früher – und die Folgen jahrelanger Demütigungen, die in Katastrophen münden können.
    Trotz der ernsten Thematik, die schwere Kost darstellt, gibt es auch leichtere, von Humor geprägte Passagen, wenn es um den inkompetenten Polizeichef Bertil Mellberg geht, der den Lesern der vorherigen Bände bestens bekannt sein dürfte.
    In einer anschaulichen und sehr flüssigen Erzählweise verbindet die Autorin unter dem übergeordneten Aspekt von Un(ge)recht(igkeit) aktuelle Themen unserer Zeit erstmalig mit historischen Elementen und bietet damit eine beeindruckende Lektüre, die über bloße Unterhaltung hinausgeht.
    Aufgrund der Komplexität wäre ein Personenverzeichnis hilfreich gewesen.
    Fazit
    Ein großartiger Roman aus einer insgesamt sehr lesenswerten Reihe, der für Leser gänzlich ohne Vorkenntnisse allerdings eine Herausforderung darstellen dürfte.
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Ausgaben von Die Eishexe

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 752

E-Book

Seitenzahl: 786

Taschenbuch

Seitenzahl: 752

Hörbuch

Laufzeit: 00:14:41h

Besitzer des Buches 67

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