Die Gabe des Himmels

Buch von Daniel Wolf

  • Kurzmeinung

    Studentine
    Wieder ein schöner Schmöker von Daniel Wolf, in den man herrlich abtauchen kann.
  • Kurzmeinung

    Bridgeelke
    wunderbares Medizin-History-Buch
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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Gabe des Himmels

Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...
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Serieninfos zu Die Gabe des Himmels

Die Gabe des Himmels ist der 4. Band der Michel de Fleury Reihe. Sie umfasst 5 Teile und startete im Jahr 2013. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2018.

Über Daniel Wolf

Das Pseudonym Daniel Wolf wählte der Schriftsteller Christoph Lode für seine historischen Romane, während unter seinem bürgerlichen Namen in erster Linie Bücher, die in Fantasy-Welten spielen, zu finden sind. Mehr zu Daniel Wolf

Bewertungen

Die Gabe des Himmels wurde insgesamt 21 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,7 Sternen.

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Meinungen

  • Wieder ein schöner Schmöker von Daniel Wolf, in den man herrlich abtauchen kann.

    Studentine

  • wunderbares Medizin-History-Buch

    Bridgeelke

  • Opulenter, flüssig zu lesender Mittelalterschmöker

    Hiyanha

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Gabe des Himmels

    Varennes-Saint-Jacques, Mitte des 14. Jahrhunderts:
    Der Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin, wird aber wegen grober Verstöße gegen die geltenden Regeln der Universität verwiesen. Daraufhin kehrt er in seine Heimatstadt zurück, wo er trotz des abgebrochenen Studiums als Wundarzt zugelassen wird. Adriens medizinisches Geschick und seine fortschrittlichen Ideen sorgen für Neid und Zwistigkeiten, ehe der Schwarze Tod auch in Varennes-Saint-Jacques alte Ordnungen über den Haufen wirft.
    Der vierte Teil der Fleury-Serie hat mir sehr gut gefallen und setzt dem eindrucksvollen Mittelalterepos einen krönenden Abschluss. Da die Ereignisse in diesem Buch keinen direkten Bezug zu den vorhergehenden Bänden nehmen, kann die Geschichte auch unabhängig davon gelesen werden.
    Mit den in ihren charakterlichen Eigenschaften sehr unterschiedlichen Brüdern César und Adrien hat der Autor interessante Figuren erschaffen, die für viel Spannung und Dramatik sorgen. Deren Vater Josselin ist am dynamischen Handlungsverlauf ebenfalls stark beteiligt, da er die ganze Familie durch sein unkonventionelles Verhalten in arge Turbulenzen bringt.
    Die Flagellantenbewegung, aber auch entsetzliche Krankheiten wie die Pest oder das sog. „Höllenfeuer“ spielen in der Geschichte eine große Rolle und führen dem Leser die mittelalterliche Gedankenwelt von Buße und Erlösung eindrucksvoll vor Augen.
    Besonders interessant fand ich die damaligen Ansichten zu Krankheiten, deren Entstehung und Behandlung. Dass ein Wundarzt zur Handwerkergilde zählte und einem akademisch ausgebildeten Physikus weit unterlegen war, obwohl er die praktische Arbeit machen musste, war mir ebenfalls unbekannt.
    Die Repressalien gegen die jüdische Gemeinde werden sehr dramatisch und wohl auch realistisch geschildert. Die verheerenden Auswirkungen jahrhundertealter Vorurteile zeigen besonders in Krisenzeiten einmal mehr ihre grausamste Fratze.
    Dennoch konnte mich die jüdische Heilerin Léa, so wie die meisten Frauengestalten in Daniel Wolfs Romanen, in ihrer Rechtschaffenheit nicht überzeugen. Die Tochter des Rabbis erscheint mir eindeutig zu gut für diese Welt und schwebt ohne Fehl und Tadel engelsgleich durch die Seiten. Solche Figuren sind mir zu einseitig, zu langweilig und fern jeder Realität dargestellt.
    Im letzten Drittel verliert der Roman meiner Meinung nach deutlich an Schwung, da sich die Handlung mit dem Ausbruch der Pest und ihren grausigen Folgen im Kreis zu drehen beginnt. Es passiert wenig Neues und selbst das Ende hat für keine Überraschungen gesorgt.
    Trotz kleiner Mängel habe ich den letzten Teil der Fleury-Serie sehr gerne gelesen, und mich vom erzählerischen Talent des Autors in ferne Zeiten und Welten entführen lassen. Gerne vergebe ich für die beeindruckend recherchierte und fantasievoll aufgebaute Geschichte
    Da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen. Daniel Wolf gibt sich mit seinen Protagonisten große Mühe, legt sie vielschichtig an und lässt auch glaubwürdige charakterliche Entwicklungen zu wie etwa bei César Fleury zu beobachten ist.
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  • Rezension zu Die Gabe des Himmels

    Ich fand "Das Salz der Erde" großartig und habe den zweiten Band "Das Licht der Welt" abgebrochen, weil mir die Schwarz-Weiß-Malerei der Charaktere sehr auf die Nerven ging. Den dritten Band habe ich dann nicht mehr gelesen, aber der vierte hat mich wegen des Schwarzen Todes sehr gereizt.
    Ich habe an "Die Gabe des Himmels" lange gelesen, da ich ca. die erste Hälfte des Romans relativ wenig spannend fand und es für meinen Geschmack zu viele Längen gab. Das Thema der mittelalterlichen Judenverfolgung wurde mir persönlich etwas zu intensiv behandelt, zumal ich kurz zuvor einen weiteren Roman mit ähnlicher Thematik gelesen hatte.
    Eine gewisse Tendenz zur Schwarz-Weiß-Malerei fiel mir hier erneut auf: Der dumme, bornierte Philibert, der abgrundtief schlechte Luc und die engelsgleiche Léa wirkten auf mich überzeichnet. Offenbar hat sich der Autor nicht getraut, den Juden weniger gute Eigenschaften zu geben.
    Nach dem lange erwarteten Auftreten der Pest begann mich der Roman jedoch immer mehr zu fesseln. Sowohl die Darstellung der medizingeschichtlichen Details als auch die gesellschaftlichen Begleiterscheinungen (Flagellantenbewegung) des Großen Sterbens empfand ich als sehr gelungen, wozu auch der eingängige und anschauliche Erzählstil beitrug.
    Auch das sehr informative Nachwort des Autors und das umfangreiche Glossar bilden hilfreiche Zusatzmaterialien.
    Ich bin jedenfalls froh, dass ich dieses Buch nicht abgebrochen habe und vergebe ( <- 3 Sterne für die erste Häfte und 5 Sterne für die zweite Hälfte).
    Dem dritten Band "Das Gold des Meeres" werde ich nun doch noch eine Chance geben.
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  • Rezension zu Die Gabe des Himmels

    Klappentext
    Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...
    Meine Meinung
    Die ersten beiden Bände der Reihe waren großartig, der dritte hat dann meiner Meinung nach etwas nachgelassen und deshalb war ich gespannt, wie wohl der vierte Teil auf mich wirken wird. Mit 960 Seiten ist es schon ein ganz schön dicker Schinken und was soll ich sagen: ich bin nur so durch die Seiten geflogen!
    Daniel Wolf hat es geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut zu fesseln und ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen!
    Mittlerweile sind wir im 14. Jahrhundert angelangt und ich war sehr fasziniert von den vielen Details zur Medizin, dem Handwerk und dem Leben aus dieser Zeit, die der Autor detailliert eingeflochten hat, ohne jedoch mit all dem Wissen zu langweilen. Vielmehr wurde die Geschichte dadurch lebendig und konnte in all ihrer Authenzität beeindrucken.
    Im Mittelpunkt steht Adrien Fleury, Adrianus genannt, da er als Medizinstudent den lateinischen Namen angenommen hat. Die Ärzte zur damaligen Zeit, also da kann man froh sein dass sich da einiges getan hat, denn die Methoden waren schon ziemlich brachial, um es mal einfach auszudrücken. Der Unterschied des "gelehrten Physicus", der nur sein Fachwissen vom Stapel lässt, entgegen dem Handwerker und "Knochenbrecher", der sich tatsächlich um die Kranken und ihre Symptome kümmert, war sehr eindrucksvoll! Adrianus hat es nicht leicht, aber er geht seinen Weg und macht eine große Entwicklung durch.
    Wie übrigens alle Figuren, sei es sein geldgieriger Bruder César oder auch die Jüdin Léa, die mit ihrer Familie im Judenviertel der Stadt Varennes lebt. Die Problematik der Juden wurde hier sehr gekonnt aufgegriffen; sei es der Hass und das Unverständnis von den Christen, aber auch die vielen Versuche, die Völker dieser beiden Religionen friedlich zusammenleben zu lassen.
    Natürlich gibt es auch einen Bösewicht, der ständig für Unruhe sorgt und auch wenn hier manches vorhersehbar war, war ich nie gelangweilt und fühlte mich durchweg gut unterhalten!
    Dazu trägt auch der flüssige Schreibstil bei, der sich, trotzdem er der damaligen Zeit angepasst ist, super lesen lässt und eine einnehmende Atmosphäre schafft. Die Perspektiven wechseln dabei immer zwischen den Hauptfiguren, was ein übersichtliches Bild aller Ereignisse geschaffen und meine Neugier wie es weitergeht hochgehalten hat.
    Ich habe absolut nichts auszusetzen und fand es rundum gelungen!
    Fazit: 5 Sterne
    © Aleshanee
    Weltenwanderer
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  • Rezension zu Die Gabe des Himmels

    Inhalt: (Verlagsseite)
    Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ....
    Der Autor: (Verlagsseite)
    Daniel Wolf ist das Pseudonym von Christoph Lode. Der 1977 geborene Schriftsteller arbeitete zunächst u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und in einer psychiatrischen Klinik, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit den historischen Romanen »Das Salz der Erde«, »Das Licht der Welt« und »Das Gold des Meeres« gelang ihm der Sprung auf die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Speyer.
    Aufbau:
    Dramatis Personae
    Prolog
    65 Kapitel
    Epilog
    Nachwort
    Glossar
    Danksagung
    Autor
    Meinung:
    "Die Gabe des Himmels" hat mich ebenso begeistert wie der Vorgänger, der für mich bis dahin der beste Band der Reihe war. Nicht nur, dass der Autor den Leser mühelos in die Zeit, in der die Geschichte spielt, zurückversetzen kann und das Buch trotz seines Umfangs keinerlei Längen hat, auch die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet - besonders die Nebenfiguren, die zwar nicht alle sympathisch sind, sich jedoch teilweise stark weiterentwickeln. Das hat mir wirklich gefallen und dadurch habe ich mit Figuren mitgelitten, die ich zu Beginn nicht unbedingt mochte, was zeigt, wie gut Wolf ihre Entwicklung dargestellt hat. Auch Adrien, der Protagonist, verändert sich im Lauf des Buches. Er ist sehr sympathisch und seine Entschlossenheit, anderen zu helfen, ist bewundernswert, aber mir war er fast schon ein bisschen zu gut, obwohl er durchaus Schwächen hat und Fehler macht, die dann Konsequenzen haben.
    Die Handlung selbst ist von Anfang an interessant und nimmt noch einmal so richtig Fahrt auf, als der Schwarze Tod in Varennes-Saint-Jacques ankommt. Der Leser kennt die Stadt aus den vergangenen drei Bänden bereits sehr gut und zumindest mir ist sie irgendwie auch ans Herz gewachsen, sodass es schmerzhaft war zu sehen, wie die Pest dort wütete, sie zerstörte und viele unschuldige Opfer forderte. Da der Protagonist Wundarzt ist, ist er natürlich die ganze Zeit involviert und man ist hautnah dabei, wenn er versucht, Menschen zu heilen und zu retten. Wolf hat die Entsetzlichkeit des Ganzen sehr eindringlich geschildert und sich nicht gescheut, auch liebgewonnene Charaktere in große Gefahr zu bringen, wodurch die Geschichte noch einmal spannender war. Generell ist ihm die Balance zwischen Schicksalsschlägen für die Protagonisten und großen, alles umfassenden Problemen sehr gut gelungen.
    Neben dem Schwarzen Tod spielt noch der Judenhass eine große Rolle und auch diesen hat der Autor realistisch dargestellt, sowohl aus der Sicht der Juden selbst als auch aus anderen Blickwinkeln. Die Liebesgeschichte von Adrien und Léa fand ich aus diesem Grund interessant und die Gefühle der beiden wurden überzeugend dargestellt. Dazu kommt, dass Léa ein toller Charakter ist, weshalb ich es mochte, mehr über ihre Gedanken und Emotionen zu erfahren.
    Von mir bekommt "Die Gabe des Himmels" und eine Leseempfehlung. Es gibt zwar ein paar Kleinigkeiten, die ich nicht ganz gelungen fand, aber davon abgesehen konnte das Buch mich fesseln und begeistern.
    _________________
    Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
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Ausgaben von Die Gabe des Himmels

Taschenbuch

Seitenzahl: 960

E-Book

Seitenzahl: 961

Hörbuch

Laufzeit: 00:21:55h

Besitzer des Buches 47

Update: