Hotel Zum verunglückten Bergsteiger
Buch von Arkadi Strugatzki, Boris Strugatzki, Erik Simon, Ruprecht Willnow
Titel: Hotel Zum verunglückten Bergsteiger
Arkadi Strugatzki (Autor) , Boris Strugatzki (Autor) , Erik Simon (Herausgeber) , Ruprecht Willnow (Übersetzer)
Verlag: Golkonda Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 254
ISBN: 9783946503576
Termin: März 2019
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Hotel Zum verunglückten Bergsteiger
Eigentlich möchte Polizeiinspektor Glebski nur Urlaub machen. Doch die anderen Gäste, mit denen er im Hotel Zum verunglückten Bergsteiger untergebracht ist, entpuppen sich als ein Haufen schräger Vögel. Da wären unter anderem das Millionärsehepaar Moses, Brun, ein kleiner Junge – oder ein Mädchen (wer weiß das schon), der unscheinbare Olaf Andvarafors und der vermeintlich lungenkranke Anwalt für Minderjährige namens Hinkus. Und als wäre das nicht genug, munkelt man, dass der Geist eines verunglückten Bergsteigers hier herumspukt. Fehlen nur noch Außerirdische und die Mafia. Aber die lassen auch nicht mehr lange auf sich warten ...
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Bewertungen
Hotel Zum verunglückten Bergsteiger wurde bisher einmal bewertet.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Hotel Zum verunglückten Bergsteiger
- Aleshanee
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21. Januar 2024 um 06:23
KlappentextWeiterlesen
Eigentlich möchte Polizeiinspektor Glebski nur Urlaub machen. Doch die anderen Hotelgäste, mit denen er im Hotel Zum verunglückten Bergsteiger untergebracht ist, entpuppen sich als ein Haufen schräger Vögel. Da wären unter anderem das Millionärsehepaar Moses, Brun, ein kleiner Junge – oder ein Mädchen (man weiß es nicht so genau), der unscheinbare Olaf Andvarafors und der vermeintlich lungenkranke Anwalt für Minderjährige namens Hinkus. Und als wäre das nicht genug, munkelt man, dass der Geist eines verunglückten Bergsteigers hier herumspukt. Fehlen nur noch Außerirdische und die Mafia. Aber die lassen auch nicht mehr lange auf sich warten …
Für diese Neuausgabe hat Erik Simon Originaltext mit Übersetzung genau abgeglichen, einen erheblichen fehlenden Teil ergänzt (die Übersetzung der deutschen Erstausgabe wurde anhand einer gekürzten, in Russland in einer Art Heftroman veröffentlichten Version angefertigt) und kleinere wie größere Fauxpas der Übertragung ausgebessert.
Ein schräger, witziger und rasanter Alien-Thriller – ein Muss für alle Leser der russischen Science-Fiction-Autoren.
Meine Meinung
Ich bin durch das Cover auf das Buch aufmerksam geworden, das mich direkt angesprochen hat! Dazu kam der witzige Titel und das kleine Hotel zwischen den beiden Bergtürmen, zusammen mit der Science Fiction Variante eines Thrillers, wobei man hier eher von einem Krimi sprechen muss, haben mich sehr neugierig gemacht.
Bei Büchern die schon etwas älter sind sollte man sich auf einen etwas anderen Schreibstil einstellen, als heute meist üblich ist und hier haben die Brüder Strugatzki auch definitiv einen ganz eigenen Rhythmus, an den man sich erst gewöhnen muss. Witzigerweise wirkt er trotz der etwas spröden Art sehr anschaulich und man fühlt sich direkt zurückversetzt in die damalige Zeit und zu dem Schauplatz. In die Einsamkeit der verschneiten Berge und den skurrilen Gästen ausgesetzt, mit denen es der Protagonist, Peter Glebski, zu tun bekommt.
Peter ist Polizeiinspektor und freut sich auf seinen lange überfälligen Urlaub. Fernab der Arbeit und der Familie möchte er einfach nur ausspannen, lange Ausflüge machen und abends am Kaminfeuer einen Cognac genießen.
Allerdings verhindern das die anderen Gäste, denn Peter befindet sich in einer äußerst ungewöhnlichen Gesellschaft von höchst eigentümlichen Figuren. Der alternde Zauberer du Barnstocre zum Beispiel mit seinem Neffen bzw. seiner Nichte - so genau weiß man das nicht... Der immer dröhnend lachende Simon Simonet, dessen Humor allerdings oft fehlschlägt, der voluminöse Herr Moses mit seiner zierlichen Frau, die die Männerherzen höher schlagen lässt - und zwei neue Besucher, die ebenfalls seltsame Anwandlungen haben.
Mit dem Wirt versteht sich der Inspektor aber sofort und bekommt von ihm auch direkt die mysteriösen Vorkommnisse präsentiert, die dieses Hotel heimsuchen. Merkwürdige Geräusche, verschwundene Gegenstände und seltsame Erscheinungen, die natürlich auf den verunglückten Bergsteiger und dessen Geist zurückzuführen sein sollen, der dem Hotel den Namen gegeben hat.
Die Einführung und das Sammeln der Gäste bzw. deren Vorstellung dauert etwas. Ich fand es aber durchaus interessant, alle erstmal kennenzulernen um dann, wenn der Mord passiert, besser einschätzen zu können, wer wohl als Täter infrage kommt.
Peter Glebski als Inspektor war natürlich sofort zur Stelle und die Ermittlungen wirkten spannend, wenn auch manchmal etwas verwirrend. Das kam durch die rätselhaften Umstände zustande, aber auch, weil ich manchmal selber etwas desorientiert war.
Da man von Anfang an weiß, dass man hier im Science Fiction Genre unterwegs ist, war meine Erwartungshaltung in der Richtung recht hoch, weshalb ich etwas enttäuscht war, dass man hier so spät darauf eingegangen ist. Es schürt natürlich auch die Spannung, weil man nicht weiß wie und warum, aber ich hätte mir in der Richtung doch noch etwas mehr erwartet.
Es ist definitiv eine außergewöhnliche Geschichte, die ihren Fokus vor allem auf die Charaktere legt, die absolut schrullig sind und in keine Schublade passen. Die Aufklärung des Mordes wirkt eher improvisiert und zieht sich etwas, wodurch das Ende fast ein bisschen zu kurz kommt. Insgesamt hatte ich aber viel Spaß an dieser ausgefallenen Story
"Ich glaube an alles, was ich mir vorstellen kann, Peter. An Zauberer, an den Herrgott, an den Teufel, Gespenster ... Fliegende Untertassen ... Wenn sich das menschliche Gehirn das alles vorstellen kann, dann existiert das alles irgendwo, wozu hätte das Hirn sonst diese Fähigkeit?"
Zitat Seite 37
Mein Fazit: 4 Sterne
Weltenwanderer
Ausgaben von Hotel Zum verunglückten Bergsteiger
Besitzer des Buches 4
Update: 10. April 2024 um 10:32




