Über Tyrannei

Buch von Timothy Snyder

  • Kurzmeinung

    Jean van der Vlugt
    Aufrüttelnd u dringlich m. schön patriotischem, zivilgesellschaftl. Pathos gegen Totalitarismus. Phänomenal illustriert!

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Über Tyrannei

Wir sind nicht klüger als die Menschen, die erlebt haben, wie überall in Europa die Demokratie unterging und Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus kamen. Aber einen Vorteil haben wir. Wir können aus ihren Erfahrungen lernen. „Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam.“ So lautet die erste von 20 Lektionen für den Widerstand, mit denen Timothy Snyder die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika vorbereitet auf das, was gestern noch unvorstellbar zu sein schien: einen Präsidenten, der das Gesicht der Demokratie verstümmelt und eine rechtsradikale Tyrannei errichtet. Doch nicht nur in den USA sind Populismus und autoritäres Führertum auf dem Vormarsch. Auch in Europa rückt die Gefahr von rechts immer näher – als ob es das 20. Jahrhundert und seine blutigen Lehren niemals gegeben hätte. Snyders historische Lektionen, die international Aufsehen erregt haben, sind ein Leitfaden für alle, die jetzt handeln wollen - und nicht erst, wenn es zu spät ist. Lektion 8: „Setze ein Zeichen.“ Dieses Buch tut es. Tun Sie es auch.
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Bewertungen

Über Tyrannei wurde insgesamt 7 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,1 Sternen.

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Meinungen

  • Aufrüttelnd u dringlich m. schön patriotischem, zivilgesellschaftl. Pathos gegen Totalitarismus. Phänomenal illustriert!

    Jean van der Vlugt

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Über Tyrannei

    Nicht ganz das, was ich erwartet hatte.
    Meine Meinung:
    Als ich das Büchlein in den Händen hielt, hatte ich eigentlich ein kleine aber feine allgemeine Abhandlung zu dem Thema erwartet.
    Erhalten habe ich Ratschläge wie man sich am besten verhalten sollte oder eben nicht verhalten sollte (mit jeweils weiteren Ausführungen dazu).
    Einige Thesen empfand ich fast schon als sehr banal.
    Ok, man könnte nun einwenden, dass nur weil etwas banal sei, es deswegen noch lange nicht weniger wahr wäre.
    Ja, das mag sein, und dem würde ich ebenfalls zustimmen.
    Aber es war halt nicht unbedingt das, was ich von dieser Lektionen-Sammlung erwartet hatte.
    So manches Mal hätte ich mir eine bessere textuelle Überarbeitung gewünscht, sowohl bzgl. des Schreibstils als auch um für mich als Leser klarer zu machen, wer wann in welcher Situation gemeint war.
    Ehrlich gesagt konnte ich mich nicht so ganz des Eindrucks erwehren, dass das Büchlein schnell noch rechtzeitig zu Beginn von Trumps Präsidentschaft herauskommen sollte – um dann später, falls die Präsidentschaft von Donald Trump auf irgendeine Weise schief laufen oder aus dem Ruder laufen sollte, dass man dann später sagen könne, dass man es damals in diesem Büchlein schon vorhergesagt bzw. davor gewarnt habe.
    Textauszüge:
    Kapitel 7:
    „Sei bedächtig, wenn du eine Waffe tragen darfst.
    Wenn du im Staatsdienst eine Waffe trägst, möge Gott mir dir sein und dich beschützen. Aber denk daran, dass zu den Übeln der Vergangenheit auch gehörte, dass Polizisten und Soldaten eines Tages plötzlich irreguläre Dinge taten. Sei bereit Nein zu sagen.“
    Kapitel 13:
    „Praktiziere physische Politik.
    Macht will, dass es sich dein Körper in einem Sessel bequem macht und deine Gefühle sich vor der Mattscheibe auflösen. Geh hinaus. Bewege deinen Körper an unvertraute Orte mit nicht vertrauten Menschen. Gewinne neue Freunde und marschiere gemeinsam mit ihnen.“
    Drei Sterne habe ich aber dann doch vergeben, da die weiterführenden Erläuterungen doch so manche gute Stelle aufweisen konnten.
    „Hätten sich Juristen an die Norm gehalten, dass es ohne Prozess keine Hinrichtung gibt, hätten Ärzte die Regel akzeptiert, dass ohne Zustimmung des Patienten keine Behandlung möglich ist, hätten Unternehmer das Verbot der Sklaverei beachtet, hätten sich Bürokraten geweigert, den Papierkram in Sachen Mord zu erledigen, dann hätte sich das NS-Regime viel schwerer damit getan, die Gräueltaten zu begehen, für die es uns in Erinnerung geblieben ist.“ (S. 39)
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  • Rezension zu Über Tyrannei

    Ich möchte noch etwas ergänzen, ohne aber die Rezension, wie sie oben steht, nachträglich nochmals zu verändern.
    Snyder hat auf seiner 20-Punkte-Liste einen Punkt, der mir eminent wichtig erscheint: passt auf eure Sprache auf. Er nennt es "Achte auf gefährliche Wörter!" Eben habe ich einen Artikel in einer Zeitung gelesen, wie Trumps Regierung und andere, z.B. Erdogan, offenbar gezielt und bewusst Worte einsetzen, die eigentlich ungeheuerlich sind, an die wir uns aber wohl gewöhnen sollen. Man befinde sich in einem "Krieg" mit der Presse. Jeder, der gegen die Meinung der Regierung stehe, sei "ein Feind des Volkes". Man befinde sich in einem globalen Krieg. Andersdenkende werden als "böse Menschen" bezeichnet. Steve Bannon verkündete offen, er strebe die "Zerstörung des Staates" an, die Zerstörung des Establishments. Und so weiter und so fort. Wir kennen alle diese Tiraden aus den Medien.
    Ungeheuer gefährlich daran ist, dass sie durch die ständige Wiederholung langsam in die Köpfe der Menschen einsickern und man sich daran gewöhnt, es nicht mehr schlimm findet und nicht mehr entsetzt darüber ist. Auf einmal ist ein Mensch, der eine andere Meinung hat als ich, nicht einfach jemand, der anders denkt, sondern jemand, der böse ist. Auf einmal betrachtet man andere als Feinde, weil wir angeblich im Krieg mit ihnen stehen. Sprache verändert die Welt. Sprache verändert uns, unser Denken, unser Reagieren, unsere Gefühle.
    Ein solcher manipulativer, aggressiver Gebrauch von Sprache hat eine enorme Eigendynamik, und diejenigen, die eine solche Sprache permanent benutzen und gezielt einsetzen, wissen das. Deshalb ist Snyders Aufforderung, wir sollen auf unsere Sprache aufpassen, in meinen Augen von großer, hellsichtiger Bedeutung.
    Vielleicht ist das sogar einer der Punkte, die wir alle am leichtesten umsetzen könnten, ohne uns groß dafür anstrengen zu müssen. Aufpassen, was man wie sagt. Gegenreden, wenn jemand Menschen als "böse" bezeichnet, die schlicht nur eine andere Meinung vertreten. Die Dinge beim Namen nennen. Wir befinden uns nicht im Krieg mit den Medien, mit dem Globalismus, mit sonstwem, sondern wir müssen uns damit auseinandersetzen, darüber diskutieren. Man darf sich nicht durch Sprache in einen gedanklichen Krieg, mit wem oder was auch immer, zwingen lassen!
    Gerade für uns hier, die wir gern und viel lesen und mit Sprache umgehen, ist das etwas, was wir täglich machen können und wo man auch aktiv "Widerstand gegen die Tyrannei", um Snyders Titel nochmals zu zitieren, leisten kann.
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Ausgaben von Über Tyrannei

Taschenbuch

Seitenzahl: 127

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 128

Hörbuch

Laufzeit: 00:01:48h

Über Tyrannei in anderen Sprachen

  • Deutsch: Über Tyrannei (Details)
  • Englisch: On Tyranny: Twenty Lessons from the Twentieth Century (Details)

Besitzer des Buches 6

Update:

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