Der Teufel im Glas

Buch von Natalie Mesensky

Cover zum Buch Der Teufel im Glas

Titel: Der Teufel im Glas

5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Band 2 der

Verlag: Gmeiner

Format: E-Book

Seitenzahl: 256

ISBN: 9783839250860

Termin: Juli 2016

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Teufel im Glas

Wien. In der Michaelergruft wird die Leiche eines Priesters gefunden. Erschlagen und auf dem Boden festgenagelt. Gibt es eine Verbindung zu dem Geistlichen, dessen Leiche die Archäologin Anna Grass kurz zuvor in einem mittelalterlichen Grab entdeckt hat? Major Paul Kandler glaubt nicht daran, doch Annas Bauchgefühl sagt ihr, dass Professor Kolma, ein prominenter Wiener Psychiater, etwas mit den Morden zu tun hat. Couragiert folgt sie ihrer Ahnung und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur ...
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Serieninfos zu Der Teufel im Glas

Der Teufel im Glas ist der 2. Band der Archäologin Anna Grass Reihe. Diese umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2015. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2016.

Bewertungen

Der Teufel im Glas wurde bisher einmal bewertet.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Teufel im Glas

    • 16. April 2025 um 07:17
    Der Teufel ist nicht im Glas, sondern in jedem von uns .... Gemeinsam mit Pater Johannes macht Archäologin Anna Grass bei der Umbettung von Skeletten in der Michaelerkriche eine grausliche Entdeckung: zwischen den alten Knochen ist die frische Leiche eines Priesters vergraben. Noch dazu in einer unüblichen Haltung - bäuchlings, mit einem Stein im Mund und zur Fica gekrümmten Hand.
    Major Paul Kandler ermittelt wieder und kann dem Gerede über „Wiedergänger“ und ähnlichem nichts abgewinnen. Doch als dann ein weiterer Priester tot aufgefunden wird – diesmal auf den Fußboden genagelt, zieht Kandler auf Wunsch des Sektionschefs Zeller sowohl Anna, als Spezialistin für alte Bestattungsriten und Prof. Kolma als Psychiater bei.
    Die Zusammenarbeit Annas mit Kolma gestaltet sich schwierig, weil auch der Professor Geheimnisse zu haben scheint und sich die Archäologin von ihm bedrängt fühlt.
    Als dann noch Annas Schwager Hans auf den Plan tritt und sie mit Kolmas Mutter bekannt macht, scheint es eine Verbindung in längst vergangen geglaubte Tage zu geben.
    Was haben die Familie Kolma und die Familie ihres Schwagers zu vertuschen? Und wie passt Pater Johannes, der sanftmütige, der auf Kolma ungewöhnlich reagiert, dazu?
    Meine Meinung:
    Natalie Mesensky hat wieder einen psychologisch gut aufgebauten Krimi geschrieben. Geschickt vermengt sie Gegenwart mit Vergangenheit. Vertuschen ist wieder einmal angesagt im schönen Wien. Menschen, durch Familiengeheimnisse aneinander gekettet, finden manchmal nur extreme Auswege, mit dem Erlebtem fertig zu werden.
    Prof. Kolma ist so ein Charakter. Von der grausamen, alten Mutter drangsaliert („Manche Linien müssen einfach aussterben. S.XX), von den eigenen Dämonen gejagt und immer im Schatten des übermächtigen Vaters stehend, vollzieht er letztlich sein eigenes Schicksal.
    Auch unsere Anna hat es nicht leicht. Im Vorgängerband („Im Namen der Venus“) einem Serienmörder gerade noch entkommen, ist sie an Körper und Geist noch rekonvaleszent. Doch statt in ihrer eigenen Familie Unterstützung zu finden, wird ihr angeknackstes Selbstvertrauen („du kannst nie pünktlich sein. Du bist das schwarze Schaf der Familie, etc.) weiter untergraben. Rückhalt findet sie nur in ihrem Freundeskreis zu dem Paul Kandler, Dr. Bauer und Ines, blöderweise die Tochter von Pauls Sektionschef, zählen.
    Interessant sind die Verstrickungen der einzelnen Familien bzw. Generationen mit- und untereinander. Man könnte glauben, dass Wien, die Hauptstadt Österreichs mit knapp 2 Mio Einwohnern, ein kleines Dorf ist. Allerdings ist es schon klar, dass sich im Umfeld der „Hietzinger Cottage Gesellschaft“ immer wieder dieselben Leute über den Weg laufen. Man will ja unter sich bleiben und „keine armen Leute hier wohnen haben“ (oh-Ton der kleinen Nichte Beatrice-Sophie).
    Mir gefällt die subtile Art der Autorin das aktuelle Wien dazustellen. Die Kolmas und Steiners sind noch immer nicht ausgestorben. Sie tragen ihr oft reaktionäres Gedankengut in die nächste Generation weiter.
    Auch das Motiv der Titel gebenden kleinen Figur ist sehr einprägsam. Da lässt sich so etwas wie „Schuld und Sühne“ ableiten und gibt dem Ganzen etwas Mystisches.
    Schön die Beschreibung des Karmeliterviertels. Das Haus, das als Vorbild für Kolmas Domizil gilt, kenne ich. Der Dachausbau ist wirklich scheußlich.
    Kandler und Dr. Bauer wirken manchmal wie ein lange verheiratetes Ehepaar. Dass Paul grantelt ist für mich nicht verwunderlich, bekommt er doch von seiner Gattin, Psychologin Rosa, nur „G’sundes“ zum Essen. Selbst im Gasthaus wird Paul von Rosa bevormundet. Doch wie wir wissen, „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. In diesem Zusammenhang ist in der Leserunde auch der Begriff „Essenskastration“ gefallen, der Pauls Situation auf den Punkt bringt.
    Ich gehe nun davon aus, dass es noch mindestens einen Krimi mit Anna und Co geben wird, ist doch Dr. Bauer in Anna verschossen. Doch auch Paul und Anna sind einander - noch in aller Form – zugeneigt. Was wäre, wenn Paul sich von Rosa trennt und gemeinsam mit Anna einen Neuanfang wagt?
    Fazit:
    Gerne gebe ich diesem vielschichtigen Krimi, dessen Hintergründe in die Vergangenheit führen, 5 Sterne.
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Ausgaben von Der Teufel im Glas

Taschenbuch

Cover zum Buch Der Teufel im Glas

Seitenzahl: 280

E-Book

Cover zum Buch Der Teufel im Glas

Seitenzahl: 256

Besitzer des Buches 2

Update: 16. April 2025 um 07:17