Furries

Buch von Colja Nowak

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Furries

    Colja Nowak - Furries
    Inhalt:
    Furries ist ein bluttriefender, sadistischer Genrebastard aus Splatterpunk, Transgressive und Bizarro Fiction. Es entführt einen auf einen verstörenden Kurztrip in eine groteske Welt, die von einer erschreckenden Mischung aus Sarkasmus und Empathie charakterisiert wird. Das hier ist kein plumper Horror, keine einfache Satire, es ist mehr, man wird lachen, weinen und sich angewidert abwenden.
    Begleitet Foxy Hotcheeks beim Cruising in einem Hamburger Park.
    Drei deutsche Terroristen wollen vor dem großen Anschlag noch auf eine spirituelle Reise in den Rocky Mountains gehen, es läuft nicht alles nach Plan.
    Luscious Cottontail möchte sich bei einer Sexparty, in einem noblen Hamburger Elbvorort, endlich selbst verwirklichen. Cecilia und Leonie wollen Berühmtheit um jeden Preis.
    (Q Amazon)
    Autor:
    Colja Nowak wurde in Hamburg, Deutschland geboren und lebt bis heute dort. Nachdem seine Mutter ihm als Jugendlicher eine Ausgabe von "American Psycho" besorgte, hatte er den Wunsch eines Tages selber ein Buch zu veröffentlichen, das sollte aber noch viele Jahre dauern.
    In seinen Zwanzigern genoss er das Leben ausgiebig und sammelte viele Erfahrungen, die später in seine Werke einflossen.
    2016 erschien sein erstes Buch "Ausgebrannt" und drei Kurzgeschichten, die in der Sammlung "Furries" veröffentlicht wurden.
    Er selber ordnet seine Veröffentlichungen in den Kategorien Transgressive Fiction, Satire und Splatterpunk ein.
    (Q Amazon)
    Meinung:
    Im Grunde ist mit den ersten Sätzen der Inhaltsangabe schon alles über dieses Büchlein gesagt. Aber ich werde mal versuchen diese Einschätzung noch etwas in meine Worte zu fassen.
    Das kleine Büchlein umfasst 37 elektronische Seiten und es beinhaltet 3 Kurzgeschichten. Alle drei Kurzgeschichten beschäftigen sich mit Menschen, die sich in Fell kleiden. Manche freiwillig, um ihren kleinen Fetisch zu befriedigen, andere eher gezwungenermaßen.
    Das Genre der Erzählungen ist irgendwo zwischen Bizzaro-Fiction, Horror und sehr schwarzem Humor / Satire einzuordnen.
    Die drei enthaltenen Geschichten sind
    Furries - Eine Ostergeschichte
    Die Ballade von Foxy Hotcheeks und
    Die Waldbraut.
    Eine kurze Inhaltsangabe zu diesen drei Kurzgeschichten gibt bereits die Buchbeschreibung, somit werde ich, auch wegen der Kürze der Geschichten, nicht weiter darauf eingehen.
    Colja Novak hat hier drei wunderbar knackige, abgedrehte, irgendwie lustige aber auch verstörende Geschichten zu Papier gebracht. Auf der einen Seite sind die Geschichten urkomisch und man könnte in schallendes Gelächter ausbrechen, doch auf der anderen Seite möchte man sich angewidert abwenden und Herrn Nowak eine Therapie ans Herz legen. (Das soll hier nicht negativ gemeint sein.)
    Sicher ist, dass diese Geschichten nur Menschen gefallen werden, die eine große Toleranz zum Thema Blut und Abartigkeiten mitbringen, aber auch müssen sie einen sehr makaberen Sinn für Humor haben, denn man kann den Geschichten, insbesondere der Dritten, ihre satirische Seite nicht abstreiten. Wobei natürlich auch die anderen beiden Geschichten einen sehr schwarzen Humor mitbringen. Gerade bei der ersten Geschichte kommt auch noch ein sehr starker Gefühlsanteil hinzu.
    Man könnte meinen, dass die Mischung aus Gefühlen, schwarzem Humor, Gewalt, Wahnsinn und Satire nicht funktioniert, doch Nowak hat hier drei unterhaltende Geschichten geschaffen, die irgendwo zwischen Wahnsinn und Slapstick stecken.
    Schade fand ich nur, dass nur die beiden ersten Geschichten etwas zusammengehören, die Dritte aber völlig allein steht. Nach den ersten beiden Geschichten, hatte ich mich schon auf eine weitere in dieser Art gefreut, wurde dann aber mit den 'Terroristen' überrascht. Zwar ist diese Story nicht schlecht und lädt sogar noch mehr zum Lachen ein als die beiden Ersten, aber ich hatte eine andere Geschichte erwartet.
    Wenn man die Geschichten einzeln betrachtet, dann würde für mich die Ostergeschichte an erster Stelle stehen. Diese war definitiv die beste.
    Erst ein gutes Stück nach der Nr. 1 würde ich die Waldbraut ansiedeln und knapp dahinter Foxy Hotcheeks.
    Für mich haben sich die kleinen Geschichten jedenfalls gelohnt und ich werde mir Colja Nowak merken. Gedanken um meinen Geisteszustand werde ich mir nicht machen, zwar überrascht es mich immer wieder, dass gerade solch Geschichten einen hohen Unterhaltungswert für mich haben, aber diese Beurteilung überlasse ich gern anderen.
    Wenn mich jemand auf die Schnelle nach einem Vergleich zu Nowak fragen würde, würde ich, mit meinem kleinen literarischen Wissen, wohl sagen dass es eine Mischung aus Mellick, Lee und Strand ist. Lee ist hierbei für die Abartigkeiten zuständig, Mellick für das Abgedrehte und Strand steuert einen riesigen Haufen voller schwarzen Humor hinzu.
    Fazit:
    Furries sind drei kurze, knackige, plüschige, niedliche, humorvolle, abgedrehte, gefühlvolle, verstörende, wahnsinnige, blutige, abartige Geschichten, die sicherlich nicht jedem gefallen werden.
    Mir haben sie gefallen und ich werden Novak im Auge behalten.
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Ausgaben von Furries

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Seitenzahl: 37

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