Erzherzogin Sophie: Die starke Frau am Wiener Hof. Franz Josephs Mutter. Sisis Schwiegermutter

Buch von Anna Ehrlich, Christa Bauer

Cover zum Buch Erzherzogin Sophie: Die starke Frau a...

Titel: Erzherzogin Sophie: Die starke Frau a...

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4,5 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Verlag: Amalthea Signum Verlag

Format: E-Book

Seitenzahl: 344

ISBN: 9783903083103

Termin: Januar 2016

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Erzherzogin Sophie: Die starke Frau am Wiener Hof. Franz Josephs Mutter. Sisis Schwiegermutter

»Leider wird nicht von jenen, die mich kennen, Geschichte gemacht! Und es ist ein böses Gefühl, zu bedenken, dass selbst bis über das Grab hinaus die üble Nachrede dauert.« Man nannte Erzherzogin Sophie die heimliche Kaiserin, den bösen Geist und den einzigen Mann bei Hof, aber auch eine bigotte Frömmlerin und politische Intrigantin. Seit der »Sissi«-Filmtrilogie von Regisseur Ernst Marischka aus den 1950er-Jahren haftet ihr darüber hinaus der Ruf der bösen Schwiegermutter Kaiserin Elisabeths an. So entstand ein widersprüchliches, meist negatives Bild der intelligenten Frau. Dieses Buch zeichnet auf der Grundlage einer Fülle von Äußerungen Sophies, überliefert in ihren Tagebüchern und Briefen, und Mitteilungen ihrer Zeitgenossen ein neues Bild der Mutter Franz Josephs. Als überaus engagierte Mutter leitete sie die Erziehung des künftigen Kaisers Franz Joseph und wurde damit zur Weichenstellerin für seinen Charakter und sein Weltbild. Besuchen Sie auch die Website zum Buch: erzherzoginsophie.at Mit zahlreichen Abbildungen
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Bewertungen

Erzherzogin Sophie: Die starke Frau am Wiener Hof. Franz Josephs Mutter. Sisis Schwiegermutter wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Meinungen

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Erzherzogin Sophie: Die starke Frau am Wiener Hof. Franz Josephs Mutter. Sisis Schwiegermutter

    • 26. Oktober 2023 um 11:26
    Das Leben einer ehrgeizigen und starken Frau ...Erzherzogin Sophie ist vor allem durch ihr Image als „Böse Schwiegermutter“ bekannt. Doch war sie das wirklich?
    Die beiden Autorinnen Anna Ehrlich und Christa Bauer versuchen ein differenzierteres Bild von Kaiser Franz Josephs Mutter zu zeichnen.
    Wer war sie nun?
    Die 1805 geborene Tochter von Maximilian I. von Bayern und seiner Gemahlin Prinzessin Karoline von Baden wuchs im, von Napoleon neu geschaffenen Königreich Bayern auf. Sie wurde 1824 aus rein dynastischen Gründen mit Erzherzog Franz Karl, dem zweiten Sohn Kaiser Franz II./I. verheiratet.
    Sophie ist politisch interessiert und sehr ehrgeizig. Ihrem Gemahl ist sie geistig weit überlegen. Der eine oder andere Schachzug erregt sogar die Aufmerksamkeit von Staatskanzler Metternich. Als Kind, eines durch die Revolutionskriege zum König erhobenen Fürsten, fürchtet sich nichts mehr wie Umsturz und Machtverlust. Diese Angst wird ihr Handeln zeitlebens vorantreiben. Ihrem Ehrgeiz opfert sie alles: Ihren Mann, ihre eigene Person und ihre Kinder.
    Obwohl sie ihre Söhne Franz Joseph, Maximilian, Carl Ludwig und Ludwig Viktor (die einzige Tochter stirbt bereits als kleines Kind) abgöttisch liebt, unterwirft sie vor allem Franz Joseph einem Erziehungsprogramm, das schon beinahe als Kindesmisshandlung gelten muss: Ein Sechsjähriger, der eine 50-60 Stunden Woche hat?
    Heute würde man sie als „Helikopter-Mutter“ bezeichnen, die sich in alles einmischt und den Kindern keinen Freiraum lässt.
    Zur Höchstform läuft Sophie auf, als klar wird, dass der neue Kaiser Ferdinand kaum in der Lage ist, die Regierungsgeschäfte zu führen. Zuvor noch einer Meinung mit Metternich entfremden sich die beiden als der Staatskanzler „quasi ohne Kaiser“ regieren will.
    Bei der Niederschlagung der Revolutionen im März bzw. Oktober 1848 spielt Sophie eine etwas undurchsichtige Rolle. Auf der einen Seite ist sie strikt gegen eine Modernisierung der Monarchie und auf der andern flieht sie beide Male mit der Familie.
    Letztlich zwingt sie gemeinsam mit einigen Getreuen Ferdinand zu Abdankung und ihren Mann zum Thronverzicht. Nun ist der Weg frei für den knapp 18-jährigen Franz Joseph.
    Sophie mischt sich weiter in das politische Geschehen ein und hier muss man dem Kaiser (und seinen Beratern) den Vorwurf machen, dass er sich das gefallen lässt.
    Ihr nächstes großes Vorhaben: Die standesgemäße Hochzeit des Kaisers. Ihre Nichte Elisabeth ist nicht die erste Wahl, aber Franz Joseph setzt hier (erstmals?) seinen Willen durch.
    Die Geschichte ist bekannt – Tante und Nichte können einander nicht leiden. Sophie ist zwar nicht das „Schwiegermonster“ wie uns immer wieder suggeriert wird, doch die noch immer ehrgeizige Frau glaubt, in der blutjungen Elisabeth eine weitere Schachfigur in ihrem Spiel zu haben. Die Zores sind vorprogrammiert, da Elisabeth keine ordentliche Ausbildung zur Kaiserin erhalten hat und sich dem Wiener Hof nicht unterordnen kann oder will.
    Erst gegen Ende ihres Lebens wird sich Sophie langsam aus der Politik zurückziehen. Sie erlebt tief enttäuscht die vielen Niederlagen der Österreichischen Armee, die Krönung Maximilians zum Kaiser von Mexiko und dessen Hinrichtung 1867 sowie den Ausgleich mit Ungarn. 1867 ist für Sophie das „annus horribilis“.
    Meine Meinung:
    Gleich vorab sei gesagt, dass für diejenigen, die eine besondere Beleuchtung des Verhältnisses „Sophie/Elisabeth“ erwartet haben, wenig Neues in dieser Biografie aufgedeckt worden ist.
    Dieses Kapitel ist in Relation zu den Schilderungen der Erzherzogin und ihrem Umfeld eher kurzgehalten.
    In vielen Zitaten, Tagebuchauszügen versuchen die Autorinnen, Sophies Rolle als politische Strippenzieherin in den Vordergrund zu rücken. Dieser Eindruck gelingt mühelos und manchmal muss ich über ihren Ehemann Franz Karl den Kopf schütteln.
    Gut hat mir die Darstellung der Epoche gefallen, die von den Napoleonischen Kriegen und der Restauration geprägt war. Details aus dem Metternich’schem Überwachungsstaat sowie die Auflehnung dagegen sind gut in die Biografie eingearbeitet.
    Auffallend ist, dass die erste Lebenshälfte viel detaillierter beschrieben ist als die zweite. Was wohl diesen Bruch in der Arbeit der Autorinnen hervorgerufen hat? Ich finde es schade, dass hier ein recht jähes Ende ohne die penible Einarbeitung von Feinheiten wie zu Beginn des Buches zustande kommt.
    Obwohl ich mich in der Genealogie des Hauses Habsburg recht gut auskenne, fehlt ein Stammbaum hier recht deutlich. Die Verwandtschaftsverhältnisse ließen sich da besser darstellen. Denn die wenig kreative Namensgebung der Herrscherhäuser (Franz, Maximilien, Sophie, Caroline etc.) bringen nicht so versierte Leser gehörig ins Schwitzen. Das häufige Blättern im Internet schmälert das Lesevergnügen.
    Mit ihrer Einschätzung, die sie in ihren letzten Lebensjahren Gräfin Helene von Erdödy mitteilt, hat Sophie recht:
    „Leider wird nicht von jenen, die mich kennen, Geschichte gemacht! Und es ist ein böses Gefühl, zu bedenken, dass selbst bis über das Grab hinaus die üble Nachrede dauert.“
    Eine starke Frau war Erzherzogin Sophie jedenfalls.
    Fazit:
    Für Kenner der Materie gibt es zwar einige interessante Details aus dem Umfeld Sophies, über die Person erfahren wir wenig Neues. Daher nur 4 Sterne.
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  • Rezension zu Erzherzogin Sophie: Die starke Frau am Wiener Hof. Franz Josephs Mutter. Sisis Schwiegermutter

    • 5. Februar 2017 um 16:40
    Ich habe dieses Buch für die Monats-Challenge im Februar geplant und damit gerechnet, es über den ganzen Februar langsam zu lesen, weil ich für Sachbücher / Biographien immer länger brauche als für Romane. Aber ich bin nach drei Tagen schon fertig, weil ich es kaum aus der Hand legen konnte. Es ist sehr gut geschrieben - überhaupt nicht trocken! - und bringt dem Leser Sophie sehr nahe, wobei ein faires, aber nicht verherrlichendes Bild dieser oft diffamierten Frau gezeichnet wird.
    Sehr beeindruckend finde ich Sophies Liebe und Fürsorge für ihre Söhne, die zur damaligen Zeit und in hochadeligen Kreisen äußerst ungewöhnlich war. Die warme harmonische Atmosphäre sowohl in Sophies Herkunftsfamilie als auch in ihrer eigenen Familie wird sehr anschaulich vermittelt. In diesem Zusammenhang haben mir auch die Zitate aus den Originalquellen (Briefe und Tagebücher Sophies, Beobachtungen von Persönlichkeiten aus dem Umfeld) sehr gefallen.
    Auch die politischen Verhältnisse haben die beiden Autorinnen einfach und (für Politiklaien wie mich) gut verständlich erklärt. Sophies konservative Haltung und Abneigung gegen Reformen wird vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen im Jahr 1848 weitgehend nachvollziehbar.
    Ihre Beziehung zu ihrer exaltierten Schwiegertochter Elisabeth ("Sisi") war wohl tatsächlich nicht die beste, wobei das offensichtlich eher an Elisabeth lag, die sich ständig kontrolliert fühlte. Man kann wohl konstatieren, dass die beiden Frauen von ihrer Lebenseinstellung überhaupt nicht zusammenpassten und Elisabeth als Kaiserin eine krasse Fehlbesetzung war. Sophie hat im Umgang mit ihr Fehler gemacht, allerdings nicht in böser Absicht: Man könnte sagen "Gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht.".
    Insgesamt finde ich Sophie mit ihren vielen Stärken und positiven Seiten und ihren nicht ganz so vielen Schwächen ( z.B. die geradezu absurde Ablehung der Ungarn) ausgewogen dargestellt, dieses Werk lässt ihr Gerechtigkeit widerfahren. Im Übrigen werden auch ihr Schwager Ferdinand und ihr Mann Franz Karl, die oft als eine Art bedeutungsloser Trottel wahrgenommen werden, hier mehr gewürdigt.
    Eine einzige Sache muss ich allerdings kritisieren und dafür auch einen halben Stern von der Höchstbewertung abziehen: Das Buch enthält keinen Familienstammbaum, weder von Sophies Ursprungsfamilie noch von den Habsburgern. Gerade angesichts der vielen Namen in der ausgedehnten Familie ist das ein wesentlicher Nachteil, der bei einer eventuellen weiteren Auflage korrigiert werden sollte.
    Davon abgesehen kann ich für diese gut recherchierte und flüssig geschriebene Biographie für alle Leser mit Interesse an den Habsburgern nur eine uneingeschränkte Leseempfehlung vergeben.
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  • Rezension zu Erzherzogin Sophie: Die starke Frau am Wiener Hof. Franz Josephs Mutter. Sisis Schwiegermutter

    • 27. Oktober 2016 um 16:28
    […]
    So sehen das auch die beiden Autorinnen, liebe €nigma!
    Eigentlich war ja Sisis Schwester Helene als Kaiserbraut vorgesehen, die man im Hinblick darauf auch etwas standesgemäßer erzogen hat.
    Sophie kommt mir, nach dieser Biografie zu urteilen, gar nicht so verknöchert vor. Im Hinblick auf den Ehemann, den man ihr zugedacht hat, hat sie sich mit ihren 19 Jahren doch recht tüchtig geschlagen. Dabei darf man nicht vergessen, dass sie andauernd schwanger war; wenn ich mich recht erinnere in den ersten 10 Jahren neunmal. Das ist schon alles miteinander eine Belastung, die nicht so ohne war.
    Und auch im 1848-er Jahr hat sie genau die richtigen Weichen gestellt, um noch einmal zu retten, was zu retten war. Von ihrem kaiserlichen Schwager und ihrem Ehemann war ja nicht viel zu erwarten.
    In den späteren Jahren fand ich Sophie ebenfalls sehr sympathisch, stets besorgt um ihre Familie, aber eben auch sehr direkt in ihrer Meinungsäußerung.
    Die 16-jährige Sisi war vielleicht noch in der Pubertät, als sie verheiratet wurde, und hat prinzipiell jedes Wort ihrer Schwiegermutter als Kritik aufgefasst, selbst, wenn es gut gemeint war. Böse gesinnt war ihr Sophie sicher nie, und im Laufe der Jahre konnte sie sie eben wegen ihrer Pflichtvergessenheit immer weniger verstehen.
    Sophie sah im Kaiserhaus eine gottgegebene Institution, in der jedes Mitglied seinen Platz einzunehmen und auch auszufüllen hat, und diese Auffassung hat ja auch Franz Joseph sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen, und sich ein Leben lang daran gehalten.
    Ist eine sehr gute Darstellung, an der Du bestimmt Deine Freude haben wirst, €nigma!
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Ausgaben von Erzherzogin Sophie: Die starke Frau am Wiener Hof. Franz Josephs Mutter. Sisis Schwiegermutter

Hardcover

Cover zum Buch Erzherzogin Sophie: Die starke Frau a...

Seitenzahl: 304

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Seitenzahl: 344

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Update: 31. August 2025 um 08:09