In the Pines

Buch von Erik Kriek

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu In the Pines

Seit langem gelten die „Murder Ballads“ als Herzstück der amerikanischen Folkmusik. Traditionell bewegen sich diese Songs zwischen Fiktion und Wirklichkeit, erzählen von Verbrechen, Mord und ähnlichen Gräueltaten. Diese rohen Erzählungen von Liebe und Verrat, von Rache und Tod, werden von Generation zu Generation weitergetragen. Sie sind wie dunkle Shortstories im Gewand populärer Musik - unter anderem interpretiert von Johnny Cash oder Nick Cave. Der ideale Ausgangspunkt für eine Sammlung von Horror-Comics. In seiner düsteren Geschichtensammlung In the Pines wählt der niederländische Zeichner und Autor Erik Kriek fünf dieser „Murder Ballads“ als Inspiration für fünf außergewöhnliche und schaurige Erzählungen, die stets das Böse im Menschen suchen.
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Bewertungen

In the Pines wurde bisher einmal bewertet.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu In the Pines

    Erik Kriek, ein niederländischer Zeichner und Designer, hat bereits mit seiner H.P. Lovecraft Graphic Novel-Adaption Vom Jenseits und andere Erzählungen bewiesen, dass er nicht nur ein Faible, sondern auch ein Händchen für das Abgründige und Abseitige hat. Nun hat er sich mit In the Pines dem Genre der Mörderballaden - auch Moritaten genannt - zugewandt. Moritaten, die im wahrsten Sinne des Wortes von „Mordstaten“ handeln, basieren meist auf tatsächlichen Ereignissen, die häufig aus Sicht des Mörders geschildert werden und dabei dessen Schuld und manchmal auch Reue thematisieren.
    In the Pines befasst sich mit den folgenden fünf Mörderballaden:
    Pretty Polly and the Ship’s Carpenter (englische Folk-Ballade, vermutlich aus dem 18. Jahrhundert) The Long Black Veil (Marijohn Wilkin, 1959) Taneytown (Steve Earle, 1997) Caleb Meyer (Gillian Welch, 1998) Where the Wild Roses Grow (Nick Cave, 1996) Interessanterweise hält Kriek sich nicht an die ursprünglichen Fassungen dieser Balladen, sondern benutzt sie lediglich als Ausgangspunkt, um etwas Neues zu erschaffen: Mal ist es nur ein einzelnes Panel, dass das Geschehen in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt. Oder aber er rückt einen in der ursprünglichen Version eher unbedeutenden Aspekt in das Zentrum des Geschehens. In einem Fall fügt er der Geschichte eine Wendung hinzu; in einem Anderen dichtet er sie sogar komplett um. Dabei verwendet er erstaunlich wenig Sprache, sondern lässt seine ausdrucksstarken Zeichnungen für sich sprechen. Diese erinnern an Holzstiche mit starken Linien, wobei jede Mörderballade mit einer anderen pastellartigen Schmuckfarbe unterlegt ist.
    Neben den eigentlichen Mörderballaden enthält In the Pines auch einen Essay des niederländischen Musikjournalisten Jan Donkers, der die Hintergründe dieses Genres beleuchtet und dabei auch auf die Entstehungsgeschichte der ursprünglichen Fassungen eingeht.
    Und dann liegt dem Comicalbum noch ein ganz besonderer Bonus bei: Eine CD, auf der die niederländische Band The Blue Grass Boogiemen die fünf Mörderballaden und das titelgebende In the Pines (auch als Where did you go last night bekannt) eingespielt haben - Erik Kriek singt einige der Stücke sogar selbst!
    Für mich ist In the Pines eine rundum gelungene Graphic Novel, die mich sowohl mit ihren außergewöhnlichen Zeichnungen als auch der nicht ganz alltäglichen Thematik beinahe auf Anhieb überzeugt hat.
    Daher gibt es von mir:
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Besitzer des Buches 1

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