Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

Buch von Silvia Stolzenburg

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

Der elfjährige Waisenjunge Jona ist ein Bettler. Ein Bettler und ein Dieb. Als er im Februar 1409 in Nürnberg ankommt, ist sein Leben kaum mehr einen Pfifferling wert. Es ist eiskalt, und er ist nur noch Haut und Knochen. Jona kann sein Glück kaum fassen, als ihm ein reicher Städter etwas zu essen und ein Lager für die Nacht anbietet. Allerdings fordert dieser dafür eine, wie er sagt, harmlose Gegenleistung. Jona willigt ein. Und gerät damit in einen Strudel aus Täuschung und Gewalt, in den schon bald auch die Salbenmacherin Olivera hineingezogen wird, die den Bettelknaben halb totgeschlagen in ihrem Hinterhof findet ...
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Serieninfos zu Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

Die Salbenmacherin und der Bettelknabe ist der 2. Band der Die Salbenmacherin Reihe. Sie umfasst 6 Teile und startete im Jahr 2015. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2021.

Über Silvia Stolzenburg

Die deutsche Autorin Silvia Stolzenburg wurde 1974 geboren. Ihre frühe Liebe als Kind zu Büchern spiegelt sich auch in ihrer Dissertation wieder, in der die erfolgreiche Bestsellerautorin sich 2006 in englischer Sprache mit der Welt der englischen Bestseller und dem Buchmarkt der 1990er Jahre auseinandersetzte. Mehr zu Silvia Stolzenburg

Bewertungen

Die Salbenmacherin und der Bettelknabe wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 5 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

    Die Autorin (Quelle: Amazon)
    Biografie
    Warum eigentlich nicht selbst Romane schreiben? Eine Frage, die sich sicherlich jeder schon das eine oder andere Mal gestellt hat. Genauso ging es mir im Jahr 2006, als ich meine Dissertation über Bestseller und Buchmarkt an der Universität Tübingen eingereicht hatte, wo ich Anglistik und Germanistik studiert habe. Folglich ging es los, Ideen wurden gesucht, wieder verworfen, neu zusammengestellt, bis schließlich - ein Jahr später - das erste Manuskript aus dem Drucker kam.
    Und dann wurde es spannend. Agentur, Verlag, alles nicht so einfach, aber im Oktober 2010 war es dann endlich soweit und das lang ersehnte Paket mit den Vorabexemplaren meines ersten historischen Romans, "Die Launen des Teufels", stand vor der Tür. Band zwei, "Das Erbe der Gräfin", ist im Frühjahr 2011 erschienen, Band drei, "Die Heilerin des Sultans" folgte im Januar 2012. Alle drei Bände spielen in oder um Ulm (Ulm-Trilogie), es dreht sich um Bürger, Barfüßer und Beginen, das Münster, Liebe, Macht, Intrigen und vieles mehr. Die Fortsetzung der Ulm-Trilogie, die beiden Romane "Der Teufelsfürst" und "Das Reich des Teufelsfürsten", sind 2013 und 2014 erschienen.
    Außerdem gibt es einen Zweiteiler um Richard Löwenherz ("Schwerter und Rosen" und "Im Reich der Löwin") und einen Roman, der im Venedig des 15. Jahrhunderts spielt ("Töchter der Lagune").
    Im August 2015 macht "Die Salbenmacherin" den Auftakt zu einer neuen Reihe um die junge Heilerin Olivera, die es aus dem fernen Konstantinopel ins deutsche Reich verschlagen hat.
    Und weil es mich seit Jahren in den Fingern gejuckt hat, endlich auch mal einen Krimi zu schreiben, gebe ich im September 2015 die Bühne frei für die Oberkommissarin Anna Benz von der Kripo Stuttgart und ihren Partner Markus Hauer. Der erste Teil der Reihe um das Ermittlerduo heißt "Tödliche Jagd", Teil zwei, "Die Fliege", erscheint gleich Anfang 2016
    Seit meiner Kindheit liebe ich Bücher über alles, habe sie verschlungen, und viele der alten Wegbegleiter sind immer noch in meinem Besitz - sich davon zu trennen wäre, wie einen Freund zu verlieren. Wenn ich nicht gerade damit beschäftigt bin, Bücher zu schreiben, arbeite ich als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin, fahre Rennrad, grabe in Museen und Archiven oder kraxele auf steilen Burgfelsen herum - immer in der Hoffnung, etwas Spannendes zu entdecken.
    Weitere Informationen über mich und meine Bücher sind auf meiner Homepage unter www.silvia-stolzenburg.de zu finden.
    Produktinformation (Quelle: Amazon)
    Gebundene Ausgabe:406 Seiten Verlag:Gmeiner-Verlag; Auflage: 1., 2016 (3. August 2016) Sprache:Deutsch ISBN-10:3839219108 ISBN-13:978-3839219102 Vom Hersteller empfohlenes Alter:Ab 16 Jahren
    Ein spannender Historischer Roman
    Im Prolog rennt ein Knabe vor etwas davon, das ihn aber letztendlich doch einholt…
    Jona war ein Bettelknabe und ein Dieb. Aus Bamberg hatte er fliehen müssen und was nun nach Nürnberg gekommen. Und er hatte kein Geld, er würde betteln müssen, auch wenn er keine Marke hatte, die man hier in Nürnberg brauchte….
    Jona war erwischt worden und musste nun schwer schuften, eigentlich ging es über seine Kraft….
    Olivera war mit ihrem Gefährten Götz nach Nürnberg geflohen, wo sie sich eine Existenz aufbauen wollten. Sie hoffte, Götz würde hier eine Apotheke eröffnen dürfen…..
    Olivera selbst mischte Salben. Die Rezepte hatte sie aus Konstantinopel mitgebracht. Als eines Tages eine reiche Patrizierin etwas von ihr forderte, was ihr eigentlich gar nicht gefiel, musste sie es doch tun, denn ihre Existenz würde auf der Kippe stehen…
    Jona hatte sich mit Casper angefreundet, und er überzeugte ihn, zu fliehen. Als ein gutangezogener Herr Jona und Casper ein Essen und ein Lager anbot, konnten die beiden nicht nein sagen, doch das was dafür von ihnen verlangt wurde, verstanden sie nicht. …
    Olivera fand Jona schwerverletzt ihn ihrem Hof. Zum Glück konnte sie Götz davon abhalten, ihn den Stadtwachen zu übergeben….
    Doch Jona traute niemandem mehr. Er musste das Haus, aus dem er geflohen war, finden und seinen Freund Casper befreien, auch wenn er dadurch Olivera bestehlen und hintergehen musste…..
    Und dann war da noch Laurenz, der ein gesuchter Verbrecher war. Olivera war eigentlich mit ihm verheiratet doch hatte sie gehofft, er sei tot…. Außerdem hatte Laurenz auch hier in Nürnberg einiges auf dem Kerbholz…
    Wer ist der Knabe, der ihm Prolog vor etwas flieht? Was würde mit Jona geschehen, wenn er in Nürnberg ohne Bettelmarke bettelte? Welche schwere Arbeit musste Jona verrichten, die über seine Kräfte ging? Würde es Götz schaffen, sich in Nürnberg eine richtige Existenz in Form eine Apotheke zu errichten? Was wollte die Patrizierin von Olivera? Konnte sie ihr so sehr schaden, wenn Olivera ihr den Wunsch nicht erfüllte? Konnte die Sache für die Patrizierin vielleicht aber auch tödlich enden? Warum waren Jona und Casper nicht misstrauisch diesem Mann gegenüber? Was wollte der von ihnen? Warum fand Olivera Jona schwerverletzt in ihrem Hof? Was wäre passiert, wenn Götz ihn den Stadtwachen übergeben hätte? Warum traute Jona niemandem mehr? Warum vertraute er sich Götz und Olivera nicht an? Was hatte Laurenz in Nürnberg angestellt? Alle diese Fragen - und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch
    Meine Meinung
    Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es ist der erst historische Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Bisher hat sich meine Bekanntschaft mit ihr auf die beiden Krimis ‚Tödliche Jagd‘ und ‚Die Fliege‘ beschränkt. Doch ich bereue nicht, ihn gelesen zu haben. Das Buch fing ja mit der abrupt beendeten Flucht des Jungen schon sehr spannend an. Wer verfolgte ein Kind? Dann ging es etwas ruhiger weiter, doch auch die Forderung der Patrizierin war allerhand. Aber hätte Olivera ihr nicht geholfen, wären Götz‘ Chancen gleich null gewesen. Die hätte sie fertig gemacht. Deshalb kann ich Olivera auch verstehen, dass sie es getan hatte. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt unkompliziert, es stellten sich mir keine Fragen nach dem Sinn eines Wortes oder gar Satzes. Es gab einen Vorgängerband, in dem erzählt wird, wie Olivera von Konstantinopel nach Deutschland gekommen ist und wieso sie mit Laurenz verheiratet war. Was da passiert ist und wieso Laurenz zum Verbrecher wurde. Das Buch heißt ‚Die Salbenmacherin‘. Aber man kann diesen zweiten Band auf ohne Vorkenntnisse des ersten lesen. Allerdings fürchte ich, dass mir da was entgangen ist. Deshalb muss ich mir den unbedingt auch noch zulegen. Auch wenn dieses Buch ab 16 Jahren empfohlen wird, empfinde ich es nicht als reines Jugendbuch. Alles in Allem hat es mir sehr gut gefallen. Es bekommt von mir eine Lese-/Kaufempfehlung und natürlich die volle Bewertungszahl.
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  • Rezension zu Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

    15.Jh. Die byzantinische Salbenmacherin Olivera ist mit ihrem Liebsten Götz von Tübingen nach Nürnberg gezogen, wo die beiden sich gemeinsam nach den schrecklichen Geschehnissen der Vergangenheit ein neues Leben aufbauen wollen. Schon bald können sie von den Salben und Heiltränken gut leben, auch die Patrizier kommen zu ihnen, um sie um Hilfe zu bitten. Doch Olivera fällt der Neuanfang schwer, hat sie doch ständig Angst, dass ihr grausamer Ehemann Laurenz sie findet, vor dem sie geflohen ist. Leider bewahrheitet sich ihr ungutes Gefühl, denn auch Laurenz musste wegen seines tödlichen Reliquienhandels vor dem Henker fliehen und kommt so nach Nürnberg. Als Olivera der Patrizierin Brida bei einer Abtreibung hilft, ahnt sie noch nicht, wie böse ihr diese Hilfe gedankt werden wird. Kann Olivera Laurenz aus dem Weg gehen und so seiner Rache entkommen?
    Der 11-jährige Waisenknabe Jona findet seinen Weg von Bamberg nach Nürnberg verbunden mit der Hoffnung, hier das Glück zu finden. Er verdingt sich als Bettler und Taschendieb, wobei er leider recht bald ertappt wird und zur Strafe bei dem Bau einer neuen Mauer mithelfen soll. Dabei lernt er Casper kennen und freundet sich mit ihm an. Den beiden Jungen gelingt die Flucht aus der Zwangsunterkunft, geraten dann aber leider an eine Gemeinschaft mit anderen Jungen die Opfer von seltsamen satanischen Ritualen werden. Jona ist das so unheimlich, weshalb er alsbald die Füße in die Hand nimmt und sich in einem günstigen Augenblick davon macht. Laurenz, der sich auf die Suche nach dem Jungen machen soll, findet Jona und lässt ihn schwer verletzt in der Gosse liegen. Jona kann sich mit letzter Kraft in die Stadt schleppen, wo in Olivera findet und sich um ihn kümmert. Bekommt Jona hier die Chance auf ein glückliches Leben?
    Silvia Stolzenburg hat mit ihrem Buch „Die Salbenmacherin und der Bettelknabe“ den Folgeband ihres historischen Romans „Die Salbenmacherin“ vorgelegt. Der Schreibstil weiß durch eine flüssige und bildhafte Erzählweise zu fesseln, der Leser wird zum Schatten von Olivera und erlebt hautnah all ihre Gedanken, Gefühle und Eindrücke mit. Die Landschaftsbeschreibungen ebenso wie das tägliche Leben zur damaligen Zeit werden von der Autorin so real und detailliert beschrieben, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann und einen guten Einblick erhält, wie es sich in diesem vergangenen Jahrhundert zugetragen haben könnte. Der Spannungsbogen wird mit dem Prolog gleich zu Beginn aufgebaut und steigert sich mit jedem Kapitel bis zum großen Finale. Dabei baut die Autorin auch unerwartete Wendungen ein, die den Leser zum Nachdenken und Schlüsse ziehen animieren. Die Geschichte bewegt sich auf zwei Handlungssträngen, der eine lässt den Leser am Leben und Wirken von Olivera teilhaben, der andere erzählt die Geschichte von Jona, bis beide Handlungen ineinander fließend übergehen.
    Die Charaktere wurden sehr schön ausgearbeitet, die Autorin hat ihnen Ecken und Kanten verliehen wie im realen Leben, wodurch sie alle sehr authentisch und lebendig wirken. Dabei ist es ihr gelungen, die Guten und Bösen teilweise erst einmal zu verhüllen, erst nach und nach erkennt der Leser den wahren Charakter hinter der Fassade. Olivera ist eine sehr sympathische Frau, die sich der Heilkunst verschrieben hat. Sie hilft und unterstützt, wo sie nur kann, oftmals begibt sie sich dafür in große Gefahr, denn zur damaligen Zeit war man schnell als Hexe verschrien, wenn die Methoden dem Normalbürger unlauter erschienen. Auch diesmal gerät Olivera wieder in Schwierigkeiten, weil sie jemandem mit ihrem Wissen Unterstützung anbietet. Jona ist ein kleiner Junge, der schon viel erlebt hat und sich fortan allein durchs Leben schlagen muss. Durch Diebereien und Betteln versucht er, sich über Wasser zu halten und gerät doch immer wieder in Schwierigkeiten, weil er in den Augen der Menschen nichts wert ist. Dabei braucht er in seinem Alter eine familiäre Umgebung, in der er fürs Leben geformt wird. Laurenz ist schlicht die Boshaftigkeit auf zwei Beinen. Er hat hochtrabende Pläne für sich und geht dabei über Leichen. Ein Menschenleben ist ihm nichts wert, doch er wird auch von Rachegedanken geplagt, die ihn in seinem Tun immer wieder antreiben. Auch die anderen Protagonisten unterstützen mit ihren kleinen Episoden und Geschichten die Handlung des Romans, in dem es um Neid, Haß, Habgier, Rache und auch Liebe geht.
    „Die Salbenmacherin und der Bettelknabe“ ist ein sehr unterhaltsamer historischer Roman, in dem durch die hervorragende Erzählkunst der Autorin Geschichte lebendig und erlebbar wird. Es spult sich ein wahres Kopfkino beim Lesen ab. Liebhaber des Historiengenres werden hier wirklich wunderbar bedient. Auf eine Fortsetzung darf man gespannt sein. Absolute Leseempfehlung!
    Exzellente !!!
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Ausgaben von Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

Taschenbuch

Seitenzahl: 416

E-Book

Seitenzahl: 303

Hörbuch

Laufzeit: 00:09:56h

Besitzer des Buches 7

Update: