Je schwärzer die Nacht
Buch von Leonie Haubrich
Titel: Je schwärzer die Nacht
Leonie Haubrich (Autor)
Verlag: Edition M
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 240
ISBN: 9781503938380
Termin: Juli 2016
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Je schwärzer die Nacht
Eine Forscherin wird tot aufgefunden, daneben ihre drogensüchtige Tochter Pia mit einem Messer in der Hand. Für die Polizei ist es ein klarer Fall, für die Anwältin Stefanie Beck ergeben sich aber bei genauerem Hinsehen viele Fragen. Ihre Mandantin Pia kann sich an nichts erinnern. Ist es Amnesie, Schock, oder eine Lüge? Stefanie beginnt zu recherchieren. Bald entpuppt sich das scheinbare Familiendrama als Albtraum ohnegleichen – mit übermächtigen Gegnern, die vor nichts zurückschrecken. Stefanie bleibt nicht viel Zeit, denn irgendjemand will auch sie zum Schweigen bringen.
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Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Je schwärzer die Nacht
- Ambermoon
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25. Juli 2016 um 15:35
Eine Forscherin wird tot aufgefunden, daneben ihre drogensüchtige Tochter Pia mit einem Messer in der Hand. Für die Polizei ist es ein klarer Fall, für die Anwältin Stefanie Beck ergeben sich aber bei genauerem Hinsehen viele Fragen. Ihre Mandantin Pia kann sich an nichts erinnern. Ist es Amnesie, Schock, oder eine Lüge? Stefanie beginnt zu recherchieren. Bald entpuppt sich das scheinbare Familiendrama als Albtraum ohnegleichen – mit übermächtigen Gegnern, die vor nichts zurückschrecken. Stefanie bleibt nicht viel Zeit, denn irgendjemand will auch sie zum Schweigen bringen...(Klappentext)Weiterlesen
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Die junge Anwältin Stefanie kommt nach einer halbjährigen Auszeit in ihre Kanzlei zurück. Ihren letzten Fall hat sie aufgrund ihrer Gutgläubigkeit verbockt und zwang sie zu dieser 6 monatigen Pause. Doch der Fall sitzt ihr noch tief in den Knochen und sie hatte nicht vor sich gleich wieder in einen Fall zu stürzen. Doch wie es der Zufall will wird ihr der Fall der jungen Pia übertragen.
Diese wurde neben ihrer ermordeten Mutter gefunden - mit einem Messer in der Hand, mit Blut besudelt, jedoch keinerlei Erinnerung an diesen verhängnisvollen Tag.
Pia ist aufmümpfig und frech und Stefanie schafft es nicht ihr Vertrauen zu gewinnen. Somit wendet sie sich an Pias Vater, um hinter die Familienkulisse zu blicken.
Schnell wird klar, daß die Familienidylle nur Schein war und Lorna, die ermordete Mutter, in der Forschungseinrichtung nicht nur Freunde hatte.
Als wenn der Fall nicht schon kompliziert genug wäre, wird dann auch noch Victor, Pias Vater, verhaftet und Stefanie wird immer tiefer in diesen scheinbar unlösbaren Fall hineingezogen und ist am Ende selbst die Gejagte.
Der Schreibstil ist genial - flüssig, angenehm und fesselnd. Ebenso der Erzählstil, der mit einer ständig präsenten Grundspannung aufwarten kann. Der Plot interessant und manchmal beängstigend, jedoch ohne unnötiges Geplätscher von Blut.
Mit den Protagonisten hatte ich jedoch so ein bisschen zu kämpfen. Allen voran mit Stefanie.
Sie agiert und reagiert weder ihrem Alter, noch ihrem Beruf als Anwältin entsprechend. Verliebt sich sofort Hals über Kopf in Victor, ist naiv, voller Selbstmitleid und schafft es nicht die Distanz zwischen sich und ihren Mandanten zu wahren. Im Grunde stolpert sie eher durch die Geschichte, als das sie etwas erreicht.
In der Mitte der Geschichte macht sie dann jedoch eine Wandlung durch und entwickelt eine gewisse Stärke und ein Selbstbewusstsein, wodurch sie dann doch noch die Kurve kriegt und es schafft ihr Augenmerk weniger auf sich, sondern auf den Fall zu konzentrieren.
Victor ist der Nächste, der nicht ganz so gut bei mir wegkommt.
Stefanie muss ihm alles aus der Nase ziehen. Seine gängigsten Sätze sind: "Habe ich vergessen", oder "Habe ich nicht mehr daran gedacht."
Er will Stefanie als seine Anwältin, einzig nur deswegen weil er sie des Öfteren sehen möchte. Als ob man in der U-Haft keine anderen Probleme hätte.
Außerdem brauchen nach einem Gespräch entweder er oder Stefanie immer Zeit zum Nachdenken.
Aber auch die Polizei agiert unglaubwürdig und unlogisch. Sie ermitteln weder Anrufe, konfiszieren keine Beweisstücke, noch erkennen sie Offensichtliches. Aber macht ja nix, denn Stefanie erkennt dies sofort und auf der Stelle und nimmt ihnen diese Arbeit ab.
Gegen Ende erhöht sich dann der Spannungsbogen. Mit der allzu raschen Auflösung ist er aber auch schnell wieder dahin. Eigentlich bekommt Stefanie die Auflösung und was alles dahintersteckt nur erzählt, da sie Etwas auf den Kopf bekommen hat. Eine überraschende Wendung findet man hier eher nicht.
Fazit:
Mit naiven und unlogisch agierenden Protagonisten kann ich leider so gar nichts anfangen und ich muß zugeben, daß mich Stefanie anfangs ziemlich genervt hat.
Zusätzlich wird hier für mich zu viel vergessen und zu viel nachgedacht.
Obwohl immer eine gewisse Grundspannung vorhanden war, hatte ich das Gefühl, daß hier so gar nichts weitergehen wollte.
Der Schluß bzw. die Auflösung war für mich dann zu schnell abgehandelt und ohne stark überraschende Wendung.
Im Großen und Ganzen war dies eher ein Krimi als ein Thriller.
Was mich jedoch begeistern konnte waren der Schreib- und Erzählstil und der äußerst interessante Plot.
Beeindrucken konnte mich auch, wie man im Verlauf der Geschichte erkennt wie ein Charakter wächst und sich weiterentwickelt. Von einem naiven, selbstmitleidigen "Mädel" zu einer starken und selbstbewussten Frau. So etwas schaffen die wenigsten Autoren.
Und obwohl dieser Thriller nicht ganz so meins war, kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.
Ausgaben von Je schwärzer die Nacht
Besitzer des Buches 5
Update: 5. Februar 2020 um 11:09




