The Horns of Ruin

Buch von Tim Akers

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu The Horns of Ruin

    Klappentext:
    Eva Forge is the last paladin of the dead god, Morgan.
    Eva, forsaken by her parents and forgotten by her family, was the last child dedicated to the Cult of Morgan. Morgan, god of battle and champion of the Fraterdom, was assassinated by his jealous brother, Amon. Over time, the Cult of Morgan has been surpassed by other gods, his blessings ignored in favor of brighter technologies and more mechanical miracles. Now, Eva watches as her new family, her Cult, crumbles around her.
    When a series of kidnappings and murders makes it clear that someone is trying to hasten the death of the Cult of Morgan, Eva must seek out unexpected allies and unwelcome answers in the city of Ash. But will she be able to save the city from a growing conspiracy, one that reaches back to her childhood, even back to the murder of her god?
    Meine Meinung:
    Die Stadt Ash wird von drei Brüdern regiert, die zu Göttern wurden. Einer der Brüder ermordete einen anderen und wurde dafür mit dem Tode bestraft. Seine Anhänger frissten ein Dasein als Gefangene in einer Bibliothek oder als Verfolgte im Untergrund. Eva gehört zu den immer weniger werdenden Anhängern des ermordeten Gottes und dient diesem sowie seinen Oberhäuptern als Paladin. Sie begleitet ihren Mentor als Leibwächterin, als dieser ein Mädchen aus dem Cult des Verrätergottes abholt und in die eigene Kultstätte bringen will. Unterwegs werden sie von seltsam veränderten Menschen überfallen, die Evas Mentor und das Mädchen verschleppen. Eva setzt jetzt alles daran, die beiden zu finden, zu befreien und dahinter zu kommen, was hier eigentlich gespielt wird.
    Religion trifft auf Technik trifft auf Verschwörung, so könnte man die 270 Seiten zusammenfassen. Allerdings ist das bei Tim Akers immer ein klein wenig komplexer, und immer wenn man denkt, jetzt habe er alles kaputt gemacht und in Trümmer gehackt, haut er noch einen drauf, bis eine weitere Schicht zutage tritt, die eine völlige Neubewertung der Situation erfordert. Und dabei geht er nicht zimperlich vor.
    Eva, die Ich-Erzählerin, kämpft für ihre Überzeugung, verfolgt verbissen ihr Ziel und geht dabei auch über Leichen. Wie alle Anhänger der verschiedenen Kulte zieht sie ihre Magie und damit ihre Kraft aus dem Gebet. Obwohl ihre Bildung hauptsächlich in der Kampfausbildung lag, ist sie nicht dumm. Sie macht sich Gedanken über das, was sie sieht, sie zieht daraus Schlüsse und hat sogar ein Gewissen, das sich im Laufe des Buches, wenn auch spät, regt.
    Die Geschichte der Stadt und der Hintergrund der drei Kulte entblätterte sich erst nach und nach. Eva geht Hinweisen nach, befragt Menschen, untersucht Orte und stochert in Wespennester, um Antworten zu finden. Doch je mehr ich dachte zu verstehen, umso seltsamer wurde es, immer mehr Ungereimtheiten tauchten auf, die auch Eva nicht zur Ruhe kommen ließen. Bis schließlich alles einen Sinn ergab.
    Manchmal war mir das ständige Kämpfen und Weglaufen zu anstrengend und ich musste das Buch beiseite legen, um Atem zu holen. Doch die Handlung entwickelte so einen Sog, das ich gleich wieder weiterlesen musste. Akers mutet seinen Figuren extrem viel zu, er geht nicht sanft mit ihnen um, sondern seine Figuren müssen leiden und sich durchbeißen. Am Schluss liegt alles in Trümmern (und das ist nicht nur metaphorisch gemeint), aber man weiß, warum. Doch auch philosophische Fragen werden behandelt, Religion auf den Prüfstand gestellt und Überzeugungen hinterfragt. Oh, und der Humor kommt auch nicht zu kurz - jedenfalls, wenn man so einen schwarz angehauchten Humor hat wie ich.
    Fazit: Insgesamt ein wirklich lesenswertes Buch, das ich allen empfehle, die ein fundiertes und ausgeklügeltes Gesellschaftssystem und gut ausgearbeitete Figuren mit Tiefgang mögen. Und vor ein bisschen (gut, ein bisschen viel) Gewalt nicht zurückschrecken.
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Besitzer des Buches 1

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