Die Canterbury Schwestern

Buch von Kim Wright, Elfriede Peschel

Cover zum Buch Die Canterbury Schwestern

Titel: Die Canterbury Schwestern

, (Übersetzer)

3,4 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

67,5% Zufriedenheit

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 384

ISBN: 9783548287867

Termin: Mai 2016

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Canterbury Schwestern

Che kann es nicht fassen: Sie ist mit acht anderen Frauen auf dem Weg von London nach Canterbury. In einem Brief hat ihre exzentrische, willensstarke Mutter ihrer Tochter aufgetragen, dorthin zu pilgern und ihre Asche zu verstreuen. Außerdem hat sich gerade auch noch ihr Freund von ihr getrennt. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen kann, ist ein als Pilgerreise getarnter Selbstfindungstrip. In alter Pilgertradition soll jede der Frauen auf dem Weg eine Geschichte über die Liebe erzählen. Che ist skeptisch, als die Wanderinnen damit beginnen. Doch die unterschiedlichen Geschichten der Frauen berühren sie tief. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Che das Gefühl, ihren Weg zu kennen.
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Bewertungen

Die Canterbury Schwestern wurde insgesamt 8 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Canterbury Schwestern

    • 8. September 2016 um 15:06
    Meine Meinung:
    Ich war gespannt auf das Buch. Doch leider beginnt es auch hier wieder mit "von Freund verlassen, Angehörige stirbt". Liebe Autoren, lasst euch doch mal wieder etwas Neues einfallen....
    Diana de Milan verfügt in einem Brief an ihre Tochter Che, dass ihre Asche nach Canterbury zu Thomas Beckets Schrein gebracht werden soll. Von London nach Canterbury wärs ja auch kein Problem, doch Che lebt in Amerika. Che fliegt kurzentschlossen nach London (wie gut, dass sie selbstständige Weinkritikerin ist und somit ihre Arbeitszeit einteilen und noch besser, dass ihr Partner ihr den Laufpass gab). In London angelangt erfährt Che, dass sie sich einer Pilgergruppe anschliessen muss, anstatt alleine mit einer Reiseführerin nach Canterbury zu wandern. Che lässt sich darauf ein, eine Bahnfahrt wäre ihr zu "billig", dennoch ist sie skeptisch. Die neun Frauen scheinen unterschiedlich und Che nimmt sie alle genau unter die Lupe. Jeden Tag erzählen eine oder zwei der Frauen auf der Reise eine Geschichte ihres Lebens, wie bei Chaucer. Bis zuletzt weiss Che nicht, was sie erzählen soll, wenn sie dran ist. Sie wartet einfach mal ab...
    ... und bald schon ist sie genau dort, wo sie nicht ankommen wollte laut Klappentext: auf einem Selbstfindungstrip. Genau so würde ich den Roman beschreiben: neun Frauen auf einer Reise nach ihrem Selbst.
    Die ersten Seiten nahmen mich ein, sie waren humorvoll, ironisch und mit tollen Vergleichen gepflastert:
    "Restaurants sind Kirchen meiner Generation. Wir versammeln uns, um Sünden zu beichten, Wein zu trinken und nach Hoffnungen Ausschau zu haben".
    (Kindle bei 8%)
    Doch auf den folgenden Seiten wurde der Roman in meinen Augen trivialer. Die Geschichten der Frauen begannen mich zu langweilen und ich wurde mehr und mehr abgelenkt. Die Geschichten der Frauen wurden sich immer ähnlicher, und der von Che befürchtete Selbstfindungstrip trat ein. Auch Che war nicht gefeit davon. Wahrscheinlich fast am wenigsten von allen. Es geht vor allem um Beziehungen zwischen Mütter-Töchter und Frau-Mann, und um die Selbstlügen, die man um diese Beziehungen ansiedelt.
    Überrascht hat mich, dass die Protagonistin, wie auch sämtliche Frauen der Pilgergruppe Amerikanerinnen waren. Laut Klappentext nahm ich an, dass die Frauen aus England sind. Dies spürte man in den erzählten Geschichten wie auch in den Biografien, irgendwie dünkten mich einige der Probleme doch sehr "amerikanisch".
    Ich weiss noch immer nicht, was ich von den Canterbury Schwestern halten soll. Überzeugt bin ich jedenfalls nicht. Das Buch beinhaltet einige tolle Stellen und witzig-ironische Gedankengänge, aber es hat mich weder berührt noch abgeholt.
    Fazit:
    Enttäuschender Selbstfindungsroman, der zwar einige witzige Szenen beinhaltet, aber leider langweilt.
    3 Punkte.
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  • Rezension zu Die Canterbury Schwestern

    • 26. August 2016 um 12:57
    Von der Aufmachung des Buchcovers angesprochen (es wirkte auf mich sowohl optisch, als auch haptisch angenehm Retro), griff ich ganz spontan zu diesem Buch. Die Beschreibung auf dem Buchrücken versprach einen als Pilgerreise getarnten Selbstfindungstrip. Und spätestens seit Hape Kerkelings Reise auf dem Jakobsweg, finde ich derlei Wanderungen und die Erkenntnisse, die sie der jeweiligen Person eröffnen, äußerst faszinierend und lesenswert. Selbst dann, wenn alles - wie im vorliegenden Fall - völlig frei erfunden wurde.
    Die Idee zu den Canterbury-Schwestern kam der Autorin nach der Lektüre der Canterbury Tales, welche Ende des 14. Jahrhunderts von Geoffrey Chaucer verfasst wurden. Ganz im geistigen Sinne Chaucers ließ auch Kim Wright jede ihrer Pilgerinnen während der Wanderung eine Geschichte erzählen. Diese konnte sowohl erfunden sein, oder auf wahren Begebenheiten beruhen, oder aus einem Gemisch aus beidem bestehen. Ganz so, wie es der jeweiligen Erzählerin am liebsten war. Am Ende der Reise sollte dann, bei einem gemütlichen Abschlußessen, die beste Geschichte auserwählt und der Gewinnerin das Essen bezahlt werden.
    Die Art und Weise wie die Autorin den Leser an Che's Wanderung, aber auch an ihren Gedanken, teilhaben lässt, gefiel mir. Manchmal wurde man sogar direkt angesprochen und fühlte sich quasi selbst in die Handlung involviert
    Der locker, leichte Schreibstil führte wunderbar durch die Story und passte - mit einer immer anwesenden leichten Prise Humor - hervorragend zu der Protagonistin und ihrer verstorbenen Mutter Diana, um die es sich ja zu einem nicht unerheblichen Teil auch drehte.
    Trotz der angesprochenen Leichtigkeit, vermittelte der Roman die ein oder andere philosophische Erkenntnis, die sich den einzelnen Teilnehmerinnen der Wandergruppe eröffnete. Auch wurden, trotz der persönlichen Unterschiede, einige grundlegende Gemeinsamkeiten der so unterschiedlich lebenden Frauen erkennbar. Sowohl für die Protagonisten, als auch für den Leser war es durchaus überraschend, die gemeinsame Quintessenz der einzelnen Erzählungen zu erkennen.
    Mir hat es Spaß gemacht, gemeinsam mit diesem kleinen Grüppchen Frauen zu der Kathedrale nach Canterbury zu pilgern, die Asche von Che's verstorbener Mutter dort zu verstreuen, und jede einzelne dabei ein kleines bisschen näher kennen zu lernen. Dennoch hat mir zur vollen Punktevergabe etwas gefehlt. Alles blieb, trotz des großen Potentials, welches die Story bot, merkwürdig blass und Konturenlos. Sowohl die Protagonisten (von denen ich teilweise bis zum Schluß immer noch die eine oder andere verwechselte), als auch die ganz persönlichen Erkenntnisse von Che und die Tatsache, dass mir viel zu wenig "Seele" von den durchwanderten Örtlichkeiten eingeflossen war. Auch wenn nun also für meinen Geschmack das "Sahnehäubchen" gefehlt hatte, so kann ich dennoch guten Gewissens vier von fünf Sternen vergeben.
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  • Rezension zu Die Canterbury Schwestern

    • 29. Juli 2016 um 11:18
    Ich muss zugeben, dass mich dieses Buch etwas zwiegespalten zurückgelassen hat.
    Während des Lesens war ich zwar nicht hundertprozentig begeistert, aber die Geschichte ließ sich doch flüssig lesen und besonders die Geschichten, die die einzelnen Pilgerinnen erzählt haben, fand ich ganz interessant.
    Ich muss @Bibliomarie allerdings zustimmen, dass auch ich die Figuren als etwas blass empfunden habe und sie bis zum Schluss teilweise verwechselt habe (insbesondere Jean und Claire).
    Außerdem fand ich den Titel doch etwas unpassend, da sich die Pilgerinnen, wenn ich mich richtig erinnere, nie als 'Schwestern' bezeichnet haben und ich auch nicht finde, dass sie sich während der Reise so nahe gekommen sind, dass man ihr Verhältnis als 'schwesterlich' bezeichnen könnte. Und besonders, da sie während ihrer Reise darüber reden, als was sich die Gruppe bezeichnen soll (sie entscheiden sich dann, wenn ich mich recht erinnere, für einen Begriff aus der Vogelwelt...den finde ich aber gerade nicht wieder), finde ich den Titel doch etwas verwunderlich...
    Rückblickend fand ich das Buch aber eigentlich gar nicht so gut, da es mich irgendwie mit so einem 'Und jetzt?'-Gefühl zurück gelassen hat. Irgendwie hatte ich mir erhofft, dass es einen etwas roteren Faden gäbe oder dass die Protagonistin zu einer großen Erkenntnis erlangt oder die Geschichten, die die Pilgerinnen erzählen einfach etwas bedeutungsschwerer wären. Es stimmt zwar, dass die eine oder andere Figur sich während der Pilgerreise verändert hat, aber das war mir alles noch nicht stark genug ausgedrückt und ich hatte mir irgendwie etwas Großartigeres für's Ende erhofft, was dann einfach ausbliebt.
    Daher war ich nach dem Lesen doch ziemlich enttäuscht, da man aus der Geschichte einfach mehr hätte machen können.
    Von mir gibt es deswegen nur 3,5 Sterne.
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  • Rezension zu Die Canterbury Schwestern

    • 24. Mai 2016 um 09:05
    Kim Wright - Die Canterbury Schwestern
    Seiten: 384 / Erscheinung 2016 / Ullstein TB
    Che kann es nicht fassen: Sie ist mit acht anderen Frauen auf dem Weg von London nach Canterbury. In einem Brief hat ihre exzentrische, willensstarke Mutter ihrer Tochter aufgetragen, dorthin zu pilgern und ihre Asche zu verstreuen. Außerdem hat sich gerade auch noch ihr Freund von ihr getrennt. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen kann, ist ein als Pilgerreise getarnter Selbstfindungstrip. In alter Pilgertradition soll jede der Frauen auf dem Weg eine Geschichte über die Liebe erzählen. Che ist skeptisch, als die Wanderinnen damit beginnen. Doch die unterschiedlichen Geschichten der Frauen berühren sie tief. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Che das Gefühl, ihren Weg zu kennen.
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    Kein Frauenroman, wie man ihn erwartet hätte. Mit dem ganzen Witz und Charme und den tollen Charakteren, in die man sich richtig gut hineinversetzen kann, ist das Buch in einem Rutsch gelesen, weil man es so gut wie nicht aus der Hand legen kann. Dadurch, dass die Autorin ihre Protagonisten so glaubwürdig rüber bringt, macht es richtig Spaß, das Buch zulesen.
    Auf ihrem "Pilgerweg" erleben die Frauen nicht nur Strapazen, sondern sie verändern sich auch innerlich. Jede hat ihr Päckchen zu tragen und alle Probleme, die im Alltag durch hektische Betriebsamkeit übertüncht wurden, brechen auf.
    Der Schreibstil der Autorin spricht mich an, er ist flüssig und gut verständlich.Die Geschichte ist sehr realitätsnah und einfühlsam geschrieben und gleichzeitig lustig, traurig und spannend, die Wendungen durchwegs überraschend, man kann beim besten Willen nicht voraussehen, was genau passieren wird. Es gibt heitere Passagen und dann wieder Details, die zum Nachdenken anregen. Die unterschiedlichen Charaktere der Frauen sowie die breitgefächerten Lebenswege, die sie eingeschlagen haben, sind ansprechend und amüsant beschrieben. Dieser gute Mix aus unterschiedlichen Einstellungen zum Leben haben das Lesevergnügen erhöht. Die Protagonisten habe ich alle sehr sympathisch empfunden, sie sind nicht überzeichnet und man wünscht sich, Mitglied dieser Runde zu sein. Jede der Frauen bekommt ein Gesicht und ihre Persönlichkeiten wecken Sympathien im Leser und man begleitet die Frauen gerne auf ihrem Weg und der Reise zu sich selbst.
    Das Buch erzählt zwar seine eigene Geschichte, regt jedoch im Nachhinein sehr zum Nachdenken an, was im Leben wirklich wichtig ist und man auch in sich hineinhören muss und auf sein Gefühl vertrauen sollte, auch wenn man es mit dem Kopf so oft versucht zu verdrängen, da die Wahrheit und Realität meist nicht die sind, die man sich versucht einzureden.
    Ein wirklich toll geschriebenes Buch, das auf spannende Art erzählt was einem alles im Leben passieren kann und wie es sich auswirkt. Ein bischen Humor, liebe fürs Detail, gute Erzählkunst und viel Herz und Gefühl schaffen ein wunderbares Buch, das viel hintergründiger ist, als man vielleicht erwartet hätte. Die Geschichten könnten so aus dem Leben gegriffen sein, es ist nichts was es nicht so gibt erzählt, so das sich wirklich jeder in der einen oder anderen Person erkennen kann. Kim Wright hat mit ihren Roman "Die Canterbury Schwestern" ein unterhaltsames Werk präsentiert. Ihre Protagonisten können unterschiedlicher nicht sein. Nach dem Grundsatz, die Mischung machts, lernt man unterschiedlichste Charaktere mit ihren entsprechen Macken kennen. Im Mittelpunkt des Romans steht, neben den Frauen und der Reise an sich die Selbsterkenntnis, die die Frauen daraus ziehen.
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Ausgaben von Die Canterbury Schwestern

Taschenbuch

Cover zum Buch Die Canterbury Schwestern

Seitenzahl: 384

E-Book

Cover zum Buch Die Canterbury Schwestern

Seitenzahl: 385

Besitzer des Buches 15

Update: 11. Juli 2023 um 12:07