Kleine Kaiser

Buch von Xinran

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Kleine Kaiser

Wohin entwickelt sich China? Dieser spannenden Frage spürt Xinran aus einer ungewöhnlichen Perspektive nach. In dem sich mit Lichtgeschwindigkeit wandelnden Land China müssen nun die ersten Sprösslinge der chinesischen Ein-Kind-Politik die Verantwortung für die anstehenden gigantischen Umwälzungen meistern - junge Erwachsene, die in ihrer Kindheit von besorgten Eltern behütet und abgeschottet von der Welt kaum auf den Alltag und das Leben vorbereitet wurden. Da gibt es beispielsweise Du Zhuang, den Sohn eines Geschäftsmanns, der nicht weiß, wie man einen Koffer öffnet und Kleidung aufhängt, oder Golden Swallow, die zwar im Ausland studiert, aber noch nie in ihrem Leben eine Küche betreten oder gar ein Messer berührt hat. In 10 wahren Geschichten erzählt die bekannte chinesische Journalistin und Autorin Xinran mitfühlend und kritisch, was Chinas Ein-Kind-Politik Eltern und Kindern angetan hat und zeichnet das facettenreiche Panorama eines Landes, das die Weltpolitik maßgeblich prägt. In diesem Buch wird Geschichte lebendig, chinesische Schicksale und insbesondere Schicksale von Frauen aus China werden in einer berührenden Weise erzählt, begreifbar und gleichzeitig in den historischen Zusammenhang eingeordnet: »Xinrans Buch zeigt, dass Chinas Ein-Kind-Politik eine grotesk-deformierte Generation hervorgebracht hat, die an Schuldgefühlen fast erstickt.« The Spectator
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Bewertungen

Kleine Kaiser wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 1 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Kleine Kaiser

    Klappentext:
    Wohin entwickelt sich China? Dieser spannenden Frage spürt Xinran aus einer ungewöhnlichen Perspektive nach.
    In dem sich mit Lichtgeschwindigkeit wandelndem Land müssen nun die ersten Spößlinge der chinesischen Ein-Kind-Politik die Verantwortung für die gigantischen Umwälzungen meistern - junge Erwachsene, die in ihrer Kindheit von besorgten Eltern behütet und abgeschottet von der Welt kaum auf den Alltag und das Leben vorbereitet wurden.
    Da gibt es zum Beispiel Du Zhuang, den Sohn eines Geschäftsmanns, der nicht weiß, wie man einen Koffer öffnet und Kleidung aufhängt. Oder Golden Swallow, die zwar im Ausland studiert, aber noch nie im Leben eine Küche betreten oder gar ein Messer berührt hat. Oder Firewoods, der davon träumt, seinen Lebensunterhalt durch Fotos mit hundert Berühmtheiten zu sichern, aber keine Kamera bedienen kann.
    Mitfühlend und kritisch portraitiert Xinran, was Chinas Ein-Kind-Politik Eltern und Kindern angetan hat und zeichnet das facettenreiche Panorama eines Landes, das die Weltpolitik maßgeblich prägt.
    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de:
    Nun, ich habe auch einige junge Chinesinnen und Chinesen kennengelernt und die waren in ihrem Denken und Verhalten weit von dem entfernt, was Xinran hier aus ihren Erfahrungen mit ihrer Hilfsorganisation MBL erfahren hat.
    Die ehemalige Radiojournalistin Xinran, die es irgendwann von China nach Großbritannien gezogen hat, wo sie in Folge ihrer Recherchen zu Frauenschicksalen in China 2004 die Organisation Mothers‘ Bridges of Love (MBL) gegründet hat, die versucht das kulturelle Verständnis von jungen Chinesen im Ausland zu fördern – und von ländlichen Chinesen, die in die Städte kommen – hat sich bereits in anderen Büchern mit der Situation von Frauen, dem Ertränken von weiblichen Säuglingen und den Verständnisschwierigkeiten zwischen den chinesischen Generationen auseinander gesetzt.
    In dem vorliegenden Buch nun konzentriert sie sich auf die sogenannten „Kleinen Kaiser“ oder auch „Kleine Sonnen“, wie in China die Einzelkinder genannt werden, die im urbanen Raum meist mit vergleichsweise vermögenden Eltern aufwachsen, eine sehr konzentrierte und von sozialen Ereignissen isolierte Schullaufbahn durchlaufen und trotz guter Noten kaum emotionale oder sonstige Reife entwickeln und die auf Grund der Totalversorgung durch ihre besorgten Eltern nicht in der Lage sind, in irgendeiner Weise selbst für sich zu sorgen.
    Das hätte überaus interessant sein können, wenn Xinran ihre eigenen mentalen und emotionalen Reaktionen auf die neun Personen, deren Schicksale sie in diesem Buch darstellt, nicht so stark in den Vordergrund gestellt hätte. Ihre ständige Verwirrung und Unsicherheit in Bezug auf das, was den einzelnen Personen zugestoßen ist und wie diese reagieren ist zum Teil sehr irritierend und in seinem Wiederholungscharakter auch enervie-rend, denn ihre Überraschung ergibt eigentlich auf Grund ihrer zuvor beschriebenen Erfahrungen eigentlich keinen Sinn. Dann sind ihre Ratschläge und „Hilfen“ oft sehr widersprüchlich, wenn sie auf der einen Seite versucht, ihren Schützlingen westliche demokratische Werte und kritisches Denken zu vermitteln und sie gleichzeitig auf klassisch konfuzianische Familienwerte einzuschwören, wie sie unter anderem im zweiten Anhang des Buchs in einer Darlegung des „Di Zi Gui“ der Leserschaft vorgestellt werden. Außerdem schweift die Autorin immer wieder in Nebenbereiche ab, die zum Kernthema des Buchs sehr wenig beitragen und ihre Überlegungen und Schlussfolgerungen sind oft nicht ganz schlüssig und noch dazu von Kapitel zu Kapitel- und nicht selten auch innerhalb der Kapitel – ziemlich widersprüchlich.
    Trotz der zum Teil sehr erstaunlichen Lebenswege, die hier dargestellt werden und den Einblicken, die das Buch in bestimmte Aspekte der chinesischen Gesellschaft und des Denkens geben, ist „Kleine Kaiser“ eher ein Buch über Xinrans Reaktionen auf das Wahrgenommene als eine wirkliche, strukturierte Auseinandersetzung mit der Kernproblematik. So würde ich es am Ehesten als eine Sammlung schlecht verbundener Anekdoten bezeichnen.
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Ausgaben von Kleine Kaiser

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 384

E-Book

Seitenzahl: 384

Besitzer des Buches 2

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