Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Buch von Mario Giordano

Cover zum Buch Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Titel: Tante Poldi und die Früchte des Herrn

4 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen

80% Zufriedenheit

Band 2 der

Verlag: Bastei-Lübbe

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 368

ISBN: 9783404175239

Termin: Mai 2017

Aktion

  • Kurzmeinung

    Chattys Buecherblog
    Ein Krimi, der irgendwie anders ist. Sehr sizilianische, sehr italienisch, aber auch sehr bayrisch.
  • Cover zum Buch Die Frauen der Familie Carbonaro Cover zum Buch Terra di Sicilia Cover zum Buch Tante Poldi und die Schwarze Madonna

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Tante Poldi ist sauer: Zuerst wird ihr das Wasser abgestellt, dann auch noch der Hund ihrer Freundin um die Ecke gebracht. Kreizsacklzement! Erste Ermittlungen führen sie zum Winzer Avola. Und der ist auch noch so hammer-attraktiv, dass die Poldi nach einer heißen Nacht prompt ihre Ermittlungen vergisst. Bis am nächsten Morgen die Polizei vor Avolas Tür steht. Denn zwischen seinen Reben wurde eine Leiche gefunden, und Commissario Montana ist alles andere als erfreut, dass ausgerechnet Poldi Avola ein Alibi geben kann. Außerdem bleibt die Frage: Wer hat Giuliana getötet - und warum?
Weiterlesen

Serieninfos zu Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Tante Poldi und die Früchte des Herrn ist der 2. Band der Tante Poldi Reihe. Diese umfasst 5 Teile und startete im Jahr 2015. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2020.

Über Mario Giordano

Mario Giordano wurde 1963 in München geboren. Er studierte Psychologie und Philosophie und sein weiterer Weg führte ihn zum Roman- und Drehbuchautoren. Besondere Popularität haben seine "Tante Poldi"-Bücher erlangt, in denen eine urbayrische Hauptfigur im reifen Alter nach Sizilien auswandert. Mehr zu Mario Giordano

Bewertungen

Tante Poldi und die Früchte des Herrn wurde insgesamt 14 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

(7)
(6)
(0)
(0)
(1)

Meinungen

  • Ein Krimi, der irgendwie anders ist. Sehr sizilianische, sehr italienisch, aber auch sehr bayrisch.

    Chattys Buecherblog

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Tante Poldi und die Früchte des Herrn

    • 26. November 2021 um 12:22
    Da ich vom ersten Band Tante Poldi und die sizilianischen Löwen schon so begeistert war, musste ich nun auch unbedingt die Fortsetzung lesen. Und auch dieses Mal gut es direkt zur Sache, denn irgendjemand der gesamten Straße das Wasser abgedreht und den Hund ihrer Freundin vergiftet. Poldi glaubt hinter den Vorkommnissen die Coca Nostra, die sizilianische Mafia, nachdem sie den Mord an Valentino aufgeklärt hatte. (siehe Band 1) Sie setzt nun alles daran, den Täter dingfest zu machen. Da kommt ihr Freitagslover Vito Montana gerade recht. Denn durch ihn erfährt Poldi, dass eine Staatsanwältin tot aufgefunden wurde. Sie leitete die Antimafia-Staatsanwaltschaft. Bei der Toten wurde eine Weinflasche gefunden. Das Etikett der Weinflasche zeigte die gleiche topografische Karte, über die Russo und der inzwischen verhaftete Platane gesprochen hatten, als Poldi die beiden im Fall Valentin observiert hatte. (siehe Band 1) Zufall?? Tante Poldi wird neugierig und ermittelt auf eigene Faust.
    Wie auch bereits beim Vorgänger, ist auch dieses Mal unter der Kapitelzahl eine kurze Zusammenfassung bzw. Einführung in das Kapitel. Ich finde das sehr interessant, teilweise verrät es aber auch zu viel und nimmt ein bisschen die Spannung.
    Auch die dialektischen Einlagen haben mir sehr gut gefallen. Dieses macht die Protagonisten wieder sehr deutsch, obwohl die Geschichte sehr sizilianische wirkt. Aber auch das typisch sizilianische Verhalten kommt sehr deutlich hervor. Klischee??? Na ja, aber die Mafia Geschichten verbinden wir nun mal mit Sizilien. Und dann kommt immer wieder so ein bayrischer Satz... und schwupps... schon ist man wieder in Deutschland. Mir gefällt diese Mischung sehr gut.
    Sehr interessant fand ich den kurzen Einwurf, dass wir deutschen unseren Hunden ein viel größeren Stellenwert einräumen, als es beispielsweise in Italien der Fall ist. Dort gibt es so viele streunende Hunde, dass die Bauern täglich neue Giftköder legen. Und dieses schon seit der Antike.
    Witzig fand ich die ausführliche Erklärung der unterschiedlichen Hupen. Pröööt-pröööt. Die Seele eines Fahrzeugs, gut klingen, nicht aufdringlich wirken. Tja, das ist wohl eine italienische Hupe. Laut Buch klingt eine deutsche Hupe immer wie eine Kriegserklärung. (Seite 44 Da muss ich nächstes Mal darauf achten.
    Ich möchte aber auf jeden Fall auch noch auf das Cover zu sprechen kommen. Wie auch beim ersten Band, drückt es die absolute Lebensfreude aus. Diese knallbunte Vespa, das rotgepunktetem Kleid.
    Für mich ein absoluter Hingucker.
    Auch die Karte im Klappendeckel ist sehr ansprechend und weiß auf alles wissenswertes hin.
    -FAZIT -
    Ein Krimi, der irgendwie anders ist. Sehr sizilianische, sehr italienisch, aber auch sehr bayrisch. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, gerade weil dieses Buch ja mit einem sehr interessanten Cliffhanger endet.
    Vielen Dank auch für die Weinwerbung. Ich werde beim nächsten Einkauf mal besonders auf die Weine aus Sizilien achten, denn wer kann schon einer Überfülle an Aromen widerstehen. (Seite 41)
    Im Übrigen bin ich dafür, hier auch einen "Vaffanculo"-Tag einzulegen 😃 (Seite 64)
    Weiterlesen
  • Rezension zu Tante Poldi und die Früchte des Herrn

    • 1. August 2016 um 17:56
    Namaste, Leben - lecktsmialleamarsch!
    Ganz ehrlich - ich hatte sowas von keine Lust auf Tante Poldi. Null. Niente. Nüsche. Eine 60-jährige Bayerin, die nach Sizilien zieht, um sich da gepflegt zu Tode zu saufen, und dabei unversehens in verschiedene Kriminalfälle stolpert? Womöglich noch mit krachledernem Brachialhumor? Sprach mich überhaupt nicht an.
    Anfang Mai trudelte mir das Buch ganz überraschend als Rezensionsexemplar ins Haus, begleitet von einer großen Packung Kekse. Die Kekse waren sehr lecker und stimmten mich Poldi gegenüber schon etwas milder, aber Lesefieber stellte sich dennoch nicht ein. Trotzdem: ich war ihr irgendwie was schuldig (Keksschulden sind Ehrenschulden), und so griff ich fast drei Monate später dann halt doch zähneknirschend nach dem Buch.
    Tja. Drei Tage später sitze ich jetzt hier mit Bauchschmerzen in den Lachmuskeln und kann nur sagen: Namaste, Lübbe! Das Buch war echt der Brüller, und jetzt muss ich schnell noch den ersten Band nachholen und dann auf zeitiges Erscheinen des dritten Bandes hoffen. (Übrigens kann man den zweiten Band problemlos lesen, ohne den ersten zu kennen.)
    Poldi ist einfach eine Nummer für sich - eine schrille, laute, quietschbunte Nummer. Sie pflügt oft mit ausgefahrenen Ellbogen durchs Leben und lässt sich nix vorschreiben, gell? Da kann sie saugrantig werden. Wenn man ihr glauben kann, hat sie schon so einige Abenteuer erlebt, wobei das halt die Frage ist... Soll man ihr zum Beispiel wirklich glauben, dass Cher mal eine Woche bei ihr gewohnt hat? Andererseits ist des aber auch fei egal. Sie schwankt zwischen Lebenslust und Schwermut, hat koane Geduld für Schmarrn aber viel Sinn fürs Spirituelle (in jedweder Hinsicht), und obwohl sie sicher keine einfache Person ist, fand ich sie auf ihre Art doch sehr liebenswert.
    Überhaupt sind die Charaktere durch die Bank bunt und lebendig, mit urkomischen Schrullen und Marotten, und trotzdem schafft es der Autor, ihnen bei allem Humor auch Tiefe zu geben. Ob das jetzt der Pfarrer ist, der komischerweise genau weiß, wie man ein Schloss knackt, oder die traurige Signora, die sich mit ungeahntem Feuereifer als Poldis Sidekick in die Ermittlungen stürzt... Hier werden zwar auch kräftig Klischees auf die Schippe genommen, aber in meinen Augen geht dennoch jeder Charakter über das Klischee hinaus.
    Ich fand diese Mischung aus Cozy-Krimi, sizilianischem Sommerflair und bayerischem Humor unerwartet originell (und wie!), spannend, lustig, berührend...
    Jo, es ist freilich keine nervenzerfetzende Thrillerspannung. Die Poldi ist keine Smoky Barrett oder Roberta Hunter, eher eine bayrisch-sizilianische Miss Marple mit Vespa, Perücke und Alkoholproblem. Sie stolpert oft mehr zufällig über Hinweise und verrennt sich auch schon mal in Sackgassen. Für richtige Hardcore-Krimileser kommt der Mordfall vielleicht ein bisschen zu kurz, obwohl ich die Auflösung dann doch ziemlich pfiffig fand!
    Rührend fand ich, dass die Poldi zeigt, dass man mit 60 noch lang nicht zu alt ist für Amore. Auch ein altes Herz kann hüpfen... Und manchmal auch brechen! Die Liebesgeschichte folgt ma grad so gar keinem Schema, weder F noch X, Y, Z. Aber süß ist sie trotzdem, irgendwie.
    Zitat:
    "Eine deutsche Hupe, des ist immer eine Kriegserklärung, die Invasionstruppen quasi bereits an der Grenze. Eine italienische Hupe dagegen klingt wie ein freundliches Räuspern, wie ein geflötetes: »Permesso?«, oder wie ein sanftes: »Ach, Signora, würden sie wohl bitte anhalten, denn ich bin eh schon dabei, Ihnen die Vorfahrt zu nehmen, grazie, molto gentile.« (...) Wenn Romeo eine Vespa g'habt hätte, nachert hätte er seiner Giulietta unterm Balkon garantiert was vorg'hupt, und des wär fei keinen Strich weniger romantisch g'wesen."
    Der Humor war für mich eine sehr positive Überraschung, denn der ist zwar manchmal schrill und laut und oft ein bisserl albern, aber mich hat er total angesprochen - und in meinen Augen gehört er auch nicht in die Schublade "platte Schenkelklopfer". Allweil schwingt mit: Mei, schauts halt her, es is doch schee, das Leben. Das macht es zu einem wunderbaren Sommerbuch!
    Der Humor ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache - aber das kann man ganz einfach ausprobieren, indem man sich schnell mal die Leseprobe durchliest, denn ich denke, das merkt man sofort.
    Zitat:
    "Trecastagni ist ein verträumter Ort, auf halber Höhe zwischen Himmel und Erde, von einem freundlichen Gott mit leichter Hand an die Ostseite des Ätna zwischen alte Nebenkrater getupft. Eines der an die zwanzig Ätnadörfer, die den Berg wie eine nachlässig geknüpfte Kette umgürten, weitgehend unverschandelt, wo die Sommer mild und die Winter klamm sind. Wo man aufs Meer in der Ferne blickt wie auf einen Gutschein für eine bessere Zukunft, den man nie einlösen wird."
    Den Schreibstil fand ich fantastisch. Der Autor findet immer wieder witzige, frische Vergleiche und Formulierungen, zeigt aber auch einige Male, dass er nachdenklichere Tonarten ebenso beherrscht. Er beschwört Sizilien so lebendig herauf, so prallvoll mit Bildern, die alle Sinne ansprechen, dass man fast schon die Hitze spürt, den Wein schmeckt und Lust auf richtig waschecht sizilianische Küche bekommt.
    Fazit:
    Wenn man ein Buch geschenkt bekommt, von dem man sich quasi schon zu 99% sicher ist, dass es überhaupt nicht dem eigenen Beuteschema entspricht, dann ist das irgendwie doof. Und wenn man es irgendwann widerstrebend doch liest, dann fühlt sich das erstmal an wie früher bei den Hausaufgaben. Wenn man letztendlich aber feststellt, dass man gerade ein neues Lieblingsbuch entdeckt hat - dann kann man sich eigentlich nur freuen, still Abbitte leisten und sich vor dem Können des Autors verneigen.
    Ich verneige mich also vor Mario Giordano und seiner sturen, eigenwilligen, schrillen, lebenslustigen, unerwartet liebenswerten Tante Poldi. Ein bisschen Krimi, enorm viel Humor und eine gute Portion Urlaubsatmosphäre ergaben für mich eine Mischung, die mir sehr viel Spaß gemacht hat! Einerseits sollte man das Buch nicht zu ernstnehmen, andererseits versteckt sich aber auch die ein oder andere Lebensweisheit in seinen Seiten.
    Weiterlesen
  • Rezension zu Tante Poldi und die Früchte des Herrn

    • 22. Juli 2016 um 13:13
    Klappentext:
    Tante Poldi ist sauer: Zuerst wird ihr das Wasser abgestellt, dann auch noch der Hund ihrer Freundin um die Ecke gebracht. Kreizsacklzement! Erste Ermittlungen führen sie zum Winzer Avola. Und der ist auch noch so hammer-attraktiv, dass die Poldi nach einer heißen Nacht prompt ihre Ermittlungen vergisst.
    Bis am nächsten Morgen die Polizei vor Avolas Tür steht. Denn zwischen seinen Reben wurde eine Leiche gefunden, und Commissario Montana ist alles andere als erfreut, dass ausgerechnet Poldi Avola ein Alibi geben kann. Außerdem bleibt die Frage: Wer hat Giuliana getötet - und warum?
    Meine Meinung:
    Liebe Tante Poldi was für eine tolle Überraschung, als dein Neffe mir Mandelguatzli von seinem letzten Besuch bei dir in Sizilien mitbrachte. Bei einigen Espressi, einem Cappuccino und später auch Ramazottis hat er mir erzählt, wie es dir in letzter Zeit ergangen ist.
    Du hättest dir auch eine Vespa gekauft, damit du mobiler bist. Danke fürs Foto, du machst eine wirklich bella Figura auf deiner sizilianisch bemalten Vespa!
    In eurer Strasse hätte es über drei Wochen kein Wasser mehr gegeben und dann sei auch noch der Hund von Valérie vergiftet worden. Deine Erklärung dazu sei, dass die Mafia schuld sei und sie es auf dich abgesehen hat.
    Doch zum Glück ist dein Wochenplan straff und du konntest dich gut ablenken. Sei es am Strand, am Markt oder Freitags mit Montana. Ah, Commissario Montana ist ein gutes Stichwort - wie du ihn überredet hast, dir Fotos von seinem aktuellen Fall, einer toten Staatsanwältin, zu zeigen, nicht schlecht, Tante Poldi! Deswegen ist er ja auch selbst schuld, dass du mit dem Winzer Achille ein Techtelmechtel angefangen hast. Achille macht nicht nur guten Wein, sondern mag auch dich... was Montana so gar nicht gefällt... Aber Montana ist ja auch ein Trottel, seine Zukunftspläne haben dich ja regelrecht erschreckt!
    Bald darauf stolperst du schon über eine Leiche und du kannst es nicht lassen, selbst zu ermitteln. Diesmal hast du Verstärkung gefunden: Signora Cocuzza und Padre Paolo helfen dir, so im Sinne von "Zwei Engel für Poldi". Finde ich gut! Blöderweise bekommst du auch noch Besuch von Signore Tod, der dir lang und breit von seinem Verwaltungsrat und Vorstand erzählt; aber du hast die Begegnung gut gemeistert.
    Lang und breit erzählst aber auch du, liebe Poldi, und auch dein Neffe tendiert des Öfteren dazu und dann wird es anstrengend für uns alle, die deinen Erklärungen folgen wollen. Ein bisschen weniger Ausschweifungen und weniger Gefluche hätten es im Fall auch getan, gäll Poldi! Aber das hab ich dir ja schon beim ersten Mal gesagt.
    Lass doch deinen Neffen ganz bei dir wohnen, dann hast du ihn immer um dich. Ihm gefällts ja auch in Torre Archirafi, aber vielleicht hast du gar keinen Platz mehr in deiner Wohnung, weil du ja am Schluss ziemlich überraschend Besuch bekommen hast. Hoppla Schorsch! Erzähl doch bitte bald, was es mit diesem unerwarteten Besucher auf sich hat.
    Viele Grüsse auch an den Bastei Verlag und vielen Dank deinem Neffen fürs Erzählen!
    Fazit: Unterhaltende Krimikomödie in der eine einzigartige Protagonistin Sizilien (un)sicherer macht.
    4 Punkte.
    Weiterlesen

Ausgaben von Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Taschenbuch

Cover zum Buch Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Seitenzahl: 368

Hörbuch

Cover zum Buch Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Laufzeit: 00:07:20h

E-Book

Cover zum Buch Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Seitenzahl: 369

Besitzer des Buches 29

Update: 6. September 2025 um 15:52