Wo Licht ist
Buch von Sarah Moss, Nicole Seifert
Titel: Wo Licht ist
Sarah Moss (Autor) , Nicole Seifert (Übersetzer)
Verlag: Unionsverlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783293208629
Termin: Juli 2019
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Wo Licht ist
Das große, kalte Haus im grauen Manchester lebt nur auf, wenn Allys Eltern hinter den verschlossenen Türen des Salons Gäste empfangen und Tee servieren. Gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester May träumt sich Ally weit fort, auf fliegende Teppiche, über Ozeane hinweg und in fremde Länder. Die gestrenge Mutter widmet ihre ganze Zuneigung den Bedürftigen im Frauenhaus. Der Vater, ein Künstler, interessiert sich mehr für Farben und Stoffe als für seine Töchter. Ally bricht mit den Konventionen: Sie will als eine der ersten Frauen Englands Medizin studieren. Um ihr Ziel zu erreichen, muss sie in einer Männerwelt bestehen, in der schon der kleinste Fehler sie zu Fall bringen kann.
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Bewertungen
Wo Licht ist wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Wo Licht ist
- Magdalena
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28. Dezember 2018 um 14:50
Alethea "Ally" Moberley und ihre Schwester May sind die Kinder eines recht ungewöhnlichen Paares. Der Vater Alfred ist ein bekannter Maler und Innenarchitekt, nicht zuletzt berühmt für seine Tapetenmuster, ein liberaler, lebenslustiger Mann, während seine Frau Elizabeth streng und puritanisch das Regiment über die beiden Mädchen führt. Sie ist eine leidenschaftliche Kämpferin gegen Armut und gegen die Unterdrückung der Frau, schießt mit ihren Methoden jedoch bei den eigenen Kindern häufig über das Ziel hinaus, um sie nur ja nicht zu verweichlichen.Weiterlesen
Ally wächst zu einem ernsten, nachdenklichen Mädchen heran, dessen Strebsamkeit eigentlich jede Mutter freuen müsste, doch für Elizabeth ist es nie genug, egal, was Ally tut, selbst als sie als eine der ersten Frauen überhaupt gegen alle möglichen Widerstände ein Medizinstudium beginnt. In ihren Augen ist ihre Tochter schwach und hysterisch. Dass Allys gelegentliche Zusammenbrüche aus purer Überforderung entspringen, kommt ihr nicht in den Sinn, sie soll sich gefälligst zusammenreißen.
Sarah Moss ist ein Name, den ich mir ab sofort unbedingt merken muss. Dieser Entwicklungsroman über eine junge Frau im viktorianischen England ist keine herkömmliche historische Frauengeschichte, allein schon durch die äußerst treffende Sprache nicht. Sie schafft es, gleichermaßen die damaligen Lebensumstände und engstirnigen Denkweisen zu skizzieren, die erst ganz allmählich aufzubrechen beginnen, wie auch Allys Lebensweg packend zu schildern.
Wie sehr die die verqueren Ansichten ihrer Mutter verinnerlicht hat und sich dabei selbst das Leben noch schwerer macht, lässt uns aus heutiger Sicht immer wieder den Kopf schütteln, doch gerade das ist das Glaubhafte an diesem Buch. Alle sind Kinder ihrer Zeit und niemand ist schwarzweiß gezeichnet, allen voran Elizabeth, die einerseits so viel Gutes tut und mit so viel Herzblut und Einsatz für ihre Überzeugungen kämpft und andererseits so gar kein Verständnis für die Nöte ihrer Töchter aufzubringen vermag.
Eine sehr gelungene Emanzipationsgeschichte, gerade weil sie sich nicht mit einem großen Knall, sondern in kleinen, schmerzhaften Schritten vollzieht.
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Besitzer des Buches 5
Update: 13. März 2024 um 09:39





