Drei Sensationen und zwei Katastrophen: Feuilletons zur Welt des Kinos
Buch von Joseph Roth, Helmut Peschina, Rainer-Joachim Siegel
Titel: Drei Sensationen und zwei Katastrophe...
Joseph Roth (Autor) , Helmut Peschina (Herausgeber, Kommentator) , Rainer-Joachim Siegel (Herausgeber, Kommentator)
Verlag: Wallstein
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 400
ISBN: 9783835313828
Termin: September 2014
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Drei Sensationen und zwei Katastrophen: Feuilletons zur Welt des Kinos
Joseph Roth zählte in der Weimarer Republik zu den angesehensten Feuilletonisten im deutschen Sprachraum. Neben seinen Reportagen, Reiseberichten, Buchrezensionen und Theaterkritiken, die er für die wichtigsten deutschsprachigen Blätter schrieb, etablierte er sich auch als Filmkritiker.
In den knapp hundert, teilweise erstmals in Buchform veröffentlichten Texten dieses Bandes findet sich eine Fülle sehr unterschiedlicher Blicke auf das Phänomen Kino: Roth schreibt über Filmpremieren, setzt sich mit der 'Kinodramatik' auseinander, besucht Drehorte und berichtet über die Filmbranche und den neu entstehenden Starkult. Die cineastische Tagesware der Weimarer Zeit wird ebenso kritisch durchleuchtet wie spätere Klassiker des Genres Stummfilm, etwa 'Der letzte Mann' von Friedrich Wilhelm Murnau oder Fritz Langs 'Nibelungen' - Momentaufnahmen aus der Frühzeit des Mediums Film, entstanden in der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm, dem Roth keine große Zukunft prophezeite.
Ergänzt wird der Band durch drei Filmentwürfe, mit denen sich Roth im Exil allein bzw. in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Leo Mittler in dieser Branche versuchte.
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Bewertungen
Drei Sensationen und zwei Katastrophen: Feuilletons zur Welt des Kinos wurde bisher einmal bewertet.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Drei Sensationen und zwei Katastrophen: Feuilletons zur Welt des Kinos
- Nungesser
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28. Juli 2016 um 15:29
Der Autor:Weiterlesen
Joseph Roth (geboren 1894 in Brody, Ostgalizien, gestorben 1939 in Paris) war ein österreichischer Schriftsteller und Journalist und zählte in der Weimarer Republik zu den angesehensten Feuilletonisten im deutschen Sprachraum. Zu seinen bekanntesten Romanen gehören "Hiob", "Radetzkymarsch" und "Kapuzinergruft".
Inhalt: (Klappentext)
In den hundert, teilweise erstmals in Buchform veröffentlichten Texten dieses Bandes findet sich eine Fülle sehr unterschiedlicher Blicke auf das Phänomen Kino: Roth schreibt über Filmpremieren, setzt sich mit der "Kinodramatik" auseinander, besucht Drehorte und berichtet über die Filmbranche und den neu entstehenden Starkult. Die cineastische Tagesware der Weimarer Republik wird ebenso kritisch durchleuchtet wie spätere Klassiker des Genres Stummfilm, etwa "Der letzte Mann" von Friedrich Wilhelm Murnau oder Fritz Langs "Nibelungen" - Momentaufnahmen aus der Frühzeit des Mediums Film, entstanden in der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm; eine Vermessung der Welt de Kinos mit den Mitteln des Feuilletons.
Ergänzt wird der Band durch drei Filmentwürfe, mit denen sich Roth im Exil allein, bzw. in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Leo Mittler in dieser Branche versuchte.
Meinung:
Das Buch beinhaltet knapp hundert Artikel zu Premierenberichten, Besuchen bei Drehorten, Kommentaren zur Filmtechnik, dem Glamour der aufkeimenden Filmindustrie und Stars und Sternchen, die Joseph Roth zwischen den Jahren 1919 und 1935 in diversen Zeitschriften publiziert hat, sowie diverse Filmentwürfe.
Ich bin ein grosser Fan von Roths Romanen, und auch seine Kolumnen sind sehr gut geschrieben, ohne Frage. Der Mann wusste einfach mit Worten umzugehen, und er war ebenfalls ein ziemlich guter Beobachter. Dass mir das Buch dennoch nicht zugesagt hat, liegt eher an mir als an den Texten. Aber was habe ich auch erwartet? Klar, es geht um die Filmindustrie von vor bald hundert Jahren. Ein paar Namen wie F.W. Murnau, Ernst Lubitsch und Fritz Lang sind mir bekannt, ebenso Filme wie "Nosferatu". Dennoch sagten mir gut 90% der in den Beiträgen genannten Namen überhaupt nichts: Filme, Stars, Regisseure, Geldgeber und sonstige Filmbeitragende aus den 1920er und 1930er Jahren... Zwar besteht gut ein Drittel des Buches aus Anmerkungen - teilweise sind die Kommentare und Erläuterungen zu den einzelnen Zeitungsbeiträgen länger als der eigentliche Text selbst - aber als Leser muss man schon gewaltiges Interesse am damaligen Filmgeschehen mitbringen, um sich durch diese Sekundärliteratur zu arbeiten. Joseph Roths Feuilletonartikel sind meist recht kurz (1-2 Seiten), lesen sich flott herunter, aber eben weil es eine Ansammlung loser Texte bleibt, zu einem Thema in das ich mich nicht tiefer rein arbeiten wollte, kann ich das Buch wirklich nur Cineasten empfehlen.
Ausgaben von Drei Sensationen und zwei Katastrophen: Feuilletons zur Welt des Kinos
Besitzer des Buches 1
Update: 27. März 2018 um 04:27



