Venezianisches Finale

Buch von Donna Leon

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Venezianisches Finale

Skandal in Venedigs Opernhaus ›La Fenice‹: In der Pause vor dem letzten Akt der ›Traviata‹ wird der deutsche Stardirigent Helmut Wellauer tot aufgefunden. In seiner Garderobe riecht es nach Bittermandel – Zyankali. Ein großer Verlust für die Musikwelt und ein heikler Fall für Commissario Guido Brunetti. Und es scheint, als ob einige Leute allen Grund gehabt hätten, den Maestro unter die Erde zu bringen.
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Serieninfos zu Venezianisches Finale

Venezianisches Finale ist der 1. Band der Commissario Guido Brunetti Reihe. Sie umfasst 34 Teile und startete im Jahr 1992. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Über Donna Leon

Donna Leon ist eine US-amerikanische Autorin und Schriftstellerin. Sie wurde 1942 in Montclair im Bundesstaat New Jersey geboren. Nachdem Sie in den USA und Italien studiert hatte, war sie als Englischlehrerin, Reisebegleiterin und Werbetexterin tätig. Mehr zu Donna Leon

Bewertungen

Venezianisches Finale wurde insgesamt 70 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,9 Sternen.

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Meinungen

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Venezianisches Finale

    Mir hat Venezianisches Finale sehr gut gefallen.
    Ja, es ist ein eher ruhiger Krimi. Es gibt keine spektakulären Verfolgungsjagden, Schusswechsel oder ähnliches, auch einen wirklichen Spannungsbogen hat das Buch nicht. Dennoch habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt; es hat mich sehr interessiert, was Brunetti nach und nach über das Mordopfer und sein Umfeld in Erfahrung bringen konnte, und ich war auch neugierig darauf, wer den Dirigenten im Endeffekt umgebracht hat.
    Die verschiedenen Personen und Persönlichkeiten mit ihren ganz eigenen Geschichten und ihrem Ballast hat Donna Leon meiner Meinung nach sehr gut dargestellt. Viele Figuren sind vielschichtiger als man beim ersten Auftauchen glauben würde und liefern nicht nur neue, aufschlussreiche Fakten über das Opfer, sondern haben teilweise auch selbst bewegte Hintergrundgeschichten.
    Der Protagonist selbst, Brunetti, ist sehr sympathisch und liebenswert. Die Einblicke in sein Privatleben sind gut mit der Krimihandlung verknüpft, zudem scheint er ein guter Ermittler zu sein. Auf jeden Fall begleitet man ihn als Leser sehr gerne durch Venedig.
    Überhaupt, Venedig - ich war noch nie dort, aber die Autorin schafft es, die vielen Eigenarten, die diese Stadt scheinbar hat, so liebevoll in die Geschichte zu verpacken, dass man stellenweise das Gefühl hat, selbst in der Stadt zu sein und durch die Straßen zu spazieren beziehungsweise mit Booten über die Flüsse zu fahren.
    Auch sonst versteht Donna Leon sich auf Beschreibungen, man kann sich sowohl die Orte, an denen die Hauptpersonen sich befinden, vorstellen als auch das Gefühlsleben der Figuren nachvollziehen. Und Leons Schilderung von der Oper La Traviata, die das Opfer noch vor seinem Tod komponierte, hat in mir durchaus die Lust geweckt, die Oper selbst einmal zu sehen.
    Die italienischen Worte, die in die Dialoge eingestreut sind, haben mich nicht gestört. Für mich bekam die Geschichte dadurch noch mehr Authenzität und bei den meisten Begriffen war mir die Bedeutung auch sofort klar - und wenn nicht, wurde mein Verständnis der Handlung durch diese kleinen Einwürfe auch nicht beeinflusst.
    Die Auflösung des Falles kam für mich irgendwie nicht sonderlich überraschend, obwohl sie doch eher ungewöhnlich ist. Insgesamt ist sie aber in sich stimmig und so, wie Donna Leon den Tathergang schildert, ist er in sich stimmig und glaubwürdig.
    Mich hat das Ende zudem sehr nachdenklich gemacht, weil ich mich gefragt habe, wie ich wohl an Brunettis Stelle gehandelt hätte...
    Venezianisches Finale ist in meinen Augen ein sehr guter Reihenauftakt. Der Krimi ist zwar ruhig, aber dennoch sehr interessant und die Verknüpfung mit der Welt der Oper ist sehr gut gelungen. Ich gebe und mache gleich mit dem zweiten Band weiter.
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  • Rezension zu Venezianisches Finale

    Meine Rezi:
    Es beginnt mit dem letzten Akt einer Oper in Venedig. Die Zuschauer strömen in den Saal zurück und warten gespannt wie der Akt endet.
    Doch der Dirigent kommt nicht, wird entschuldigt, und schon geht das Getuschel los.
    Wenige Zeilen später ist Commissario Brunetti, der Hauptprotagonist, vor Ort. Der Dirigent ist tot.
    Ich dachte, nun müsste es eigentlich losgehen: ermitteln, Zeugen befragen, Beweisen nachgehen usw., aber kaum was passiert.
    Die Ermittlungen ziehen sich schleppend hin. Außer Zeugenbefragungen gibt es eigentlich keine anderen Tätigkeiten die der Commissario machen könnte.
    Aber dadurch erfährt man vieles über den Toten. Wobei es größtenteils nur Oberflächliches oder gar Gerüchte sind.
    Nur ganz langsam kann Brunetti sich ein Profil von dem Mann machen. Was er dabei erfährt, reicht bis in den 2. Weltkrieg zurück. Und er entdeckt auch eine gewisse Abneigung gegen manche Verhaltensweisen in seinem Leben.
    Was die Arbeitsweise der italienischen Polizei angeht, ist sie wirklich so beschrieben wie wir sie kennen. Langsam und stockend, mit vielen Kaffee- oder Weinpausen dazwischen. Es gibt Tage, an denen Brunetti nur ein oder zwei Zeugen befragt und das war’s.
    Was mich sehr gestört hat, waren die italienischen Wörter, die in den Raum geworfen und nirgends erklärt werden. Sie machen die Geschichte zwar bildhafter und auch italienischer, aber wenn sie nirgends erläutert werden, ist das aus meiner Sicht ziemlich störend. Es ist deshalb auch teilweise schwierig der Geschichte zu folgen, da man sich daran aufhält.
    Auch gewinnt die Geschichte sehr lange Zeit nicht richtig Fahrt, keine Spannung die steigt, keine Abwechslung. Das hat mich etwas enttäuscht.
    In der zweiten Hälfte des Buches konnte ich mir dann langsam vorstellen, wer als Mörder in Frage käme und auch Brunetti’s Familie wird endlich etwas vorgestellt.
    Doch ich täuschte mich, was den Mörder betraf und die Autorin hat mich am Ende doch noch überrascht!
    Fazit:
    Für meinen Geschmack leider etwas zu langatmig, gerade in der ersten Hälfte des Buches. Dazu noch die italienischen Worte, die kaum übersetzt wurden, das alles bringt dem „Krimi“ leider nur 3 Sterne ein.
    10.02.09
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Ausgaben von Venezianisches Finale

Taschenbuch

Seitenzahl: 352

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 352

Hörbuch

Laufzeit: 00:05:12h

E-Book

Seitenzahl: 398

Venezianisches Finale in anderen Sprachen

  • Deutsch: Venezianisches Finale (Details)
  • Englisch: Death at La Fenice (Details)

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