Die Sache mit dem Dezember

Buch von Donal Ryan

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Sache mit dem Dezember

Der seltsame und stille Johnsey Cunliffe, der kaum je ein Wort sagt, erbt die Farm seiner kürzlich verstorbenen Eltern. Das Land soll das Kernstück eines millionenschweren Bauprojektes sein. Gerade als sich Johnsey das Glück zuwendet, wird er von allen Seiten unter Druck gesetzt. Er soll verkaufen. Doch genau das will er nicht.
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Bewertungen

Die Sache mit dem Dezember wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,9 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Sache mit dem Dezember

    Johnsey ist nicht unbedingt der Hellste, lebt mit Ende 20 noch bei seinen Eltern auf deren Bauernhof und lässt das Leben ohne größere Regungen seinen Gang gehen. Mit Menschen hat er eher schlechte Erfahrungen gemacht, schon in der Schule wurde ihm von Gleichaltrigen häufig übel mitgespielt. Nachdem zuerst der Vater und kurz darauf die Mutter sterben, ist Johnsey mit der Situation reichlich überfordert und driftet schutzlos durch die Welt.
    Doch damit noch nicht genug: ein Investor will das verschlafene Dorf mit Neubauten aufwerten, die Bewohner sind begeistert. Wäre da nur nicht Johnsey, der sich weigert, das elterliche Grundstück zu verkaufen und plötzlich mehr denn je zur Zielscheibe wird, nicht nur für die örtlichen Schlägertypen, sondern auch für die Menschen, die in das Bauprojekt investiert haben und auf einen Aufschwung des Ortes hoffen.
    Einen eher minderbemittelten Protagonisten ins Zentrum des Buches zu stellen ist ein interessanter Ansatz. Johnsey sieht die Welt mit anderen Augen als die meisten anderen Menschen, wünscht sich aber letztendlich dasselbe wie wir alle: Akzeptanz, Freunde, Anerkennung, Liebe. Er träumt davon, eine Frau zu finden und ganz normal zu leben, ohne aufzufallen, ohne verspottet zu werden, ohne ungewollt alles falsch zu machen oder etwas Dummes zu sagen. Man fühlt mit ihm in seiner Hilflosigkeit, leidet mit ihm, wenn er ausgelacht, verhöhnt und verprügelt wird.
    Dennoch hat mich Johnseys Perspektive nicht durchgängig überzeugt - wenn er so wenig intelligent ist, dass er selbst relativ gängige Fremdwörter nicht versteht, wie hat er dann eine normale Schullaufbahn inklusive Physikunterricht geschafft? Ich hätte es als glaubhafter empfunden, wenn er "nur" als sozial gehemmter Außenseiter mit ein paar Verhaltensproblemen geschildert worden wäre.
    Im weiteren Verlauf des Buches, insbesondere mit Einführung zweier bestimmter Figuren, dann auch ziemlich die Ausdrucksweise und der Humor auf den Geist. Ich habe nicht grundsätzlich ein Problem mit derber Sprache oder auch mal einem Gag südlich der Gürtellinie, aber irgendwann fand ich es nur noch nervig, ständig von "Zipfel", "Horn", "Titten" (gut, die kamen nicht ganz so häufig vor) und ähnlichem zu lesen. Außerdem nahm die Handlung für mich etwas abstruse, überdramatische Züge an, die ich nicht glaubwürdig fand.
    Das Ende war zugegebermaßen ein Knaller, der mich überrascht hat, konnte aber die Tatsache, dass mich die zweite Hälfte des Romans ansonsten vorwiegend angeödet und genervt hat, nicht mehr wettmachen.
    Leider also von mir nicht so ein gutes Urteil wie von meiner Vorschreiberin. Ich hätte das Buch gerne lieber gemocht, aber es hat mich einfach nicht stärker angesprochen.
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Ausgaben von Die Sache mit dem Dezember

Taschenbuch

Seitenzahl: 272

E-Book

Seitenzahl: 273

Besitzer des Buches 8

Update: