Du hättest es wissen können

Buch von Jean Hanff Korelitz

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Du hättest es wissen können

Grace Reinhardt Sachs lebt auf der Manhattaner Eastside in dem Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. Sie ist eine erfolgreiche Paartherapeutin, ihr Mann ein berühmter Kinderarzt, und ihr Sohn besucht eine renommierte Privatschule. Graces Beziehungsratgeber DU HÄTTEST ES WISSEN KÖNNEN steht kurz vor der Veröffentlichung, und das Interesse ist groß. Als die Mutter eines Mitschülers ermordet wird und Graces Mann nicht zu erreichen ist, beginnt Grace zu ahnen, dass es vielleicht auch Dinge gibt, die sie hätte wissen können. Jean Hanff Korelitz erzählt von einer modernen Frau — klug, emotional, erfolgreich, die glaubt, alles im Griff zu haben. Erst eine große Krise hält sie davon ab, die Fassade weiterzupolieren, hinter der sie fast verschwunden war — endlich fängt sie wieder an zu leben.
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Bewertungen

Du hättest es wissen können wurde insgesamt 9 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,7 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Du hättest es wissen können

    Grace Reinhardt ist eine erfolgreiche Paartherapeutin, ihr Mann Jonathan Sachs ein bekannter Kinderonkologe, der gemeinsamer zwölfjährige Sohn Henry geht auf eine Privatschule und spielt Geige. Graces erstes Buch, eine Art Beziehungsratgeber mit dem Namen „Du hättest es wissen können“, wird bald veröffentlicht und sie ist ziemlich stolz darauf. Die erste Szene mit dem Interview für die Vogue lässt den Leser die Persönlichkeit der Protagonistin kennen lernen - Grace scheint eine emphatische und bodenständige Frau zu sein, eine gute Therapeutin, Ehefrau und Mutter. Und trotzdem findet man sie am Anfang nicht besonders sympathisch. Das Interessante dabei ist, dass man schon zu Beginn eine dunkle Vorahnung hat - es wird etwas Schlimmes kommen.
    Als die Mutter eines Mitschülers ihres Sohnes, die sie neulich kennen gelernt hatte, ermordet wird und Graces Mann verschwindet, beginnt die Protagonistin zu befürchten, dass es vielleicht doch Dinge gibt, die sie selbst hätte wissen können. Warum hat ihr Mann keinen Kontakt zu seinen Verwandten, bricht nach und nach die Freundschaften mit den anderen Paaren und ist immer abwesend? Er scheint eine Art Parallelleben zu führen und seine Ehefrau lässt ihn das tun.
    Während das Graces scheinbar rundum perfekte Leben nach und nach zerfällt, wirkt sie immer symphytischer auf den Leser. Die neuen Erkenntnisse und Offenbarungen über ihren Ehemann, den sie eigentlich gut zu kennen glaubte, muss sie zuerst verkraften. Aus den Gesprächen mit ehemaligen Kollegen und früheren Freunden, mit den Verwandten von Jonathan fügt sich ein echtes und erschreckendes Bild ihres Mannes zusammen.
    Um ihren Sohn Henry und sich selbst zu schützen, muss sie das Ganze durchstehen und eine Lösung finden.
    Dieser Roman hat mich auf Anhieb fasziniert. Die Autorin schreibt so unaufgeregt und ruhig und trotzdem fesselt die Handlung und Entwicklung von Geschehnissen im Roman den Leser total. Es lohnt sich absolut, dieses Buch zu lesen.
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  • Rezension zu Du hättest es wissen können

    Die erfolgreiche Therapeutin Grase Reinhardt Sachs steht kurz vor der Veröffentlichung ihres ersten Buches und ihr Leben könnte nicht perfekter sein. Sie ist seit langem glücklich mit dem erfolgreichen Kinderarzt Jonathan verheiratet und hat mit ihm einen gemeinsamen Sohn Henry, der in New York eine der Elite-Privatschulen besucht. In Grace Buch geht es, wie auch bei ihren Therapiesitzungen um die Erkenntnis "Du hättest es wissen können". Im speziellen gibt Grace andernen Frauen und Paaren Tipps und Hilfen in Beziehungsangelegenheiten. Allen voran die Aussage, dass man einen Mann schon vom ersten Augenblick gut durchleuchten sollte, bevor man mit ihm eine Beziehung eingehen sollte. Denn Frauen verdrängen oft die wahre Identität des Auserwählten (z.B. Fremdgänger, Alkoholiker usw).
    Grace Leben scheint allerdings von einem Moment auf den anderen zu zerbrechen, als eine Mutter von Henrys Mitschülern ermordet aufgefunden wird. Zuerst scheint sie keinerlei Verbindung zu dem Ganzen zu haben, bis auch ihr Mann spurlos verschwunden ist und die Polizeit vor ihrer Türe steht.
    Hmm wo fange ich am besten nur an....Ich muss sagen, mich hat das Buch leider total enttäuscht. Ich kannte die Autorin vorher noch nicht, in Amerika scheint sie aber wahnsinnig erfolgreich zu sein. Das People Magazin lobt das Buch mit den Worten: "Mitreißend, hervorragend gemacht." und die Los Angeles Times: "Fesselnd...Man kann nicht aufhören." Dem entsprechend waren meine Erwartungen. Leider kann ich dem absolut gar nicht zustimmen.
    Der Schreibstil der Autorin wäre im Grunde gar nicht schlecht, aber sie verzettelt sich so in der Umschreibung von Geschehnissen, dass die Sätze einfach nur unglaublich lange waren. Teilweise gab es Sätze die über die Hälfte einer Seite gingen und man am Ende gar nicht mehr wusste um was es überhaupt ging. Zudem gab es auch viel zu viele Erklärungen um das drum herum, die es gar nicht gebraucht hätte und das Buch somit nur unnötig in die Länge zogen.
    Grace als Hauptcharakter war mir überhaupt nicht sympatisch und ich konnte über ihre Gedanken teilweise nur noch unglaublich den Kopf schütteln. Ich musste das Buch so oft aus der Hand legen, weil es mich teilweise richtig gelangweilt hat, weiterzulesen. Oftmals wegen der vielen Wiederholungen die immer wieder auftauchten.
    Auch vom Ende bin ich nicht wirklich überzeugt und ich verbleibe mit einem Gefühl, dass mir irgendetwas fehlt. Die "Aufdeckung" des Mordfalles und das warum kam irgendwie nur flappsig daher.
    Am liebsten würde ich 1,5 Sterne geben, was nicht geht. Henry hat es in meinen Augen rausgerissen und auch die Tatsache, dass der Anfang an sich recht gut gelungen war (das Interview über das Buch). Auch das Cover finde ich recht gut gelungen und es passt perfekt zu der Geschichte. Daher dann doch 2 Sterne.
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  • Rezension zu Du hättest es wissen können

    Jean Hanff Korelitz -Du hättest es wissen können
    Am Anfang kann man sich noch kein Bild machen um was es in diesem Buch geht, aber wenn man die ersten Kapitel überwunden hat wird das Buch richtig interessant und man mag es am Ende nicht aus der Hand legen, denn erst am Ende gibt es die Auflösung des Rätsels oder eher gesagt, es ist spannend bis zum Ende. „Du hättest es wissen können“ von Korelitz ist ein, ich nenne es mal Familiendrama, wie man es kaum besser hätte schreiben können, um schon während des Lesens großen Eindruck zu hinterlassen, und für Nachhaltigkeit nach Beendigung zu sorgen, düster, morbide und er hinterlässt keine optimistische Grundstimmung, jedoch wäre dies angesichts der problematischen Handlung auch unpassend. Dieser Thriller ist eine Mischung aus Psychogram, unsagbarem Leid und geschehener Gewalt, faszinierend auch die Abgründe einer harmonischen Kleinstadt und die Psychologie der Familie, die nach außen hin erscheint wie eine Bilderbuchfamilie.. Die extreme Tiefe und die Intensität die der Autor der Geschichte eingehaucht hat, sorgen für ein Nägel kauendes Feeling, bereiten dem Leser spannende Lesestunden, und zeichnen diesen Roman schlussendlich aus. Ein Psychothriller der vor allem auch auf der sprachlichen Ebene vollkommen überzeugt hat. Frei von allem Geschwafel und Banalitäten beschreibt Korelitz vor allem die äußeren Geschehnisse und überlässt es dem Leser, Rückschlüsse auf Motive und Befindlichkeiten der Charaktere zu ziehen. Und während sich vieles erschließt, bleibt anderes doch geheimnisvoll und macht gerade so den enormen Reiz des Buches aus.
    Natürlich tragen die Charaktere ihren Part dazu bei. Gut gezeichnete Figuren, denen man ganz nahe sein kann, sind unabdingbar, denn eben ohne diese avanciert keine Geschichte zu einem echten Highlight. Korelitz jedenfalls hat es geschafft, diese ins Leben zu rufen. Er lässt den Leser vollends in Grace Reinhardts Leben eintauchen. Man lebt ihr Leben und verinnerlicht es. Einen Roman wie diesen, so intensiv und mitreißend von der Story her, die Charaktere so vielschichtig, habe ich lange nicht mehr gelesen, und nach anfänglichen Schwierigkeiten, mich mit der Story anzufreunden – mir erschien sie zu Beginn noch ein Stück weit fade - habe ich jede einzelne Seite genossen, auf der ich Grace auf ihrer ganz eigenen Odyssee begleiten konnte. Ihre Art wie sie sich gibt, und mit anderen Charakteren kommuniziert - sehr natürlich und nicht aufgesetzt - spricht für sich. So muss sich eine Frau verhalten, die sich einer ausweglosen Situation wie dieser, einer Gegebenheit diesen Ausmaßes gegenüber sieht.
    Wer Bücher mag, in denen es um psychologische Probleme und (oft unterschwellige) menschliche Abgründe geht, der liegt mit dem Roman sicher nicht ganz falsch, aber wer einen typischen Thriller mit Hochspannung, Action und blutiger Gewalt sucht, ist hier möglicherweise falsch beraten
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  • Rezension zu Du hättest es wissen können

    Roman über Lebenslügen.
    Inhalt:
    Grace ist eine erfolgreiche Manhattaner Psychotherapeutin.
    Sie ist verheiratet mit einem Arzt, der erfolgreich in der Kinderonkologie in einem Manhattaner Krankenhaus arbeitet.
    Und ihr Sohn ist ein wahrer Vorzeigesohn.
    Eines Tages wurde eine entfernte Bekannte getötet.
    Und plötzlich ist ihr Mann verschwunden.
    Nach dem ersten Unverständnis beginnt ihre vordergründig heile Welt zu bröckeln.
    Als Therapeutin hat sie sich auf ihre Fahnen geschrieben, ihren Patienten in ihren schwierigen Situationen nicht einfach nur gut zuzureden, sondern sie direkt mit der Nase auf die ersten Anzeichen des wahren Naturells ihrer Partner hinzuweisen; und sie hat auch gleich ein Buch mit dem Titel „Du hättest es wissen können“ dazu geschrieben.
    Meine Meinung:
    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen.
    Insgesamt fand ich den Roman schon echt spannend, wobei ich während des Lesens immer wieder bangte, dass der Roman sich nicht als einen „einfachen Frauenroman“ entpuppen sollte. Und nach Graces Neuanfang waren vielen Stellen für mich dann doch fast schon wieder zu viel heile Welt.
    Nicht so gut gelungen fand ich die kommunikationsarme, farblose und somit unrealistische Mutter-Sohn-Beziehung zwischen der Protagonistin und ihrem 12-jährigen Sohn.
    Und ich vermisste als Leser die Hinweise auf die Erkenntnisse, woran die Protagonistin die wahre Persönlichkeit ihres Ehemanns VORHER hätte erkennen können.
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Ausgaben von Du hättest es wissen können

Taschenbuch

Seitenzahl: 480

Besitzer des Buches 13

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