Das Feuer der Freiheit

Buch von Lyndsay Faye, Michaela Meßner

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das Feuer der Freiheit

Fesselnder Abschluss der Bestseller-Trilogie In den Straßen des historischen New York geht ein Feuerteufel um – oder ist es womöglich eine Teufelin ...? Der ausbeuterische Unternehmer und Abgeordnete Robert Symmes lässt Näherinnen unter unerträglichen Bedingungen arbeiten: Hat eine von ihnen Drohbriefe verfasst und seine Fabrik in Brand gesetzt? Oder war es die Frauenrechtlerin Sally Woods, die sich höchst verdächtig benimmt? Ein halbverhungertes Waisenkind scheint den Schlüssel zu dem Geheimnis zu besitzen, doch niemand weiß seine Äußerungen richtig zu deuten. Es ist an Timothy Wilde, dem Polizisten wider Willen, Schlimmeres zu verhindern – indem er möglichst schnell den Täter findet.
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Serieninfos zu Das Feuer der Freiheit

Das Feuer der Freiheit ist der 3. Band der Timothy Wilde Reihe. Diese umfasst 3 Teile und startete im Jahr 2012. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2015.

Bewertungen

Das Feuer der Freiheit wurde insgesamt 10 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Feuer der Freiheit

    4.5 Sterne für einen fesselnden Trilogie Abschluss!
    Zum Inhalt
    1848 - Eine Zeit des Umbruchs in der Stadt New York. Seien es die politischen Unstimmigkeiten, dem Aufkommen der Frauenrechtsbewegung oder die katastrophalen Verhältnisse in der Arbeiterklasse.
    Timothy Wilde gerät natürlich wieder mitten zwischen die Fronten, als der amtierende Stadtrat Robert Symmes die Polizei um Hilfe bittet: Eine radikale Frauenrechtlerin droht, seine Fabriken in Brand zu setzen und beschimpft ihn als Ausbeuter und Menschenverachter.
    Gleichzeitig kollidiert Timothys Bruder Valentine mit den politischen Machtspielen und so hat der beherzte Cop wider Willen alle Hände voll zu tun, um eine Eskalation zu verhindern, deren Ausmaße die Zukunft der ganzen Stadt verändern könnte ...
    Meine Meinung
    Ich bin wieder begeistert! Schon von den ersten beiden Bänden, die insgesamt sehr ungewöhnlich sind und mich tief eintauchen lassen in die Lebensumstände des damaligen New York. Vor allem wenn man bedenkt, dass diese Zeit gerade mal 150 Jahre her ist!
    Schon der --- Schreibstil --- hat mich mit seiner Atmosphäre sofort wieder eingenommen: Lyndsay Faye beschreibt jede Szene mit sehr viel Feingefühl und breitet das historische New York lebendig und bildhaft vor einem aus. Der Protagonist Timothy Wilde erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive und hat mich intensiv an seinen Gedanken teilhaben lassen.
    Der Stil ist sehr ungewöhnlich, wobei ich mich jedes Mal recht schnell zurecht finde. Die Sprache ist wunderbar angepasst und enthält sogar immer wieder Wörter aus dem "Flash", der geheimen Gaunersprache aus der damaligen Zeit. Meistens ist die Bedeutung aus den gegebenen Umständen ersichtlich, man kann aber auch hinten im Buch im Glossar nachschlagen.
    Trotz fesselnder Thematik kann man nicht so schnell durch die Seiten fliegen, einfach weil es wirklich anspruchsvoll geschrieben ist und viele Metaphern enthält, die man auf sich wirken lassen muss. Allerdings gab es auch kleine Absätze, die ich nicht verstanden hab, gerade in den Dialogen - das hielt sich aber sehr in Grenzen.
    --- Die Charaktere --- Ich werde sie vermissen! Allen voran natürlich Timothy und sein Bruder Valentine sind so wunderbar gegensätzlich, aber zusammengeschweißt durch ihre Vergangenheit und damit gezwungen, trotz starker Konflikte zusammen zu halten.
    Beide sind Getriebene, die keine Ruhe finden und immer auf der Suche nach einem inneren Gleichgewicht sind, das ihnen auf den unruhigen Straßen von New York verwehrt wird - noch dazu in einer Zeit, in der Ehre und Vertrauen zwar großgeschrieben, aber in der an jeder Ecke gemauschelt wurde, wo es nur ging.
    Bird Daly, das junge Mädchen mit dem schrecklichen Schicksal aus Band 1 spielt noch immer eine große Rolle für Timothy, genauso die verhasste Bordellbesitzerin Silky Marsh, deren Rolle in den Machenschaften schwer einzuschätzen ist. Aber auch Jakob Piest, Timothys langjähriger Freund und Polizeikollege und Elena Boehm, die Bäckerin, bei der er Unterschlupf gefunden hat, haben einen wichtigen Platz in seinem Leben eingenommen.
    Alles sehr prägnante und originelle Figuren, die ein passendes, wenn auch überraschendes "Ende" gefunden haben!
    --- Die Handlung --- hat mich wieder von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Viele kleine Hinweise haben mir alles aus der Vorgeschichte in Erinnerung gerufen und ich war sofort wieder drin. Es gibt hier keine klare Richtung eines Krimis oder eines actionreichen Abenteuers, sondern die besondere Verbindung aus politischen Intrigen, den Konflikten der Figuren, der korrupten Machtspiele und dem gestrandeten Sammelsurium dieser Stadt in allen Farben und Eindrücken.
    Die Situationen der ungewollten Zuwanderer aus Irland, den schlimmen Arbeitsbedingungen vor allem auch für die Frauen, den obdachlosen Säufern oder der leichten Mädchen, die keine Chance auf ein besseres Leben haben werden eindrucksvoll und lebensnah beschrieben.
    Die Geschichte wird langsam aufgebaut und trotzdem war ich total gefangen von diesem mitreißenden Fluss an, der mich jedes Mal wieder vorantreibt und mich nicht loslassen lässt.
    Besonders die Frauenbewegung zu dieser Zeit steckte ja noch in den Kinderschuhen und über die Ansichten zur damaligen Zeit könnte man lachen, wären sie nicht so real und gravierend gewesen.
    Fazit
    Ein beeindruckender, fesselnder Abschluss der Trilogie, die mich in den Sumpf der Korruption und des Verbrechens an unterschiedlicher Stelle geführt hat - mitten hinein in das schillernde oder auch düstere Leben New Yorks, welches der Hauptakteur Timothy Wilde mit all seinen Kräften gemeistert hat.
    © Aleshanee
    Weltenwanderer
    Timothy Wilde Mysteries
    1 - Der Teufel von New York
    2 - Die Entführung der Delia Wright
    3 - Das Feuer der Freiheit
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  • Rezension zu Das Feuer der Freiheit

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)
    In den Straßen des historischen New York geht ein Feuerteufel um - oder ist es womöglich eine Teufelin ...? Der ausbeuterische Unternehmer und Abgeordnete Robert Symmes lässt Näherinnen unter unerträglichen Bedingungen arbeiten: Hat eine von ihnen Drohbriefe verfasst und seine Fabrik in Brand gesetzt? Oder war es die Frauenrechtlerin Sally Woods, die sich höchst verdächtig benimmt? Ein halbverhungertes Waisenkind scheint den Schlüssel zu dem Geheimnis zu besitzen, doch niemand weiß seine Äußerungen richtig zu deuten. Es ist an Timothy Wilde, dem Polizisten wider Willen, Schlimmeres zu verhindern - indem er möglichst schnell den Täter findet.
    Autorin (Quelle: Verlagsseite)
    Lyndsay Faye gehört zu den authentischsten New Yorkern, nämlich denen, die woanders geboren wurden. Sie lebt in Manhattan.
    Allgemeines
    Titel der Originalausgabe: The Fatal Flame, ins Deutsche übersetzt von Michaela Meßner
    Erschienen am 19.Februar 2016 bei der dtv Verlagsgesellschaft, broschiertes Taschenbuch, 528 Seiten
    Gliederung: Vorangestelltes Gedicht "Frauenrechte" von Mrs.N.P.Lasselle (1850) - Prolog - 25 Kapitel, jeweils mit Zitaten aus Zeitungen/Zeitschriften des 19.Jahrhunderts überschrieben - Epilog - Historisches Nachwort - Danksagung - Glossar der Gaunersprache Flash
    Ich-Erzählung des Protagonisten Tim(othy) Wilde, Polizist in New York
    Handlungsort und -zeit: New York im Jahr 1848, Epilog 1854
    Zum Inhalt
    "Das Feuer der Freiheit" ist nach "Der Teufel von New York" und "Die Entführung der Delia Wright" der abschließende Band der Trilogie um den New Yorker Polizisten Tim Wilde. Im vorliegenden Band bekommt er es mit einem Feuerteufel zu tun, der gezielt Brandanschläge auf Gebäude, die dem amtierenden und zur Wiederwahl stehenden Stadtrat Robert Symmes gehören, verübt. Bei diesen Gebäuden handelt es sich um ein Bordell und Fabriken, in denen junge Näherinnen für einen Hungerlohn ausgebeutet werden. Tatverdächtig ist Sally Woods, eine ehemalige Arbeiterin in der Textilfabrik und außerdem Ex-Geliebte von Symmes, die nach einem von ihr initiierten Streik der Arbeiterinnen entlassen wurde. Wilde hat nicht nur beruflich Kontakt mit Symmes, sondern er begegnet ihm auch im Umfeld seines Bruders, Captain Valentine Wilde, der mit Symmes um das Amt des Stadtrats konkurriert. Dort wird mit harten Bandagen gekämpft und der Polizist erkennt schnell, dass es viele Menschen in New York gibt, die einen Grund haben, sich an Symmes zu rächen...
    Beurteilung
    Der dritte Band der Reihe beschäftigt sich zwar mit einem neuen Kriminalfall, setzt aber auch die Geschichte der privaten Verstrickungen des Protagonisten in umfänglicher Weise fort. Dabei wird vor allem auf Ereignisse des ersten Bandes Bezug genommen, sodass es unbedingt empfehlenswert ist, die drei Romane in der korrekten Reihenfolge zu lesen.
    Auch dieser Roman widmet sich wieder einer sozialen Problematik, hier geht es um die katastrophale Situation weiblicher Immigranten, die entweder unter falschen Versprechungen (Wohnung, Arbeit) in die Prostitution gelockt werden oder als Heimarbeiterinnen oder Näherinnen in den Fabriken ausgebeutet werden. Sie hausen unter erbärmlichsten Umständen und verdienen an ihren endlosen Arbeitstagen gerade genug, um nicht zu verhungern. Diese Frauen werden nicht nur ausgebeutet, sondern auch noch von den männlichen Schneidern, die sich um ihre Arbeitsaufträge betrogen sehen, angefeindet. Erste Bestrebungen einzelner Frauen, für ihre Rechte einzutreten, bleiben vorläufig erfolglos, da die Nation (schon Jahre vor dem Sezessionskrieg) vorrangig mit der Frage nach der Befürwortung oder Ablehnung der Sklaverei befasst ist.
    Der Roman vermittelt außerdem ein interessantes und schockierendes Bild der noch jungen Polizei. Nicht wenige Polizisten sind korrupt, treten gern als Schläger auf und greifen bei Verhören quasi unkontrolliert zu harten Methoden, wie z.B. dem "Duschbad" als frühe Form des Waterboarding.
    Die Kapitel sind mit zeitgenössischen Zitaten aus Zeitungen/Zeitschriften zum Thema "Frauenrechte" im Allgemeinen und zu den Lebensverhältnissen der Fabrikarbeiterinnen im Besonderen überschrieben. Diese oft erschütternden Zitate verstärken den Eindruck von Authentizität.
    Die Ausarbeitung der Charaktere der Romanfiguren ist sehr detailliert und glaubwürdig, allerdings verliert sich die Autorin hier - wie im ersten Band der Trilogie - gelegentlich in zu weitschweifigen Erzählungen, was dem Aufbau von Spannung nicht förderlich ist. Auch der häufige Gebrauch der Gaunersprache "Flash" bremst den Lesefluss.
    Das historische Nachwort, welches über einige im Roman thematisierte Umstände weitere Informationen gibt, rundet den Roman geschickt ab.
    Fazit
    Ein inhaltlich hochinteressanter und anspruchsvoller historischer Kriminalroman, der von einer etwas geraffteren Erzählweise profitiert hätte.
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Ausgaben von Das Feuer der Freiheit

Taschenbuch

Seitenzahl: 528

E-Book

Seitenzahl: 528

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