Frau hinter Hecken

Buch von Jana Revedin

Bewertungen

Frau hinter Hecken wurde bisher einmal bewertet.

(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Frau hinter Hecken

    Zum Inhalt (lt. Buchcover):
    Eines Tages bekommt Sylvie unangemeldeten Besuch. Isolde Schwartz, eine international anerkannte Philosophin, nimmt innerhalb nur eines Tages ihr Leben in Beschlag und zieht sie in einen Strudel von Erinnerungen und Ängsten. Sylvie entdeckt Schritt für Schritt, warum Isolde Schwartz von ihrem so glanzvoll scheinenden Weg abkam und sich nun in ihrem Haus hinter hohen Hecken versteckt. Sich in Lügen verstrickt, ihr Leben wegwirft. Beinahe.
    Zur Autorin (lt. Buchcover):
    Jana Revedin, geboren 1965 in Konstanz, studierte Architektur und Städtebau in Buenos Aires, Princeton und Mailand, habilitierte sich in Venedig und lebt heute, bei internationaler Forschungs- und Lehrtätigkeit, in Wernberg in Kärnten.
    Die Verfasserin von Standardwerken der Architekturtheorie begann 2009 mit "Sieben Gedichte" eine zweite Karriere als Schriftstellerin. Zwei Jahre darauf gab sie mit "Lysis" ihr Romandebut, gefolgt von "Den Haselweg hinauf".
    Ihre Essays und Kurzgeschichten erscheinen seither in namhaften Feuilletons.
    Meine Meinung zum Buch:
    Sylvie hat selbst einiges miterlebt in ihrem Leben. Im Alter von 3 Jahren stirbt ihr vermeintlicher Vater einen Unfalltod. Christl, ihre Mutter, hat sich ertränkt, als sie 13 war. Sylvia gibt sich noch immer die Schuld daran, die Vorboten nicht erkannt zu haben, den Selbstmord der Mutter nicht verhindert zu haben.
    Sylvie ist selbst Schriftstellerin und traf Isolde Schwartz bei einem Symposium in Bosten. Isolde Schwartz sprach damals eine "endlich gefundene Analogie" an.
    Was Sylvie nicht bemerkte, wohl aber Isolde, war die Tatsache, dass sie in unmittelbarer Nachbarschaft wohnten.
    Das Buch beginnt nun mit einem Anruf von Isolde Schwartz bei Sylvie. Einen Anruf, den Sylvie erst nicht ganz einordnen kann. In einer gewissen Art sieht Sylvie zu Isolde auf, sieht sie als erfolgreich und stark.
    Die Damen lernen sich schnell näher kennen, und hinter der Fassade von Isolde befindet sich ein Abgrund. Isolde - die Frau hinter den Hecken, hinter den beschützenden aber auch verbergenden Hecken.
    Sylvies Feingefühl lässt sie das Schlimmste befürchten, und alte Ängste kommen wieder in ihr hoch. Diesmal darf sie die warnenden Zeichen nicht ignorieren, sie hat Angst, dass auch Isolde einen Freitod ins Auge fasst. Diesmal will sie es verhindern.
    Das Buch ist berührend und in einem für mich schönen Schreibstil geschrieben. Ohne viele Worte zwischen Sylvie und Isolde versteht es die Autorin die Gefühle zwischen den beiden einzufangen und dem Leser näher zu bringen. Die Nebenschauplätze (Umbruch in Ägypten, wo sich Ted, Sylvies Partner aufhält und woher auch der tatsächliche Vater von Sylvie kommt) passen zwar zur Geschichte, aber nehmen für meinen persönlichen Geschmack ein wenig zu viel Platz ein. Dies ist aber schon Kritik auf höchstem Niveau.
    Zusammenfassend ein Buch, das ich jedem Leser/jeder Leserin empfehlen würde, der bereit ist, sich mit den Ängsten der Protagonisten auseinanderzusetzen und sich nicht vor einem nachdenklichen Buch scheut.
    Für mich ein - Buch. trotz der geringen Seitenanzahl (104 Seiten) wird sehr viel gesagt - nicht im Dialog - viel mehr zwischen den Zeilen.
    Weiterlesen

Ausgaben von Frau hinter Hecken

Hardcover

Seitenzahl: 108

Besitzer des Buches 1

  • Mitglied seit 20. April 2014
Update: