Unendlich wir

Buch von Amy Harmon

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Unendlich wir

'In dieser Nacht sind wir beide gesprungen, haben beide losgelassen, sind beide gefallen.' Bonnie Rae Shelbys Leben scheint ein wahr gewordener Traum: Sie ist eine der erfolgreichsten Popsängerinnen der Welt, hat Millionen von Fans, mehr Geld, als sie je ausgeben könnte ... und sie will sterben. Finn Clyde ist ein Niemand. Das Einzige, was für ihn im Leben Sinn ergibt, ist Mathematik. Allerdings hat ihn das bisher noch nicht weit gebracht. Er will ganz neu anfangen, weit weg von den Schatten seiner Vergangenheit. Doch dann sieht er das Mädchen auf der Brücke. Er weiß, dass sie springen wird. Und er muss eine Entscheidung treffen ... 'Unvergesslich, zutiefst berührend und einzigartig geschrieben, wie es nur Amy Harmon kann.' VILMAIRIS Neuausgabe von UNENDLICH WIR
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Bewertungen

Unendlich wir wurde insgesamt 15 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Unendlich wir

    Inhaltsangabe:
    Die Country-Sängerin Bonita Rae Shelby, von allen Bonnie genannt, schwimmt auf der Welle des Ruhmes und kann ihr Geld womöglich ihr Leben lang gar nicht ausgeben. Doch der Ruhm hat auch seine Schattenseite: während ihre Zwillingsschwester Minni an Leukämie starb, war sie auf Tournee und um den Tourplan nicht durcheinander zu bringen, teilte man ihr den Tod erst viel später mit. Diesen Fehler kann Bonnie ihrer Großmutter nicht verzeihen.
    Sie beschließt ihr Leben zu beenden und steht auf einer Brücke in Boston, als Finn Clyde, von allen Clyde genannt, sie sieht. Clyde ist bereits vorbestraft, lebt vorwiegend in der Welt der Mathematik und hat ebenfalls schon einen großen Verlust erlitten. Aus einem Impuls heraus kann er sie retten. Da sie nicht zurück zu ihrer Crew und der geld- und machtgierigen Großmutter will, bittet sie ihn, sie mitzunehmen auf seine Fahrt nach Las Vegas.
    Für beide beginnt ein unvergleicher Roadtrip, der in vielen Dingen an das Gaunerpärchen Bonnie und Clyde erinnert. Und ihre Welt wird nicht mehr so sein, wie sie sie in Bosten verlassen haben.
    Mein Fazit:
    Amy Harmon hat es mal wieder geschafft, mich in den Bann zu ziehen. Dies ist nun das vierte Buch, welches ich von ihr lesen durfte und auch wenn das Genre immer gleich ist, so ist jede Geschichte einzigartig anders.
    Am Anfang erfährt man von dem berühmten Gaunerpärchen, das in den 30er Jahren in Amerika sein Unwesen trieb und letztlich märtyrerhaft im Kugelhagel der Polizei starb. Und dann lernen wir Bonnie und Clyde der Gegenwart kennen. Sie sind ziemlich unterschiedlich, sogar völlig gegensätzig. Sie leben in unterschiedlichen Galaxien und doch finden sie sofort Gefallen aneinander. Finn stammt aus einfachen Verhältnissen und kam durch seinen Zwillingsbruder Fish in Schwierigkeiten. Dafür musste er ins Gefängnis und diese Zeit prägte ihn nicht nur psychisch, sondern auch physisch. Mit dem Leben in Bosten will er nichts mehr zu tun haben. In Las Vegas wird sein Talent gebraucht, denn seine Welt sind die Zahlen, Algorythmen und Gleichungen. Sein fotografisches Gedächtnis hat ihn schon in die eine oder andere schwierige Situation gebracht, doch in Las Vegas kann er damit legal Geld verdienen.
    Er sieht Bonnie auf der Brücke stehen und sie ist schon im Fallen, aber er kann sie noch auffangen und bewahrt sie vor dem sicheren Tod. Bonnie ist lebensmüde, nachdem man ihr noch nicht einmal mehr erlaubt hatte, sich von ihrer verstorbenen Schwester zu verabschieden. Ihre Großmutter, gleichzeitig auch ihre Managerin, wacht über jeden Schritt, den sie tut. Seit sechs Jahren schon tingeln sie durch die Welt, geben Konzerte, Interviews und machen neue Aufnahmen. Doch Gran hat noch nicht genug von dem Rummel. Als Gran feststellt, dass Bonnie vermisst wird, schlachtet sie es in den Medien aus, schaltet die Polizei ein und hetzt so alle auf das vermeintliche Gaunerpärchen, das eigentlich nur eines will: In Ruhe gelassen werden. Doch sie sind seit der ersten Minute auf der Flucht und erleben dabei sehr schöne und weniger schöne Momente. Bonnie und Clyde entdecken dabei ihre Liebe und gleichzeitig ihre ausweglose Situation. Doch sie sehen es auch als Chance und offenbahren Dinge, die sie vorher fest verschlossen hatten.
    Was für eine Geschichte! So facettenreich und so bildhaft! Ich finde kaum genug lobende Worte dafür. Die Autorin hat verschiedene Themen behandelt: Familienbande, Loyalität, Hoffnung, Trauer, Liebe und die überschäumende Medienwelt, wenn ein Superstar plötzlich verschwunden ist. Aber auch Gier und Macht sind erheblich, wobei das erst am Ende zu einem großen Thema wird. Diese grundlegenden Themen sind ziemlich geschickt miteinander verknüpft. Die Protagonisten wachsen einem dabei ans Herz, man will sie beschützen, trösten, ermutigen und applaudieren. Sie sind emotional greifbar, ohne dass es kitschig wirkt. Und das Ende ist einfach konsequent und zu Herzen gehend.
    Die Perspektiv-Wechsel haben mich am Anfang etwas verwirrt, aber erst einmal daran gewöhnt, war es kein Problem mehr. So lernte ich beide Personen wirklich gut kennen. Am Anfang eines jeden Kapitels gab es eine kurze Zusammenfassung, wie der Stand der Dinge in den Medien war. Was für haarsträubende Geschichten da manchmal zu lesen waren.
    Wunderschön und berührend, begeisterte fünf Sterne von mir für diesen unvergesslichen Roadtrip!
    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen!
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  • Rezension zu Unendlich wir

    unendlich gut erzählt:
    Bonnie Rae Shelby, 21 Jahre alt, supererfolgreiche Country-Sängerin, erträgt ihr Leben nicht mehr und will sich in New York nach einem Konzert von einer Brücke stürzen. Finn Clyde, Mathegenie und Exsträfling, sieht sie und muß sie retten. Nun fahren sie gemeinsam durch die USA mit dem Ziel Las Vegas, wo Finn eine Arbeitsstelle antreten will.
    Bei dieser Fahrt stolpern sie von einer Katastrophe in die nächste, denn Bonnie erweist sich als echter Chaosmagnet und bald berichten, ohne dass die beiden davon etwas mitbekämen, die Medien von Entführung, Erpressung, Raub und Mordversuch...
    Beide fühlten sich in den letzten Jahren in einem Käfig gefangen, trauern um ihren vertorbenen Zwilling, halten sich an ihrer besonderen Beganbung ( Musik / Mathematik) fest und haben eine Heidenangst vor der realen Welt. Beide merken, dass genau der andere ihnen so verbunden ist, wie damals ihr Zwilling und, dass sie ihre Ängste überwinden müssen, um ein gemeinsames Leben führen und sich wieder als Ganzes erleben zu können.
    Wird ihre Liebe und Geschichte ein anderes Ende finden, als das von Bonnie und Clyde in den 30er Jahren?
    Eine turbulente, nachdenkliche, aber auch witzige und spannende Geschichte, mit netter Anlehnung an die „historischen“ Figuren und Schauplätze über Liebe, Ängste, Über-sich-Hinauswachsen... und so viel mehr – unendlich gut erzählt.
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  • Rezension zu Unendlich wir

    Bonnie und Clyde reloaded
    Klappentext
    „Bonnie Rae Shelbys Leben scheint ein wahr gewordener Traum: Sie ist eine der erfolgreichsten Popsängerinnen der Welt, hat Millionen von Fans, mehr Geld, als sie je ausgeben könnte … und sie will sterben. Finn Clyde ist ein Niemand. Das Einzige, was für ihn im Leben Sinn ergibt, ist Mathematik. Allerdings hat ihn das bisher noch nicht weit gebracht. Er will ganz neu anfangen, in Las Vegas, weit weg von den Schatten seiner Vergangenheit. Doch dann sieht er die junge Frau auf der Brücke in New York. Er weiß, dass sie springen wird. Und er muss eine Entscheidung treffen …“
    Gestaltung
    Von Amy Harmon ist bereits ihr Roman „Vor uns das Leben“ im Egmont INK Verlag erschienen. Das Cover von „Unendlich wir“ ist in einem ähnlichen Stil gehalten wie das von „Vor uns das Leben“, was mir sehr gut gefällt, da man so erkennen kann dass beide Werke von derselben Autorin sind, auch wenn die Geschichten unabhängig voneinander sind. Die hellen, frühlingshaften Farben und die beiden Schattenkonturen von Menschen auf dem Cover finde ich sehr schön gewählt. Vor allem auch im Zusammenhang mit den zarten Blumenmustern des Hintergrundes. Was ich nicht so schön finde sind die braunen Flecken, da diese aussehen wie Schmutz (und ich habe wirklich erst mal einen Lappen genommen und über das Buch gewischt).
    Meine Meinung
    Bereits das Werk der Autorin mit dem Titel „Vor uns das Leben“ hat mir sehr gut gefallen. Daher hatte ich gehofft, auch mit „Unendlich wir“ wieder in ein emotionales, berührendes Werk einzutauchen. Der Schreibstil von Amy Harmon ließ sich, wie bereits aus dem anderen Werk gewohnt, wieder sehr angenehm lesen. An manchen Stellen hatte ich allerdings den Eindruck, dass die Autorin zu sehr ins Aufzählen gerät. Sie reihte für meinen Geschmack einfach zu viele kurze Sätze aneinander, sodass mir manche Passagen eher abgehakt erschienen.
    Erzählt wird aus der leserfreundlichen Ich-Perspektive. So lernt der Leser schnell die beiden Protagonisten Bonnie Shelby und Finn Clyde kennen. Aufmerksamen Augen wird hier vermutlich sofort eins ins Auge stechen: Bonnie & Clyde. Und korrekt, genau auf die Geschichte des bekannten Ganovenpaares wird in diesem Werk angespielt. Ich selber bin zu jung, um mich mit der Geschichte dieses berüchtigten Pärchens gut auszukennen (und ich interessiere mich dafür auch leider nicht sonderlich), aber kenne ich (und vermutlich viele jüngere Generationen auch) die Namen und weiß ungefähr worum es geht. Die Verarbeitung dieser Geschichte fand ich sehr interessant in „Unendlich wir“ eingebunden.
    Bonnie Shelby ist eine bekannte Sängerin, beliebt, bekannt, gefeiert. Finn Clyde beschäftigt sich hingegen lieber mit Zahlen und Formeln. Diese beiden Figuren, die unterschiedlicher nicht sein können, treffen aufeinander und langsam zeigt sich, dass beide ihr Päckchen zu tragen haben. Beide Figuren haben in ihrem Leben etwas Tragisches erlebt. Dies lässt sie zueinander finden, die beiden (wie vermutlich nicht anders zu erwarten) verlieben sich ineinander.
    Die Figuren haben mir ganz gut gefallen. Allerdings mochte ich Finn ein wenig mehr als Bonnie. Vermutlich lag dies an Bonnies doch recht oberflächlicher Art, die sich für mich nicht so einfach mit ihren Selbstmordgedanken vereinbaren ließ. Finn hingegen war für mich ein in sich stimmiger Charakter. Er war geheimnisvoll und ruhig und sein „Päckchen“ hat man erst später erfahren.
    Was ich auch sehr mochte war, dass die Bedeutung des Romantitels „Unendlich wir“ so bildhaft, transparent und allgegenwärtig war. Optisch fand man kleine Unendlichkeitszeichen und auch im Text fand sich oftmals ein Bezug zum Titel in Form von kleinen, eingestreuten Sätzen, die immer wieder auf die Unendlichkeit und das Beieinandersein der beiden Figuren verwiesen. Vor allem eine Textstelle verwendete das „Unendlich wir“ sehr schön.
    Fazit
    Wer schon „Vor uns das Leben“ mochte, dem wird auch „Unendlich wir“ gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass in diesem Werk der Schreibstil an manchen Stellen etwas zu viele kurze Sätze hintereinander verwendet, sodass die Melodie mancher Sätze und Textstellen etwas verloren geht. Es liest sich dann einfach abgehakter und eher wie eine Aufzählung verschiedener Erkenntnisse oder Tätigkeiten. Die Figuren waren in ihren Handlungen und Gefühlen nachvollziehbar und sympathisch, wobei Finn hier eindeutig höher einzuordnen ist als Bonnie.
    4 von 5 Sternen!
    Reihen-Infos
    Einzelband
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  • Rezension zu Unendlich wir

    Klappentext:
    Ich bin ein Niemand. Du bist ein Superstar. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
    Bonnie Rae Shelbys Leben scheint ein wahr gewordener Traum: Sie ist eine der erfolgreichsten Popsängerinnen der Welt, hat Millionen von Fans, mehr Geld als sie je ausgeben könnte…
    … und sie will sterben.
    Finn Clyde ist ein Niemand. Das Einzige, was für ihn im Leben Sinn ergibt, ist Mathematik. Allerdings hat ihn das bislang noch nicht weit gebracht. Er will ganz neu anfangen, in Las Vegas, weit weg von den Schatten seiner Vergangenheit.
    Doch dann sieht er die junge Frau auf der Brücke in New York. Er weiß, dass sie springen wird. Und er muss eine Entscheidung treffen.
    Form/Stil:
    Das Buch ist in 28 einzelne Kapitel unterteilt, wobei diese häufig in weitere Abschnitte gegliedert sind. Die Kapitel tragen Überschriften die oft aus dem Bereich der Mathematik stammen und einen kleinen Hinweis auf den Inhalt des Kapitels geben. Meist versteht man diesen erst im Verlauf des Kapitels.
    Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Bonny und aus der Sicht von Clyde geschrieben. Dadurch fühlt man sich den beiden Hauptcharakteren des Buches schnell verbunden und kann ihre unterschiedlichen Sichtweisen sehr schnell nachvollziehen. Bereits nach wenigen Seiten gelingt er der Autorin so ein klares Bild der Charaktere zu erschaffen.
    Darüber hinaus spielt die Autorin mit vielen weiteren Stilmitteln. Immer wieder gibt es zu Beginn eines Kapitels einen kurzen kursiv gedruckten Einschub, der aus einer Zeitung oder einer Reportage im Fernsehen stammt und somit einen weiteren Blickwinkel bietet. Außerdem tauchen auch immer wieder Liedtexte auf, die ebenfalls kursiv gedruckt und in englischer Sprache verfasst sind.
    Eigene Meinung:
    Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Natürlich wurde mit diesem Roadtrip nicht das Rad neu erfunden, aber die Geschichte ist sehr liebevoll und behutsam ausgearbeitet und hat überraschend viel Tiefgang.
    Dadurch habe ich auch die beiden Protagonisten wirklich lieb gewonnen und beide waren für mich auf ihre jeweilige Weise authentisch und facettenreich ausgearbeitet. Bonnie ist ein liebes, ein bisschen naives Mädchen, dem der Ruhm zu viel wurde, auch weil Personen aus ihrem Umfeld versucht haben möglichst viel Profit aus ihrer Karriere herauszuschlagen. Clyde hingegen ist ruhig, sehr intelligent und vorsichtig mit einer einschlägigen Vergangenheit. Gemeinsam ist beiden, dass sie für einen Augenblick der Welt entfliehen wollen. Eine weitere sehr süße Gemeinsamkeit ergibt sich erst später im Buch, sodass ich sie nicht verraten möchte. Diese Idee hat mich aber sehr überzeugt und sie war berührend umgesetzt ohne dabei kitschig zu werden.
    Sehr glaubwürdig stellt die Autorin auch die Entwicklung der beiden Protagonisten im Laufe des Buches dar. Insbesondere Bonnie entwickelt sich langsam zu einer erwachsenen Frau und findet auf dem Trip zu sich selbst (zurück). Aber auch Clyde findet ein Stück weit sein Selbstbewusstsein wieder und beginnt seine Vergangenheit zu verarbeiten. Auch die Beziehung zwischen den beiden, die sich als völlig Fremde begegnen, ist sehr liebevoll ausgearbeitet und geprägt durch natürlich wirkende Aufs und Abs.
    Auch die eingeschobenen Songtexte haben mir sehr gut gefallen. Sie haben oft Bonnies Gefühle offenbart bevor sie ihr selbst bewusst waren. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Texte in englischer Sprache verfasst waren und somit vielleicht für einige Leser unverständlich waren.
    Fazit:
    Ein wunderschönes Buch mit berührenden und facettenreichen Charakteren auf einem spannenden Roadtrip.
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  • Rezension zu Unendlich wir

    Titel: Unendlich Wir
    Reihe? /
    Autorin: Amy Harmon
    ISBN-10: 3863960807
    Verlag: INK Egmont
    Seitenzahl: 411
    Preis: 14,99€
    Wertung: ♥♥♥♥
    Meine Meinung:
    Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, ich habe das Buch innerhalb 2 Tagen durchgelesen!
    Das Cover erinnert mich sehr an die von Jojo Moyes aber trotzdem ist es sehr schön! Die zwei Silhouetten sollen wahrscheinlich Bonnie & Clyde darstellen. Auch die Gitarre, die Bonnie in der Hand hält hat eigentlich eine große Bedeutung. Selbst der Titel kommt oft in der Geschichte vor, diese Wortspiele waren einfach nur wunderschön.
    Bonnie, deren Lebenswillen gebrochen war, wollte sich von einer Brücke stürzen. Finn (Clyde) hatte sie jedoch gesehen, parkt das Auto und rettet ihr das Leben. Sie ist eine so aufgeweckte, liebenswürdige Weltenverbesserin (dass sie sehr naiv ist und zu einem Wildfremden in Auto einsteigt, macht sie keineswegs nervig, es bringt viel mehr ihre verzweifelte Lage hervor)
    In Finn Clyde konnte ich mich schwer hineinfühlen, er hatte oft diese Wutausbrüche, ich konnte sie zwar nachvollziehen aber so unbedingt nötig waren sie nicht. Er ist der geborene Mathematiker und in diesem Buch geht es sehr viel über Zahlen.
    Auch der Titel ist durch diese Zahlen entstanden.
    Es gab 3 Erzählstränge, einmal aus der Sicht von Bonnie, einmal aus der Sicht von Clyde und dann kommen am
    Anfang eines neuen Kapitels oft Nachrichtensprecher, die von dem
    Verschwinden von Bonnie erzählen. Die reimen sich da Dinge zusammen, bei denen ich echt schon sehr schmunzeln musste.
    Die einzigen drei Kritikpunkte, die ich habe, ist 1. zu viel Mathematik. Es ist schön, dass sich die Autorin so viel Mühe gegeben hat und sehr gut recherchiert hat aber irgendwie war mir das zu viel. 2. Die Bonnie & Clyde Geschichte. Bonnie hat sich viel zu sehr an das Verbrecherpärchen Bonnie & Clyde angelehnt und hat dabei irgendwie garnicht mehr auf ihr eigenes Leben geachtet. 3.
    Das Ende. Es ist ein schönes Ende, jedoch hat es auf mich eher so gewirkt, als dass die Autorin unbedingt noch auf die 400 Seiten kommen will. Natürlich ist es wichtig, alle zu verhören etc. aber das war mir dann fast zu ausführlich.
    Fazit:
    Das Buch ist eine wunderschöne
    Road-Trip Geschichte, die wundervoll geschrieben wurde. Eine gefühlsvolle und faszinierende Story, die ich euch nur empfehlen kann!
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  • Rezension zu Unendlich wir

    Inhalt aus dem Klappentext:
    Bonnie Rae Shelbys Leben scheint ein wahr gewordener Traum: Sie ist eine der erfolgreichsten Popsängerinnen der Welt, hat Millionen von Fans, mehr Geld, als sie je ausgeben könnte … und sie will sterben. Finn Clyde ist ein Niemand. Das Einzige, was für ihn im Leben Sinn ergibt, ist Mathematik. Allerdings hat ihn das bisher noch nicht weit gebracht. Er will ganz neu anfangen, in Las Vegas, weit weg von den Schatten seiner Vergangenheit. Doch dann sieht er die junge Frau auf der Brücke in New York. Er weiß, dass sie springen wird. Und er muss eine Entscheidung treffe.
    Meinung:
    Bonnie Rae ist eine erfolgreiche Country-Pop-Sängerin. Dank ihrer Großmutter ist die 21-jährige ein angesagter Star am Musikhimmel. Doch Bonnie ist unglücklich und entflieht dem goldenen Käfig, in dem sie sich befindet. Ausgerechnet Finn Clyde findet Bonnie und nimmt sich ihrer vorerst an. Bonnies Charme veranlasst ihn, sie mit auf seinem Weg nach Las Vegas mitzunehmen. Doch leider hat Bonnie da die Rechnung ohne ihre Managerin und Großmutter gemacht. Schnell wird die Flucht als Entführung dargestellt, Medien und Polizei verfolgen das ungleiche Pärchen. Doch die Jagd auf die zwei schweißt sie noch enger zusammen.
    Die Protagonisten sind authentisch und liebevoll ausgearbeitet. Bonnie habe ich direkt von der ersten Seite an ins Herz geschlossen. Sie ist freundlich und hilfsbereit, aber auch chaotisch und impulsiv. Finn ist das genaue Gegenteil von ihr. Er ist sehr clever und eher ruhig und zurückhaltend. Zusammen schaffen sie es, dass Finn weniger steif wirkt und Bonnie auf den Boden zurück gebracht wird und nicht zu sehr abhebt mit ihrer Impulsivität.
    Amy Harmon ist mit diesem Buch ein richtig guter Wurf gelungen. Nicht nur die Bonnie und Clyde Anspielungen auf das berühmte Gangsterpärchen sind wunderbar stimmig, auch ihr Detailreichtum um die verschiedensten Symbole und die faszinierende Recherche und Hintergrundwissen, rund um das Thema Mathematik und Zahlen hat sie perfekt eingebunden. So sind keine Zahl und kein Name in diesem Buch zufällig gewählt und in jedem Wort findet sich eine besondere Bedeutung, die das Cover auch aufnimmt.
    Einzig der religiöse Teil in diesem Buch hat mich doch etwas gestört. Er passt zwar perfekt zu Bonnies Hintergrund, kam mir aber zu mahnend und belehrend rüber.
    Aber nicht nur Religion und Mathematik sind Thema dieses Buches, auch zieht es Bilanz mit dem Show- und Musikbusiness, prangert die Missstände um das Familienmanagement von jungen Künstlern an, die gnadenlos ausgereizt und abgezockt werden um letztendlich oft an diesem Ruhm zerbrechen. Amy Harmon zeigt auf, dass Erfolg und Geld nicht alles im Leben ist und oft das Zwischenmenschliche verloren geht. Ebenso spielen Trauer, Trauerbewältigung und Freiheit eine große Rolle. Auch die Medien und die Meinungsmache ebendieser, die mit Fehlinformationen und -interpretationen für ungewollte Verwicklungen führen können, werden aufs Korn genommen.
    Geschrieben ist das Buch aus zwei Perspektiven. Bonnies Sicht können wir in der Ich-Perspektive nachlesen, Finns Sicht wird in der dritten Person erzählt. Zwischendurch erfährt der Leser anhand von Nachrichtenmeldungen, wie es um Bonnie und Clyde steht. Der Schreibstil ist wunderbar einfühlsam und eingängig, die Seiten flogen förmlich nur so dahin und der Spannungsbogen konnte bis zur letzten Seite gehalten werden. Durch Bonnies Unberechenbarkeit ist das Buch nie langweilig geworden, da man nie vorhersehen konnte, was als nächstes passiert.
    Fazit:
    Dieses Buch ist eine bezaubernde Liebesgeschichte, die mir zwar einen Tick zu religiös ausgelegt wurde, aber trotzdem mit seiner Geschichte und Thematik gefallen hat. Klug konstruiert und toll geschrieben.
    Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten.
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Ausgaben von Unendlich wir

Taschenbuch

Seitenzahl: 416

E-Book

Seitenzahl: 416

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Besitzer des Buches 25

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