Die Ukraine im Fokus der NATO

Buch von Brigitte Queck

Cover zum Buch Die Ukraine im Fokus der NATO

Titel: Die Ukraine im Fokus der NATO

4,5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Zambon Verlag

Format: Broschiert

Seitenzahl: 210

ISBN: 9783889752314

Termin: August 2015

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Die Ukraine im Fokus der NATO wurde bisher einmal bewertet.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Ukraine im Fokus der NATO

    • 10. Juli 2014 um 18:23
    „Die Ukraine im Fokus der NATO.
    Russland-das eigentliche Ziel“ - von Brigitte Queck
    Bekenntnis zu Russland – ohne Wenn und Aber
    Ein Buchtipp von musgau
    Sirenengeheul! Eine Bombe. Sie wurde im Nachbarhaus entdeckt.
    Die Zündschnur sei schon gelegt. Explosionsgefahr – Feuer, Rauch,
    Tote!! Sekundenentscheidung: Die Bombe muss weg, die Zündschnur gekappt, die Brandstifter ermittelt und festgenagelt werden. Wer schaut dabei weg, wer will sich mitschuldig machen an einer sich anbahnenden Katastrophe?
    Ein Schreckensszenario? Mitnichten. Zu dieser Erkenntnis muss man kommen, wenn man seit langem die Krise in der Ukraine verfolgt. Will man wissen, wo die Ursachen liegen, wer hier die Brandstifter sind?
    Da muss man sich halt an der richtigen Stelle schlau machen. So, wie ein halbes hundert politisch aufgeweckte Leute kürzlich im
    Musiksalon des Hauses der russischen Kultur in der Berliner
    Friedrichstraße. Eingeladen hatte Brigitte Queck. Sie ist
    Diplomstaatswissenschaftlerin Außenpolitik und Vorsitzende der
    Vereinigung „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“. Vor ihr ein Stapel Bücher, um die sich die anwesenden deutschen und russischen Gäste nahezu rissen: „Die Ukraine im Fokus der NATO.
    Russland-das eigentliche Ziel“.
    Was die parteilose Kommunistin, wie sie sich selbst bezeichnete, mit einem solchen Temperament, mit einer klaren Diktion, mit einer scharfen Polemik gegen politisch blind
    Gewordene vortrug, übrigens auf Deutsch und Russisch, bereitete nicht nur geistiges Vergnügen, sondern ließ so manchem älteren
    Teilnehmer sicher auch das Gruseln kommen. Gleich zu Beginn der
    Buchpräsentation ging sie in die Zielgerade und bot der aufpeitschenden Verhetzung gegenüber Russland Paroli. Die Ukraine sei als ein Kettenglied für die US-Herrschaft über Russland, Europa und Asien auserkoren, und das seit langem. So heißt es zum Beispiel in ihrem 292seitigen Buch auf Seite 8: „ Die Ukraine stand schon lange im zentralen Blickfeld der USA-Weltherrschaftspolitik. Der frühere Sicherheitsberater Z. Brzezinski schreibt in seinem Buch
    ´Die einzige Weltmacht´: ´Die Ukraine ist ein neuer wichtiger Raum auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Dreh- und
    Angelpunkt, weil ihre bloße Existenz als unabhängiger Staat zur
    Umwandlung Russlands beiträgt. Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasischer Staat mehr´. Dabei soll die Ukraine den US/NATO-Ländern vor allem - als geostrategisches Trittbrett auf ihrem weiteren Weg nach Osten (Russland u. China ), - als billiger Rohstoffmarkt (z.B.
    die Schwarzerde-Böden der Westukraine für den wachsenden Weizen-
    und Maisbedarf in der Welt und - als billiger Arbeitsmarkt dienen.“
    Anzumerken sei auch dies: Die USA
    sitzen auf einem Staats-Schuldenberg von ca. 12 Billionen Euro, was sie u.a. veranlasste, zur Stabilisierung des Dollars laut IWF 42,3
    Tonnen ukrainische Goldreserven insgeheim in den USA zu horten. (S.
    99 und Anhang S. 215) Was folge daraus? Als führende kapitalistische
    Weltmacht seien die USA „längst am Ende“, verfügen aber noch
    über militärische Macht, über fürchterlichste Waffensysteme. (S.
    67) Dabei gehe es nicht nur um Öl und Gas, sondern auch um kleinere militärische Auseinandersetzungen in Europa, um ihren Dollar aufzuwerten, meint die Autorin. (S. 68) Sie zitiert den ehemaligen
    CDU-CSU-Bundestagsabgeordneten Dr. Willy Wimmer, der am 25.2.2014 in einem Interview äußerte, „dass ein möglicher Kriegsherd in der
    Ukraine auch einen Krieg in Europa auslösen könnte.“
    Die seit Ende November 2013 bis Ende
    Februar 2014 andauernden Demonstrationen in der Hauptstadt Kiew gegen dem ukrainischen Präsidenten Janukowitsch und für einen Beitritt der Ukraine zur EU seien nicht zu verstehen, ohne folgende
    Zusammenhänge zu sehen: „1. über die Bedeutung der Ukraine für das kapitalistische Europa, aber vor allem für die von den USA
    geführte NATO, im Klaren zu werden; 2. die inneren Kämpfe in der
    Ukraine für bzw. gegen einen EU und NATO-Beitritt in der
    Vergangenheit zu beleuchten; 3. die Einordnung der Ukraine in die
    Kräftekonstellation in der Welt zu betrachten. (S. 7)
    Die EU zum Aufmarschgebiet machen? Die
    Heuchelei: Nach zwei Weltkriegen solle endlich Demokratie und
    Freiheit herrschen? Der Russe solle kuschen, denn die NATO stehe nunmehr auch an den Ostgrenzen der EU. Dummdreistigkeit und Lügen triumphieren! So blendet man die US-Gräueltaten und eigenen
    Kriegsverbrechen aus. Ein „Friedensnobelpreisträger“ in argen
    Nöten wegen des schwächelnden Dollars und schwindenden Einflusses in der Welt. So sucht man krampfhaft einen neuen Feind, der seit dem
    Oktober 1917 der alte ist, trotz wiedergekehrter kapitalistischer
    Verhältnisse. Dessen Land, die Bodenschätze, die Ressourcen, die sind im Fokus der imperialistischen amerikanischen Gier.
    Die Autorin stützt sich dabei auf bekannte und unbekannte Fakten, auf zahlreiche Dokumente und auf viele Analysen von Historikern, des US-Friedensrates sowie des
    Europäischen Friedensforums. Übersichtlich und in einer gut lesbaren Schrift teilt sie Ihr Buch auf in die inneren Probleme der
    Ukraine, in die aktuellen Geschehnisse von Ende Januar 2014 bis in die Gegenwart und in einen 172 Seiten umfassenden Anhang. Auffallend die für wichtig angesehenen Sätze in Fettschrift sowie die zahlreichen Fotodokumente von den Gewalttaten in der Ukraine.
    Über Juschtschenko, den
    Wunschkandidaten des Westens, der durch Inszenierung einer
    „orangenen“ Revolution 2004 Präsident wurde, schreibt die
    Autorin, das rechtswidrige Vorgehen dieses Mannes sei eigentlich „nur mit dem Ermächtigungsgesetz Hitlers 1933 zu vergleichen“. (S. 12)
    Juschtschenkos Präsidialdiktatur sollte den schnellen EU- und
    NATO-Beitritt der Ukraine garantieren. Über Janukowitsch heißt es, er ließ sich von westlichen Politikern vorschreiben, gegen
    „friedliche Demonstranten“ nicht mit Gewalt vorzugehen. Wer hinter den blutigen Ausschreitungen stecke? Die Autorin: Mittlerweile sei bekannt, „dass das ganze eine konzertierte und seit Jahren vorbereitete Aktion der NATO in Verbund mit israelischen
    Spezialkräften war, deren ´nützliche Helfer´ (…) die
    Faschisten, in diesem Falle die Bandera-Nachfolger sowie die
    Nachfolger der SS-Division Galizien sind. Sie schreibt, es hätten sich zu damaliger Zeit etwa 5.000 NATO-Söldner in der Ukraine befunden, deren Zahl heute enorm gewachsen sei.
    Allerdings brach die Krise in der
    Ukraine nicht wegen des korrupten ukrainischen Parlamentes aus, so
    Brigitte Queck, „sondern weil sich die ukrainische Regierung weigerte, das EU-Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen“.
    Amerikanische Professoren analysierten das ca. 1.000seitige Dokument und kamen zu dem Schluss, es beziehe quasi die Ukraine in die NATO
    ein, „auch ohne eine durch ukrainische Gesetze geforderte
    Volksabstimmung“. (S. 78) Mit scharfen Worten geißelt die Autorin auf Seite 79 den von den USA und der EU angestrebten Regimewechsel in der Ukraine. Er sei Teil eines verdeckten Krieges gegen Russland. Die
    Installierung einer Stellvertreterregierung in Kiew und der Beitritt der Ukraine zur EU und zur NATO sei „eine direkte Bedrohung
    Russlands an der westlichen Grenze...“.
    Was will Putin? Er will Volkswohlstand für sein Volk und die Wiederherstellung der vollen Souveränität seines Landes. Im Gegensatz zum globalen Feldzug der US/NATO zur
    Errichtung einer unipolaren Welt unter Führung der USA streben andere Völker – u.a. Russland, Kasachstan, Belorussland sowie die stark besorgten Länder Armenien, Kirgistan, der Iran und China –
    eine multipolare Welt an, „wo auch der kleinste Staat der Erde selbst bestimmen kann, welchen Entwicklungsweg er nimmt und nicht, um zum Erfüllungsgehilfen der EU/NATO zur Unterjochung der Menschheit unter eine Minderheit der Reichsten dieser Erde zu werden“. (S. 40)
    Möge sich das inhaltsschwere Buch von
    Brigitte Queck als Pflichtlektüre empfehlen. Denn, so die Autorin auf Seite 259, die Perspektive eines Krieges mit Russland trage für
    Deutschland und Europa apokalyptische Züge. „Die einzige Chance zur Verteidigung des Friedens besteht in der Annäherung an
    Russland.“ Und auch dies sei mit Beifall für die mutige und aufrechte Autorin bedacht: Es sei bewundernswert, mit welcher
    Besonnenheit der russische Präsident Putin auf das Vorgehen der
    US/NATO/EU/Israel reagiere.
    Wer Zündschnüre legt für neue blutige Aggressionen ist im hohen Grade ein Krimineller. Sie sollten bei uns allen klingeln – die Alarmglocken, mahnt Brigitte Queck.
    Das sei das Gebot der Stunde: Sich zu Russland bekennen, wie sie auf
    Seite 204 aus einem Aufruf des Deutschen Freidenkerverbandes (siehe junge welt vom 7.4.2014) zitiert. Ohne Wenn und Aber. (PK)
    Brigitte Queck: „Die Ukraine im Fokus der NATO. Russland das eigentliche Ziel“, Taschenbuch:
    292 Seiten, Verlag: Zambon, Giuseppe, Frankfurt am Main; Auflage: 1
    (25. April 2014), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3889752314, ISBN-13:
    978-3889752314; 12 Euro
    Erstveröffentlichung dieser
    Rezension in der Neuen Rheinischen Zeitung http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20536
    Mehr über den Rezensenten:
    http://cleo-schreiber.blogspot.com
    Online-Flyer Nr. 466 vom
    09.07.2014
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Ausgaben von Die Ukraine im Fokus der NATO

Taschenbuch

Cover zum Buch Die Ukraine im Fokus der NATO

Seitenzahl: 210

Update: 28. März 2018 um 16:25