Das Wunschjahr
Buch von Andrea Lochen, Julia Sailer
Titel: Das Wunschjahr
Andrea Lochen (Autor) , Julia Sailer (Übersetzer)
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 400
ISBN: 9783548285689
Termin: August 2014
Aktion
Bewertungen
Das Wunschjahr wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,4 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Das Wunschjahr
- Illusion
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9. September 2014 um 12:00
Klappentext:Weiterlesen
Stell dir vor, du könntest die Zeit zurückdrehen - was würdest du ändern?
Neues Jahr; neues Glück. Als Olive Watson am Neujahrsmorgen aufwacht, traut sie ihren Augen nicht: Sie liegt im Bett ihres Exfreundes Phil. Dabei hatte sie sich doch letztes Jahr von ihm getrennt. Aber niemand außer ihr erinnert sich daran. Für Phil, Olives Eltern, ihre Mitbewohnerin hat einfach das neue Jahr angefangen - sie ist die Einzige, bei der das Schicksal auf "Zurückspulen" gedrückt hat. Olive muss sich entscheiden. Soll sie alles genauso machen wie im Vorjahr und sich von ihrem geliebten Freund trennen? Oder ist das ihre einmalige Chance an der eigenen Zukunft zu drehen?
Form und Stil:
Das Buch gliedert sich in 24 Kapitel, die in einzelne Absätze unterteilt sind und sich gut und flüssig lesen lassen. Die Geschichte wird von Olive aus der 3. Person erzählt, so dass man ihre Gefühle und Eindrücke sehr gut nachempfinden kann. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil: sehr bildhaft mit einem humoristischen Einschlag.
Eigene Meinung:
Ich war sehr gespannt auf das Buch, da ich die Vorstellung ein Jahr noch einmal zu erleben sehr aufregend fand. Ich finde, die Idee hatte einfach unglaubliche Potential und viele Möglichkeiten, was man daraus machen kann. Leider - oder für manchen Leser vielleicht auch Gott sei Dank - hat sich die Autorin in ihrer Erzählung sehr auf das Zwischenmenschliche versteift. Ich muss zugeben, dass ihr das wirklich gut gelungen ist. Die Geschichte war sehr stimmig und einfühlsam geschrieben. Die Charaktere sind sehr lebendig und interessant beschrieben. Neben Olive und ihrem Freund Phil, finde ich auch Olives Mitbewohnerin Kerrigan sehr gelungen. Aber auch die eher im Hintergrund bleibenden Nebencharaktere sind sehr liebevoll gestaltet. Das hat mir gut gefallen. Die Geschichte zwischen Olive und Phil ist sehr empathisch und gefühlvoll geschrieben und hat mich auch wirklich berührt. Ich habe richtig mitgefiebert, wie es zwischen den beiden ausgehen wird. Die Autorin hat bei der Geschichte der beiden wirklich tolle und romantische Ideen gehabt und ich habe selten von so einem sympathischen Pärchen gelesen.
Trotzdem hätte ich mir den ein oder anderen Aspekt als kleine Auflockerung gewünscht, damit es ein "perfektes Buch" für mich wäre. Ein bisschen mehr philosophischer Ansatz, hätte mir gefallen. Oder auch einfach nur der Gedanke etwas zu verändern, das rein eigennützig ist, mit etwaigem Gewissenskonflikt. Im Ansatz gab es diese Dinge, aber eben immer im Kontext mir Olives Beziehungen zu Phil oder Kerrigan oder ihrer Familie. Mir hat da einfach noch ein, sagen wir mal materialistischer Ansatz gefehlt. Eine vielleicht lustige Geschichte, die das "Familiendrama" ein bisschen aufgepeppt hätte.
Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch trotz dem kleinen Kritikpunkt wirklich gut gefallen. Ein Buch genau richtig für den Herbst und für ein Wochenende eingekuschelt mit einer Tasse Tee auf dem Sofa. -
Rezension zu Das Wunschjahr
- Elskamin
-
26. August 2014 um 11:03
Inhalt (laut Klappentext)Weiterlesen
Stell dir vor, du könntest die Zeit zurückdrehen – was würdest du ändern?
Neues Jahr, neues Glück.
Als Olive Watson am Neujahrsmorgen aufwacht, traut sie ihren Augen nicht: Sie liegt im Bett ihres Exfreundes Phil. Dabei hatte sie sich doch letztes Jahr von ihm getrennt. Aber niemand außer ihr erinnert sich daran. Für Phil, Olives Eltern, ihre Mitbewohnerin hat einfach das neue Jahr angefangen – sie ist die Einzige, bei der das Schicksal auf »Zurückspulen« gedrückt hat.
Olive muss sich entscheiden: Soll sie alles genauso machen wie im Vorjahr und sich von ihrem geliebten Freund trennen? Oder ist das ihre einmalige Chance, an der eigenen Zukunft zu drehen? Ein berührender und romantischer Roman über Liebe, Freundschaft und die Frage, wer man wirklich sein möchte.
Meine Meinung
Neues Buch, neues Glück?
Leider nicht so bei mir und „Das Wunschjahr“, dem Debütroman der amerikanischen Autorin Andrea Lochen.
Denn obwohl der Roman interessante Fragen aufwirft – Ist das Schicksal unausweichlich, auch wenn es einem ein „Wiederholungsjahr“ schenkt? Was macht man mit dem Wissen um die Konsequenzen der begangenen Fehler? Führen sie wiederum zu anderen Fehlentscheidungen, die nicht weniger schlimm ausfallen? Kann man das Schicksal überhaupt umgehen? Und wie lebt man eigentlich mit dem Wissen, während alle anderen unwissend sind? Hat man nicht dennoch diese Fehler begangen, ist man nicht dennoch ein Lügner, Betrüger, wenn man das Wiederholungsjahr vor seinem Umfeld verheimlicht? Kann man durch die Unwissenheit anderer eigene Fehlentscheidungen einfach so ungeschehen machen? – konnte die Autorin dennoch nicht das volle Potenzial aus der Idee ihres Erstlingswerks schöpfen.
Keine Frage, der Roman ist gut geschrieben, verliert sich jedoch in meinen Augen in zu vielen nebensächlichen Kleinigkeiten, anstatt auf die wirklich wichtigen Fragen einzugehen.
Dies fängt damit an, dass wir uns als Leser nach Olives Kenntnisnahme des Wiederholungsjahres sogleich seitenlang auf der Intensivstation befinden. Da Olive als Intensivkrankenschwester arbeitet, natürlich nicht verwunderlich. Besser hätte es mir jedoch gefallen, wenn sich die Autorin einen bestimmten Krankheitsfall herausgepickt hätte, anstatt mehrere Fälle aufzurollen. Dieser Umstand sowie die seitenlangen medizinischen Beschreibungen haben mich leider nur gelangweilt, weil sie in dem Ausmaß leider nicht passend wirkten und zudem äußerst distanziert.
Hinzukommen weitere Krebs- und Leukämieerkrankungen in Olives Familie – das war leider momentan auch nicht so mein Ding…
Sowie eine verschrobene Tante, die ebenfalls ein Wiederholungsjahr erleben muss – zum wiederholten Male…
Und da die 25jährige Olive im letzten Jahr von ihrem Freund Phil verlassen worden ist, aber an Neujahr dann doch neben im Bett aufwacht, darf natürlich auch die obligatorische Liebesgeschichte nicht fehlen.
Die nimmt aber leider erst auf den letzten Seiten so richtig Fahrt auf, und unterscheidet sich dann in meinen Augen auch nicht von anderen On/Off- Liebesbeziehungen in anderen Romanen auch ohne „Zeitreisefaktor“.
Und auch zu den einzelnen Figuren konnte ich leider keinen Zugang finden.
Fazit
„Das Wunschjahr“ ist leider nicht mein Wunschbuch 2014.
Die Thematik finde ich immer noch äußerst interessant, leider konnten mich weder die Umsetzung noch der Schreibstil emotional packen und mitreißen. Ich musste mich regelrecht durch die Seiten quälen, so gelangweilt war ich. Vielleicht auch weil in gerade mal 400 Seiten ein ganzes Jahr an Protagonistin und Leser vorbei eilt.
Olive bekommt vom Universum eine zweite Chance, Fehler wiedergutmachen zu können, das Buch von mir leider keine.
Deshalb nur . -
Rezension zu Das Wunschjahr
- *Bücherwürmchen*
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9. August 2014 um 11:10
Wenn du eine zweite Chance bekommst – wie würdest du sie nutzen?Weiterlesen
Am Neujahrsmorgen staunt Olive Watson nicht schlecht. Sie liegt neben ihrem Exfreund Phil im Bett. Wie kam sie dort hin? Und warum verhält sich Phil so, als wären sie nie getrennt gewesen? Nur Olive erinnert sich daran, was letztes Jahr passiert ist. Für ihre Mitmenschen gab es dieses Jahr noch nicht.
Olive merkt, dass sie – warum auch immer – eine zweite Chance bekommen hat. Es liegt nun an ihr, was sie in diesem Jahr anders machen und wie sie ihre Zukunft ändern kann.
Das Wunschjahr, ich sollte aber besser das Wiederholungsjahr schreiben, ist eine Liebesgeschichte, und doch tue ich mir schwer, dieses Buch bei den Liebesromanen einzuordnen. Denn es geht um mehr als nur um die Geschichte um Olive und Phil. Es geht auch um Freundschaft und darum, was man alles aus einer zweiten Chance machen kann.
Die Geschichte beginnt im Jahr 2011, für Olive ist es allerdings das zweite Mal, dass sie den Neujahrstag 2011 erlebt. Am Anfang ist sie verwirrt, aber nach und nach versteht sie, welche Chance ihr dadurch gegeben wurde.
In der ersten Hälfte des Buches erfährt der Leser durch einzelne Rückblenden, wie sich Olive und Phil ineinander verliebten, wie Olive ihre dann beste Freundin Kerrigan in ihrem ersten Semester kennen lernte, wie es dazu kam, dass sie Phil betrog und es zur Trennung kam.
Olive versucht, aus ihren Fehlern zu lernen und Dinge anders zu machen. So verläuft das Wiederholungsjahr anders. Olive vergleicht das mit dem ersten Jahr 2011, so dass er Leser weiß, wo sie anderes gehandelt und was sich verändert hat.
Während ich Olive und Phil beobachtete, hatte ich immer im Hinterkopf, dass sie ihn im ersten Jahr ja betrogen hatte. Dessen ist sie sich auch bewusst und dieser Gedanke quält sie.
Das Thema Krankenhaus/Intensivstation bzw. Krebs spielt eine große Rolle, und das liegt nicht daran, dass Olive auf einer Intensivstation arbeitet. Das ganze wird nicht bedrückend dargestellt, wobei die Grenze hier aber nur sehr dünn ist.
Wie man am Titel schon ablesen kann, spielt die Handlung während eines Jahres. So ist es zwangsläufig, dass es zu einzelnen (größeren) Zeitsprüngen kommt. Wobei dann angegeben wird, wie viel Zeit vergangen ist.
Phil ist ein herzensguter Mensch und war mir von Anfang an sympathisch. Olive war mir zwar sympathisch, aber – ich weiß nicht, wie ich es erklären soll – wäre jeder Hauptcharakter in einem Buch wie sie, hätte ich wahrscheinlich meine Probleme mit ihr. Dass Kerrigan mit Olive befreundet ist, verstehe ich. Nur ich persönlich würde mich wahrscheinlich nie mit Kerrigan anfreunden. Sherry Witan ist der einzige Charakter, bei dem ich nie wusste, was als nächstes kommt, wie sie reagieren wird.
Das Ende hat mir gefallen. Als das Unvermeidliche eintrat, habe ich darauf hingefiebert. Die Hoffnung hatte ich nie aufgegeben.
Das Wunschjahr, von Olive in der dritten Person erzählt, ist in 24 Kapitel aufgegliedert. Gefühlt waren mir diese zum Teil etwas zu lang. Pausen zwischendurch waren nur möglich, indem die Handlung mittendrin unterbrochen wurde.
fühlen sich für Das Wunschjahr genau richtig an.
Ausgaben von Das Wunschjahr
Besitzer des Buches 5
Update: 16. März 2025 um 18:52


