Sisi: Leben und Legende einer Kaiserin

Buch von Michaela Vocelka

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Sisi: Leben und Legende einer Kaiserin

Als Elisabeth im Jahre 1837 als zweite Tochter Herzog Max Josephs in Bayern geboren wird, ahnt niemand, dass sie als eine der bedeutendsten Frauengestalten des 19. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen soll. Im Alter von gerade einmal 16 Jahren heiratet die Prinzessin Franz Joseph, den jungen Kaiser von Österreich - eine Beziehung, die sich als wenig freudvoll erweist. Doch gerade unter diesen lastenden Bedingungen sucht die junge Frau nach Refugien der Selbstbestimmung. Reisen, Sport, literarische Versuche, Kindererziehung und Politik bilden die Felder, mit denen sie dabei ihre gesellschaftliche Position gestaltet. Kenntnisreich und einfühlsam beschreiben Michaela und Karl Vocelka das Leben der Kaiserin Elisabeth und den Mythos Sisi.
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Bewertungen

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Sisi: Leben und Legende einer Kaiserin

    Allgemeines
    Erschienen am 12.Februar bei C.H.Beck
    Taschenbuch mit 128 Seiten
    Autoren (Quelle: Verlagsseite)
    Die Historikerin Michaela Vocelka ist Leiterin, Archivarin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Simon Wiesenthal Archivs.
    Karl Vocelka war langjähriger Vorstand des Instituts für Geschichte und Professor für Österreichische Geschichte an der Universität Wien.
    Zum Inhalt
    Diese kurze Biographie der österreichischen Kaiserin Elisabeth (1837 - 1898) beschäftigt sich nicht nur mit Sisis Lebenslauf: ihrer Herkunft, Ehe und Familie, sondern auch mit dem "Kult", der um sie getrieben wurde und wird. Dabei werden Bücher, Filme und auch Sisi-Museen vorgestellt.
    Sisi wird hier sehr wahrheitsgetreu und ganz ohne die süßliche Verklärung durch gewisse Medien dargestellt. Es wird ausführlich auf ihre charakterlichen Eigenarten und ihre daraus resultierende Distanzierung zum Wiener Hof eingegangen. In ihren politischen Ansichten eher von ihrem Vater, dem volksnahen und liberalen Herzog Max Joseph in Bayern (1808 - 1888) geprägt, hatte sie große Probleme mit ihrer Rolle als Kaiserin an der Seite ihres Mannes Franz Joseph I (1830 - 1916), dessen politische Ansichten sie nicht teilte und unter der Knute ihrer dominanten Schwiegermutter und Tante Sophie, zu der sie ein sehr gespanntes Verhältnis hatte. Dem verhassten System entzog sie sich sowohl durch Unpässlichkeiten als auch durch ihre häufigen Reisen, die in dieser Biographie detailliert beschrieben werden.
    Auch auf Sisis exzessiven Körperkult zur Erhaltung ihrer legendären Schönheit (Sport, Diäten, Schönheitsmittel) wird eingegangen.
    Sehr amüsant sind zahlreiche Zitate aus ihren Gedichten, in denen sie sich nicht nur ihre Sehnsucht nach "Freiheit" von der Seele schreibt, sondern äußerst bissige und vermutlich zutreffende Beobachtungen über die Kaiserfamilie festhält.
    Beurteilung
    Trotz der geringen Seitenzahl bietet diese Biographie einen detaillierten Einblick in die Persönlichkeit der Kaiserin Elisabeth. Interessant sind auch die Kapitel, die sich mit den Jahrzehnten nach Sisis Tod befassen, als Sisis rastloses Leben immer wieder zum Gegenstand diverser (mehr oder weniger seriöser) Bücher und Filme wurde und auch allerhand Sisi-Museen eingerichtet wurden. Eine umfangreiche Bibliographie rundet das Werk ab.
    Der Sprachstil ist der einer wissenschaftlichen Biographie, manchmal ein wenig trocken, aber immer kenntnisreich. Zur Auflockerung hätte ich mir ein paar Illustrationen gewünscht, auch wenn das vermutlich den Rahmen einer Kurzbiographie gesprengt hätte.
    Wer sich für Kaiserin Elisabeth interessiert, hat hier ein empfehlenswertes Büchlein in kompakter Form vor sich, das einen guten Einblick in ihre komplexe Persönlichkeit erlaubt und das durch die Lektüre weiterer - idealerweise bebilderter - Literatur ergänzt werden kann.
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Ausgaben von Sisi: Leben und Legende einer Kaiserin

Taschenbuch

Seitenzahl: 128

E-Book

Seitenzahl: 128

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