Der Tag wird kommen

Buch von Nina Vogt-Østli, Dagmar Lendt

Bewertungen

Der Tag wird kommen wurde insgesamt 10 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,7 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Tag wird kommen

    Inhalt:
    Der 15-Jährige Hans Petter Hansen hat es nicht leicht, da er seit Jahren das Mobbingopfer ein Clique ist... Er hatte schon eine Methode entwickelt, "unsichtbar" zu werden, keine
    Aufmerksamkeit zu erregen- bloß icht aufzufallen.. Dies gelang ihm eine
    Zeit lang, bis seine Unsichtbarkeit mit einem Mal verschwindet: Er wird von einem Lehrer angesprochen, der ihn gerne in einem Projekt dabei hätte. Und so fängt es wieder an: Andreas Blicke, die ihm ein Gefühl geben, als wäre es bald wieder Zeit, um verprügelt zu werden... Helfen kann ihm niemand- seine Eltern leben getrennt, seinen Vater möchte er nicht darüber in Kentnis setzen und seine Mutter ist immer viel hilfsbereiter als ihm lieb wäre, da er kein Aufsehen durch ein Gespräch mit einem Lehrer erwecken möchte... Warum musste der Lehrer Gunnar ausgerechnet ihn anspechen??? Als er nach diesem Tag wieder zu Hause ankommt, setzt er sich ersteinmal an seinen Computer- und die geheimnissvolle Fera chattet ihn an.. Doch wer ist sie?? Ist sie vielleicht von Andreas erfunden worden, damit er sich über Has Petter lustig machen kann?? Wird Hans Petter wieder unsichtbar werden können-
    oder noch besser: Wann werden die Anderen erkennen, wer er wirklich ist und wozu er in der Lage ist?? Eins steht für ihn fest: Der Tag wird kommen.....
    Während des Lesens kommen viele Fragen auf, wie "Wird man böse geboren?" und wenn ja, "Ist man dann daran Schuld?", "Gibt es
    "böse Gene"?", oder "Hätte man Hitler töten sollen, bevor er an die
    Macht kam?" und wenn ja " Auch als er noch ein Baby war??". Hierzu sieht man zwei Ansichten: Die von Fera und Hans Petters, dessen Meinung ist, dass alle Menschen Idioten oder Monster sind (er sieht sich selbst als eine Mischung aus Beidem) und das böse Menschen, wie zum Beipiel
    Andreas, der ihn schon jahrelang mobbt, schon böse geboren werden.. Hier denkt man selbst oft nach, kommt oftmals aber zu keinem klaren
    Ergebnis, da sehr schwierige Fragen in diesem Buch thematisiert werden.
    Das
    Buch ist sehr einfühlsam aus der Sicht Hans Petters geschrieben. Es lässt sich sehr gut lesen, da der Schreibstil angenehm und fesselnd ist und die Geschichte natürlich einfach genial ist! Mir hat auch gefallen, dass es eine Verknüpfung von Gegenwart und Zukunft gab.
    Mein Fazit:
    Ein wirklich sehr beeindruckendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Es ist packend und faszinierend!
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  • Rezension zu Der Tag wird kommen

    Klappentext:
    Das Leben ist hart, wenn du ganz unten bist. Wenn deine Mutter keine Zeit für dich hat. Wenn dein Vater wünscht, du wärst nie geboren worden. Wenn der mieseste Schlägertyp der Schule dich auf seiner Abschussliste hat. Wenn sie auf dich eindreschen, Tag für Tag, bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst. Doch eines Tages können sie sich nicht mehr zusammenrotten – und dann bist du am Zug. Eines Tages werden sie sehen, wer du wirklich bist, was du wirklich kannst. Wozu du fähig bist. Aber bis es soweit ist, musst du überlegen.
    Nach Janne Tellers Nichts ein neuer beeindruckender Jugendroman aus Skandinavien – ein erschreckendes Gedankenspiel, das einen so schnell nicht wieder loslässt.
    Cover:
    Bezüglich des Covers bin ich genauso gespaltener Meinung wie über das gesamte Buch. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Krimi und der Titel eher wie ein Rachezug oder nach dem Lesen des Klappentextes wie ein Hoffnungsschimmer. Der abgebildete Junge wirkt allerdings nicht als Opfer sondern eher mit dem eisigen Blick wie ein brutaler Täter. Und die roten Querstreifen mit Ausschnitten vom Krieg – eigentlich eher Unpassend, denn auf Krieg und Vernichtung kommt man eigentlich erst einmal gar nicht, wenn man das Buch in den Händen hält. Nachdem ich das Buch gelesen habe – o.k. dann stimmt das Cover mit dem Inhalt überein, allerdings nicht mit dem Klappentext.
    Inhalt:
    Hans Petter (15) hochbegabt und intelligent ist ein Außenseiter an der Schule. Schlimmer noch, er ist Opfer, über ihn wird gelacht, er wird gequält und verdroschen. Am schlimmsten aber ist, dass ihm keiner hilft, denn keiner will die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und selber zum Opfer werden. Meist gehen sie in der Gruppe auf ihn los, nur Andreas wagte es alleine, sich an ihn heranzumachen – natürlich umringt von Zuschauern. Sämtliche Versuche, auch seitens seiner alleinerziehenden Mutter, diese Situation zu ändern scheiterten, das einzige was hilft, ist unsichtbar zu werden – nicht mehr aufzufallen. Hans Petter meldet sich nicht mehr, schreibt mit Absicht neutrale bis schlechte Noten um nicht vom Lehrer gelobt zu werden und verzieht sich wann immer es möglich ist. Diese Taktik ging auf, bis der Vertrauenslehrer Gunnar ein Projekt startet und Hans Petter vor den Klassenkameraden darauf anspricht, dass er ihn gerne dabeihaben möchte – Hans Petter wird wieder sichtbar! Die Schikanen beginnen von neuem. Ängstlich begegnet er vor allem Andreas, der brutale Andeutungen macht. Und diese Ungewissheit – wann passiert was – setzt Hans Petter am meisten zu. Am liebsten flüchtet er dann an seinen Computer und reagiert sich an diversen Spielen ab, bis sich plötzlich im Chat ein unbekanntes Mädchen namens Fera meldet. Zuerst geht er mit Argwohn an den Chat, da er eine weitere Schikane vermutet, doch schon nach kurzer Zeit sind sich beide sympathisch und eine Freundschaft beginnt – und auch eine komplette Wendung im Handlungsverlauf.
    Meine Meinung:
    Wie bereits mit dem Cover bin ich auch über das Buch gespaltener Meinung. Auf das Buch vorabzulesen habe ich mich gefreut, da mich schon die Leseprobe begeistert hat. Der Schreibstil ist leicht und mit viel Spannung. An keiner Stelle wird das Buch langweilig und die Personen sind sehr real als auch sympathisch. Manches ist vielleicht etwas klischeehaft, aber das unterstreicht meines Erachtens nur die Charaktere. Und wer kann sich nicht an die Außenseiter aus seiner eigenen Schulzeit erinnern, die es damals schon gab und auch heute noch gibt. Und auch das gemeinsame Auftreten in der Gruppe und das Wegsehen der Anderen um selbst nicht ins Kreuzfeuer zu kommen.
    Ein Thema, welches hochbrisant ist und welches mich angesprochen hat. Doch dann kam Fera auf die Bildfläche und somit ein kompletter unerwarteter Wandel der Handlung. Dachte ich bis dahin, es geht um einen Nerd und um seinen Alltag und vor allem darum, diesen zu meistern beziehungsweise aus der Schusslinie zu kommen, so geht es nun Richtung Science Fiction und Dystopie. Und dies ist eine Richtung, die mir eigentlich missfällt, auch schon deswegen, weil aus dem Klappentext hierüber nichts hervorgeht.
    Doch auf Grund des sehr spannenden Schreibstils konnte ich das Buch auch nicht aus der Hand legen und habe weitergelesen. Da es in relativ großer Schrift geschrieben ist und im Bereich des Chatprotokolls eh nur wenig Text pro Seite gibt, konnte ich das Buch auch sehr schnell in einem Zug fertiglesen. Anschließend habe ich es erst einmal bei Seite gelegt, ausgeschnauft und darüber nachgedacht, was ich denn gerade gelesen habe. Und dieses Gelesene hat mich noch lange danach beschäftigt! Ein eindeutiges WOW. Und auch wenn Science Fiction nicht mein Genre ist, so hat mich das Buch doch sehr gefesselt um zum Nachdenken angeregt. Das offene Ende ist nicht vorhersehbar aber logisch, gleichzeitig auch etwas schockierend.
    Bleibt nur die Frage, ob dies auch ein Buch für Jugendliche ist. Meiner Meinung nach könnten 12 Jährige mit dieser Art Lektüre leicht überfordert sein.
    Fazit:
    Die Story ist toll, faszinierend und spannend zugleich mit viel Tiefgang. Sie regt zum Nachdenken an, viele Fragen werden aufgeworfen, viel Verhalten hinterfragt. Erwartet habe ich aber definitiv was anderes. Bei der Auswahl dieser Lektüre sollte man sich auf jeden Fall nicht am Klappentext orientieren. Dieser liegt mal stark daneben. Lediglich der letzte in roter Farbe angefügte Satz entspricht der Wahrheit: Es ist ein beeindruckender Jugendroman, mit erschreckendem Gedankenspiel, das einem so schnell nicht wieder loslässt. Für jeden, der keine Erwartungen hat und offen ist für eine nicht absehbare Handlung kann ich dieses Buch nur empfehlen.
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  • Rezension zu Der Tag wird kommen

    Bei diesem Roman haben wir wieder mal ein Paradebeistpiel dafür, dass man sich ganz und gar nicht auf die Kurzbeschreibung, verlassen kann. Bis auf einen Satz: "Wenn sie auf dich einprügeln... bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst" stimmt die Beschreibung so gut wie gar nicht.
    Die Leser, die nach der Kurzbeschreibung sich orientieren, würden womöglich enttäuscht sein. Außerdem sollte der Leser wissen, dass in dem Roman sich, völlig unerwartet, die Genres vermischen und eine Wendung in der Handlung aufkommt, mit der man auf gar keinen Fall gerechnet hat. Doch wenn man der Geschichte gegenüber aufgeschlossen ist und diese auf sich zukommen lässt, erwartet einen eine gut gelungene Story über einen Jungen, der mit Ausgrenzung und Mobbing zu kämpfen hat. Mir hat der Roman "Der Tag wird kommen" sehr gut gefallen.
    Der Hauptprotagonist des Romans, der auch Ich - Erzähler ist, ist ein fünfzehnjähriger Junge, der das Leben eines Außenseiter führt. Er ist zwar hoch intelligent, doch versucht in der Schule nicht aufzufallen, um seine Situation nicht noch schlimmer zu machen. Er ist für einige Schüler ein gefundenes Opfer und wird drangsaliert und demütigt. Eine dramatische Situation, aus der Hans Peter keinen Ausweg sieht. Bis er eines Tages ein Mädchen im Chat kennenlernt. Als Fera in sein Leben trifft, ändert sich so einiges...
    Dieser Roman ist sowohl emotional als auch spannend. Der Leser erlebt das Leben eines Außenseiter aus seiner Sicht: seine Sorgen, Ängste, Unsicherheiten und letztendlich vernichtende Hilflosigkeit. Die Geschichte entwickelt sich anders, als erwartet, was die Handlung für mich noch spannender machte. Durch die Vermischung der Genres kommt es zu unvorhersehbaren Wendungen, die man sowohl erfrischend wie auch unpassend erleben kann.
    Ich gehöre zu den ersten: ich fand es ungewöhnlich und mutig so eine Wendung in den Roman einzuarbeiten, für mich wurde die Handlung dadurch noch spannender und unterhaltsamer. Eine tief gehende Geschichte, die nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch interessant und ungewöhnlich ist.
    von mir
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  • Rezension zu Der Tag wird kommen

    Der Tag wird kommen Nina Vogt-Østli
    Veröffentlichung am 15.01.14
    Klappentext:
    Das Leben ist hart, wenn du ganz unten bist.
    Wenn deine Mutter keine Zeit für dich hat. Wenn dein Vater wünscht, du wärst nie geboren worden. Wenn der mieseste Schlägertyp der Schule dich auf seiner Abschussliste hat. Wenn sie auf dich einprügeln, Tag für Tag, bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst.
    Doch eines Tages können sie sich nicht mehr zusammenrotten – und dann bist du am Zug. Eines Tages werden sie sehen, wer du wirklich bist, was du wirklich kannst. Wozu du fähig bist. Aber bis es so weit ist, musst du überleben.
    Schreibstil:
    Die Sprache ist der Jugendsprache angemessen und wirkt sehr natürlich. Kurze Sätze sorgen für Verständlichkeit. Die Lektüre geht leicht runter, sodass man das Buch in ein paar Stunden durchlesen kann.
    Zum Inhalt:
    Hans Petter (HP), der nach überstandenem Mobbing einfach nur noch unauffällig seinen Schulalltag bewältigen möchte wird wieder „sichtbar“ für die Leute, die gerne Schwächere drangsalieren. Der Lehrer Gunnar, kommt auf ihn zu und möchte ein Projekt mit Hans Petter machen. Seit dem Gespräch, das auch der Rüpel Andreas und seine Clique mitbekommen ist der vermeindliche „Lehrerliebling“ wieder im Fokus der Angriffe.
    Im Chat meldet sich bei HP zudem noch ein ihm unbekanntes Mädchen. Fera.
    Als Leser ist man geneigt den Jungen zu warnen, "das kann doch nur eine Verarsche sein". Aber das ahnt er selbst und geht trotzdem auf das Mädchen ein.
    Im Laufe der Handlung erfährt HP, dass sein Vater ihn angeblich nicht gewollt hat. Zudem mischt sich der Lehrer Gunnar sich noch viel intensiver in Hans Petters Leben ein als ihm lieb ist. Das Gefühlswirrwar legt bei Hans Petter wohl irgendwie einen Schalter um. Eine Wandlung bei HP deutet sich an, bricht aber nie so wirklich in Vollendung durch. Man wartet auf das Grande Finale…
    Meine Meinung:
    Aufgrund des Klappentextes habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Ein starkes Thema. Mobbing in der Schule.
    Schwierige Jugend, schwierige Elternsituation. Der Tag der Rache eines oft untergebutterten Jungen. Ja, das hat Potenzial eine gute Geschichte zu werden. Doch so weit kommt es irgendwie nicht...
    Fazit:
    Wieder einmal ein Buch, das mir im Klappentext einen anderen Verlauf/Inhalt vorgaukelt, als im Endeffekt im Buch zu lesen ist. Wie sich die Geschichte entwickelt darf jeder gerne selbst herausfinden. Wer aber auf einen Plot hofft, der irgendwie einen dramatischen Sieg von gut über Böse hofft wird hier bitter enttäuscht. Oder doch nicht…?
    Das kann man so oder so sehen. Wer weiß…
    Wäre das Buch als das ausgewiesen was es wirklich ist, würde ich mehr Sterne vergeben. Denn die Geschichte ist gut.
    Leider hatte ich etwas anderes erwartet. Aufgrund der allgemeinen Qualität gibt es trotzdem 3 von 5 Sternen.
    Obwohl ich schon lange hier angemeldet bin, kann ich noch nicht offiziell bewerten. Dies ist außerdem meine erste Rezension hier und daher sicher noch etwas holperig. Daher bitte ich um Nachsicht und Verbesserungsvorschläge, denn es werden noch ein paar Rezis folgen. Die Spoiler scheinen noch nicht so ganz zu funktionieren.
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Ausgaben von Der Tag wird kommen

Hardcover

Seitenzahl: 240

E-Book

Seitenzahl: 240

Besitzer des Buches 10

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