Boneshaker
Buch von Kate Milford, Andrea Offermann, Alexandra Ernst
Titel: Boneshaker
Kate Milford (Autor) , Andrea Offermann (Illustrator) , Alexandra Ernst (Übersetzer)
Band 2 der Arcana-Reihe
Verlag: Freies Geistesleben
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 381
ISBN: 9783772527746
Termin: Februar 2015
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Boneshaker
Etwas Dämonisches ist im Spiel, wenn Automaten sich ganz von selbst in Bewegung setzen. Natalie merkt das sofort. Denn sie versteht sehr gut, wie die neuen mechanischen Apparate normalerweise funktionieren. Auch wenn sie mit ihrem eigenwilligen Fahrrad nicht ganz zurechtkommt. Genial verschmilzt Kate Milford in ihrem Roman alte, unheimliche Geschichten mit der Gegenwart einer Stadt mitten in Amerika im frühen 20. Jahrhundert. Merkwürdige Dinge können an Kreuzungen geschehen. Und die Kreuzung vor Arcane macht da keine Ausnahme. Die dreizehnjährige Natalie kennt die alten Geschichten über ihre kleine Stadt, z.B. die vom wunderbaren Gitarristen Tom Guyot und seiner Begegnung mit dem Teufel. Aber nicht einmal sie ist auf das Ungeheuerliche gefasst, das mit Dr. Jake Biegebeins Technologischer Medizinausstellung in Arcane Einzug hält.
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Serieninfos zu Boneshaker
Boneshaker ist der 2. Band der Arcana Reihe. Diese umfasst 3 Teile und startete im Jahr 2010. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2012.
Bewertungen
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Boneshaker
- Aleshanee
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8. Juli 2026 um 05:57
Auch diese Geschichte beginnt an einer Wegkreuzung - hier allerdings im US Staat Missouri im Jahr 1913, in der kleinen Stadt Arcane. Über Kreuzungen an Straßen gibt es ja viele mysteriöse Überlieferungen und die Autorin überträgt diese immer sehr gekonnt in ihre Handlung.Weiterlesen
Jedenfalls lebt hier in Arcane die 13jährige Natalie mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder - ein gewieftes Kind mit einer wahren Freude an automatischen Mechanismen und Apparaten, die zu dieser Zeit in vielen Bereichen eingesetzt wurden. Es fasziniert sie, wie so viele Einzelheiten zusammenarbeiten, jedes mit seiner eigenen Aufgabe und alles ineinander greift und reibungslos als ganzes funktioniert.
Bei Arcane allerdings war es anders. Je komplizierter eine Maschine wurde und je mehr Einzelteile sie beinhaltete, desto mehr wuchs die Gefahr, dass ein Rädchen nicht mehr ins andere griff. Das war die Natur einer Stadt.
Zitat Seite
Wie in allen abgelegenen kleinen Dörfern und Städten sind hier die alten Überlieferungen noch immer präsent und verbleiben in den Köpfen der Menschen, die sie immer wieder weitergeben. Vor allem auch über die das alte verlassene Dorf in der Nähe, dessen Geschichte viele Geister aus der Vergangenheit hervorholt.
Vor allem Natalies Mutter kennt eine Menge dieser Mythen und erzählt ihrer Tochter auch eine über den alten Mann, Tom Guyot mit seiner Gitarre und wie er den Teufel traf. Hier hat mich sehr fasziniert, wie Natalie überlegt, wie der Teufel wohl aussehen könnte - ihr fallen alle möglichen Details ein, die man mit dieser dunklen Kreatur verbindet; aber am Ende ist sie selbst am meisten erschreckt von der Vorstellung, er könnte aussehen wie jedermann.
Wichtiger aber ist, dass genau dieser Tom Guyot (der auch in Broken Lands vorkommt) ebenfalls in Arcane ist und Natalie eine wichtige Lektion lehrt.
Aber auch andere Figuren aus den Nagspeake Büchern trifft man hier wieder und ich liebe diese Verbindungen! Diese drei Bücher, die als Arcane Trilogie gelistet werden, kann man aber in beliebiger Reihenfolge lesen.
Jedenfalls beginnt die Handlung damit, dass sich der Doktor der Kleinstadt verabschiedet, um im nächstgelegenen Ort eine Grippewelle abzuwenden - nur der Apotheker bleibt hier um etwaige Verletzungen oder Krankheiten zu behandeln; und just trifft ein seltsamer Trupp in Arcane ein, der als "Snake Oil Salesmen" betitelt wird. So bezeichnet man Quacksalber und Scharlatane, die ihre (meist medizinischen) Mittel wie Salben und Elixiere anpreisen und verkaufen, die aber oft wertlos sind und nicht helfen.
Jedenfalls bauen sie eine kleine "Zeltstadt" auf und präsentieren in einer regelrechten Show ihre Künste, wie z. B. Phrenologie (bei der man Charaktereigenschaften und Krankheiten an der Schädelform erkennt) oder Hydrotherapie (Wasserheilung) und einige andere Kuriositäten.
Auch wenn mich die Thematik hier anfangs nicht so ganz mitreißen konnte wie in den anderen Bänden hat die Autorin einfach einen Stil, der fesselt. Der die Atmosphäre sehr gekonnt einfängt und das mystische und geheimnisvolle spüren lässt. Seltsame Fremde, die einem Gänsehaut bereiten wenn man ihnen in die Augen schaut - verlassene Orte an denen man unverhofft Angst verspürt und viele kleine Details über Mechanismen und ihre Wirkungsweisen, auch auf metaphysischer Ebene.
Da ich es auf englisch gelesen habe, hab ich hier einige Zeit gebraucht, denn für ein Kinderbuch erwarten einen hier eine Menge Begriffe, die man nicht erwarten würde und gerade auch mit den Hintergründen der Handlung nicht so einfach zu verstehen sind.
Dafür gab es einige Momente, die mir wirklich einen Schauer über den Rücken gejagt haben - überhaupt mag ich einfach diese völlig ungewohnte und von der Norm abweichende Konstrukt ihrer Geschichten, das mich jedes Mal aufs Neue fasziniert!
"Look it in the face," Natalie murmured to herself. "I never realized it was that easy."
Vertrauen, das muss Natalie auf die harte Tour lernen und zwar das Vertrauen in sich selbst. Wir begegnen immer wieder Menschen, die uns nicht guttun, die uns nerven, ärgern oder verletzen wollen und manchmal kann man ihnen einfach aus dem Weg gehen. Manchmal aber auch nicht. Und den Mut, ihnen in die Augen zu sehen und klar Stellung zu beziehen, kostet eine Menge Kraft und Überwindung. Aber man merkt dabei, dass diese "große Angst" plötzlich schrumpft und immer kleiner wird.
Man wächst über die (Opfer)Rolle hinaus und steht für sich selbst ein und daraus erwächst eine Menge Selbstvertrauen, das auch die anderen spüren werden.
Zum Fürchten gibt es hier definitiv auch einiges, auch wenn man es zuerst nicht greifen kann und zusammen mit Natalie erst nach und nach die Hintergründe aufdeckt und schließlich die Puzzleteile zusammensetzen kann.
Um noch kurz auf den Titel zu kommen: Boneshaker wird hier ein Gefährt genannt, dass einem buchstäblich die Knochen durchschüttelt. Räder aus Holz oder Metall lassen jede Unebenheit durch den Rahmen kommen und so den Körper spüren ... und Natalie hat zwar ein erstklassig hergerichtetes Fahrrad, doch die Konstruktion ist irgendwie - seltsam. Der Weg den sie entlang fährt, die kleinen mechanischen Räder, die Leute der Stadt und der flammenköpfige Fremde, sie spielen alle eine Rolle und das Cover trifft einen guten Einblick in die Atmosphäre!
"Only the most rare and valuable things are ever given free," he was saying. "Most things cost something you can give up, but they aren´t worth anything - not really, not in the end. [...]"
4.5 Sterne
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Update: 8. Juli 2026 um 05:57




