Maritas Couch und die Liebe zum Leben

Buch von Birgit Schlieper

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Bewertungen

Maritas Couch und die Liebe zum Leben wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,7 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Maritas Couch und die Liebe zum Leben

    Als Maritas Mann ganz plötzlich verstirbt, ist sie Anfang 50 und Mutter einer erwachsenen Tochter. Nicht nur, dass sie diesen schlimmen Schicksalsschlag verkraften muss, sie ist irgendwie auch ganz allein mit allem, wenn man von ihrer Freundin Kirsten mal absieht, denn Tochter Annalena lebt mit ihrem Freund in einer eigenen Wohnung. Nach dem Hausverkauf und anderen Besitztümern aus der ehelichen Zeit zieht Marita in eine neue Wohnung und weiß nicht so recht, was sie mit sich anfangen soll. Da kommen ihr die unbekannten Besucher, die vor ihrer Tür stehen und einfach aus ihrem Leben und ihren Problemen erzählen, gerade recht. Obwohl – warum erzählen sie ihr das alles? Da Marita eine sehr sympathische, sehr einfühlsame Person ist, wagt sie es nicht, den jeweiligen Besuchern klar zu machen, dass sie bei ihr mit ihren Anliegen wohl nicht an der richtigen Adresse sind oder sich vielleicht sogar in der Wohnung geirrt haben. Aber dann fällt Marita ein, dass sie die Wohnung ja von einer Lebensberaterin übernommen hat, die kurzfristig ihr weiteres Leben ins Ausland verlegt hat. Ganz langsam beginnt ihr die unfreiwillige Beratungstätigkeit mit „ihren Patienten“ auch Spaß zu machen, es entbehrt auch nicht einer gewissen Komik, dass sie zwar für die Besucher immer den passenden Rat hat, aber ihre eigene Situation so gar nicht in den Griff bekommt.
    Birgit Schlieper hat mit ihrem Roman „Maritas Couch und die Liebe zum Leben“ ein sehr feinfühliges und humorvolles Buch geschrieben über die Sorgen und Nöte der Menschen, aber vor allem auch über die Verarbeitung von Trauer und das Leben mit der Trauer. Der Schreibstil war sehr schön und flüssig zu lesen, Marita ist ein echter Sympathieträger, deren Gedanken und Dialoge wunderbar zum wirklichen Leben passen. Auch wenn es um ein sensibles Thema wie Trauerbewältigung und Neueinrichtung des zukünftigen Lebens ging, hat die Autorin genügend Humor und Ironie beigesteuert, um keine allzu trüben Gedanken aufkommen zu lassen. Dabei ist ihr der Spagat sehr gut gelungen, eine sehr reale Situation sowohl empfindsam als auch witzig zu erzählen, so dass man als Leser gut mitempfinden und auch mitlachen konnte. Ein sehr schöner Roman, den ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann.
    Von mir gibt es dafür unbedingt !!!
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Besitzer des Buches 4

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