Metamorphose am Rande des Himmels

Buch von Mathias Malzieu, Sonja Finck

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Metamorphose am Rande des Himmels

Verträumt, poetisch, einzigartig Ich heiße Tom »Häma-Tom« Cloudman. Man sagt, ich sei der schlechteste Stuntman aller Zeiten. Ganz falsch ist das nicht. Ich bin außergewöhnlich ungeschickt und laufe ständig überall gegen. Ich beneide die Vögel um ihre Freiheit, vielleicht schaue ich zu oft zu ihnen hoch. Schon auf dem Schulhof zog ich Rollschuhe an, um fliegen zu üben. Ich raste auf einem alten Skateboard das Schuldach hinunter und wedelte dabei heftig mit Pappflügeln. Aber ich flog nicht hoch, sondern immer nur auf die Nase. Nachts klettere ich eine Leiter hoch, öffne eine knarrende Falltür und bin auf dem Dach. Ich traue meinen Augen kaum. Eine gigantische Voliere! Ein Federnpalast! Alle erdenklichen Rottöne entflammen die Nacht. Eine Frauengestalt sitzt auf einer Schaukel: Ein hautenger Federanzug schmiegt sich an ihren Körper. Ich verspüre den unwiderstehlichen Drang, sie zu berühren. Die Vogelfrau streckt die Arme seitlich aus, geht in die Knie, drückt das Kreuz durch und stößt sich vom Boden ab. Sie schlägt elegant mit den Flügeln. Die Vogelfrau kreist einmal über mir, dann kommt sie wieder zu mir herabgeschwebt: »Möchten Sie fliegen lernen, Tom Cloudman?«
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Bewertungen

Metamorphose am Rande des Himmels wurde insgesamt 10 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Metamorphose am Rande des Himmels

    Klappentext:
    Tom, genannt "Hämma-Tom" Cloudman ist Hobby-Stuntman. Schon als kleiner Junge sah er voller Sehnsucht zu den Vögeln auf und beneidete sie um das Fliegen. Jetzt zieht er von Dorf zu Dorf und begeistert seine Zuschauer mit halsbrecherischen Aufführungen, die meistens in missglückten Flugversuchen enden. Eines Tages stößt er während seiner waghalsigen Stunts mit einem Auto zusammen und landet im Krankenhaus. Nach dem Aufwachen erfährt er, dass er an einer unheilbaren Krankheit leidet. Um der bitteren Realität zu entfliehen, streift Tom nachts durch die Gänge des Krankenhauses und entdeckt eine Nottreppe, die auf das Dach des Krankenhauses führt. Oben stößt er auf eine Vogelfrau namens Endorphina, ein Mischwesen zwischen Mensch und Tier, die ihn sofort in ihren Bann zieht. Sie schlägt ihm einen Pakt vor: Wenn beide sich ineinander verlieben, kann sie Tom von seiner unheilbaren Krankheit befreihen und ihm sogar das Fliegen beibringen.
    Meine Meinung:
    Nach Die Mechanik des Herzens war mir vollkommen klar, dass auch die Metamorphose am Rande des Himmels einen Platz in meinem Bücherregal finden würde. Alleine schon das Cover würde den Kauf rechtfertigen, da auch dieses Buch wieder ein absolutes Schmuckstück geworden ist. Die Gestaltung zieht sich noch bis auf die erste Seite und wenn man genau hinsieht, kann man im strahlend roten Abendhimmel der hinteren Broschur sogar den Eifelturm erkennen.
    Ich habe mich schon wahnsinnig auf das neue Buch von Mathias Malzieu gefreut aber die Geschichte konnte mich leider nicht so überzeugen wie Die Mechanik des Herzens. Malzieu hält an seinem wunderbaren Schreibstil fest, der sehr metaphorisch und poetisch daherkommt alledings ohne aufgesetzt oder gewollt zu klingen. Ich habe immer wieder bewundert welche Bilder er benutzt um Dinge zu beschreiben und wie man auf diese Vergleiche kommen kann.
    "Also schwebe ich wie ein ungebügeltes Gespenst ins Treppenhaus. [...]Ein wütender Wind schleudert die Schatten der Pinien durch die Fenster" (S.44)
    Tom Cloudman ist ein eher komischer Kautz, der seit er denken kann, vom Fliegen träumt. Man schafft es schnell ihn in sein Herz zu schließen und seine nächtlichen Beutezüge haben mich mehrmals zum Lachen gebracht aber für mich kam er auch etwas unreif daher, was auch an dem schnellen Verlauf der Geschichte liegen kann. Das Büchlein hat nur 142 Seiten und schreitet deswegen ziemlich zügig voran, was wohl auch ein Grund dafür ist, dass die Liebe, die sich zwischen Tom und Endorphina entspinnt mich einfach nicht berührt hat. In der Geschichte fehlte mir der Tiefgang und auch wenn eigentlich viele schöne Worte und Gefühle eingesetzt wurden ist das Buch einfach nicht zu mir durchgedrungen.
    Malzieus Ideenreichtum scheint unerschöpflich zu sein und dafür bewundere ich ihn sehr aber was ich in Die Mechanik des Herzens noch traumhaft und genau im richtigen Maße eingesetzt fand, wird mir in diesem Buch fast zu viel. Streckenweise erwischte ich mich bei der Frage, ob diese Szene nun wirklich geschehen ist, oder einer wilden Morphiumphantasie Toms entspringt.
    Auch Endorphina bleibt für mich irgendwie unnahbar. Zwar gibt sie Tom einiges von sich preis und sie bekommt sogar eigene Passagen in dem Buch, aber warum sie gerade in Tom so unsterblich verliebt ist kam bei mir einfach nicht an.
    Fazit:
    Sprachlich hat Malzieu mal wieder gezeigt was er kann und auch optisch ist das Buch ein absoluter Eyecatcher. Aufgrund dessen, dass die Geschichte mich aber einfach nicht packen, geschweigedenn berühren konnte, gebe ich aber nur .
    Trotz dieser Bewertung wird aber bestimmt auch der nächste Roman von Malzieu den Weg in mein Regal finden.
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Ausgaben von Metamorphose am Rande des Himmels

Taschenbuch

Seitenzahl: 160

E-Book

Seitenzahl: 161

Besitzer des Buches 30

Update: