Das Eva-Prinzip

Buch von Eva Herman

Bewertungen

Das Eva-Prinzip wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,1 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Eva-Prinzip

    Bei Amazon kopiert:
    Karriere? Familie? Heimchen oder Rabenmutter? Deutschland diskutiert hitzig über die Rolle der Frau: Ist der wirtschaftliche und gesellschaftliche Druck stärker als das Glück des Mutterseins und die Freude am Frausein? Eva Herman, ehemalige Tagesschausprecherin und Mutter, plädiert für die Rückbesinnung auf weibliche Stärken. Mit ihrer Streitschrift hat sie einen empfindlichen Nerv unserer Gesellschaft getroffen.
    Nachdem die Aufregungen um dieses Buch Schnee von gestern sind, habe ich es auch gelesen - nicht ganz freiwillig.
    Inhaltlich will nicht weiter darauf eingehen; es ist in diversen Fernsehsendungen und Zeitungsartikeln alles gesagt worden.
    Ich bemängele an diesem Buch vor allem, dass es unredlich ist:
    1. Herman beruft sich auf Sozialwissenschaftler, Pädagogen, Demoskopen, usw., die zwar mit Namen (und mitunter mit Werk) genannt und zitiert werden, sie gibt aber keine Sekundärliteratur an, macht keine Fußnoten, also hat der Leser keine Möglichkeit nachzuprüfen, in welchem Zusammenhang diese Zitate stehen, bzw. wie es zu den Erkenntnissen gekommen ist.
    2. Ständig wird der Leser davor gewarnt, anhand von Einzelbeispielen aus dem Bekanntenkreis Hermans Theorien zu widerlegen. Sie aber operiert dauernd mit irgendwelchen Birgits, Heikes, Simones aus ihrem Freundinnenkreis, deren unglückliches Leben allein aus ihrer Entscheidung für Karriere und gegen Familie resultiert.
    3. Sie operiert mit wahllosen, nicht nachprüfbaren Behauptungen und Zahlen, die sie nicht belegt, z.B.: 96 % aller Ehen, in denen der Mann die Rolle des Kindererziehers und Hausmanns übernimmt, werden geschieden. Die meisten Männer werden impotent, wenn sie sich sterilisieren lassen. 4. Gegenüber Realitäten, die nicht in ihr Schema passen, ist sie blind. Nach ihrem Plan sollen Frauen zunächst Kinder bekommen und für die Familie da sein, dann erst arbeiten gehen und Karriere machen. Wenn sie also Ende 30, Anfang 40 sind. Die Problematik des Arbeitsmarktes ist der Dame anscheinend fremd. Ach ja: Und als Großmutter sollen sie auch noch für ihre Enkel dasein; aber nicht erst mit 80, weil man dann schon Pflegefall sein kann. HÄ?
    5. Es gibt zwei Sorten arbeitender Frauen: Die karrieregeilen, die den Hals nicht voll genug bekommen, und die - feministisch geprägt - bindungsunfähig oder -unwillig sind. Und die Frauen, die "dazu"verdienen, weil das Gehalt des Ehemannes allein für ihren Lebensstandard, was Haus, Auto, Urlaub angeht, nicht reicht. Tausende von Frauen, die für ein paar Euro morgens vor 7 oder abends nach 8 mit Putzeimern und Wischmop durch Kaufhäuser und Büros gehen, die bis abends hinter Verkaufstheken stehen, aber auch Erzieherinnen, Krankenschwestern, Altenpflegerinnen, usw. kommen in ihrer Gedankenwelt nicht vor. Herman lebt in einer Welt, in der jede Familie von einem Einkommen gut leben kann und wenn nicht, dann sind halt die Ansprüche zu hoch.
    Mir ist es gleich, welch abstruse Theorie jemand entwickelt, um die Welt und die Menschheit zu retten, solange er Gewalt gegenüber anderen außen vor lässt. Insofern kann Frau Herman meinetwegen so laut wie sie will gegen Feminismus und Kinderlosigkeit brüllen. Warum sie 270 Seiten braucht, um ein paar Ideen vozutragen und 50mal zu wiederholen, die in einem 30-Seiten-Traktat unterzubringen wären, bleibt ein Geheimnis. Kein Humor, eine ungelenke Sprache - man braucht nicht den Inhalt zu bemühen, um dem Buch nur einen zu verpassen.
    Marie
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Ausgaben von Das Eva-Prinzip

Hardcover

Seitenzahl: 260

Taschenbuch

Seitenzahl: 256

Besitzer des Buches 11

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