Klack

Buch von Klaus Modick

Cover zum Buch Klack

Titel: Klack

4,2 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Verlag: KiWi-Taschenbuch

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 224

ISBN: 9783462046847

Termin: Februar 2015

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Klack

Schnappschüsse im Wirtschaftswunder: »deutsche Nachkriegsnostalgie mit Witz« Stern Markus hat es eigentlich gut. Auch seine Familie hat teil am westdeutschen Wirtschaftswunder, man kann sich wieder etwas gönnen, sogar einen Fernseher – und doch hat er zu leiden: an der tyrannischen Großmutter, den immer gleichen Kriegserzählungen des Vaters, den autoritären Lehrern am Gymnasium, vor allem aber an unerwiderten Gefühlen. Mit dem Auftauchen der Tinottis kommt Bewegung in sein Leben. Die italienische Familie zieht nebenan ein und eröffnet eine Eisdiele. Markus ist fasziniert von Clarissa. Während in Berlin die Mauer gebaut wird und seine Oma im Garten einen Zaun ziehen lässt, um vor den Spaghettifressern sicher zu sein, erprobt Markus Strategien der Annäherung und greift sogar zur Gitarre. Mit Lust am Detail, großer erzählerischer Kraft und viel Humor fängt Klaus Modick die Stimmung einer entscheidenden Phase der bundesdeutschen Geschichte ein. Im Westen geht es aufwärts, während der Osten sich einmauert, und plötzlich steht die Welt am atomaren Abgrund. Und mittendrin Markus, der sich nichts sehnlicher wünscht als den ersten Kuss und der mit seiner Kamera die Momente festhält, die das Leben ausmachen.
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Bewertungen

Klack wurde insgesamt 3 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Klack

    • 21. Februar 2013 um 12:25
    Inhalt:
    1961 – irgendwo im Norden Westdeutschlands: Der 14jährige Markus gewinnt auf dem Ostermarkt eine Kamera, die namensgebende Agfa Clack. Anhand einiger hiermit aufgenommenen Fotos erinnert sich der inzwischen Erwachsene an die erste große Liebe zu der im Nachbarhaus wohnenden Clarissa Tinotti aus der Südspitze Italiens zurück. Zwischen Wirtschaftswunder, Mauerbau und kaltem Krieg gibt es für Markus nichts wichtigeres als dieses erste große Gefühl …
    Die insgesamt 224 Seiten des Buches sind in einen Prolog und 15 Kapitel aufgeteilt. Im Prolog spricht der erwachsene Markus, findet auf dem Dachboden die Kamera und Fotos. Jedem Kapitel ist als Einleitung der Name eines Fotos, dessen visuelle Beschreibung und die Gedanken, die er sich als Erwachsener dazu macht vorangestellt. Das jeweilige Kapitel spielt dann aus der Sicht des 14jährigen Markus und erzählt die Geschichte, wie es zu dem Foto kam – immer mit einem eingeschobenen Klack an der Stelle, an der es letztendlich aufgenommen wurde.
    Autor:
    Klaus Modick, Jahrgang 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, und arbeitete zunächst als Lehrbeauftragter und Werbetexter, bevor er 1984 als freier Schriftsteller und Übersetzer tätig wurde. Erfolgreiche Romane waren unter anderem „Sunset“ und „Der kretische Gast“, er gewann bereits einige Literaturpreise für seine Werke.
    Meine Meinung:
    […]
    sagt Klaus Modick in der Bildbeschreibung eines Kapitels. Diese Grundhaltung zieht sich durch das gesamte Werk.
    Alleine schon die beschriebene Aufteilung des Buches gefällt mir äußerst gut. Anhand von Fotos und Erinnerungen, die den roten Faden bilden eine Geschichte zu erzählen ist zwar keine neue Idee, aber Modick setzt sie konsequent und sehr prägnant um.
    Wir erhalten viele Einblicke: in die alles überlagernde Gefühlswelt eines pubertierenden 14jährigen, in den Zeitgeist der Nachkriegs- bzw. Wirtschaftswunderzeit, in die Geschwisterbeziehung von Markus und seiner ca. 3 Jahre älteren Schwester, in die Denkweisen eines Vaters, der den Krieg in Russland mitgemacht hat, eines Onkel Fritz, dem vermutlich homsexuellen Lebemannes und Auswanderers, eines Onkel Ernst samt Gattin, die in der Ostzone vom Kommunismus überzeugt sind, erleben die ersten Gastarbeiter, sowohl gern gesehen aber auch mit Vorurteilen und Skepsis konfrontiert, aus der Sicht der Protagonisten und vieles mehr. Dabei geht Modick in den meisten Fällen der Charakterbeschreibung gar nicht so sehr in die Tiefe, er skizziert gekonnt mit wenigen Worten deren Lebenswelt, eher beiläufig am Rande, da sie für die Hauptgeschichte nur Nebenrollen sind.
    Der Leser, so ging es zumindest mir, ist nah am Geschehen und kann sich gut in Markus einfühlen. An manchen Stellen sind die Gedanken von Markus recht platt formuliert, aber sie treffen immer den Kern und können folgerichtig und konsequent einem 14jährigen durchaus durch den Kopf gehen.
    Ich habe für mich mit Klaus Modick einen Erzähler entdeckt, von dem ich sicherlich mehr lesen werde. Zum Schluß lasse ich den Autor noch einmal mit einer meiner Lieblinsstellen zu Wort kommen: (ebenfalls aus den „philosophischen“ Gedanken des erwachsenen Markus in einer der Bildbeschreibungen)
    […]
    Einfach schön ...
    Ich vergebe gerne sehr gute
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Ausgaben von Klack

Hardcover

Cover zum Buch Klack

Seitenzahl: 224

E-Book

Cover zum Buch Klack

Seitenzahl: 217

Taschenbuch

Cover zum Buch Klack

Seitenzahl: 224

Besitzer des Buches 10

Update: 2. Februar 2023 um 17:55